Goldener Altar mit großem Gemälde und goldener Statue eines Bischofs mit Stab und Bär zu seinen Füßen, im Vordergrund Kruzifix.
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Der Heilige Korbinian zähmte den Bären: Die Legende ist eng verbunden mit den Ursprüngen des Erzbistums.

1.300 Jahre Geschichte unseres Erzbistums

Seit mehr als 1.300 Jahren prägt das Christentum das Leben in Oberbayern. Die Geschichte des Erzbistums München und Freising reicht vom Heiligen Korbinian und den Anfängen im frühen Mittelalter über die Blütezeit des Barocks bis in die Gegenwart.

Die Wurzeln des Erzbistums München und Freising reichen bis in die Frühzeit der Kirchengeschichte in Bayern zurück. 739 errichtete der Heilige Bonifatius neben den Bistümern Regensburg, Passau und Salzburg auch das Bistum Freising und gab der katholischen Kirche in Bayern erstmals eine Ordnung.

Freising: Ursprung und geistliches Zentrum

Prägende Gestalt dieser Frühzeit war der Heilige Korbinian, der um 724 erstmals nach Freising kam. Seine Gründungen, darunter eine Gemeinschaft auf dem Weihenstephaner Berg, legten das Fundament für das kirchliche Leben in der Region. Die Gebeine unseres Bistumspatrons werden im Dom von Freising bewahrt und insbesondere während der Korbinianswoche im November öffentlich verehrt.

Der Freisinger Domberg entwickelte sich im Mittelalter zu einem geistlichen und kulturellen Zentrum. Von hier gingen missionarische Impulse aus, die bis in den ostalpinen Raum wirkten, bis nach Südtirol, ins österreichische Kärnten und ins slowenische Krain reichte der Einflussbereich der Fürstbischöfe. 

So schön war unser Bistumsjubiläum

Unter dem Leitwort „glauben leben“ feierte die Erzdiözese München und Freising im Jahr 2024 ihr Bistumsjubiläum „1.300 Jahre Korbinian in Freising“. Ein Rückblick auf die emotionalsten Höhepunkte des Festjahres erleben Sie in diesem Video.
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Barocke Prägung des Erzbistums

Der Barock beeinflusste das Erscheinungsbild des Erzbistums nachhaltig: Kunst, Architektur und Liturgie verschmolzen zu einer Formensprache. Zahlreiche Kirchen wie die Asamkirche St. Johann Nepomuk in München oder St. Bartholomä am Königssee zeugen von dieser Epoche.

Auch der Freisinger Dom erhielt sein barockes Gesicht. Anlässlich des 1000-jährigen Korbiniansjubiläums 1724 gestalteten ihn die Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam neu.

Säkularisation und Neubeginn

Mit der Säkularisation im Jahr 1803 endete das alte Fürstbistum Freising. Kirchliche Besitzungen wurden aufgelöst, das Bistum blieb mehrere Jahre ohne eigenen Oberhirten. Erst 1821 entstand das Erzbistum München und Freising neu. München wurde Bischofssitz, der Liebfrauendom Kathedrale.

Wappen mit schwarzem Kopf mit roter Krone auf gelbem Schild. Dahinter Bischofsmütze, Kreuz und Bischofsstab.
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Der Freisinger Mohr ist das traditionelle Symbol der Erzdiözese.

Kurz erklärt: Das Wappen des Erzbistums München und Freising

Innerhalb eines rot-silbern geteilten Schildbords in Gold ist ein schwarzes Mohrenhaupt mit roten Lippen, rotem Ohrring, roter Krone und roter Halskrause zu sehen. Der Schild wird überhöht von einer golden eingefassten silbernen Mitra, davon herabhängend zwei silberne Bänder mit goldenen Fransen; schräg gekreuzt hinterlegt von einem doppelarmigen goldenen Vortragskreuz und einem goldenen Bischofsstab.

Vom 20. Jahrhundert bis heute

Das 20. Jahrhundert stellte das Erzbistum München und Freising vor große Herausforderungen. Die beiden Weltkriege hinterließen auch im kirchlichen Leben Spuren: Neben vielen anderen Gebäuden wurde auch der Liebfrauendom in München schwer beschädigt. Sein Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren steht für Neubeginn und Kontinuität.

Eine besondere Persönlichkeit unserer jüngeren Geschichte ist Kardinal Joseph Ratzinger, der von 1977 bis 1982 Erzbischof von München und Freising war. Als Papst Benedikt XVI. leitete er von 2005 bis 2013 die katholische Kirche weltweit.

Heute steht unser Erzbistum unter der Leitung von Kardinal Reinhard Marx. Seit 2008 knüpft er an eine mehr als 1.300-jährige Geschichte an: Das Bistumsjubiläum feierten 2024 tausende Menschen aus der ganzen Erzdiözese im Rahmen eines Festjahres mit Begegnungen, Umzügen und Festgottesdiensten.