Allgemeine Informationen zu Struktur, Aufgaben und Verantwortlichkeiten von Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising haben wir hier für Sie zusammengefasst.
Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising bilden gemeinsam eine wissenschaftliche Einrichtung der Erzdiözese München und Freising. Sie dokumentieren das Wirken der katholischen Ortskirche von München und Freising, indem sie deren schriftgebundene Überlieferung sichern, erschließen und zur Nutzung bereitstellen.
Archiv und Bibliothek gehören zum Geschäftsbereich des Kanzlers der Kurie, der die Verantwortung für eine ordnungsgemäße Schriftgutverwaltung in der Diözesanverwaltung trägt. Sie haben Aufgaben innerhalb des Erzbischöflichen Ordinariats, betreuen aber als Fachstellen für das kirchliche Archivwesen und für die wissenschaftlichen Bibliotheken im Erzbistum auch eine Vielzahl kirchlicher Einrichtungen und wenden sich mit ihren Angeboten an die gesamte interessierte Öffentlichkeit.
Die Leitung von Archiv und Bibliothek verantwortet neben Grundsatz- und Organisationsfragen auch die fachliche Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, unter anderem mit Präsentationen von Quellenbeständen, Veröffentlichungen, Ausstellungen, Führungen und Kontakt zu Schulen, Hochschulen und Medien.
Stellvertretender Direktor, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit
Aufgaben des Diözesanarchivs sind die Bewertung und Übernahme von analogem und digitalem Schrift- und Dokumentationsgut, die Erschließung und dauerhafte Erhaltung des Archivguts sowie dessen Bereitstellung zur Nutzung.
Darüber hinaus zählt zu seinen Aufgaben die Archivpflege, d.h. die Beratung und Betreuung kirchlicher Einrichtungen (v.a. Pfarreien, Orden, Vereine, Verbände) in archivischen Fragen.
Die Diözesanbibliothek bewahrt und verwaltet das Bibliotheksgut der Erzdiözese. Sie sammelt historische und aktuelle Literatur zu allen theologischen Disziplinen sowie zu Geschichte und Kultur mit besonderer Berücksichtigung des Diözesangebietes und kirchlicher Belange. Sie dokumentiert das kirchliche Leben in der Erzdiözese auch durch die Sammlung von so genannter grauer Literatur.
Sie ist Sammelstelle für die Bestände aufgelöster kirchlicher Bibliotheken und für kirchliche Musikalien. Sie versorgt die Diözesanverwaltung mit Literatur und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie ist Informations- und Auskunftsstelle zu kirchlichen, insbesondere diözesanen Themen.
Die Abteilung „Zentrale Aufgaben“ ist zuständig für die Verwaltung des Zwischenarchivs sowie für Aufgaben der Gesamteinrichtung in den Bereichen Logistik, Bestandserhaltung und Verwaltung.
Neben dem Archiv des Erzbistums besteht als eigenes Archiv das Erzbischöfliche Archiv München. Es umfasst die Amtsakten und persönlichen Nachlässe der Münchner Erzbischöfe seit 1821. Bedeutsam sind insbesondere die Unterlagen der Erzbischöfe Michael Kardinal von Faulhaber (1917-1952), Joseph Kardinal Wendel (1952-1960), Julius Kardinal Döpfner (1961-1976), Joseph Kardinal Ratzinger (1977-1982) und Friedrich Kardinal Wetter (1982-2008).
In fachlicher Abstimmung mit dem Archiv des Erzbistums sorgt das Erzbischöfliche Archiv für die Erschließung, Erhaltung und Nutzung seiner Bestände. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt bei der Kirchlichen Zeitgeschichte.