Diözesanverband der Mesnerinnen und Mesner

im Erzbistum München und Freising e. V.

Bad Tölz/Miesbach Dekanate Bad Tölz und Miesbach


Dekanatsleiter des Bezirkes

Johannes Rummel
Dilchinger Str. 4
83626 Valley
Tel. 08024/48447    0176/30755879
Email: hannesrummel@outlook.de
Pfarrei:St. Peter und Paul, Weyarn

Bezirkstreffen 2022

4. Mai 2022
13. Juli 2022
12. Oktober 2022
Dekanatsleiter Johannes Rummel
Johannes Rummel

Wir halten wie immer die Stellung...!

Mesnerstammtisch im Kloster Reutberg

Nach langen drei Jahren konnte am 13. Juli 2022 endlich der Mesnerstammtisch im Bezirk Bad Tölz/Miesbach wieder stattfinden und wir Mesnerinnen und Mesner kamen an einem schönen sommerlichen Abend im Kloster Reutberg zusammen. Zu Beginn feierten wir eine Hl. Messe für alle verstorbenen Kollegen und Kolleginnen der letzten drei Jahre, die von Pater Sebastian Hildebrandt OT, der extra nur für uns nach Reutberg gekommen war, zelebriert wurde. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. In seiner Ansprache ging Pater Sebastian auf den vielseitigen Mesnerberuf ein. Er ermutigte uns in all unseren Tätigkeiten und Herausforderungen, seien es Reinhaltung der Kirche, Blumenpflege, Kirchenwäsche oder der Umgang mit den verschiedensten Menschen. Schon beim Betreten der Kirche, so Pater Sebastian, spürt man die Handschrift einer jeden Mesnerin und eines jeden Mesners.
Bedanken möchte ich mich recht herzlich bei unseren Lektorinnen, den vier Mesner und Mesnerinnen, die den Ministrantendienst übernommen haben und Schwester Faustina für ihren Mesnerdienst und den freundlichen Empfang.
Foto Mesnerstammtisch
Um die Schwestern vom Kloster Reutberg bei ihrer Kirchenrenovierung zu unterstützen, zeigten sich die Mesnerinnen und Mesner bei der Sammlung sehr großzügig.

Nach dem feierlichen Schlusssegen und Marienlied wurde unser Stammtisch in Bayerns schönstem Biergarten eröffnet, wo wir drei Tische ergattern konnten Bei einem kühlen Getränk und einer Brotzeit wurde viel geratscht und auch einige Fachgespräche geführt. Auch unser Diözesanleiter Edward Kadoch genoss die Gespräche und das schöne Bergpanorama.

Als die Lichter im Biergrten ausgingen, fiel uns auf, dass wir die letzten waren. Keiner war mehr da und die Tische bereits leergeräumt. Nur unsere fröhliche Stammtischrunde hielt die Stellung.
Unser langes Dableiben hatte sich aber rentiert, denn wir wurden vor der Heimfahrt noch mit einem ganz besonderen Vollmondschauspiel belohnt, denn der Mond erreichte im Monat Juli seine hellste Phase.
Supermond
Die komplette Oberfläche der erd-zugewandten Seite war zu sehen, weil der Mond in dieser Zeit besonders nah an der Erde ist und deshalb in dieser Nacht als „Supermond“ gestrahlt hat.

Herzlichen Dank liebe Mesnerinnen und Mesner, für den schönen und gelungen Abend.
(Johannes Rummel)

Gruppenfoto

Mensch, haben wir uns schon lange nicht mehr gesehen – und doch gleich wieder erkannt!

Frühjahrstreffen im Bezirk Bad Tölz/Miesbach

Kirche
St. Leonhard, Reichersdorf
Auch der Bezirk Bad Tölz/Miesbach musste zweieinhalb Jahre Pause machen, bis am 4. Mai 2022 endlich wieder ein Frühjahrstreffen stattfinden konnte.
Mit sehr großem Erstaunen und riesiger Wiedersehensfreude kamen 32 Mesnerinnen und Mesner in der wunderschönen Filialkirche St. Leonhard in Reichersdorf zusammen.

