München, 7. August 2026. Mit feierlichen Gottesdiensten und Kräutersegnungen begehen Katholikinnen und Katholiken am Samstag, 15. August, das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel. Traditionell werden zu Sträußen gebundene Kräuter gesegnet, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Das auch „Hoher Frauentag“ genannte Fest gilt als wichtigstes unter den Marienfesten.
Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, zelebriert die Festmesse zum 300-jährigen Bestehen der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Schönau (Landkreis Rosenheim) an deren Patroziniumstag am Samstag, 15. August, um 10 Uhr. Anschließend feiert die Pfarrei in der örtlichen Mehrzweckhalle mit Speis und Trank, Musik, Trachtentänzen und einer Ausstellung zur Geschichte der Pfarrkirche. Bereits am Vorabend des Hochfestes, am Freitag, 14. August, beginnt um 19.30 Uhr ein kostenloses Kirchenkonzert unter dem Titel „Kirchenmusik durch alle Epochen“. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Orgel der Kirche sowie die Jugend des Musikvereins wird gebeten.
Mehr als 100 weitere Kirchen im Erzbistum München und Freising begehen an Mariä Himmelfahrt ihr Patrozinium, darunter die beiden Münchner Marien-Wallfahrtskirchen. Das Fest ist zugleich Auftakt des traditionellen Frauendreißigers: 30 Tage lang, bis zum Fest Kreuzerhöhung am 14. September, kommen Gläubige in den Kirchen täglich zu Gottesdiensten, Andachten und Rosenkranzgebeten zusammen. In der Pfarrkirche Maria Ramersdorf feiert Weihbischof Wolfgang Bischof den Festgottesdienst zum Patrozinium am Samstag, 15. August, um 10 Uhr. Die Chorgemeinschaft Maria Ramersdorf bringt die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) zu Gehör. In St. Maria Thalkirchen werden das Patrozinium und die Eröffnung des Frauendreißigers beim Festgottesdienst um 19 Uhr gefeiert, zu dem die Musica Sacra Thalkirchen ebenfalls Mozarts Krönungsmesse darbietet; eine Lichterprozession schließt sich an. Im Münchner Dom beginnt der Festgottesdienst um 10 Uhr und wird mit der „Missa in honorem Beatissimae Virginis Mariae“ von Joseph Haydn (1732-1809) gestaltet.
Im Freisinger Mariendom zelebriert Weihbischof emeritus Bernhard Haßlberger um 8.30 Uhr die Heilige Messe. Der Festgottesdienst mit Kräutersegnung, der um 10.30 Uhr beginnt, wird mit Haydns Mariazeller Messe gestaltet. Im benachbarten Diözesanmuseum Freising können ab 13:30 Uhr aus gesegneten Kräutern und Blumen kostenlos Buschen für zu Hause gebunden werden. Um 14.30 Uhr gibt es eine Festführung zur Ausstellung „Madonna mia!“, der Teilnahmebetrag liegt bei 5 Euro. Anmeldung zum Kräuterbinden und zur Ausstellung wird erbeten per Mail an kunstvermittlung@dimu-freising.de.
Der Brauch der gesegneten Kräutersträuße nimmt Bezug auf eine Erzählung, dass „wundersamer Kräuterduft“ das Grab Mariens erfüllt habe. Über die Fürsprache Mariens wird Gottes Heil erbeten; die Sträuße sind Ausdruck der Achtung vor der Schöpfung und Symbol für die liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen. Traditionell werden Getreide, Heil- und Gewürzpflanzen eingebunden. Vor allem im Oberland wird in der Mitte eine Königskerze eingefügt. Rohrkolben und Rainfarn sowie die Heilkräuter Johanniskraut, Salbei, Schafgarbe und Kamille sind üblich. Als Gewürzpflanzen gehören Majoran, Thymian, Bohnenkraut, Minze und Liebstöckl in den Strauß, daneben Hafer, Gerste, Weizen und Roggen. Oft wird der Kräuterbuschen auch mit Gartenblumen und einer Rose, einem Mariensymbol, geschmückt. Insbesondere in bäuerlichen Familien ist es üblich, mit den getrockneten Kräuterbuschen den Herrgottswinkel zu zieren. (glx)
Hinweis: Mehr Informationen zum Fest Mariä Himmelfahrt, etwa zum Brauchtum und der Darstellung in der Kunst, sowie einen durchsuchbaren Kalender mit Veranstaltungen und Gottesdiensten finden Sie unter www.erzbistum-muenchen.de/mariae-himmelfahrt.