Die Arbeitsgruppen des Gesamtstrategieprozesses

Strategieprozess Arbeitsfelder
Die sechs Arbeitsgruppen sind das Kernstück des Gesamtstrategieprozesses der Erzdiözese München und Freising. Die insgesamt rund 90 Mitglieder bringen ihre Kompetenz und Erfahrung aus Theorie und Praxis in unterschiedlichen Bezügen ein und repräsentieren so auch die Vielfalt der Erzdiözese. Vertreten sind Haupt- und Ehrenamtliche, Menschen, die kirchliche Angebote wahrnehmen sowie Experten und Expertinnen zu den jeweiligen Inhalten. Jede der sechs Arbeitsgruppen befasst sich mit einem der sechs Arbeitsfelder, in denen die Angebote der Erzdiözese zusammengefasst sind. Es gibt zwei Arbeitsfelder zur „Kirche vor Ort“, von denen eines den Schwerpunkt “Seelsorge nach Lebensalter” hat, das andere “Seelsorge nach Lebenssituationen”. Hinzu kommen die Arbeitsfelder „Bildung“, „Caritatives Handeln“, „Kunst, Musik & Kultur“ sowie „Kirche im Dialog & in Kooperation“. Aufgabe der Arbeitsgruppen ist es unter anderem, sich mit der Frage der Wirksamkeit kirchlicher Angebote auseinanderzusetzen und strategische Ziele zu erarbeiten.
 
Wie setzen sich die Arbeitsgruppen zusammen?

In den Arbeitsgruppen arbeiten jeweils etwa 15 Personen zusammen, von denen zwei die Leitung übernehmen. Die Arbeitsgruppen wurden so besetzt, dass Menschen aus möglichst vielen Bereichen vertreten sind, die an den jeweiligen kirchlichen Angeboten mitwirken oder diese wahrnehmen.

Das sind zum einen hauptamtliche Mitarbeitende, zum anderen Ehrenamtliche wie Vertreter von Gremien, von Verbänden und Vereinen, aber auch Ehrenamtliche, die nicht in etablierten Formen organisiert sind. Dabei sind unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Erzbischöflichen Ordinariats München, der Pfarreien, aus bestimmten Einrichtungen, und auch Menschen, die die kirchlichen Angebote selbst nutzen.

Darüber hinaus wurden Mitwirkende berufen aufgrund ihrer hohen fachlichen Kompetenz, weil sie eine übergeordnete Perspektive, die Wahrnehmung von außen oder neue Ideen und Anregungen einbringen können. In den einzelnen Arbeitsgruppen wurde auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern, jüngeren und älteren Menschen sowie Personen aus dem städtischen und dem ländlichen Bereich geachtet, um möglichst die ganze Vielfalt der Erzdiözese München und Freising zu repräsentieren.
 
Was ist die Aufgabe der Arbeitsgruppen?

Die Arbeitsgruppen bilden das Herzstück bei der Erarbeitung der Gesamtstrategie der Erzdiözese. Sie erarbeiten zunächst ein strategisches Zielbild und eine inhaltliche Prioritätensetzung für das jeweilige Arbeitsfeld. Dazu befassen sie sich unter anderem mit der Frage der Zielgruppenorientierung und der inhaltlichen Strategie der Angebote, mit der Rolle des Ehrenamtes sowie mit den zugrundeliegenden finanziellen und baulichen Ressourcen.

Anschließend geht es um die Frage, wie die Wirksamkeit der Angebote im jeweiligen Arbeitsfeld gemessen werden kann. Kriterien könnten beispielsweise sein: Welche Bedeutung hat ein Angebot im Hinblick auf den kirchlichen Auftrag? Wie viele Menschen erreicht ein bestimmtes Angebot? Was ist nachhaltig wichtig für das Leben des einzelnen Menschen und hilft ihm im Leben? Können Menschen, die in der Gemeinschaft der Kirche Positives und Tragfähiges für ihr Leben erfahren haben, etwas davon auch selbst an andere weitergeben?

Darauf aufbauend erarbeiten die Arbeitsgruppen schließlich strategische Vorschläge, wie die Wirksamkeit im jeweiligen Arbeitsfeld erhöht werden kann, auch im Hinblick auf geringer werdende finanzielle und personelle Ressourcen.

Dazu treffen sich in jedem Arbeitsfeld die jeweils rund 15 Mitglieder der jeweiligen Arbeitsgruppe zu insgesamt fünf ganztägigen Workshops an unterschiedlichen Terminen im Zeitraum von Ende April bis Ende Juli; die ersten Workshops Ende April werden je nach aktueller Corona-Lage virtuell oder mit entsprechenden Hygieneschutzmaßnahmen in Präsenz durchgeführt. Nächster Schritt im Prozess ist dann die Zusammenführung der Ergebnisse der sechs Arbeitsgruppen zu einem zentralen strategischen Zielbild. Der Abschluss des Gesamtstrategieprozesses ist für Dezember 2021 geplant.