Pfarrverband Siegsdorf

Siegsdorf | Eisenärzt | Hammer
Kardinal von Faulhaber Platz 9 | 83313 Siegsdorf | Tel 08662/66461-0

„Schwesterngemeinschaft der
Dienerinnen der unbefleckten Gottesmutter Jungfrau Maria“

Altenheim

Gottesdienste im Altenheim Siegsdorf

Ein feststehender, in Stein gemeißelter Termin ist in unserem Alten- und Pflegeheim seit über 20 Jahren:  Samstag, 16.00 Uhr – Gottesdienst.
In den Anfängen ist dieser zurückzuführen auf Prälat Johannes Waxenberger, der als Mitbegründer des Siegsdorfer Seniorenheimes bis zu seinem Tod im Jahre 2010 die geistliche Betreuung der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner innehatte und auch die Samstags-Gottesdienste zelebrierte. Mit dem Tod von Prälat Waxenberger wurde die Wortgottesdienst-Leitung von Diakonen übernommen, welche die geistliche Begleitung auch der umliegenden Altenheime inne hatten. 
Aufgrund einer langwierigen, schweren Erkrankung unseres letzten  „Altenheim-Diakons“ schien nun der für lange Zeit in Stein gemeißelte Termin ins Wanken zu geraten. Im Jahre 2016 sandte Pfarrer Thomas von Rechberg ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Ausbildung als Wortgottesdienstleiter/innen und dies sollte sich als segensreich erweisen. Von Stunde an konnte wieder – zuverlässig – einmal wöchentlich ein eucharistischer Gottesdienst bzw. ein Wortgottesdienst in der Hauskapelle gefeiert werden, zu dem nicht nur die Heimbewohner/innen, sondern auch deren Angehörige herzliche Einladung fanden. In Zusammenarbeit mit den Ordensfrauen und der Abteilung LEB (Lebensbegleitung)  festigte sich im Laufe der Zeit ein harmonischer, den Bedürfnissen der Senioren angepasster Ablauf, und der Samstag-Nachmittags-Gottesdienst wurde wieder zu dieser liebenswerten „Einrichtung“, auf die sich Heimbewohnerinnen und Heimbewohner all-wöchentlich freuen.
Eine ekelhafte Pandemie setzte im Frühjahr 2020 diesem bis dahin gut eingespielten Miteinander ein jähes Ende. Von heute auf morgen hatte ein Virus unser aller Leben verändert; Heimbewohnerinnen und Heimbewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter traf es besonders schmerzlich. Isolation war das Gebot der Stunde! Isolation – ein Begriff, der unserem christlichen Wirken, unserem solidarischen Miteinander eigentlich zuwider sein müsste – hatte oberste Priorität, um die Bewohner/innen vor einer schweren Erkrankung zu schützen. Dennoch wurde versucht, den Gottesdienst, der für viele alte Menschen gleichsam Hilfe, Trost und Stärke ist, aufrecht zu erhalten. So wurde für ein Jahr lang die Andacht via Lautsprecher auf die Zimmer übertragen. Da dies auf lange Sicht jedoch als etwas unpersönlich empfunden wurde,  versuchten wir wieder – unter höchster Achtsamkeit und Einhaltung aller hygienischen Sicherheitsvorkehrungen – in die Hauskapelle zurückzukehren und jeweils extra für eine Station den Gottesdienst zu feiern. Unter Mithilfe und sehr viel Wohlwollen aller gelingt es uns bis heute, den Samstag-Nachmittags-Gottesdienst-Termin aufrecht zu erhalten; vorausgesetzt, die regelmäßig stattfindenden Test bleiben im Ergebnis „negativ“.
Im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest darf ein herzlicher Wunsch geäußert werden:  Unseren Gottesdienst wieder feiern zu dürfen ohne Testpflicht, ohne Maskenpflicht; ohne Sorge wieder einander in den Arm nehmen zu dürfen, Angehörige und Freunde zur Feier einzuladen, damit unser Gottesdienst bleibt, wie er von Beginn an gedacht war: Für  alle, denen das Gebet wichtig und wertvoll ist: in Stein gemeißelt.
Ob dieser Wunsch jedoch in naher Zukunft in Erfüllung gehen wird, dies steht wohl in den Sternen.
Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest
Emmi Sieler
Ordensschwester
Seit 1995 arbeiten im Kardinal von Faulhaber Alten- und Pflegeheim Siegsdorf die Schwestern der polnischen Ordensgemeinschaft. Sie sind auf verschiedenen Stationen bei der Pflege und Versorgung der Bewohner tätig.

