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Pfarrverband Mariahilf - St.Franziskus

20200318_OnlineAngebot
Liebe Pfarrverbands Gemeinde,

seit dem 4. Mai ist es uns wieder möglich, Gottesdienste zu feiern, allerdings unter eingeschränkten Bedingungen. (Aktuelles entnehmen Sie bitte unserer Corona-Seite). Näheres zu Gottesdiensten finden Sie in Gottesdienstordnung.

Unser Seelsorgeteam ist in dieser Krisenzeit für Sie da.
Unsere Kirchen bleiben für das persönliche Gebet offen.

Unser Ziel ist es auch, Ihnen Geistliche Angebote bereitzustellen, Gebete, Impulse, Predigten.

Wir wünschen, dass Sie darin Stütze und Halt finden.
Gottes Segen.

O N L I N E - S E E L S O R G E




ZurSituation
Bild: Peter Weidemann, in: Pfarrbriefservice.de

Zur Situation

Wir sind alle verunsichert. Manche(r) fühlt sich einsam. Viele beten mit uns. Gottes Schutz-Engel sind um uns. Wir Christen glauben auch an eine Auferstehung mitten im Leben.
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Hier ein Hinweis unserer Pastoralreferentin Maria Lutz:
Der renommierte Benediktiner Notker Wolf spricht im Deutschlandfunk zum Eingriff in die Grundrechte angesichts der Corona-Krise. Er sagt "mir fehlt das rechte Maß" und warnt, dass eine Gesellschaft, die nur angstvoll an ihre Sicherheit denkt, Gefahr laufe unmenschlich zu werden, ohne es zu bemerken. Lesen Sie mehr im Beitrag von Corinna Mühlstedt am 14.04.2020

Gebete
© congerdesign / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

Gebete

Jahrtausende prägte das benediktinische „bete und arbeite“ die Spiritualität im christlichen Bayern. Im letzten Jahrhundert und bis zuletzt lebten wir eine starke Neigung zur Aktivität. Die Krise zwingt uns zur Besinnung. Zwangsläufig finden wir wieder mehr Zeit zum Gebet und zur Kontemplation. Große Beter/Beterinnen aus Vergangenheit und Gegenwart können uns dabei helfen.


Anton Waas spielt an der van den Heuvel Orgel Im Rahmen der Orgelaktion des Erzbistums München und Freising

Finale aus der 2. Orgelsymphonie (Op. 13) von Charles-Marie Widor


PFINGSTFEST

Pfingsten
© jeffjacobs1990 / Pixabay.com – Lizenz

Pfingstsonntag 31.05.2020

Guter Gott,
Dein Heiliger Geist bringt Schwung in unser Leben.
Er schenkt uns Phantasie
und lässt uns träumen von einer wunderschönen Welt.
Er gibt uns Kraft
und lässt uns heute mutig und froh leben.
Bitte, schenke uns Deinen Geist!
Amen.
 
(Kindergebet, vgl. E. Rappl in ihrem 31. Brief des „Marienkäferls“an die Kinder)

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MARIENMONAT MAI

20200508_Mai_Sonntag_Marienbild
© Martin Manigatterer, in:pfarrbriefservice.de

Maiandachten und Mariengebete

Tag-für-Tag beten! Mariengebete und -andachten für zuhause, zusammengestellt von Ernst Heil, Diakon

Maiandachten im Pfarrverband - live und hier online

Texte


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St. Franziskus - Marienmonat Mai; Bild: A.Scheifers

1. Mai 01.05.2020

Besuchen Sie unsere schön geschmückten Kirchen zum Beginn des Marienmonats Mai

Link zur Marien Gestaltung in St. Franziskus

beachten Sie den

BRIEF DES HEILIGEN VATERS

an alle Gläubigen zum Monat Mai 2020
 
hier herunterladen...


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Sie suchen
geistliche Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Paare“ für zuhause?
 
Tipp: Sie finden Angebote auf der Homepage des  Erzbischöflichen Ordinariats!
www.erzbistum-muenchen.de/Kinderpastoral
 
Hier finden Sie aktuell
  • Einen Maialtar gestalten
  • Maiandacht für Kinder mit Familien
  • Bibel und Basteln mit Kindern
  • Kindergottesdienste für dahoam

SONN- UND FEIERTAGE DER OSTERZEIT


20200524_Sonntag_7
© Martha Gahbauer, in: Pfarrbriefservice.de

7. Sonntag der Osterzeit 24.05.2020


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20200521_ChristiHimmelfahrt
Bild: pixabay (photos/kirchenfenster-christi-himmelfahrt-3434660)

