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Pfarrverband Mariahilf - St.Franziskus

Rom-Pilgern 2019


Die Etappe 2019 führt von Borg Valsugana ins Veneto
Etappe: Borgo Valsugana - Padua - Po-Ebene (26.8.- 5.9)

Etappe 2019
Borgo Valsugana - Padua - Po-Ebene (26.8.- 5.9)


Zu Fuß nach Rom pilgern 2018
Es hat sich herumgesprochen: Pfarrer Michael Schlosser pilgert mit seinen Pfarreien Mariahilf und St. Franziskus zu Fuß von München nach Rom - in mehreren Etappen. Die fünfzig Pilger sind ein ganz munteres Völkchen. Nur Jüngere fehlen. Anstrengende Wege kön­nen nicht der Grund sein, denn was "Uhus" (unter 100 J.) schaffen, dürfte für "Bifis" (bis 40 J.) kein Problem sein. Vielleicht ist es die Vor­stellung von "Wallfahrt" und "pilgern", dass man Rosenkranz betend und Kirchenlieder singend hinter einem Kreuz hergeht? Bei diesem Pil­gern ist das anders. In einer kurzen Morgenandacht wird ein Ge­danke an­gesprochen, den jeder auf dem Weg weiter denken oder mit anderen diskutieren kann. Ein Angebot ohne Zwang.
Bericht_Pilgern_2018_01
schiefer Turm von Barbian, Südtirol
Monika, Teilnehmerin der letzten Etappe, hat dazu ihre Gedanken formuliert: „Wie gehts Dir?“, fragt Pfarrer Schlosser bei der ersten Andacht. Auf diese Floskel wird im täglichen Gebrauch kei­ne Antwort erwartet. Uns wird diese Frage die nächsten Tage immer mehr zum Nachdenken bringen. Vor allem beim Wandern, Berge rauf und runter, über Stock und Stein, über umgestürzte Bäume oder wenn wir wieder mal unseren Weg suchen, außen nass vom Regen und innen vom Schweiß. Abends in der Runde wird die Frage "Wie gehts Dir?" immer positiver beantwortet.
Jeder Teilnehmer wählt eine der fünf Gruppen - die einen gehen schneller, andere wollen den Weg genießen oder mit einem Freund reden. Zehn Plätze sind bis jetzt noch frei (obwohl die Warteliste viel länger ist). Da könnte es bei genügend Interessenten eine eigene Gruppe "Jüngere" geben.
Immerhin liegt in diesem Jahr der nach Rom und Assisi wichtigste ita­lienische Wallfahrtsort Padua auf dem Pilgerweg. Hier wird "Il Santo", der Franziskaner-Mönch Antonius verehrt. Ein Jugendlicher! Er ist nur 36 Jahre alt geworden. Warum er ständig angerufen wird, um Verlore­nes wieder zu finden, liegt möglicherweise daran, weil Antonius sich dafür eingesetzt hat, dass sich Liebende wieder finden. Die Pilger werden in diesem Jahr mehr erfahren.
Los gehts diesmal in Borgo Valsugana, dem Endpunkt der letzten Etappe. Weil das kleine Städtchen von Kanälen durchzogen ist, gilt es auch als "Venedig an der Brenta". Dieser Fluss führt die Gruppe bis Bassano del Grappa mit der berühmten Destillerie "Al Ponte" auf der Brücke. Wie in den letzten Jahren begleitet ein Reisebus die Pilger, so dass jeder entscheiden kann, ob er die ganze Strecke des Tages mit­geht oder nur am Vormittag, oder ob er nach dem Mittagstreff die zweite Hälfte wagt. Ziel ist es natürlich, den ganzen Weg zu gehen.
Bericht_Pilgern_2018_02
Hoch droben: Das Kloster Säben
Die Höhepunkte auf der Pil­gerreise im letzten Jahr waren:
 * das Kloster Säben (wer auf der die Bren­ner-Autobahn Richtung Sü­den fährt, kennt das weithin sichtbare Kloster rechts hoch droben nach der Ausfahrt Bri­xen),
 * das Wallfahrtskircherl Maria Saal auf dem Ritten oberhalb von Bozen mit dem kuriosen Fresco Maria un­term Regen­schirm, wohin die Rittener Bauern um Regen pilgern (Dass es nach dem Be­such unserer Pilgergruppe am nächsten Tag wie aus Kü­beln schüttet, hat wahrscheinlich nichts mit der Bitte um Regen zu tun.)
* und die Überquerung der südlichen Dolomiten.
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Brenta-Kanal in Borgo, dem Venedig des Valsugana
Hier sind die vier Freiwilligen, die Pfarrer Schlosser bei der Routen­vorbereitung unterstützen, an ihre Grenzen gestoßen. Denn wie die Wege in Wirk­lichkeit aussehen - mit Leitern über klaftertiefen Erd­spalten - kann kei­ne noch so genaue Wander- oder Internet-Karte widergeben.  Da ist es mehr als ein "Zusatz-Service", dass der Pfarrer seinen Urlaub opfert, um den möglichen Pilgerweg Schritt für Schritt vorzugehen und im Fall von dro­henden Gefahren Alternativ-Pfade zu suchen und natürlich zu finden. Des­halb konnten im Nachhinein zuvor besorgte Pilger stolz verkünden: "Dass ich mich ge­traut habe, den steilen Berg mitzugehen, war eine ganz wichtige Erfahrung!"
Nach der Füh­rung durch die Konzilstadt Trient gings wieder Richtung Heimat. Zwischendurchhabe ich mich mehrmals ge­fragt, für wen das Schild "Pil­gerreise 2. Etappe Brixen - Valsugana / Bayerisches Pilgerbüro" hinter der Frontscheibe von Nutzen ist. An der Grenze nach Bayern wurde es klar: Der Polizeibeamte schaute fast grimmig auf un-seren Bus, bis er das Schild lesen konnte. Dann wurden wir mit freund-lichem Lächeln durchgewinkt. Nach entspannter Rück­fahrt sind wir fast pünktlich wieder in St. Franziskus gelandet.                Matthias Nauerth