Zwei Frauen sitzen sich gegenüber und sprechen miteinander an einem Tisch.
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Mit vielfältigen Beratungsangeboten unterstützen wir Migranten und Geflüchtete.

Beratung und Hilfe für Migranten und Geflüchtete

Ob der Kontakt mit Behörden, Sprache, Arbeitssuche, Ausbildung, Anerkennung von Zeugnissen oder Sicherung des geregelten Aufenthaltes – die Erzdiözese lässt Migrantinnen und Migranten und Geflüchtete mit all diesen Fragen nicht allein, sondern unterstützt sie mit einer Vielzahl an Angeboten.

Für Menschen, die als Einwanderinnen und Einwanderer oder Geflüchtete in das Erzbistum kommen, ist der Alltag in einer vollständig neuen Umgebung sehr herausfordernd. Die Beraterinnen und Berater der Erzdiözese vor Ort tun jeden Tag ihr Bestes, um Schutzsuchende und Eingewanderte professionell durch die Herausforderungen dieses komplexen Integrationsprozesses zu begleiten.

Eine Frau mit Dienstjacke und Aufschrift Notfall Seelsorge und einer Brille hört einer älteren Frau zu, die von hinten zu sehen ist.
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Nothilfe – schnelle Unterstützung in der Krise

Manchmal muss es schnell gehen. Wer sich in einer akuten Krise befindet, kann bei den Ansprechpartnern der Münchner Insel und der Bahnhofsmission und mit den Formularen des Notlagenfonds rasch Hilfe finden. Zu finden sind sie auf unserer Nothilfe-Seite.

Die Hilfe- und Beratungsangebote des Erzbistums sind vielfältig und richten sich nach den unterschiedlichen Bedürfnissen der Ratsuchenden. Hier geben wir einen Überblick – für genauere Informationen über Angebote und Aktivitäten vor Ort kontaktieren Sie bitte die jeweiligen Stellen direkt. 

Allgemeine Migrationsberatung

Für Menschen, die als Flüchtlinge neu ankommen, stellen sich zahlreiche Fragen und Hürden in Zusammenhang mit Aufenthalt, Asylverfahren, Leistungen, Unterkunft und vielem mehr. Sie haben Beratungsbedarf? Hier steht Ihnen ein enges Netz an Migrationsberatungsstellen zur Seite, um Sie professionell zu begleiten. Alle Beratungsstellen helfen Ihnen unabhängig von religiöser Zugehörigkeit oder Herkunft. Die erste Anlaufstelle sind die Beratungsstellen der Caritas Migrationsberatung. Bitte beachten Sie, dass zahlreiche Caritaszentren auch Außenstellen betreiben. Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der jeweiligen Landkreise.

Psychologische Unterstützung und Beratung

Der Psychologische Dienst für alle mit Migrationsbiografie ist eine kultursensible und muttersprachliche Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten mit den Schwerpunkten Erziehungsberatung, Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung sowie Sozialpsychiatrische Beratung und Lebensberatung. Die Gespräche zu den verschiedenen Themen werden in zahlreichen Sprachen angeboten. Es handelt sich hierbei nicht um psychotherapeutische Behandlungen, sondern niedrigschwellige Beratungen.

Die IN VIA Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) und die IN VIA Flüchtlings- und Integrationsberatung (FIB) beraten in München, Erding und Freising. Schwerpunkte bilden der Kontakt mit Behörden, Deutsch lernen, Beruf und Arbeit, Kinderbetreuung und Schule, Gesundheit sowie Krise und Notsituationen. Eine Beratung ist in Deutsch und zahlreichen anderen Sprachen möglich.

Ausschnitt aus dem Kopf eines Formulars zur Zulassung zu einem Integrationskurs
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Fördermittel

Geflüchteten Menschen steht auch finanzielle Unterstützung offen. Hier finden Sie einen Überblick zu Fördermitteln, Bildungsangeboten und Sondermittel der Erzdiözese.