Christi Himmelfahrt 21.05.2020

Liebe Leser*innen,

in einem Kanon aus dem neuen Gotteslob heißt es: „Der Himmel geht über allen auf, auf alle über, über allem auf“ (GL 873,1 – Text: Wilhelm Wilms 1974). Dieser Text führt Sie zum Fest Christi Himmelfahrt. Denn dieses Fest hat keineswegs nur mit Abschied zu tun, sondern mit der bleibenden Gegenwart Christi in der Welt.
Wenn die Bibel von Himmel spricht, dann meint sie keinen Ort irgendwo hinter den Wolken, unendlich weit weg. Christus ist nicht einfach entschwunden. Er ist in die Ewigkeit Gottes hinübergegangen. Das ist mehr...

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Der Heilige Franz von Assisi; Bildquelle: pixabay

6. Sonntag der Osterzeit 17.05.2020

„Standby“, das ist eine bequeme Einrichtung in Fernsehern, Stereoanlagen und Computern, um aus dem Ruhezustand sofort in den Betrieb wechseln zu können. Standby – das Wort wird mit „Bereitschaft“ übersetzt. Wörtlich ins Deutsche übertragen bedeutet es „Beistand“. Ein Beistand – das ist jemand oder etwas, das im Hintergrund schlummert, um jederzeit aktiv werden zu können, wenn es gebraucht wird. Wie eben ein Fernseher im Standby-Betrieb.
Im Standby-Betrieb für uns befindet sich ständig, in jedem Augenblick unseres Lebens, eine göttliche Person. Unaufdringlich im Hintergrund, immer in Bereitschaft, jederzeit und überall aktivierbar über eine besondere „Fernbedienung“. Wer dieser „Standby-Gott“, dieser Gott als Beistand ist, hat Jesus seinen Freunden kurz vor seinem Tod verraten: Der Heilige Geist
(Pfarrer Matthias Blaha, in: Home/Predigtdatenbank).
– Wann haben wir eigentlich zum letzten Mal diese Chance genützt und mit welchem Ergebnis?

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© Martin Manigatterer, in: Pfarrbriefservice.de

5. Sonntag der Osterzeit 10.05.2020

Die Kapitel 14 bis 17 im Johannesevangelium sind literarisch als „Abschiedsrede“ wahrnehmbar. In einer solchen werden immer wichtige Fragen, Themen und Vermächtnisse der redenden Person an spätere Generationen zusammengefasst.
Der Ton des heutigen Evangelien-Abschnitts (Joh 14,1-12), ist freilich nicht von Trauer geprägt. Jesus spricht wohl in die Stimmung derer hinein, die sich ohne ihn verlassen fühlen werden, die  möglicherweise zu Zeiten ziemlich verwirrt sind und auch an ihrem Glauben zweifeln. Wenn die Sonne weg ist, wird es einem in der Nacht gelegentlich auch kalt ums Herz, nicht nur an den Füßen. Sie werden ihn schmerzlich vermissen und den Verlust auch nicht ersetzen können.     
Jesus weiß das alles und richtet daher einen tröstlichen Zuspruch an seine Jünger(innen). Er spricht damit zugleich in jede verängstigte, sich verlassen fühlende und zweifelnde Gemeinde hinein, wo dieser Text als gute Botschaft Gottes des Sonntags im Evangelium gelesen wird…
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Gedanken zum Evangelium

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Sonntag04Osterzeit
© Myriam / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

4. Sonntag der Osterzeit 03.05.2020


Wenn Jesus das Reich Gottes verkündigt, vermittelt er den Menschen in Wort- und Tateinheit eine Erfahrung dessen, was möglich wird, wenn sie Gott als wahren Regenten Raum geben in ihrem Leben. Gott ist für Jesus wie für die Psalmbeter des Alten Testaments der gute Hirte, der seine Schafe auf lohnende Weidegründe führt, der sie vor Schaden bewahrt. Ihm können sie sich aus Erfahrung anvertrauen. Für sich selbst gebraucht Jesus im Evangelium dieses Sonntags hingegen das Bild einer „Tür, die zum Schafstall führt“. Allein dem legitimen Hirten und seinem Schlüssel öffnet sich diese,  damit DER zu seinen Schafen hinein und diese zu ihm heraus kommen, hinein in die Freiheit und ein Leben in Fülle. Auch andere, die zu den Schafen in den Schafstall hineinwollen, problematisiert Jesus. Und er benennt es als illegitimes Interesse und Kennzeichen falscher „Hirten“ (Regenten und Regentinnen), denen am Leben der Anvertrauten wenig liege, dass sie die Schafe stehlen und schlachten…

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Sonntag03Osterzeit
© photon73 / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

