Poster im Rahmen mit Kreisdiagramm und Text: Das Kirchenjahr, daneben Vase mit Zweigen, Lampe und kleine Pflanzen.
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Fällt garantiert nicht aus dem Rahmen: Unser Kirchenjahr-Plakat findet Ihr unten zum Runterladen und Ausmalen.

Glauben leben im Kirchenjahr

Feste feiern, Zeiten der Besinnung erleben und das Leben Jesu immer wieder neu entdecken. Das Kirchenjahr macht katholischen Glauben Tag für Tag erlebbar: Vom ersten Advent bis Christkönig schaffen Festtage, liturgische Farben und Bibeltexte Orientierung, geben Halt und regen dazu an, den Glauben das ganze Jahr hindurch zu leben.

Das Kirchenjahr untergliedert sich in drei Hauptzeiten: den weihnachtlichen Festkreis, den Osterfestkreis und die Zeit im Jahreskreis. Diese Struktur hat sich über Jahrhunderte entwickelt. Die Urgemeinde kannte zunächst nur den Sonntag als wöchentliche Feier der Auferstehung. Später kamen Ostern, Weihnachten und Gedenktage für Heilige hinzu. Heute bietet das Kirchenjahr eine feste Ordnung für liturgische Feiern und das geistliche Leben.

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Weiß, rot, grün und violett: so bunt ist unser Kirchenjahr.

Die Abschnitte des Kirchenjahres

Der weihnachtliche Festkreis beginnt mit dem ersten Adventsonntag. Diese Wochen sind eine Zeit der Vorbereitung auf die Geburt Jesu, die wir im Weihnachtsfest feiern, und auf die Wiederkunft Jesu, in der er die ganze Schöpfung zu ihrer Vollendung führt. Auf Weihnachten, das Hochfest der Geburt des Herrn am 25. Dezember folgt am 6. Januar das Hochfest Erscheinung des Herrn, das die meisten als Fest der Heiligen Drei Könige kennen. Der Weihnachtsfestkreis endet am Sonntag nach dem 6. Januar mit dem Fest der Taufe des Herrn.

Der Osterfestkreis beginnt am Aschermittwoch mit der Fastenzeit, die zu Umkehr, Versöhnung und Tauferinnerung einlädt. Die Fastenzeit mündet in die Karwoche, die zur österlichen Dreitagefeier hinführt. Sie ist der Höhepunkt des Osterfestkreises: Mit Gründonnerstag (Fußwaschung und Abendmahl Jesu), Karfreitag (Leiden und Sterben Jesu)  und der Osternachtfeier am Ostersonntag (Auferstehung Jesu) bildet sie die  Mitte des ganzen kirchlichen Herrenjahres. Die österliche Zeit endet mit Pfingsten, dem Fest des Heiligen Geistes, 50 Tage nach Ostern.

Die Zeit im Jahreskreis füllt etwa 30 Wochen des Jahres. Sie ist keine unwichtige Zwischenzeit, sondern eine Phase des Wachstums im Glauben. In dieser Zeit bereichern Herrenfeste, Marienfeste und Gedenktage der Heiligen das katholische Glaubensleben.
Feiertage, Heilige und besondere Anliegen.

Das Kirchenjahr zum ausmalen

Ob im Religionsunterricht, der Kinderkirche oder zuhause: Unser Plakat können Sie auf einem gewöhnlichen Drucker ausdrucken und in den liturgischen Farben ausmalen. Mit diesem Plakat an der Wand behalten Sie immer den Überblick über die wichtigsten Feste im Kirchenjahr. 

Kirchenjahr-Plakat zum Ausmalen

Ausmalen, aufhängen und den Überblick behalten: unser Plakat zum Kirchenjahr. 

