Pfarrverband Erdweg

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Senioren-Fahrt des Pfarrverbandes in den Spreewald
vom 28.09. – 02.10.2021

„Eine Spreewaldfahrt ist bildend,
eine Spreewaldfahrt ist schön.  
Neben vielen sauren Gurken
kann man da auch and‘res seh‘n.“
Mittagspause in Burg
Und viel Anderes hatten wir gesehen. Zunächst einmal auf der Hinfahrt die schöne Stadt Dresden mit Zwinger, Semperoper, Fürstenzug, Hofkirche, Frauenkirche, die Brühlsche Terrasse (leider alles nur von außen aus Zeitgründen). Abends kamen wir  in unserem Hotel in Cottbus an, das für die nächsten Tage unsere Bleibe war...
Der zweite Tag widmete sich dem Spreewald mit den Fließen (= Kanäle). Im Städtchen Burg konnte man gut die Streusiedlungen erkennen, die sich zwischen den Kanälen auf Sandinseln mit Wald ausbreiten. In den Waldlichtungen finden sich große Äcker, wo zum Beispiel Lein angebaut wird. Halt machten wir an einem riesigen Bismarck-Denkmal und dann schauten wir uns in einem Familienbetrieb die Herstellung der berühmten Spreewald-Gurken an; eine nasse und laute Produktion ist das!. Es wurde probiert, ein Film angeschaut und natürlich eingekauft, auch Brotaufstriche, Sauerkraut und Marmeladen.
Cottbus
Der nächste Tag gehörte der Stadt Cottbus mit Stadtmauer, Oberkirche St. Nicolai, dem Altmarkt und dem Spremberger Aussichtsturm. Sehr nachdenklich standen wir dann im Lausitzer Seenland bei Welnow auf einer Aussichtsplattform. Kilometerweit erstrecken sich Abraum-Halden aus der Braunkohlegewinnung. Riesige Bagger schaffen zuerst die obere Deckschicht weg, dann die mehrere Meter hohe Sandschicht bis die Kohle sichtbar wird. Vorher muss noch das Grundwasser abgepumpt werden. Es entstehen Seen und auch Renaturierungsflächen.
Braunkohle-Bergbau
Dann ging es an die Landesgrenze zu Polen, an die Neisse. In Forst besuchten wir einen großzügig angelegten Rosengarten. Auf der Rückfahrt ins Hotel kamen wir am Fürst-Pückler-Schloss in Branitz vorbei mit großem Park, Wald und Zoo.

Ein weiterer Tag war wieder von Besichtigungen geprägt: Wir sahen in Lübben die Paul-Gerhardt-Kirche mit Denkmal davor (Paul Gerhardt ist bekannt als großer Kirchenlied-Dichter).
Lübben
Gerne wären wir noch über den Markt am Hauptplatz flaniert, leider keine Zeit. Denn es wartete schon ein Unesco-Denkmal auf uns, die letzte in Europa arbeitsfähige Dreifach-Windmühle – und dann in Staupitz die von Karl Friedrich Schinkel erbaute, zweitürmige Kirche, die auf vier Emporen und dem Kirchenschiff etwa 1000 Personen Platz bietet. Mehrere Adelige aus der Umgebung sind hier bestattet.
Windmühle, Unesco-Welterbe
Nachmittags stiegen wir dann in zwei Boote zu einem erholsamen und sehr ruhigen Ausflug auf einem der vielen Fließe um Burg; die Kanäle sind nicht sehr tief; die Kanus werden mit Staken bewegt
Kahnfahrt
Einen Tag vor dem „Tag der deutschen Einheit“ unterbrachen wir unsere Rückreise in Mödlareuth, dem geteilten Dorf an der ehemaligen Zonengrenze. Ein Teil der noch erhaltenen Maurer, Sperranlagen, Drahtzäume, Wachtürme, das deutsch-deutsche Museum, der junge Denkmalführer und auch ein Film zeigten uns eindrücklich die noch nicht so lange vergangene deutsche Geschichte auf.
Mödlareuth-Museumsanlage
Gruppenbild
Danke an alle, die diese Fahrt so gut vorbereitet und begleitet haben: dem Reisebüro Efinger, dem so umsichtigen Busfahrer Thomas Golling und Gisela Erhorn und Christl Jais vom Arbeitskreis „Soziales“ im Pfarrverband.
Wir fahren gerne mal wieder mit!
 
Text:               Anneliese Bayer
Fotos:             Wolfgang Schmidt und Alfred Bayer