Wie im Monat Mai allerorts üblich, ehrten auch wir unsere Gottesmutter Maria mit einer kleinen Andacht, die uns dankenderweise Pater Clemens Maria Pieper OT sehr feierlich zelebrierte.
Als Dekanatsleiter begrüßte ich meine Kolleginnen und Kollegen, unseren Diözesanleiter Edi Kadoch und unseren Mesnerkollegen Franz Dirnberger, Mitglied der Bayerischen Regionalkoda. Anschließend zeigte uns die örtliche Mesnerin Elisabeth Biechl in einer Kirchenführung die Kirche St. Leonhard aus dem 15. Jahrhundert. Das sehr reichlich ausgestattete Gotteshaus wurde 1496 errichtet und geweiht. Als die damalige Kirche zu klein geworden war, wurde sie immer wieder erweitert und vergrößert. Die Fresken von der Hl. Barbara und dem Hl. Eligius wurden 1772 von dem Aiblinger Maler J. G. Gaill angebracht. Die sehr feinen und eleganten Stuckarbeiten wurden von Johann Martin Pichler angefertigt. Aus dieser Zeit stammen auch die drei reich geschmückten Altäre, die Kanzel und das gegenüberliegende Wandkreuz. Das wertvollste Ausstattungsstück der volkstümlichen Rokokokirche ist der, an der nördlichen Langhauswand hängende, kleine spätgotische Achatius-Flügelaltar von Erasmus Grasser. Nachdem die Mesnerinnen und Mesner auch die Sakristei, Empore und den Balkon erkunden konnten, wurde die Führung in der Allerheiligen-Kapelle weitergeführt, über die folgendes erzählt wird:
Der daneben liegende Schäfflerbauer hat sich 1640 auf seinem Hof einen Brunnen ausgegraben, um Wasser zu finden. Nach etwa fünf Metern kam in der Erde ein enges Schlupfloch zum Vorschein. Es stellte sich heraus, dass das Schlupfloch der Anfang eines 18 m langen unterirdischen Ganges war. Die Kunde verbreitete sich schnell und die Leute kamen von weit her, um das Phänomen zu bestaunen. Daraufhin ereigneten sich viele wunderliche Dinge, die den Ort zu einem Wallfahrtsort werden ließen. Auch ein Müller, der von sehr üblen Rückenschmerzen geplagt war, kam zu diesem Ort. Nach verrichtetem Gebet stieg er wieder aus dem Gang heraus und schrie: „Jetzt sehe ich, dass dies ein heiliger Ort ist, denn mein „Ruggenweh“, Gott Lob, ist mir vergangen“. Die Kapelle wurde 1644 von Propst Valentin Steyrer aus Weyarn erbaut. Darin befindet sich ein sehr reich geschmückter Barock-Altar mit einem Gemälde von zahlreichen Heiligendarstellungen. Die Tafel in der Altarkrone trägt die Inschrift: CORONA SANCTORUM OMNIUM – Ehrenkranz aller Heiligen.

Nach der sehr interessanten und informativen Führung war es Zeit für Kaffee und Kuchen. Mit einem Spaziergang durch das ländliche und idyllische kleine Dorf erreichten wir das Gasthaus Rank. Mit hausgemachten Kuchen und Torten wurde der Nachmittag in der traditionellen Gaststube abgerundet. Franz Dirnberger stellte die Koda und die damit verbundenen Aufgaben vor. Auch einige Änderungen für uns Mesnerinnen und Mesner wurden besprochen und thematisiert. Es wurden einige runde Geburtstage und Dienstjubiläen verkündet und den Anwesenden gratuliert.
Ehrungen
Besonders Freude machte es mir zwei Ehrenurkunden zu überreichen. Für 10 Jahre Dienst wurde Frau Josephine Nöscher aus Sachsenkam mit dem Bronzeabzeichen geehrt. Mit der goldenen Ehrennadel für 40 Jahre im Mesnerdienst wurde unser sehr geschätzter und ehemalige Dekanatsleiter, Herrn Wolfgang Stekl, nachträglich ausgezeichnet und zugleich in den Ruhestand verabschiedet, den er jedoch schon zu „Corona-Zeiten“ angetreten hatte. Vielen herzlichen Dank für Euren Dienst und Euer großes Engagement im Hause des Herrn. Wir wünschen den beiden viel Freude und Gottes Segen auf all ihren Wegen. Weiter wurden noch kommende Termine auf der Diözesanebene und auch im Bezirk Bad Tölz/Miesbach verkündet. Außerdem wurde besprochen, für den Bezirk Bad Tölz/Miesbach eine/n Stellvertreter/in für die Dekanatsleitung zu finden. Wenn jemand Interesse und Lust hat, sich auf diese Weise in die Verbandsarbeit im Bezirk einzubringen, kann man sich gerne bei mir melden.
Zum Ende der Veranstaltung beteten wir gemeinsam das Mesnergebet und bekamen noch einen geistlichen Segen. So traten wir alle wieder unseren Heimweg an und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.
Für den sehr erfolgreichen, fröhlichen und gemütlichen Nachmittag darf ich mich bei Euch, liebe Kolleginnen und Kollegen, bedanken. Ganz besonders danke ich unserem Pater Clemens Maria Pieper OT, Edi Kadoch, Franz Dirnberger und der Mesnerin Elisabeth Biechl für das gelungene Treffen.
(Johannes Rummel)