Bildung ist seit jeher eine Kernaufgabe von Kirche. Und so ist das ganze Erzbistum durchzogen von einem Netz von kirchlichen Orten, an denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene lernen, leben und sich entwickeln können.
Kindertageseinrichtungen in nahezu jeder Pfarrei, Schulen in allen Regionen der Erzdiözese, in jedem Landkreis ein Bildungswerk für Erwachsenenbildung, mehrere Bildungshäuser: Hier eignen sich Jung und Alt neues Wissen und neue Fähigkeiten an. Vor allem geht es in kirchlichen Bildungseinrichtungen aber um Persönlichkeitsentwicklung aus einer christlichen Perspektive. Jeder Mensch ist einzigartig und besitzt ganz individuelle Stärken und Talente, die es zu entdecken und zu entwickeln gilt. Dabei zu unterstützen, das ist Aufgabe kirchlicher Bildung – ein Leben lang und unabhängig von Religion, Nationalität oder Identität.
Von Landshut bis Garmisch-Partenkirchen und von Freilassing bis Markt Indersdorf: Hier finden Sie nähere Informationen zu den Bildungseinrichtungen in der Fläche der Erzdiözese.
Einige Orte in der Erzdiözese sind in besonderer Weise dem kirchlichen Bildungsauftrag gewidmet. Der Freisinger Domberg ist nicht nur das geistliche Zentrum der Erzdiözese, wo der Heilige Korbinian als Bistumsgründer wirkte und begraben liegt, sondern auch ein Bildungsstandort mit langer Tradition. Eine mittelalterliche Domschule brachte ihm den Ehrentitel „mons doctus“, „gelehrter Berg“, ein. Im 19. Jahrhundert wurde der Domberg zum Ort der Priesterbildung mit Erzbischöflichem Knabenseminar, Domgymnasium, Priesterseminar und Philosophisch-Theologischer Hochschule. Heute befinden sich dort die Domberg-Akademie, das Diözesanmuseum und die Dombibliothek.
Mitten in München, im Stadtteil Haidhausen, liegt das Kirchliche Zentrum. Mehrere tausend Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene lernen auf dem naturnahen Gelände, das die Franziskus-Grundschule, das Edith-Stein-Gymnasium, die Romano-Guardini-Fachoberschule für Sozialwesen sowie die Katholische Stiftungshochschule München beherbergt. Das Erzbischöfliche Jugendamt und die Jugendkirche München ergänzen das Angebot. Seit 1841 wirkte an diesem Standort der Orden der Frauen vom Guten Hirten, der sich besonders der Erziehung und Bildung junger Frauen widmete. 1965 übernahm das Erzbistum München und Freising das Gelände, um diese Tradition fortzusetzen.
Seit 1929 leben und lernen am Campus Traunstein Jungen und junge Männer im Studienseminar St. Michael. Nun entwickelt die Erzdiözese das 44.000 Quadratmeter Areal in Traunstein weiter zu einem offenen, in ökologischer wie sozialer Hinsicht wegweisenden Campus. Zu dem neuen Netzwerk des ganzheitlichen, innovativen Bildungsstandorts gehören unter anderem Co-Working-Spaces, eine „Kunstbox“, der Kindergarten St. Oswald, das Kreisbildungswerk, eine Frühförderstelle und ein Inklusionscafé der Caritas. Das zentrale Campusgebäude wurde neu errichtet und ist der erste freitragende Lehmbau Deutschlands, ein neues Internatsgebäude entstand in Holzbauweise.
Leitung: Dr. Sandra Krump
Kapellenstraße 4
80333 München