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Das Kirchenjahr schnell erklärt

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Feste, Heilige und besondere Anliegen

Im Laufe der Geschichte haben zahlreiche Feste das Kirchenjahr bereichert. Im 2. Jahrhundert feierten Katholiken erstmals Ostern. Weihnachten und Christi Himmelfahrt folgten im 4. Jahrhundert. Das Fronleichnamsfest kam im 13. Jahrhundert hinzu. Viele Tage im Kirchenjahr sind Marienfeste oder Gedenktage für Heilige, die ein vorbildliches Leben aus dem Glauben geführt haben. Andere Festtage, wie Allerheiligen und Allerseelen, ehren die Gemeinschaft der Heiligen und der Gläubigen in besonderer Weise. Zusätzlich bereichern Ideenfeste das Kirchenjahr. Sie stellen nicht ein Ereignis aus Jesu Leben in den Mittelpunkt, sondern Glaubenswahrheiten, ein dogmatisches Thema oder einen Ehrentitel Christi. Ideenfeste wie zum Beispiel der Dreifaltigkeitssonntag oder Christkönig heben damit Aspekte christlicher Lehre oder Frömmigkeit hervor.

Goldene Statue eines Bischofs mit Stab und Mitra. Kleiner dunkler Bär sitzt zu seinen Füßen neben verzierter Säule.
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Unser Bistumspatron: Der Heilige Korbinian

Der Heilige Korbinian steht für Glaubensstärke, Haltung und geistliche Orientierung. Als Bistumspatron des Erzbistums München und Freising verbinden sich in ihm Bistumsgeschichte, Tradition und Symbolik.

Liturgische Farben: Zeichen für Stimmung und Inhalt

Jede Zeit im Kirchenjahr hat ihre eigene liturgische Farbe. Violett, Rosa, Rot, Grün, Weiß und Schwarz finden sich in liturgischen Gewändern und Paramenten, auf dem Altar und im Kirchenschmuck wieder. Sie helfen, den Charakter eines Festes oder einer Zeit sichtbar zu machen. Die liturgischen Farben geben dem Jahr einen Rhythmus, der auch emotional erfahrbar wird.

Liturgische Farben

  • Weiß symbolisiert Freude, Licht und Reinheit. Es ist die Farbe hoher Feste wie Weihnachten, Ostern und Fronleichnam.
  • Rot steht für den Heiligen Geist und das Martyrium. Es wird an Pfingsten, an Märtyrertagen und am Karfreitag verwendet.
  • Violett steht für Vorbereitung und Umkehr. Es wird im Advent und in der Fastenzeit verwendet.
  • Rosa wird als eine aufgehellte Form von Violett verstanden und steht für Vorfreude mitten in Zeiten der Buße. Rosa wird nur zweimal im Jahr getragen: am dritten Adventssonntag (Gaudete) und am vierten Fastensonntag (Laetare).
  • Grün ist die Farbe der Hoffnung und des Glaubensalltags. Sie prägt die Zeit im Jahreskreis.
  • Schwarz steht für Trauer aber auch für Festlichkeit und kann bei Totenmessen verwendet werden.

Kirchenjahr leben und feiern

Das Kirchenjahr lädt ein, im Rhythmus des Glaubens zu leben. Es verbindet die Erinnerung an Gottes Heilsgeschichte mit den großen Themen des Lebens , wie Erwartungen, Schuld und Versagen, Leid und Tod, Geborgenheit, Verwandlung, Neuanfang, Aufbruch und vieles mehr.. So  bietet es Orientierung, Halt und spirituelle Tiefe. Es hilft, das Leben Jesu immer wieder neu zu entdecken, und schafft Raum für eigene Erfahrungen mit Gott. Die Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen greifen diesen Rhythmus auf – in Gottesdiensten, in der Kirchenmusik und bei Veranstaltungen, im Schmuck der Kirchenräume oder in der Katechese.

Brauchtum im Kirchenjahr: gelebte Volksfrömmigkeit

Neben den liturgischen Feiern hat sich insbesondere in unserem Erzbistum ein reiches Brauchtum rund um das Kirchenjahr erhalten. Ob Adventskranz und Krippenspiel, Osterfeuer und Palmbuam, Fronleichnamsprozession oder Kräutersegnung an Mariä Himmelfahrt – diese Ausdrucksformen der Volksfrömmigkeit machen den Glauben sinnlich erfahrbar. Sie knüpfen an regionale Traditionen an, fördern die Gemeinschaft und vermitteln christliche Inhalte über Generationen hinweg. Viele dieser Bräuche binden Kinder, Familien und ganze Dörfer oder Stadtteile in das kirchliche Leben ein, verleihen den Festzeiten eine besondere Atmosphäre und führen zu Jesus Christus hin, der im Mittelpunkt des ganzen Kirchenjahres steht.