Drei junge Menschen schieben Schubkarre mit Erde bei der 72-Stunden-Aktion
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Viele Menschen engagieren sich in unserem Erzbistum ehrenamtlich – wie hier bei der 72-Stunden-Aktion.

Ehrenamt: Das Herzstück unserer Kirche

Ehrenamtliches Engagement ist das Herzstück unserer Gesellschaft und unverzichtbar für das kirchliche und politische Leben. Ob bei uns in der Erzdiözese oder in Vereinen, Hilfsorganisationen oder anderen sozialen Einrichtungen – überall dort, wo Menschen sich freiwillig einsetzen, wächst eine starke Gemeinschaft zusammen.

Das Ehrenamt im Erzbistum München und Freising ist vielfältig. Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten bringen sich ein: Jugendliche, Berufstätige und Ruheständler. Sie engagieren sich in kleinen Orten ebenso wie in großen Städten und gestalten das Miteinander auf ihre eigene Weise.

Engagement hat viele Gesichter

In unserer Erzdiözese engagieren sich mehr als 22.000 junge Menschen als Ministrantinnen und Ministranten, rund 15.000 in der Jugendarbeit, weitere 10.000 in Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen sowie 2.500 Menschen in der Flüchtlingshilfe. Hinzu kommen viele tausend Ehrenamtliche in Caritas, Verkündigung und Liturgie. Hinter all diesen Zahlen stehen Menschen, die ihre Zeit, ihr Können und ihre Leidenschaft einsetzen und damit nicht nur anderen, sondern auch sich selbst etwas Gutes tun. Ohne Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft ärmer, gleichgültiger und anonymer.

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Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die sich einbringen

Ehrenamt ist auch Ausdruck von Demokratie und Mitgestaltung. Wer sich einbringt, gestaltet aktiv das Leben in seiner Umgebung mit. So entsteht in unseren Pfarrgemeinden ein lebendiges, solidarisches Miteinander. 

Studien belegen: Ehrenamt macht glücklicher!

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Ehrenamt nicht nur den Empfängern der Hilfe guttut, sondern auch den Helfenden selbst. Beispielsweise fand die Studie “Volunteer Work and Well-Being” von Peggy A. Thoits und Lyndi N. Hewitt heraus, dass Menschen, die sich freiwillig engagieren, im Durchschnitt glücklicher und gesünder sind als jene, die es nicht tun.

Mitgestalten und Verantwortung übernehmen

Ehrenamt bedeutet im Erzbistum weit mehr als Unterstützung im Hintergrund. Viele Ehrenamtliche tragen Verantwortung, bringen ihre Perspektiven ein und prägen das Leben der Kirche entscheidend mit. In Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen, bei Projekten für soziale Gerechtigkeit oder in kreativen Initiativen erleben sie, dass ihre Stimme zählt. Dieses Mitgestalten stärkt das Gefühl, Teil eines größeren Ganzen zu sein.

Christoph Klingan mit Brille, schwarzem Sakko und weißem Hemd mit Kollar in hellem Innenraum.
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„Ich würde behaupten, dass sich für jeden etwas findet!“

Sie möchten Gutes tun, wissen aber noch nicht, wie und wo? Im Interview schildert Generalvikar Christoph Klingan das breite Spektrum an Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Anna-Lena Stadler, junge Frau mit langen Haaren und lilafarbenem Blazer, sitzt lächelnd an Tisch mit Mikrofon.
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Anna-Lena Stadler engagiert sich in der Kirchenverwaltung

„Ich habe jetzt schon eine ganz andere Seite von kirchlicher Organisation kennengelernt. Vorher stand ich zum Beispiel als Lektorin im Vordergrund. Heute, in der Kirchenverwaltung, stelle ich nun eher die Rahmenbedingungen.“

Michael Auer, lächelnder junger Mann mit kurzem Haar und Trachtenjacke.
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Michael Auer kandidiert für den Pfarrgemeinderat

„Mir macht es besonders Freude, gemeinsam im Team zu Arbeiten und etwas auf die Beine zu stellen. So können wir gemeinsam am Leib Christi, der ja die Kirche ist, bauen.“