3. Sonntag der Osterzeit 26.04.2020


„Geht zurück nach Galiläa…“ Der Auferstandene schickt die Jünger zurück zum Ausgangspunkt der Bewegung. Und sie gehen – wieder daheim – ihrer gewohnten Tätigkeit als Fischer nach. Dass sich der Auferstandene ihnen dann noch einmal zeigt, in der Nacht, wo sie sogar als Fischer völlig erfolglos bleiben, das möchte einem wohl das Herz erwärmen beim Hören der guten Botschaft dieses Sonntags. Sympathisch auch: Jesus bereitet ihnen am Ufer schon die Mahlzeit zu, während sie noch bei der Arbeit sind. Sehr ermutigend ist auch ihre Beharrlichkeit! Am Tage nochmals zum Fischen auszufahren, das widerspricht so ziemlich allen menschlichen Erfahrungen. Aber auf das Geheiß dieses Fremden hin, dessen Wort sie so sehr erinnert an Jesus, tun sie es. – Ein grundlegendes Vertrauen in das Wort Gottes, das sich auswirkt im Einsatz für unser Leben und sich auszahlt, weil der Auferstandene dabei mit den Jünger(inne)n, mit uns ist. – Allen vorübergehenden Widrigkeiten zum Trotz wird am Ende eine beispiellose Erfolgsgeschichte daraus.

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WIR FEIERN DIE HEILIGE WOCHE

HeiligeWoche
Bild: Bernhard Riedl, in: Pfarrbriefservice.de
Die Feier der „Heiligen Woche“ in 2020

Sie gipfelt heuer im Osterfrühstück mit der Familie. Vieles, was wir hier essen, geht zurück bis auf die Bibel, auf das Neue Testament und darüber hinaus. Wir sind eingeladen, die Krise nicht nur negativ unter dem Aspekt der Einschränkung unserer Versammlungs- und Bewegungsfreiheit sowie unserer gemeinschaftlichen Feiern in den Kirchen zu sehen. Vielleicht gilt es auch dabei etwas wiederzuentdecken, das wir bisher aus den Augen verloren haben.     

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Taizé

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© 3dman_eu / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

Palmsonntag


Jesus kommt auf seinem Weg vom Hinterland Galiläa ins Zentrum nach Jerusalem an. Mit seinem königlichen Einzug dort löst er eine prophetische Verheißung ein, worauf die Menschen seiner Zeit ganz besonders inständig hofften: Gott selbst wird einen neuen Befreier schicken, einen König mit wahrhaft menschlichem Antlitz.

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Gründonnerstag
© congerdesign / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

Gründonnerstag


Es ist das Paschafest. Viele Juden pilgern zum Fest nach Jerusalem hinauf. Das Fest wird mehrtägig gefeiert und erinnert die Juden an die Befreiung ihrer  Vorfahren aus dem Sklavendasein in Ägypten. Das Fest startet traditionell mit einem rituellen Abendessen in der Familie, dem sog. Sederabend. Jesus lädt seine Wahl-Familie ein, Menschen, die – wie er andernorts sagt – den Willen Gottes tun. Er setzt bei diesem Abendmahl auch andere ungewöhnliche Akzente: Die Füße wäscht er ihnen und scheut dabei vor dem Dienst des geringsten Knechts im Hause nicht zurück, er, der Lehrer. Manch einer der Schüler/Jünger sieht sich dabei unversehens auch noch den Kopf gewaschen. „Wer unter euch der Größte sein will, der diene allen!“… Dann wird das Brot unter Jesu Händen und Worten zur Mit-Teilung seines eigenes Leben, das er so bald schon hingeben wird, aus Liebe… Schließlich ereignet sich auch noch ein neuer Bundesschluss zwischen Jesus/Gott und seinem Volk, „in meinem Blut“. – Die Kirche feiert den Gründonnerstag als Vermächtnis ihres Herrn und Meisters und als Gründungsfest für die Eucharistie.

