Es tut so gut, einmal innezuhalten. Schon kleine Momente, ganz in Ruhe, tragen zur Entspannung bei, schenken Kraft und spenden neue Energie. Frei nach dem Motto: „Entspannen sollte man sich immer dann, wenn man keine Zeit dazu hat.“
Wer oder was hindert mich aber daran? Ist es die Sorge, dass der Aufwand zu groß ist, oder gestehe ich mir meinen Wunsch nach einer kleinen Oase im Alltag nur nicht zu – sich Fragen wie diese überhaupt zu stellen, hilft, sich bewusst zu machen, was gerade fehlt oder zu viel ist. Warum also kann ich nicht einfach:
Mit Kindern ist immer etwas los. Selten, dass keiner etwas sagt, dass alle lauschen und andächtig sind. Dabei ist genau das eine heilsame, meditative Kontrasterfahrung, die sehr reizvoll sein kann. Mini-Rituale helfen sich darauf einzulassen:
Psalm 131,2„Ich ließ meine Seele ruhig werden und still; wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir.“
Jede Pause – egal wann, egal wo – kann eine Art der Andacht sein. Im Kirchenraum wird das besonders deutlich spürbar:
Johann Baptist Metz, Theologe„Ein Moment der Stille in einer Kirche ist die kürzeste Definition von Religion.“
Auch Jesus brauchte und suchte sich Auszeiten: auf einem Berg (Mt 14,23), auf einem Schiff (Mk 6,32), in einem Garten (Mk 14,32ff). Dort konnte er sich sammeln, im Gebet Kraft schöpfen und gestärkt den Menschen neu begegnen. Er lädt uns ein: „Kommt mit an einen einsamen Ort … und ruht ein wenig aus.“ (Mk 6,31).