Frauenspezifische Beratung

Der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) bietet Mädchen und Frauen sowie unbegleiteten minderjährigen Mädchen in herausfordernden Lebenslagen Hilfe und Unterstützung an. Einrichtungen und Fachdienste wie die Mutter-Kind-Häuser des SkF in München, das Sozialpädagogisch Betreute Wohnen (SBW) sowie die Heilpädagogischen Wohngruppen für Mädchen nehmen laufend weibliche Flüchtlinge auf. Auch in Beratungsstellen für Schwangere und junge Familien im Erzbistum werden Flüchtlingsfamilien betreut und beraten. Die Angebote des SkF richten sich nicht nur an katholische Frauen. Der SkF unterhält in der Erzdiözese drei Standorte in Garmisch-Partenkirchen, München und Prien am Chiemsee.

Solwodi München berät Frauen in Notsituationen, die von geschlechterspezifischer Gewalt, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsheirat im Heimatland und Genitalverstümmelung betroffen sind oder sonstige ausländerrechtliche, sozialrechtliche oder persönliche Probleme haben.

INVIA KOFIZA ist ein Beratungsdienst, der Migrantinnen und ihre Familien unterstützt und sie in Krisen und bei Alltagsfragen berät.

Das Haus TAHANAN bietet Migrantinnen mit einem ungesicherten Aufenthaltsstatus Schutz und Zuflucht in einer Krisensituation, zum Beispiel bei Gewalterfahrungen sowie bei Flucht vor ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen oder Menschenhandel. Auch werden Frauen aufgenommen, deren Aufenthalt aufgrund von Trennung, Scheidung oder möglicher Abschiebehaft gefährdet ist. Es können Frauen mit und ohne Kinder kommen.

Die Fachberatungsstelle JADWIGA München setzt sich für die Rechte von Betroffenen von Menschenhandel und Zwangsheirat ein. Dies kann Menschenhandel in die sexuelle Ausbeutung (Zwangsprostitution) sein, aber auch in die Arbeitsausbeutung, die Zwangsbettelei oder der Zwang zu strafbaren Handlungen. JADWIGA München unterstützt, berät und betreut betroffene Frauen in ihrer jeweiligen Sprache.

Reinhard Marx mit schwarzem Jackett und Kollar vor einem unscharfen Bücherregal.
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„Wo Flüchtlinge bedroht sind, steht die Kirche an ihrer Seite."“

Kardinal Reinhard Marx

Unterstützung für Kinder und Jugendliche

INVIA ist ein zentraler Träger in der Förderung des Integrationsprozesses von Kindern und Jugendlichen, beispielsweise bei Schwierigkeiten und Hürden in der Schule, bei der Berufsausbildung, bei der Job- und Wohnungssuche sowie bei der Freizeitgestaltung.

Die Katholische Jugendfürsorge der Erzdiözese übernimmt in Absprache mit den Jugendämtern Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und stellt Unterkünfte bereit (Sozialpädagogisch Betreutes Wohnen SBW).

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos hilft unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. An verschiedenen Standorten wie dem Salesianum in München, im Berufsbildungswerk Aschau-Waldwinkel (BBW) oder im Don Bosco Jugendwerk Mettenheim – beide im Landkreis Mühldorf am Inn – gibt es Wohn-, Weiterbildungs- und Betreuungsangebote.

Das Katholische Jugendsozialwerk München bietet sowohl Jugendwohnen als auch Dienste der Kinder- und Jugendhilfe wie zum Beispiel Jugendtreffs an, bei denen Geflüchtete und Personen mit Migrationsgeschichte Platz finden.

Seelsorge

Die Muttersprachlichen Gemeinden der Erzdiözese bieten katholischen Gläubigen aus aller Welt einen Ort der Gemeinschaft, der Seelsorge und die Möglichkeit, Glauben in einem gewohnten Sprach- und Kulturkontext ausleben zu können.

Abteilung Flucht, Asyl, Migration und Integration (FAMI)

Kontakt: Micha Pollok (Konkrete Hilfen) / Florence Choffat (Weitere Themen und Projekte)

Schrammerstraße 3

80333 München

089 2137-1366