WILLKOMMEN IM PFARRVERBAND WAAKIRCHEN-SCHAFTLACH

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Donnerstag, 9.4. GRÜNDONNERSTAG Evangelium: Joh 13,1-15

Wir alle haben einen Tisch zu Hause. Für mich ist ein Tisch in der
Wohnung ein Symbol für Gemeinschaft. So kenne ich es aus meinem
Elternhaus, auch aus meinem Internat, so habe ich es in der kleinsten
Studentenbude erlebt. Am Tisch, beim Essen, entsteht Gemeinschaft.
So wie beim Letzten Abendmahl. Jesus und seine engsten Freunde, die
Jünger, sitzen zusammen und halten ein Mahl. Sie erfahren zum letzten
Mal die Gemeinschaft. Wir wissen, wie die Geschichte weitergeht. Jesus
stirbt – allein. Und die Jünger fühlen sich alleine ohne den Meister in ihre Mitte.

Doch beim Letzten Abendmahl schenkt Jesus ein Zeichen seiner
Gegenwart: Brot, Zeichen für seinen Leib - hingegeben für euch. Und
Wein: Zeichen für sein Blut, dass er für viele vergossen hat. So erfahren
die Jünger die Gemeinschaft mit Jesus Christus. Immer, wenn wir den Leib
Christi empfangen, haben wir Gemeinschaft mit Christus. Deswegen ist es
für viele so wichtig, den Gottesdienst zu besuchen und die Kommunion
(lat. für Gemeinschaft) zu empfangen.

Umso schmerzlicher vermissen wir die gemeinsame Feier der Gottesdienste
in diesen Tagen. Doch wir erfahren die Gemeinschaft mit Christus auch
anders: Als Jesus dem Petrus die Füße waschen möchte, lässt Petrus es
zunächst nicht zu. Doch Jesus ermuntert ihn und sagt: „Wenn ich dich nicht
wasche, hast du keinen Anteil an mir.“

In diesen Tagen liegt der Schwerpunkt auf diesem Aspekt:
Wir erfahren die Gemeinschaft mit Gott, wenn wir einander in
Nächstenliebe dienen – und die Werke der Nächstenliebe auch zulassen.
Und im Moment heißt Nächstenliebe in vielen Fällen: Abstand halten, zu
Hause bleiben, Begegnungen meiden. Und freuen wir uns drauf, wenn wir
unsere Freundinnen und Freunde, Nachbarinnen und Nachbarn wieder zu
uns nach Hause an den Tisch einladen können oder wir im Gasthaus am
Tisch sitzen. Und freuen wir uns darauf, wenn wir wieder in der Kirche am
Tisch des Herrn die Eucharistie feiern können.
Auf welche Begegnung freuen Sie sich?

                                                                                  Stephan Fischbacher