Das Projekt „Ehrenamt und Engagement“ nimmt die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten, die es bisher für Ehrenamtliche und Freiwillige gibt, in den Blick. Diese sollen überprüft und optimiert werden. Es soll auch die Frage nach möglichen Lücken gestellt und überlegt werden, wie Synergien entdeckt und genutzt werden können. Ein erster Schritt dazu ist die digitale Plattform "Ehrenamt und Engagement“.
„Ein wesentliches Ziel dieses Projekts ist es, den Ehrenamtlichen schnell die Informationen zu bieten, die sie brauchen“, so Thomas Hoffmann-Broy, Fachreferent Gesamtstrategie im Erzbischöflichen Ordinariat. Das kann von geeigneten Fortbildungsangeboten bis hin zur Auskunft über versicherungsrechtliche Fragen reichen. Als digitales Unterstützungstool soll die Plattform „Ehrenamt und Engagement“ Informationen, Kontaktdaten, Qualifizierungen und Materialien für Ehrenamtliche und Engagierte im Erzbistum strukturiert darstellen und zugänglich machen. Gleichzeitig ist die Plattform Anlaufstelle für ehrenamtlich Interessierte. Schon jetzt finden Interessierte viele wichtige Informationen im Bereich „Engagiert im Erzbistum“ auf unserer Website.
Für Ehrenamtliche und freiwillig Engagierte stehen zahlreiche Abteilungen und Einrichtungen im Ordinariat als Ansprechpartner zur Verfügung. Je nachdem, in welchem Bereich sie tätig sind, ist das zum Beispiel der Diözesanrat, die Erzbischöfliche Finanzkammer, das Erzbischöfliche Jugendamt oder eine Fachabteilung wie die für Seniorenpastoral. Ein Ziel des Projekts ist, einen zentralen Informationsort und eine bessere Vernetzung zu schaffen. All dies kann sinnvollerweise nur zusammen mit in diesem Feld aktiven Stellen und Einrichtungen wie den Rätevertretungen, den Verbänden, Bildungseinrichtungen, Dachverbänden, den Dekanaten und Pfarreien vor Ort und natürlich im Kontakt mit den Ehrenamtlichen und Freiwilligen selbst angegangen werden.
Das Projekt „Ehrenamt und Engagement“ ist Teil der Ausgestaltung der Gesamtstrategie, mit der sich die Erzdiözese zukunftsfähig aufstellt. Ein weiteres Teilprojekt ist „Immobilien und Pastoral“. Mit dem Teilprojekt „Pastoral und Wirksamkeit“ werden hauptamtliche und ehrenamtliche Seelsorgende dabei unterstützt, die Wirksamkeit der eigenen Arbeit zu überprüfen und pastorale Angebote mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen wirksam zu gestalten. Im Teilprojekt „Wirkung und Haushalt“ wurde die Haushaltsplanung des Erzbischöflichen Ordinariats reformiert: Notwendige Einsparungen werden jetzt anhand inhaltlicher Priorisierungen vorgenommen, statt die Ausgaben in allen Bereichen um denselben Prozentsatz zu reduzieren. Ausgangspunkt für die Ausgestaltung war der Gesamtstrategieprozess in den Jahren 2020 und 2021, mit dem sich die Erzdiözese erstmals ein Strategisches Zielbild gab.
Das Ehrenamt in der Erzdiözese München und Freising hat viele Facetten. Rund 5.000 Personen sind zum Beispiel als gewählte Mandatsträgerinnen und Mandatsträger Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und etwa 4.500 Mitglieder der Kirchenverwaltungen. Die Pfarrgemeinderäte gestalten die Seelsorge in den Pfarreien maßgeblich mit. Die Kirchenverwaltungen treffen eigenverantwortlich wichtige Entscheidungen zu Immobilien und Personal in den Kirchenstiftungen vor Ort.
Neben solchen gewählten Amtsträgerinnen und Amtsträgern gibt es eine Vielzahl von Freiwilligen, die sich in ihren Pfarrgemeinden, in Verbänden oder kirchlichen Einrichtungen in vielfältiger Weise engagieren: Von der Leitung von Wortgottesdiensten und Andachten, dem Dienst als Ministrantin oder Ministrant und als Lektorin oder Lektor und der Mithilfe bei der Spendung der Heiligen Kommunion über die Gestaltung des Blumenschmucks in der Kirche bis hin zur Mitwirkung in Chören und Musikgruppen reicht die Beteiligung im Hinblick auf die Liturgie vor Ort. Im sozial-caritativen Bereich engagieren sich Menschen im Rahmen von Besuchsdiensten, in der Seelsorge, Jugendhilfe, Telefonseelsorge, Bahnhofsmission oder als ehrenamtliche Hospizhelfer. Viele sind aktiv im Bereich Bildung, etwa indem sie Kurse im Bereich der Erwachsenenbildung anbieten. Dazu kommen alle, die sich in Jugend- oder Frauengruppen engagieren. Und es gibt noch viele Einsatzfelder mehr. Das macht deutlich: Ohne die vielen Engagierten geht es in der Kirche nicht.
Fachreferent: Thomas Hoffmann-Broy
Kapellenstraße 4
80333 München