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Karfreitag
© juan-pablo / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

Karfreitag


Wie kann man nur den Tod eines Menschen feiern? Diesen Tod müssen wir feiern, den Tod des MENSCH GEWORDENEN. In ihm teilt der Höchste das Schicksal mit uns Menschen, eigentlich von aller Kreatur! – Es gibt wohl kaum einen größeren Trost in unserem Leid, als das Wissen, dass Gott selbst uns darin als Mensch nahe gekommen ist. ER ist einer von uns geworden, mit allen Höhen und Tiefen. Solidarisch mit den Kranken, Armen, den Ausgegrenzten und Herabgewürdigten und zuletzt mit den Gewaltopfern hat er sein Leben gelebt und beschlossen. Uns ist er darin allen zur unüberwindlichen Mahnung geworden. – Noch etwas feiern wir an Karfreitag: Jesu gewaltlose Liebe bis zur letzten Konsequenz. Sein Verzicht auf Gewalt, obwohl er doch über so viel mehr davon verfügen müsste als wir!? Wie sollen wir das verstehen? Es war nicht nur verstörend für einige der Jünger. Es bleibt verstörend für alle, die nur „Kinder dieser Welt“ sind und es auch bleiben wollen. „Kinder Gottes“ hingegen lernen bei Jesus: Es sind nicht die Waffen (vgl. Mt 26,52; Joh 18,11) und es ist nicht das Geld (Mt 27,3-5), was uns voranbringt. Vielmehr ist es allein die Liebe, die zählt. Im Interesse eines guten Lebens dürfen wir Maß nehmen an der Liebe Gottes (Joh 12,1-11) zu allen seinen Geschöpfen. Das bringt uns weiter und die in Christus erlöste Schöpfung schließlich auch ans Ziel.

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Karsamstag
Bild: Friedbert Simon, in: Pfarrbriefservice.de

Karsamstag


Es ist totenstill in unseren Kirchen am Karsamstag. Keine Glocken, kein Tischtuch, keine Kerzen, im offenen Tabernakel herrscht Leere. Es gibt nichts zu feiern an diesem Tag. – Einprägsam inszeniert die Kirche am Karsamstag die Empfindung jenes dumpfen Schlages, welche die Jüngerinnen und Jünger Jesu an Kopf, Herz und Nieren getroffen haben muss: Ihre Hoffnung stürzte mit dem Ende Jesu, ihres Idols ins Bodenlose hinab. Die Fratze menschlicher Brutalität hatte das Gesicht des edelsten unter den Menschlichen zerstört. Der Schrei, den er am Kreuz ausgestoßen hatte - „mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Es ist ein Schrei, den viele Kreaturen ausstoßen, wenn sie unter Schmerzen sterben. Ein Schrei, den man auch auf den Schlachtfeldern hören kann, wenn ein Soldat ein letztes Mal ruft nach seiner Mama. Ecce homo! – Hast du ihn geboren, damit er so stirbt? – Der Leichnam Jesu wird in der christlichen Kunst vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter Maria gelegt. Manche der großen Pieta-Darstellungen erinnern uns an den Allmächtigen selbst. „Ich bin (für dich) da“ – mit diesem Namen hatte GOTT sich in Ägypten erstmals dem Volk vorgestellt. Hat das letzte Wort nun der Tod, gar dieser Tod?

Osternacht
Entzünden der Osterkerze, © Peter Weidemann; in: Pfarrbriefservice.de

Osternacht


Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht traurig sein“ heißt es in einem evangelischen Kirchenlied. Es ist ein Vers, der für Weihnachten gesungen wird, der aber genauso zutrifft für die Osternacht. – In den Tiefen der Erde bahnt sich neues Leben an, so z.B. im Frühling für die Pflanzen, die „im Leib der Mutter Erde“ überwintert haben. Für den Psalmbeter lässt Gott es analog im Mutterleib mit jedem Menschenkind geschehen (vgl. Psalm 139, 13-17). Und so geschieht es jetzt mit Jesus auch in seinem Grab! – Für eine jegliche Erneuerung des Lebens braucht es die Initialzündung durch Gott, der allein der Schöpfer und Herr des Lebens ist. Hier nun erweist er sich als Herr auch über den Tod sowie über alle Tod bringenden Mächte, die wir fürchten. Der himmlische Vater hat seinen „geliebten Sohn“ (Mk 1,11), wie es schon Johannes bei der Taufe Jesu vernommen hatte, nicht im Stich gelassen. Er entfacht den Lebensfunken in seinem göttlichen Sohn wieder neu. – Wir dürfen glauben lernen: Der ganz irdisch unser Bruder geworden ist, geht uns voran auch durch den Tod hindurch, in die Auferstehung in eine neues Leben hinein.

