„Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist." Zauberspruch oder Segensspruch? In dieser Folge unserer Reihe „Kinderleicht erklärt“ können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind das Geheimnis hinter dem Blasius-Segen entdecken.
Segen mit gekreuzten Kerzen: Der Blasius-Segen
Wer war der Heilige Blasius?
Blasius lebte im 4. Jahrhundert in der Stadt Sebaste in der heutigen Türkei. Zu dieser Zeit war es sehr gefährlich, seinen Glauben an Jesus offen zu zeigen. Es war verboten, Gottesdienst zu feiern. Es war verboten, Worte und Erzählungen von Jesus zu hören. Es war verboten, Brot zu teilen. Menschen, die an Jesus glaubten, wurden verfolgt und kamen ins Gefängnis.
Blasius arbeitete zunächst als Arzt. Die Menschen waren ihm wichtig. Er wollte sie gesund machen, ihnen helfen. Weil er sich als Christ für die ihm anvertrauten Menschen eingesetzt hat, wurde er von ihnen zum Bischof gewählt. Aus diesem Grund verfolgten die Römer Bischof Blasius. Sie verhafteten ihn und brachten ihn ins Gefängnis. Blasius starb 316 nach Christus.
Wie war das noch mal mit der Gräte?
Die bekannteste Erzählung über Blasius berichtet, wie er während seiner Gefangenschaft in einem römischen Gefängnis einem Kind, das an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben rettete.
Blasius war mit vielen anderen Menschen eingesperrt, mit Frauen, Männern und Kindern in einem Raum. Da hörte er aus einer Ecke Geschrei. Laut rief ein Mann um Hilfe. Sein Sohn, ein kleines Kind noch, hatte sich verschluckt. Eine Fischgräte war im Hals stecken geblieben. Blasius half dem Kind und betete. Das Kind wurde wieder gesund.
Aus diesem Grund beten viele Menschen bis zum heutigen Tag zum Heiligen Blasius. Sie bitten ihn um Hilfe, wenn sie krank sind. Sie tun dies vor allem bei Halskrankheiten.
Wie hilft der Segen?
Auch heute gibt es bei uns Krankheiten. Dabei kann uns ein Arzt mit seinem Wissen helfen. Wir bekommen Medikamente. In manchen Fällen braucht es Operationen, bestimmte Therapien und Zeit. Dazu kommen liebe Menschen, wie Mama oder Papa, Oma oder Opa, Freunde, die sich um uns kümmern, die uns gute Worte sagen. Sie helfen uns durchzuhalten und positiv in die Zukunft zu blicken.
Beten und Segen ersetzen keine Medizin. Beten und Segen erhöhen aber die Zuversicht, dass man wieder gesund und stark wird. Der Segen am 3. Februar will uns sagen, dass wir Gott wichtig sind, er wünscht sich, dass wir heil sind – an Körper und Seele.
Warum zwei gekreuzte Kerzen?
Beim Blasius-Segen steht die oder der Segnende mit zwei gekreuzten, brennenden Kerzen vor den Menschen. Die beiden Kerzen bilden ein Kreuz – das Zeichen, unter das wir Christinnen und Christen unser Leben stellen. Beide Kerzen brennen und spenden Licht. Wer den Segen so nah am Körper empfängt, spürt die Wärme der Flammen, spürt die Zusage Gottes ganz unmittelbar.
„Ich halte meine schützende Hand über dich und sorge für dich. Und wenn du einen Kloß im Hals hast und zu ersticken drohst, komm zu mir. Ich bin da.“
So möge Gott auch ihr Leben behüten und ihnen Gesundheit schenken.
Text: Stefanie Penker, Gemeindereferentin, Fachreferentin für Kinderpastoral, Januar 2026
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