Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer. Zu den Aufgaben des Diözesanrats gehört es, das wirtschaftliche, familiäre, gesellschaftliche und politische Umfeld so mitzugestalten, dass der Mensch gedeihen und sich entfalten kann.
Cover Demokratiefibel

Demokratiefibel

„Christ sein heißt politisch sein“. So lautet der Kerngedanke, der sich als roter Faden durch die Beiträge dieser Fibel zieht. Die Losung gilt insbesondere für das Selbstverständnis des Laienapostolats: Lai:innen leben als Christ:innen in der Welt und sind dazu berufen, diese mitzugestalten und den menschenfreundlichen und barmherzigen Gott – wie er im Evangelium begegnet – zu bezeugen. Worin liegen unsere spezifischen Potentiale für eine Kultur der Demokratie, und welche Argumente können wir als Katholische Kirche gegen die rechtspopulistischen Anfeindungen stellen?

Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising hat den 75. Geburtstag unseres Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 2024 zum Anlass genommen, diese „Demokratiefibel“ auszuarbeiten, und versucht damit, Antworten auf die vorgenannten Fragen zu geben. Diese „Demokratiefibel“ soll einerseits aufzeigen, welchen Beitrag Kirche, insbesondere das Laienapostolat, für die Gestaltung von Gesellschaft leisten kann und muss. Sie soll zudem verdeutlichen, dass Demokratie sowie die ihr zugrundeliegenden Werte auch in der biblisch-christlichen Tradition verankert sind. Darüber hinaus will die Publikation aufzeigen, dass rechtspopulistische Positionen in eindeutigem Widerspruch zur christlichen Botschaft stehen. Ein pastoral-praktischer Ausblick darüber, wie in Pfarreien mit Rechtspopulismus und demokratiegefährdenden Positionen umgegangen werden kann, rundet die Publikation ab.

Im letzten Kapitel dieser „Demokratiefibel“ finden Sie zugespitzte Argumente gegen öffentliche rechtspopulistische und menschenverachtende Parolen. Das Kapitel bildet zugleich die Grundlage der Kurzfassung „to-go“, die ergänzend zu dieser Fibel herausgegeben wird. Mit der Kurzfassung im praktischen Taschenformat werden betroffenen Bürger:innen die Argumente eines überzeugten Christen für Diskussionen und Stammtisch-Gespräche an die Hand gegeben. 

Beide Versionen der Demokratiefibel können Sie bei uns per Mail in Print bestellen oder hier digital abrufen:

Für Demokratie - gegen Populismus

Das Eintreten für Demokratie und gegen Populismus ist auch für die Kirchen eine wichtige Aufgabe. In Zeiten, in denen rechtspopulistische Positionen an Zuspruch gewinnen und entsprechende Akteur:innen längst in Landesparlamenten und dem Deutschen Bundestag vertreten sind, ist die Kirche in der Pflicht, deutlich zu signalisieren: Rechtspopulismus und Christentum sind unvereinbar. 
Im Folgenden finden Sie beachtenswerte Quellen zu diesem Thema, wir aktualisieren die Seite kontinuierlich.

Cover Arbeitshilfe

Dem Populismus widerstehen. Arbeitshilfe zum kirchlichen Umgang mit rechtspopulistischen Tendenzen

Der Titel „Dem Populismus widerstehen. Arbeitshilfe zum kirchlichen Umgang mit rechtspopulistischen Tendenzen“ soll Gemeinden, kirchlichen Verbänden und Gruppen dazu dienen, sich mit Phänomenen des Populismus auseinanderzusetzen, vor allem mit rechtspopulistischen Tendenzen, die derzeit in Deutschland und Europa eine besondere Herausforderung darstellen. Die grafisch gestaltete Arbeitshilfe gibt als Expertentext Anregungen für Diskussionen und Aktivitäten, vermittelt Hintergrundinformationen und Argumente und stellt beispielhafte kirchliche Initiativen sowie pastorale Anregungen vor. Sie ist durch Beratungen in der Migrationskommission, der Pastoralkommission und der Deutschen Kommission Justitia et Pax sowie Vorarbeiten einer Autorengruppe entstanden. Ein Beweggrund für die Erstellung der Arbeitshilfe lag in wiederholt geäußerten Erwartungen einer stärkeren Unterstützung von Gruppen und Gemeinden, die sich mit rechtspopulistischen Tendenzen konfrontiert sehen.
Das Dokument können Sie hier abrufen.

