St. Franziskus v. Assisi

Bahnhofstraße 34a, 85375 Neufahrn, Telefon: 08165-647090, E-Mail: st-franziskus.neufahrn@ebmuc.de
Sgraffito am Franziskussaal

Die neue Pfarrkirche Sankt Franziskus

Patrozinum am 4. Oktober
 
Die intensive Siedlungstätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Bahnhofsnähe verlagerte den Ort immer weiter weg vom ursprünglichen Ortskern an der Dietersheimer-/Echinger-/Grünecker Straße. Außerdem erwies sich die alte Pfarr- und Wallfahrtskirche Sankt Wilgefortis als viel zu klein. So entstand zwischen 1961 und 1963 die neue Pfarrkirche Sankt Franziskus an der Bahnhofstraße. 
 
Bereits 1957 war der heutige Franziskussaal als multifunktionale Saalkirche entstanden. Im selben Raum sollten Gottesdienste, Versammlungen oder Theateraufführungen möglich sein. Sogar die Evangelische Kirchengemeinde feierte bis 1961 sonntags hier Gottesdienst. Das Graffito an der Westfassade zeigt eine Darstellung des Barmherzigen Samariters.
Aussenansicht Pfarrkirche
Die heutige große Franziskuskirche (Weihe am 17.6.1963) ist ein typisches Gotteshaus der Umbruchzeit am Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils. Architekt ist Fritz Eggemann. In der schlichten, hellen und hohen Hallenkirche steht der Altar nicht wie in späteren Gotteshäusern in der Mitte des Raumes, sondern noch an der Stirnseite. Allerdings ist der Altarraum bereits bewusst großzügig angelegt, so dass damals in der Diskussion stehende liturgische Änderungen wie die Zelebration zum Volk hin, möglich wurden.
 
1985/86 wurden die schwere Altarmensa und der Ambo aus schwarzem Marmor entfernt und durch einfache, hölzerne Konstruktionen ersetzt. Dank vieler Spenden konnte 1986 eine mechanische Schleifladenorgel angeschafft werden. Erbaut hat sie Rudolf Strohmer. Die Orgel besitzt 1602 Pfeifen und wird auf zwei Manualen und einem Pedal gespielt.
Altarbild Pfarrkirche
Über dem Altar an der Stirnseite des Kirchschiffs prangt als Fresko ein großer Herrscherchristus. Hans Schellinger hat ihn gemalt. Mit dem Pantokrator-Fresko sollte nach dem Willen des damaligen Pfarrers Franz Götzberger die Beziehung zum wundertätigen romanischen Christus in der alten Pfarrkirche hergestellt werden. Der Kirchenpatron Sankt Franziskus ist als überlebensgroße Broncefigur auf dem Kirchenvorplatz zu finden. Sein Schöpfer ist der Bildhauer Hans Vogel. 
 
Zum heutigen Pfarrzentrum an der Bahnhofsstraße zählen noch der Kindergarten Sankt Franziskus, ein kleiner Saal als Werktagskapelle oder für kleinere Veranstaltungen, das Jugendheim und der Pfarrhof. 

Ernest Lang