religionsunterricht (2).jpg
Lade Bild...
Religiöse Bildung befähigt junge Menschen, ihre Religionsfreiheit zu leben.

Religionsunterricht – Orientierung in einer unübersichtlichen Welt

Welchen Wert hat der katholische Religionsunterricht? Was bringt er Kindern und Jugendlichen? An rund 1.200 Schulen unterstützen kirchliche und nicht-kirchliche Religionslehrkräfte Schülerinnen und Schüler dabei, einen Zugang zum religiösen Wissen zu finden, den eigenen Glauben zu reflektieren und die Aufgaben der Kirche kennenzulernen.

Für immer mehr Kinder sind diese Schulstunden der erste Berührungspunkt mit Kirche und Religion: Rund 1.200 öffentliche und private Schulen in der Erzdiözese München und Freising bieten katholischen Religionsunterricht an. Hier erfahren die jungen Menschen – je nach Klassenstufe – Grundlegendes oder Vertiefendes über ihren eigenen Glauben sowie über andere Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen. Über dieses Fachwissen hinaus können sie gemeinsam mit fachkundigen und engagierten Religionslehrkräften, die selbst im Glauben leben, ihren persönlichen Zugang zu diesem Glauben finden, ihre Fragen dazu stellen und sich mit Formen gelebten Glaubens vertraut machen. Religionsunterricht ist ein Fach, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern Kindern und Jugendlichen auch die Möglichkeit eröffnet, sich mit existenziellen Fragen des Lebens zu beschäftigen.

Religionsfreiheit als wichtiges Gut

Katholische Religionslehre ist als ordentliches Lehrfach gemäß dem Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung kein kirchliches Privileg. Vielmehr ist dem weltanschaulich neutralen Staat daran gelegen, die Befähigung zur Ausübung der Religionsfreiheit zu ermöglichen. Kirchen und Religionsgemeinschaften leisten einen Beitrag zum Bildungsauftrag der Schule, zu verantwortlichem Denken und Handeln und zur begründeten Urteilsbildung im Hinblick auf Religion und Glaube. Als ordentliches Lehrfach muss sich der Religionsunterricht dabei denselben schulpädagogischen Herausforderungen stellen wie die anderen Fächer auch. 

Worum geht es im Religionsunterricht?

Der Religionsunterricht bringt die Kinder und Jugendlichen in Beziehung mit der christlichen Botschaft – nicht rein abstrakt, sondern ganzheitlich und auf ihre Lebenswelt bezogen. Die Kirche unterstützt mit dem katholischen Religionsunterricht junge Menschen, sich in einer pluralistischen Gesellschaft religiös authentisch zu orientieren. Hier finden Schülerinnen und Schüler einen verstehenden Zugang zum Glauben und zur Hoffnung der Kirche und entwickeln verantwortliche Positionen.

Im Religionsunterricht erschließen sich Kinder und Jugendliche religiöses Grundwissen, machen sich vertraut mit Formen gelebten Glaubens und stärken ihre religiöse Dialog- und Urteilsfähigkeit. Dies geschieht laut der Deutschen Bischofskonferenz „im Dialog mit den Erfahrungen und Überzeugungen der Schülerinnen und Schüler, mit dem Wissen und den Erkenntnissen der anderen Fächer, mit den gegenwärtigen Fragen der Lebens- und Weltgestaltung und mit den Positionen anderer Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen“.

Religionsunterricht - Lehrinhalte, Richtlinien und Lehrpläne zu den verschiedenen Schulformen

Hier finden Sie gebündelt die Lehrinhalte, Richtlinien und Lehrpläne des Religionsunterrichts für alle Schulformen von der Grund- bis zur Berufsschule:

Der Unterricht in der Grundschule orientiert sich an der Art und Weise, wie Kinder dieser Altersstufe ihre Welt erschließen. Der Religionsunterricht beschäftigt sich vor allem mit biblischen Geschichten, christlichen Symbolen und kirchlichen Festen. Diese werden im Dialog mit den Lebensfragen und den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler erschlossen. Konkret-anschaulisches Lernen, Lernen mit allen Sinnen, praktische Aufgaben, aber auch Erzählen und das Einüben elementarer Gesprächsformen gehören zum vielfältigen Methodenrepertoire des Religionsunterrichts in der Grundschule.

Kirchliche Richtlinien zu Bildungsstandards für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule/Primarstufe

Fachprofil Katholische Religionslehre LehrplanPlus 

LP-PLUS Jahrgangsstufe 1/2

LP-PLUS Jahrgangsstufe 3/4


 

Der Unterricht in der Haupt-/Mittelschule (Klassen 5 bis 9 beziehungsweise 10) ist stark biografisch orientiert. Er nimmt die existentiellen Fragen und Erfahrungen der Jugendlichen auf und befähigt sie, sich eine eigene Position zu religiösen und moralischen Fragen zu erarbeiten. Dabei erarbeiten sich die jungen Menschen grundlegende Kenntnisse der Bibel, der katholischen Glaubenslehre, der Kirchengeschichte, der Ethik und der christlichen Spiritualität sowie anderer Religionen und Weltanschauungen.

