In der Erzdiözese gibt es unzählige Gruppen und Initiativen, in denen Menschen zusammenkommen und sich austauschen. Dabei geht es nicht nur darum, Gemeinschaft zu erleben, sondern noch um viel mehr.
Die Verbände, Vereine und Gemeinschaften engagieren sich auf der Grundlage des christlichen Glaubens in Gesellschaft, Politik und Kirche, oft für ganz konkrete Problemstellungen, in denen sie breite Expertise besitzen. Sie repräsentieren so, bei ganz unterschiedlichen Strukturen, Zielgruppen und Arbeitsweisen, eine große Vielfalt christlichen Engagements. Nur eine kleine Auswahl aus dieser großen Bandbreite kann hier vorgestellt werden.
„Caritas“ bedeutet „Liebe“. Und die Liebe zu den Armen und Hilfsbedürftigen, die Nächstenliebe, ist ein Grundauftrag der Kirche. Als Teil der Erzdiözese nehmen der Caritasverband und die weiteren caritativen Verbände diesen Auftrag wahr. Sie leisten ganz konkrete Hilfe und setzen sich politisch für benachteiligte Menschen ein, um die Gesellschaft zum Besseren zu verändern.
Der Caritasverband betreibt beispielsweise Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche und bietet Sucht-, Schulden- und Migrationsberatung. Die Katholische Jugendfürsorge (KJF) kümmert sich um Kinder, Jugendliche und Erwachsene in psychischen, physischen und sozialen Notlagen. Das Katholische Jugendsozialwerk (KJSW) betreibt Einrichtungen und Dienste für Kinder und Jugendliche, Menschen mit Beeinträchtigung und Menschen im Alter. Der Katholische Männerfürsorgeverein (KMFV) wendet sich mit dem Ziel der Resozialisierung an wohnungslos, arbeitslos, suchtkrank und straffällig gewordene Menschen. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) richtet sich besonders an Frauen, Kinder und Familien in besonderen Notlagen. Der Malteser Hilfsdienst engagiert sich im Katastrophenschutz, im Rettungsdienst und Krankentransport, bei Sanitätseinsätzen, im Besuchsdienst für Seniorinnen und Senioren, in der Integration von Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchteten, in der Erste-Hilfe-Ausbildung und in der Jugendarbeit.
Die Zusammenschlüsse katholischer Frauen haben eine lange Tradition und wecken nach wie vor großes Interesse: Rund 11.000 Frauen engagieren sich allein in der Erzdiözese München und Freising im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) [Link], rund 6.500 in der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Die beiden Verbände sind wichtige Stimmen in Gesellschaft und Politik. Sie setzen sich unter anderem ein für die Gleichberechtigung von Frauen in Kirche und Gesellschaft, globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit, Ökumene und interreligiösen Dialog.
Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Gesellschaft, Kirche und Staat. In seinen Mitgliedsverbänden werden das Ehrenamt, das Prinzip der Freiwilligkeit und Demokratie großgeschrieben. Ziel der Jugendarbeit ist die Selbstfindung und -verwirklichung junger Menschen. Das Engagement im Jugendverband fördert die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und solidarisch zu handeln: heute in der Jugendgruppe, morgen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft. Zum BDKJ gehören neun Jugendverbände: die Christliche ArbeiterInnenjugend (CAJ), die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) , der Sportverband Deutsche Jugendkraft (DJK), die Katholische Junge Gemeinde (KjG), die Katholische Landjugendbewegung (KLJB), die Kolpingjugend (KJ), der Ministrantenverband (MV), die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) sowie die Schönstattmannesjugend (SMJ).
Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) versteht sich als Interessenvertretung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sie setzt sich ein für soziale Gerechtigkeit in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, eine menschenwürdige Gestaltung der Arbeitswelt, eine familienfreundliche Wirtschafts- und Unternehmenspolitik sowie eine Wirtschaft, die dem Menschen dient.
Das Kolpingwerk ist ein generationsübergreifender Sozialverband, der in örtlichen Kolpingsfamilien organisiert ist. Der Verband fördert das Bewusstsein für verantwortliches Leben und solidarisches Handeln. Schwerpunkte seines Handelns sind die Arbeit mit jungen Menschen, das Engagement in der Arbeitswelt, der Einsatz für Familien und für globale Gerechtigkeit.