In ihrer freien Zeit sind sie bei Gottesdiensten, Rosenkranzgebeten, Kommunionausteilung, Krankenkommunion, als Lektoren und zur Unterstützung von Pfr. Thomas von Rechberg in der Seelsorge tätig.


Momentan leben in ihrer Gemeinschaft (von links nach rechts)
Sr. Isabella, Sr. Antonella und Sr. Michalina


Ordensgründer




Ordensgründer
Seliger Edmund von Bojanowski (1814 – 1871)


Die Gründungsgeschichte der Schwesterngemeinschaft

Seliger Edmund von Bojanowski (1814 – 1871), ein polnischer Laie ist der Gründer der Schwesterngemeinschaft. Er wurde als Sohn der Gutsherren auf dem Landsitz von Grabonog geboren. Sein Leben ist gekennzeichnet durch grenzenlose Liebe zu Gott und zu Maria. Diese Liebe verwirklichte der selige Edmund von Bojanowski durch den Dienst derer, die der Hilfe am meisten bedürfen: der verlassenen Kinder, der Kranken und der Armen. Ihnen stellte er seine pädagogischen und literarischen Fähigkeiten zur Verfügung. Für die unbeaufsichtigten Kinder richtete er Betreuungsstätten ein. Dazu sammelte er fromme, kinderliebe Dorfmädchen, die kleine Wohngemeinschaften bildeten, ländliche Arbeiten zum Unterhalt verrichteten, die Kinder religiös erzogen und sich auch der Kranken und Alten annahmen. Bojanowski gab dem Leben der Mädchen einen ordensmäßigen Stil, schrieb eine Regel für sie und stellte ihr Wirken besonders unter den Schutz der Unbefleckten Gottesmutter Jungfrau Maria. Das erste Haus entstand am 03. Mai 1850.



Marienbild

Spiritualität der Schwestern

Nach dem Willen des Gründers, des seligen Edmund von Bojanowski ist Maria, die "Magd des Herrn", Vorbild der Schwestern. Durch Einfachheit und Herzlichkeit im Umgang mit den Menschen verschiedener Rassen, Kulturen und Sprachen wollen sie den Menschen den Weg zu Christus eröffnen.





  • Auf dem  Bild: Muttergottesstatue im Generalhaus in Debica



Apostolischer Dienst in unserer Zeit

Das Mutterhaus der Schwestern befindet sich in Debica / Polen.
Die Ordensgemeinschaft ist heute mit 571 Schwestern in 90 Niederlassungen tätig. Die Standorte sind neben Polen in Deutschland, Italien,  Dänemark, Ukraine, Weißrussland, Russland und auf dem südamerikanischen Kontinent in Bolivien und Peru. Die Schwestern arbeiten in Kindergärten und Kinderheimen, in der Seelsorge, der Gemeindekrankenpflege, in Krankenhäusern, Altenheimen und übernehmen kirchliche Arbeiten, welche die aktuellen Gegebenheiten „vor Ort“ erfordern.

In Deutschland ist eine weitere Gemeinschaft der Ordensschwestern in Regensburg  tätig.

Informieren Sie sich auch im Internet:
Die Seiten sind auf polnisch verfasst.
Falls Sie Interesse an christlichem Bildungsprogramm nach dem Konzept des seligen Edmund Bojanowski hat, dann scrollen Sie beim Anschauen die Seiten ein wenig durch Sie finden die richtige Übersetzung unter dem Unterpunkt: Program wychowania (w pięciu językach

www.siostry.net


Bei den folgenden zwei Anhängen handelt es sich um Bildpräsentationen.

Klicken Sie diese an und informieren Sie sich über Leben, Wirken und Arbeiten des Ordens.


Novene