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Pfarrei Mariahilf München Au

Mariahilfplatz11, 81541 München, Tel. 089 - 651 28 66, E-Mail: mariahilf.muenchen@ebmuc.de
20190216_Plakat_Carillon

Regelmäßige Spielzeiten am Samstag zum Wochenmarkt jeweils zwischen 11:00 und 11:30 Uhr im 14-tägigen Zyklus.

Nächste Termine:

05.10.
19.10.
02.11.
16.11.
30.11.
14.12.

Zu diesen Terminen haben bis zu 12 Personen die Möglichkeit, das Konzert vom Turm aus zu verfolgen, sowie die Aussicht über München zu genießen. Kinder können leider erst ab 10 Jahren dabei sein.
Treffpunkt hierfür um 10.45 am Taufstein in der Kirche.



Geschichte des Carillons

In Zeiten ohne Telefon, Internet oder gar Elektrizität waren Glocken ein wichtiges Kommunikationsmittel. Man konnte schnell und einfach viele Menschen in weitem Umkreis erreichen. Hier einige Beispiele:
Name und Funktion
Feuerglocke Warnung bei Brandgefahr
Marktglocke kündigt Beginn und Ende des Markts an
Messglocke Ruf zum Gottesdienst
Ratsherrenglocke Ruf zur Ratsherrenversammlung
Schiedglocke verkündet den Tod eines Gemeindemitglieds
Schulglocke verkündet Beginn und Ende des Unterrichts
Sturmglocke Warnung vor Unwettern
 
Jede Glocke hatte einen bestimmten Ton und war somit leicht zu erkennen. Auf eine harmonische oder melodische Abstimmung wurde bis ins Spätmittelalter nicht geachtet, da sie nur solistisch zum Einsatz kamen. Das änderte sich in der Spätgotik, als man begann die Glocken aufeinander abzustimmen, indem man die drei oder vier Töne so stimmte, dass sie den Anfangstönen bekannter Kirchenlieder nachempfunden waren. Die Töne F – G – A ergeben z.B. den Beginn des Pater noster.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine weitere Form des Glockenläutens, das sogenannte Beiern. Die Klöppel werden hierbei über Seilzüge bedient, was eine differenzierte Rhythmik und Dynamik ermöglicht und damit das Spiel einfacher Melodien. Im 17. Jahrhundert war das melodische Spiel der Glocken in Nordfrankreich, Belgien und den Niederlanden soweit entwickelt, dass diese von einem Spieltisch aus über Spielstöcke und Pedale bedient werden konnten. Das Carillon war geboren!
gespielt wird meist mit der offenen Faust

gespielt wird meist mit der offenen Faust

Glocken und Traktur des Carillons im Turm der Mariahilfkirche

Glocken und Traktur des Carillons im Turm der Mariahilfkirche

Darstellung der Mechanik eines Carillons

Darstellung der Mechanik eines Carillons

Der Carillonneur drückt den Spielstock (S) nach unten und setzt über Zugdrähte (Z) und Kipphebel (K) den Klöppel innerhalb der Glocke in Bewegung, sodass er am Schlagring (dickster Teil der Glocke weit unten am Körper) anstößt. Sobald der Spielstock losgelassen wird, bringt eine Feder (F) den Klöppel wieder in die Ausgangsposition zurück.
Carillon Buch

"Das Lied der Glocken "
Ein Carillon für München im Turm der Mariahilfkirche

Das Buch ist im Pfarrbüro oder zu den Dulten zu 5,00 € zu kaufen.

Carillon CD
Die CD ist im Pfarrbüro oder zu den Dulten für 10,00 € zu erwerben.