Willkommen in der Pfarrei St. Martin Saaldorf

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Diakonenweihe Tobias Pastötter

Schritte in unserer Pfarrei auf dem Weg von Tobias zum Diakon

Diakonenweihe in München am 30.5.2020

Bilder der Weihe aus München:

Näheres über die Weihe können Sie hier lesen:

Studienseminar St. Johannes München

St. Michaelsbund

Erste Besuche als Diakon in der Heimat 6. und 7. 6.2020

Er besuchte am Dreifaltigkeitssonntag die Pfarreien St. Stephan und St. Martin und predigte das erste Mal als Diakon:
Liebe lässt einander eins werden“
Tobias Pastötter geht in seinen erste Predigten daheim darauf ein, wie wertvoll gute Beziehungen sind

Eine Woche nach seiner Weihe im Liebfrauendom in München durch Kardinal Reinhard Marx predigte Tobias Pastötter am Dreifaltigkeitssonntag das erste Mal als Diakon in seiner Heimatgemeinde in den Kirchen St. Stephan und St. Martin. Der Moosener folgt dem Weg seines Bruders Bernhard nach, der seit fünf Jahren Priester ist. Pfarrer Roman Majchar CM dankte den Eltern, dass sie beide Söhne der Kirche schenkten.


Wie momentan allgemein geltend, fanden die Gottesdienste zu Coronabedingungen statt. In die Kirche hinein konnte nur, wer sich im Pfarrbüro oder bei einem der Gottesdienste vorher namentlich angemeldet hatte. Mit Maske und bei genügend Abstand feierten zuerst die Surheimer und anschließend die Saaldorfer mit dem 30-jährigen frisch geweihten Diakon sowie mit Pfarrer Roman Majchar und Diakon Josef Enzinger in den „ausgebuchten” Kirchen den Gottesdienst. Organist Franz Glück begleitete beide Messen an der Orgel.


Pfarrer Roman Majchar stellte an den Anfang den Dank an die Gläubigen, die über die vergangenen Jahre hinweg für Tobias Pastötter beteten und bat, dies weiterhin zu tun. In St. Martin in Saaldorf dankte er auch jenen Gottesdienstbesuchern, die aus Platzgründen vor der Kirche am gemeinsamen Gebet teilnahmen. Besonders freue ihn, dass der höchste politische Vertreter des Landkreises, Landrat Bernhard Kern, am Gottesdienst teilnehme, ebenso wie Bürgermeister Andreas Buchwinkler und seine beiden Stellvertreter Maximilian Lederer und Robert Eder. Außer dass Jesus in die Mitte genommen werde, sei das allerwichtigste des heutigen Gottesdienstes, dass der frisch geweihte Diakon Tobias Pastötter in seiner Heimatgemeinde seine erste Predigt halte. Ziel von Pastötter sei, Priester zu werden, das Diakonamt eine Zwischenstation.


Diakon Tobias Pastötter sagte, Heimat sei ein Geflecht von Menschen mit starken Beziehungen zueinander. Dies seien die Familie, der Freundes- und Kollegenkreis. Zwischen diesen Menschen fließe etwas, das sich nur schwer beschreibe lasse. „Oft passt es einfach.” Zwischen Eheleuten, Freunden Diakonen und Priestern, zu Christus und Gott sei ein unsichtbares Band. „Das ist Liebe die bindet, die wie magnetisch anzieht und einander eins werden lässt.” Dies sei das Geheimnis des Lebens und Diakon Pastötter bezog sich auf die Heilige Dreifaltigkeit, in der Vater, Sohn und der Heilige Geist eins geworden seien in ihrer Liebesbindung. Das sei das Geheimnis des Glaubens.


Jeder Mensch wünsche sich geliebt zu werden und beheimatet zu sein. Vielernorts seien Menschen aber heimatlos, das könne in der eigenen Familie sein oder in großen Völkern. Gott habe seinen eigenen Sohn, den „Friedensfürsten” auf die Erde gesandt, um die Menschen zu retten aus Egoismus, Macht und Gier. „Wie kann es uns gelingen zum Spender von Heimat für andere zu werden?” Diakon Tobias Pastötter beantwortete diese Frage selbst, indem er seinen eigenen Weg ansprach. „Auch ich musste ausbrechen wie Jesus, um Dinge zu ordnen und mir klar zu machen, was ich wirklich will.” Der erste wesentliche Schritt sei, sich selbst kennenzulernen über seine Träume und Pläne, über Sorgen und Ängste. Der zweite Schritt sei, für und mit anderen zu leben, ihnen Heimat zu schenken durch Beziehung. Man brauche Zeit für Offenheit, Ehrlichkeit und dafür, einander zuzuhören. So kämen sich Menschen näher und verstünden sich. Isolierte Menschen dagegen verlören Gemeinschaft. „Funktionierende Beziehungen spiegeln für mich das göttliche Leben wider”, so Pastötter.


Am Ende des gemeinsamen Gottesdienstes in St. Martin wüns hte Pfarrer Roman Majchar Tobias Pastötter Gottes Segen auf seinem weiteren Weg. Diakon Pastötter erwiderte, dass er sich freue, daheim sein zu dürfen bei seinen funktionierenden Beziehungen. Wegen der Gesundheitsschutzmaßnahmen fand der geplante Stehempfang im Pfarrheim nicht statt. Wer wollte, konnte bei ausreichend Abstand vor der Kirche noch mit Tobias Pastötter persönlich sprechen. Hier bekam er von den Gemeindebürgern erneut viele gute Worte mit auf dem Weg.

Text: Tanja Weichold