Pfarrverband Rott am Inn

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Jahreshauptversammlung des Fördervereins Filialkirche St. Georg in Berg

Schon beim Gottesdienst in der Filialkirche Sankt Georg in Berg dankte Pfarrer Klaus Vogl allen, die bei der Pflege, beim Schmücken mit Blumen in der und um die Filialkirche mithelfen, und auch denen die dort bei den Gottesdiensten, Rosenkranzgebeten und Andachten dabei sind. Anschließend trafen sich die Mitglieder des Fördervereins Filialkirche St. Georg Berg im Gasthaus Jagerwirt in Griesstätt zur Jahreshauptversammlung. Vorstand Franz Huber ging dabei in seinem Rückblick auf die regelmäßigen Messfeiern vom Patrozinium im April bis zum Abschlussgottesdienst im Oktober und auf die wöchentlichen Rosenkränze in diesem Zeitraum ein. Höhepunkte waren das Adventssingen im Dezember, wozu sich die Mitglieder des Demeter-Bio-Verbandes in der Filialkirche trafen, sowie die Wallfahrt des Trachtenvereins im September. Auch Huber sagte allen, die sich um die Filialkirche mühen, ein herzliches Vergelt`s Gott.
Keine Einwendungen gab es gegen das von Schriftführerin Elisabeth Hansmeier vorgetragene Protokoll über die letztjährige Jahreshauptversammlung. „Viele, viele kleine Dinge wurden vom Förderverein seit der Gründung vor etwa zehn Jahren erledigt, der Verein hat somit seine Berechtigung“, so Diakon Simon Frank, der sich auch dem Dank von Pfarrer Vogl anschloss. Angesprochen wurden vom Diakon auch die Farbschäden an der Außenfassade, die in den nächsten Monaten auf Kosten der Pfarrei behoben werden. Im Innern der Kirche, so Frank, sind keine Feuchtigkeitsschäden festzustellen, was er auf das gute Raumklima und das regelmäßige Lüften zurückführte. Die Kosten für die Installation von Strahlern zur Beleuchtung der beiden Seitenaltäre wurden vom Verein übernommen, so Kassier Konrad Angerer in seinem Bericht. Übernommen vom Verein wurden auch die Ausgaben für zwei neue Altarglocken und die Anbringung eines Außenstrahlers zur Ausleuchtung des Zugangsweges zum Berger Schmuckstück, der Filialkirche. Auch berichtete er über die Kassenstände, Einnahmen und sonstigen Ausgaben des Vereins. Für seine gute Kassenführung lobte ihn Georg Arnold, der mit Konrad Irtel die kasse geprüft hatte. Einstimmig wurde auf Vorschlag des Kassenprüfers die gesamte Vorstandschaft entlastet.
Bei der laut Vereinssatzung notwendigen Neuwahl der Vorstandschaft, die vom dritten Bürgermeister Rudolf Liedl geleitet wurde, bestätigten die anwesenden Mitglieder Franz Huber als ersten Vorsitzenden, Thomas Obermayer als dessen Stellvertreter, Kassier Konrad Angerer und Schriftführerin Elisabeth Hanslmeier in ihren bisherigen Ämtern. Auch die beiden Kassenprüfer wurden wiedergewählt. Für ihre bisherige und zukünftige Arbeit dankte Liedl allen Vorstandschaftsmitgliedern. Neben der Behebung der Farbschäden an der Außenfassade, so Vorstand Huber in seiner Vorschau, und der Anbringung von Fliegengittern an den Fenstern sind in nächster Zeit keine weiteren baulichen Maßnahmen vorgesehen. Genehmigt wurde von den Mitgliedern die Anschaffung eines Staubsaugers und von Glasplatten zur Vermeidung von Wasserschäden auf den Leuchter- und Blumenbänken auf den Altären. Zur Behebung der Farbschäden am Hochaltar soll der Rat eines Restaurators eingeholt werden. Im kommenden Jahr jährt sich zum zehnten Male der Abschluss der Renovierung der Filialkirche. Zu diesem Jubiläum versucht Vorstand Franz Huber ein Passionssingen in der Fastenzeit zu organisieren.  
Alfons Albersinger


Diese Kirche ist eine Filiale der Pfarrkirche von Griesstätt und untersteht der dortigen Kirchenverwaltung. Der „Förderverein Kirche Berg“ kümmert sich um die Renovierung und Instandhaltung dieser Kirche.
Erstmals wurde der Bau etwa um 1447 genannt.
Der Legende nach soll es die frühere Pfarrkirche von Griesstätt gewesen sein.
Das Patrozinium des Ritterheiligen St. Georg (Fest 23. April) ist typisch für Burgkapellen, sodass vielleicht ein Zusammenhang mit der nahen, wohl schon im 15. Jahrhundert abgegangenen Burg Geiereck besteht.
Die Kirche liegt, vom Westwind geschützt, an einem nach Osten geneigten Hang von Berg, einem kleinen Dorf mit ursprünglich 6 bäuerlichen Anwesen, das heute nur noch 2 Bauernhöfe und einige Privathäuser umfasst. Die Kirche selbst liegt inmitten eines Privatgrundstücks und besitzt keinen öffentlichen Zugangsweg.
Der Turm mit der Zwiebelkuppel und der Läutstube im Erdgeschoß (Zugang von außen) hat keine Treppe. Der Zugang zum Turm ist nur über eine Luke von der Empore aus möglich.

BergBerge

In den Jahren 2007 – 2010 wurde die Kirche einschließlich des Turmes von Grund auf saniert.
Am 25.04.2010 hat Weihbischof Wolfgang Bischof die Kirche wieder ihrer Bestimmung übergeben. In einer eindrucksvollen Feier auf dem Kirchenvorplatz begann damit ein Neustart des kirchlichen Lebens von Berg.

Bischof
Der Hochaltar, ein Kolonadenaltar, mit dem Hl. Georg in der Mitte, flankiert von den Heiligen Sebastian und Florian, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Auf den Durchgangsbögen stehen die Hll. Katharina und Barbara.
Das Zentrum des linken Seitenaltars bildet nochmals der Hl. Sebastian. An den Seiten stehen die Wetterheiligen Johannes und Paulus, während das ovale Auszugsbild den Hl. Josef zeigt.
In der Mittelnische des rechten Seitenaltares steht der Hl. Erasmus, seitlich davon der Hl. Nikolaus und der Hl. Rupertus (ohne Attribut). Im Auszug befindet sich ein Gemälde des Hl. Christophorus.
Das Gestühl ist neugotisch und stammt aus der Kirche von Griesstätt.
Das Speisgitter mit den barocken Balustern gehört in das 18. Jahrhundert.


Altäre Kirche Berg
Die gotische Eichenbohlentüre in die Sakristei reicht wohl noch in die Erbauungszeit der Kirche im 15. Jahrhundert zurück. Bemerkenswert sind die geschmiedeten Beschläge, die lilienförmig enden, die vom Anstrich mit Ochsenblut bestimmte Farbe, das wuchtige Schloß mit Holzriegelkorb und geschmiedetem Schlüssel sowie der Türklopfer.
Berg Tür
Text: Ferdinand Steffan, Foto: Ulla Albersinger