Gott begegnet uns mitten im Leben – in Stille und Staunen, in Sorge und Dankbarkeit. Hier finden Sie Gebete, die Worte des Vertrauens schenken.
In jedem Moment des Lebens eine tiefe Verbindung zu spüren, den Blick für das Gute zu öffnen und im Gebet Trost sowie Hoffnung zu finden. Michael Wagner – Fachreferent für Liturgie im Erzbischöflichen Ordinariat – lädt dazu in seinen Gebeten ein.
Wo immer ich bin –
du, Gott, bist schon da.
Und was immer in meinem Tun bruchstückhaft bleibt –
da hinein legst du deinen Segen.
Das Wenige in meiner Hand
verwandelst du in die Fülle des Lebens.
Gepriesen bist du, Gott des Lebens.
(Gebet zu Joh 2)
Gott,
du bist uns in deiner Liebe ganz nah.
Du weißt um uns und wendest dich uns zu.
Ja, du bist selbst Mensch geworden wie wir.
Gib uns die Kraft, dass auch wir dich und unseren Nächsten
mit ganzem Herzen und ganzer Seele lieben.
Amen.
Treuer Gott,
in die Mühseligkeit des Alltags und
in die Vergeblichkeit meines Tuns
sprichst du dein ermutigendes Wort.
Durch die Menschen, die an meiner Seite gehen
und durch deine Speise, durch die du uns stärkst,
eröffnest du mir immer wieder einen neuen Weg.
Gepriesen bist du, Gott des Lebens.
Guter Gott,
durch deinen Sohn Jesus Christus
ist deine Liebe und Menschenfreundlichkeit
unter den Menschen spürbar geworden.
Stärke und ermutige uns,
damit auch wir unseren Mitmenschen
mit Zugewandtheit und Liebe begegnen.
Lass so Einheit und Frieden unter uns wachsen.
Amen.
Gott.
Ich staune über die Schönheit und Weisheit der Natur.
Das Licht, das alles hell macht und wärmt –
Quelle des Lebens.
Der Tropfen Wasser, in dem so viel Leben ist
und dessen Kraft mich neu belebt.
Der Hauch der Luft, der meinen Atem belebt
und in deren Wirbel die Staubkörnchen tanzen.
In den Krumen der Erde steckt schon das neue Leben,
das sich mit Kraft nach oben streckt und wachsen will.
So viel Schönes und Gutes ist um mich.
Gepriesen bist du, Lebendige.
Gott.
Ich fühle mich allein und isoliert.
Der Boden unter meinen Füßen gibt mir keinen Halt.
Was kann mir Sicherheit geben?
Woran kann ich mich fest machen?
Du aber wendest mir dein Angesicht zu
und auch meine leisen Worte finden bei dir Gehör.
Du stellst meine Füße auf sicheren Boden
und meine Schritte machst du fest.
(Nach Ps 40)
Ich will dir singen Gott ein neues Lied,
aus tiefstem Herzen dich preisen.
Alle sollen es wissen,
wie sehr ich dich lobe.
Mein Leib tanzt vor Freude,
bewegt von der Melodie des Lebens in mir.
Du hast die Töne in mich gelegt,
du selbst bringst das Lied in mir zum Klingen.
Mit Liebe schaust du auf mein Leben,
meinem Dasein schenkst du Achtung.
Ich will dir danken, Gott, von ganzem Herzen,
ein Lied des Lobes singe und tanze ich dir.
(Nach Ps 149)
Gott, du bist gut.
Alles Leben hast du ins Dasein gerufen.
Allem Lebendigem gibst du deinen Atem.
Und nichts von dem, was du geschaffen hast,
entziehst du deine Liebe.
Lass uns aufmerksam und achtsam
mit deiner Schöpfung umgehen.
Öffne unsere Augen für die Schönheit des Lebens
und unser Herz, damit wir bewahren,
was du uns anvertraut hast.
Amen.