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Ostersonntag
Bild: Martin Manigatterer, in: Pfarrbriefservice.de

Ostersonntag


Der berühmte Münchner Jesuit und Konzilstheologe Karl Rahner soll einmal gesagt haben: Um im Glauben bestehen zu können, braucht ein Mensch unserer Tage vor allem die Gotteserfahrung. Auch die Kirche lehrt: Wenn Gott nicht von sich aus den Anfang macht, um sich uns Menschen zu vermitteln, wenn ER sich nicht immer wieder neu zeigte aus „Gnade“, wir täten uns auf die Dauer schwer zu ihm zu gelangen. ER ist unser Hirt. Denn groß ist der Größenunterschied zwischen IHM und uns… Es ist der Auferstandene, der die Initiative ergreift und seinen überraschten Jüngern „erscheint“ als einer, der durch die Wände geht. Im Glanz seines neuen Daseins erkennt ihn die tränenüberströmte, über den qualvollen Tod Jesu zutiefst erschütterte Maria Magdalena zunächst nicht. Es ist die Art, wie er sie persönlich anspricht und auf vertraute Weise ihren Namen sagt, die sie ihn wiedererkennen lässt. Dies trifft sie tief im Herzen, damit findet sie zu ihm zurück. Auch Thomas kann die Identität des Auferstandenen nur dadurch wahrnehmen, dass dieser ihn zu sich bittet und Thomas dabei auch noch die Finger in seine Wunden legen darf, dass er ihm nahekommen, ihn berühren darf. – Es sei einem jedem*jeder von uns geschenkt, dass wir einem geliebten Verstorbenen in neuer Gestalt begegnen, vielleicht in unseren Träumen! Aber davon zu erzählen wird nicht leicht. Genauso wenig, wie es einfach ist sog. Nahtoderfahrungen zu vermitteln. „Halte mich nicht fest“ bittet der Auferstandene Maria Magdalena. – Würde sie sonst vielleicht damit aufhören, weiter nach IHM zu suchen und sich dabei innerlich zu weiten und zu wachsen? Wir zwängen den großen Gott nicht in unsere (Wunsch)Bilder von ihm! Eher bleiben wir selbst in denen hängen wie ein Schaf im Gestrüpp.

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Ostermontag
© Gebhard Fugel / gemeinfrei / Quelle: Wikimedia Commons

Ostermontag


„Geht zurück nach Galiläa“ rät der Auferstandene seinen Jüngern und Jüngerinnen. Sie sind im mondänen Jerusalem in eine gewaltige Sackgasse geraten: Kleine Fische, die erbarmungslos ein großer Räuber jagt. Sie müssen zurück zum Schwarm der Ihrigen und Gleichgesinnten, nach Hause. Zwei sind unterwegs nach Emmaus, und so gemeinsam unterwegs löst sich auch ein bisschen das Schwere in der Brust und sie beginnen miteinander zu reden über das Geschehen. Sie haben ihn so grausam umgebracht… Warum ist alles gescheitert? Sie haben sich so viel Mühe gegeben auf ihrem Weg mit Jesus. Was war falsch an ihm? Und wo ist eigentlich Gott? … in all dem Schlamassel!? Noch während sie es erörtern, geht einer mit ihnen. Und auch sie erkennen nicht sogleich den Auferstandenen an ihrer Seite. Nur, dass er es auf so vortreffliche Weise versteht, ihnen die Angst zu nehmen und sie in ihrem Kummer über den übergroßen Verlust zu trösten vermag, das erwärmt ihre Herzen. „Musste nicht all das so kommen? Haben etwa nicht nur die Mächtigen, hat  auch Gott seine Hände mit im Spiel? Ja, dann… könnte vielleicht alles noch einmal gut werden. Er macht sie sich vertraut und überzeugt sie mit seiner Sicht der Dinge. Sie laden ihn ein, zur Nacht bei ihnen zu bleiben. Und erst jetzt erkennen sie ihn, als er ihnen das Brot bricht und es mit ihnen teilt wie Jesus. Was mögen das für Tränen der Erleichterung gewesen sein und der Beginn von Heilung in einem so tiefen Schmerz! Die Versprengten gewinnen ihr Selbstvertrauen zurück, und die Begeisterung über das Erlebte lässt sie sogar noch in der Nacht aufbrechen und zurücklaufen um den anderen Kunde zu bringen. – In der Krise sagt man, geh ein Stück zurück und suche einen neuen Weg nach vorne. Das tun jetzt auch wir, nicht wahr? Mit Gottes Hilfe…

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Kirschblütenzweig vor blauem Himmel
EOM imago Bilderverzeichnis

Weißer Sonntag


Diakon Heil: "Auch wenn an diesem Sonntag wieder kein Gottesdienst stattfinden kann sind Sie herzlich eingeladen, in unsere Kirchen hinein zu schauen und sich von Gott im Glauben stärken zu lassen." auch durch die Inhalte dieser Seite (Anm. d. Red.)

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Seiten eines aufgeschlagenen Buches in Nahaufnahme
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Fastensonntage


Unsere Seelsorger stellen Gottesdienste, Predigten und Gedanken zu den Sonntagen der Fastenzeit bereit.


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