Susanne Gribl, Frau mit Brille, brünettem kurzem Haar und gemustertem Schal.
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Susanne Gribl unterstützt die TelefonSeelsorge

„Die ehrenamtliche Tätigkeit ist mir neben meinem Beruf sehr wichtig, weil ich damit Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen und auch der Gesellschaft etwas zurückgeben kann.“

Mehrere bunte Fähnchen, Menschen und Hände, zum Teil verschwommen
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Für Haupt- und Ehrenamtliche

Hier finden Sie praktische Hilfen für Ihre Arbeit in Kirche und Pastoral: von Kirchenmusik über Kita bis zur Verwaltung. Für alle, die Kirche mitgestalten – haupt- oder ehrenamtlich.
Sabrina Böck, Frau mit Brille und langen lockigen Haaren, lächelnd auf Wiese vor Bäumen.
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Sabrina Böck fördert im BDKJ die Demokratie

„Gerade dieses Projekt bringt mich persönlich weiter, weil wir Lernerfahrungen machen, die wir außerhalb dieses Ehrenamts nicht machen könnten. Ich kenne mich jetzt viel besser mit rechtlichen Strukturen aus, kann Leitungserfahrung sammeln, die ich sonst nie hätte.“

Sieglinde Langenegger, Frau mit Brille und Namensschild, zündet mit Streichholz eine Kerze an.
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Sieglinde Langenegger besucht Kranke

„Dass da jemand kommt, der seine Freizeit damit verbringen möchte, einem zuzuhören, wird von fast allen Patientinnen und Patienten mit Respekt gewürdigt – auch von kirchen-ferneren.“

Frau mit Kopftuch und älterer Mann sitzen am Tisch, Mann hält Ordner mit Dokumenten.
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Hans Holzner hat einen Asylhelferkreis mitgegründet

„Ich habe bei meinem Einsatz für Geflüchtete viel erlebt. Im Umgang mit Regularien musste ich mir starke Nerven zulegen. Aufgeben war trotzdem keine Option.“

Sebastian Weber, junger Mann mit Brille, dunkler Jacke und Kreuzkette, steht lächelnd vor Bäumen mit Herbstlaub.
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Sebastian Weber engagiert sich für die Landjugend

„Der Gruppenleiter-Grundkurs war eine Art „Erweckungserlebnis“ für mich. Da habe ich das erste Mal richtig mitbekommen, dass die Landjugend mehr ist als das gemütliche Beisammensein.“

Wachsen an neuen Aufgaben

Wer sich einbringt, entdeckt oft neue Seiten an sich. Viele Ehrenamtliche berichten, dass sie im Engagement Fähigkeiten entwickeln, die sie zuvor nicht erwartet hätten, sei es im Umgang mit Menschen, in der Organisation oder im kreativen Arbeiten. Qualifizierungen, Begleitung und Austausch ermöglichen es, sich weiterzuentwickeln und persönliche Talente zu entfalten. So wird das Ehrenamt zu einem Ort, an dem Menschen wachsen und eigene Stärken neu entdecken.

Mann steht neben Pinnwand mit bunten Zetteln und Texten, zwei Personen unscharf im Vordergrund.
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Projekt „Ehrenamt und Engagement“

Ehrenamtlichen und freiwillig Engagierten steht in unserem Erzbistum schon jetzt ein großes Angebot an Unterstützung zur Verfügung. Das Projekt „Ehrenamt und Engagement“ nimmt sie in den Blick, will optimieren und Informationen dazu leicht zugänglich machen.

Dankeschön für Ehrenamtliche.

Der bayerische Staat dankt freiwilligen Helfern mit der Ehrenamtskarte. Inhaber des Dokuments erhalten bei zahlreichen öffentlichen und privaten Anbietern im Freistaat Rabatte. Dazu zählen beispielsweise Museen und Schlösser. Interessierte können über die kostenlose App „Ehrenamtskarte Bayern beantragen“ einen Antrag stellen.