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Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar
- Erklärung der deutschen Bischöfe

Die Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz über die Unvereinbarkeit von völkischem Nationalismus und Christentum finden Sie hier.

Cover Mitte-Studie 2023

Die distanzierte Mitte

Die Pandemiefolgen sind noch nicht bewältigt, die Inflation hoch, die Klimakrise immer virulenter, da entstehen mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und dessen Folgen für Sicherheit und Energieversorgung weitere Herausforderungen für die »Mitte«. Unsicherheiten und Verteilungskonflikte bieten das Einfallstor für antidemokratische Positionen und rechtsextreme Ideologien, wie auch zur Abwertung der »Anderen«.
Die Demokratie, ihre Grundprinzipien, Abläufe und Institutionen werden von einigen zunehmend mit Distanz betrachtet. Zugleich geht eine demokratiefeste »Mitte« auf klare Distanz zu den Feinden der Demokratie. Will und kann sie diese Distanz überbrücken?
Die neue FES-»Mitte-Studie« 2022/23 beleuchtet rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen und Hintergründe und regt zur Debatte an. Die Studie können Sie hier als PDF abrufen.

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Kompetenzzentrum für Demokratie und Menschenwürde

Das Kompetenzzentrum versteht sich als Bindeglied katholischer Institutionen und Strukturen in Bayern. Es tritt radikal und extrem rechten, rassistischen und menschenverachtenden Tendenzen durch Bildungs-, Beratungs- und Vernetzungsarbeit entschieden entgegen und stärkt Menschen und Einrichtungen in dieser Auseinandersetzung. Weitere Informationen sowie das umfangreiche Veranstaltungsangebot finden Sie hier.

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Wir für Menschlichkeit und Menschenwürde - kirchliche Gruppen gegen Rechts

Unter dem Motto „Wir für Menschlichkeit und Menschenwürde“ engagieren sich kirchlichen Gruppen im Bistum Aachen gemeinsam gegen völkischen Nationalismus und Rechtsextremismus. Sie wollen damit ein klares und positives Zeichen setzen für einen solidarischen Umgang miteinander, der die unantastbare Würde jedes Menschen als Grundlage hat. Den Wortlaut der Stellungnahme sowie weitere Infos finden Sie hier.

Cover Handlungsrahmen

Eine fundamental gleiche Würde für alle Menschen!

Vorstand des Diözesanrates Freiburg gibt „Handlungsrahmen zur Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen und extremistischen Tendenzen in Politik und Gesellschaft“ aktualisiert heraus. 

In Europa und auch in Deutschland gewinnen populistische Haltungen immer mehr Einfluss. Sie nehmen für sich in Anspruch für „das Volk“ zu sprechen und richten sich gegen „Eliten“ und „das System“. Mit ihrem Bezug auf eine angeblich einheitliche „gewachsene Volkskultur“ grenzen sie Menschen anderer Herkunft, Lebensweise oder Kultur aus. Der Ton in politischen Debatten wird rauer, gehässiger, gewaltbereiter. „Das erfüllt uns mit großer Sorge. Da können, dürfen und wollen wir als Christinnen und Christen nicht einfach zuschauen“, so die Vorsitzende des Diözesanrates, Martina Kastner. „Wir wollen diesem Trend entgegentreten, uns einsetzen für lebendige Demokratie, eine faire Streitkultur und die Achtung der Menschenwürde“ steckt Kastner die Ziele.
Im Umgang mit Ängsten und Vorurteilen, Emotionen und Verschwörungstheorien stehe die Kirche vor den gleichen Herausforderungen wie die ganze Gesellschaft. Doch wie umgehen mit extremistischen und rechtspopulistischen Strömungen? Auch in den Kirchen dürfen wir den Fragen und Sorgen der Menschen nicht ausweichen, wir müssen Gelegenheiten finden für ehrliche Auseinandersetzungen und klar Stellung beziehen.
Zur Unterstützung hat der Vorstand des Diözesanrates den „Handlungsrahmen zur Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen und extremistischen Tendenzen in Politik und Gesellschaft“ überarbeitet und aktualisiert herausgebracht.

Den Handlungsrahmen können Sie hier abrufen.