Fachprofil Katholische Religionslehre Mittelschule

LehrplanPLUS Kl. 5-10

Der Unterricht in Förderschulen berücksichtigt die unterschiedlichen Lebenssituationen von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen. Der Religionsunterricht erschließt ihnen die religiöse Dimension ihrer Lebenssituationen und versucht, das Vertrauen zu wecken, von Gott bedingungslos angenommen zu sein. Damit hilft der Religionsunterricht den Schülerinnen und Schülern, ihr Leben zu entfalten, und eröffnet ihnen einen Zugang zum gesellschaftlichen und kirchlichen Leben.

Lehrpläne für die Förderschwerpunkte...

...Emotional-soziale Entwicklung
...Geistige Entwicklung
...Hören
...Körperlich-motorische Entwicklung
...Lernen
...Sehen
...Sprache

Das Bildungsangebot der Realschule richtet sich an junge Menschen, die an theoretischen Fragen interessiert sind und zugleich praktische Fähigkeiten und Neigungen haben. Sie vermittelt eine allgemeine und berufsvorbereitende Bildung. Der Religionsunterricht leistet seinen spezifischen Beitrag zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Realschule, indem er die Schülerinnen und Schüler auf ihrer Suche nach einem sinnvollen und selbstbestimmten Leben unterstützt. Er soll verdeutlichen, dass der Glaube Lebensfreude und Selbstwertgefühl verstärken und die Schülerinnen und Schüler zu Mitverantwortung in Kirche und Gesellschaft befähigen kann.

Fachprofil Katholische Religionslehre Realschule

Jahrgangsstufenlehrplan 5-10

Das Gymnasium vermittelt eine vertiefte Allgemeinbildung, die für ein Hochschulstudium unabdingbar ist. Damit schafft es zugleich auch Voraussetzungen für eine berufliche Ausbildung. Im Religionsunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, von ihren unterschiedlichen Lebenswelten her in einen reflektierten Dialog mit dem christliche Glauben zu treten. Sie werden mit der religiösen Dimension der Wirklichkeit vertraut und erschließen tragfähige Lebensperspektiven im Horizont des konfessionell gebundenen Angebots eines kirchlich verantworteten Glaubens. Religiöse Kompetenzen sind ein integraler Bestandteil eines umfassenden gymnasialen Bildungsanspruchs, wie er für Studium und vertiefte berufliche Bildung in einer globalisierten Welt unverzichtbar ist.

Fachprofil im Lehrplan für das  bayerische Gymnasium
 

Jahrgangsstufenlehrplan

Neben den allgemein bildenden Schulen gibt es in Bayern eine Vielfalt an beruflichen Schulen mit je spezifischem Bildungs- und Erziehungsauftrag wie beispielsweise:
....Wirtschaftsschulen
....Fachschulen/-akademien
....Berufsschulen
....Berufliche Oberschulen
....Fachoberschulen

Nach Art. 136 Abs. 2 der Bayerischen Verfassung ist der Religionsunterricht ordentliches Lehrfach an allen beruflichen Schulen mit Ausnahme der Fachschulen und Fachakademien. Ausgehend von einem umfassenden Menschenbild leistet er je nach spezifischem Schulprofil einen spezifischen Beitrag, indem er die Schülerinnen und Schülern in der Phase intensiver beruflicher Orientierung und zum Teil Ausbildung bei religiöser Identitätsfindung und Lebensorientierung begleitet. Er sensibilisiert für christliche Traditionen in unserer Kultur und fördert die Fähigkeit zur Entwicklung einer eigenständigen Haltung gegenüber Glaube und Kirche. Der katholische Religionsunterricht wirkt damit auch an der Herausbildung ganzheitlicher Kompetenzen mit, die notwendig sind, damit die jungen Menschen den Anforderungen einer sich immer schneller verändernden und globalisierten Weltgesellschaft gewachsen sind.

Lehrpläne Berufliche Schulen

Abteilung Religionsunterricht an Grund-, Mittel- und Förderschulen

Leitung: Christofer Stock

Kapellenstraße 4

80333 München

089 2137-1269
089 2137-1538

Abteilung Religionsunterricht an Realschulen, Gymnasien, beruflichen Schulen und übergeordnete Aufgaben

Leitung: Ulrike Murr

Kapellenstraße 4

80333 München

089 2137-1539
089 2137-1538

Hauptabteilung Religionsunterricht und hochschulfachliche Aufgaben

Leitung: Dr. Alexandra Elisabeth Pfeiffer

089 2137-1268