Am 15. August feiern wir das Hochfest Mariä Himmelfahrt – die Aufnahme Marias in den Himmel. Mit diesem Fest sind zahlreiche Bräuche und Rituale verbunden, von denen viele seit Jahrhunderten gepflegt werden. Bis heute prägen sie Gottesdienste und werden in vielen Familien lebendig gehalten.
Am Fest der Aufnahme Marias in den Himmel feiern wir, dass Gottes Treue über den Tod hinausgeht: Maria, die sich in ihrem Leben Gott ganz zugewandt hat, wird nach ihrem Tod von Engeln zu Gott gebracht, und zwar als „ganzer“ Mensch mit Leib und Seele. Diese leibliche Aufnahme der Mutter Jesu in den Himmel erklärte Papst Pius XII. 1950 zum Dogma, also zum verbindlichen Glaubensinhalt. Zum Feiertag am 15. August werden bunte Bräuche gepflegt, und auch in der Kunst unseres Erzbistums begegnet uns Mariä Himmelfahrt immer wieder.
Obwohl die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel erst 1950 zur kirchlichen Lehre wurde, entwickelten sich schon in den Jahrhunderten zuvor in der Volksfrömmigkeit diverse Bräuche. So gibt es am Himmelfahrtstag sowie am Vorabend mancherorts Lichterprozessionen mit Kerzen – als Symbol dafür, dass Maria mit Jesus das Licht zur Welt brachte. Daneben stehen allem die Kräuterbuschen im Mittelpunkt. Der Legende nach soll Marias Grab nämlich nach deren Auferstehung leer gewesen sein, und man fand an ihrer Stelle wohlriechende Blumen und Kräuter.
Im Erzbistum werden an Mariä Himmelfahrt zahlreiche Gottesdienste gefeiert. Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, zelebriert die Festmesse zum 300-jährigen Bestehen der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Schönau (Landkreis Rosenheim) an deren Patroziniumstag am Samstag, 15. August, um 10:00 Uhr. Zudem finden viele Veranstaltungen statt, mitten in der Innenstadt in St. Michael etwa das „Michaelskonzert am Fest Mariä Himmelfahrt“ bei freiem Eintritt. Weitere Termine finden Sie in unserer Pressemitteilung und hier: