WILLKOMMEN IM PFARRVERBAND WAAKIRCHEN-SCHAFTLACH

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Sonntag, 29.3. 5. SONNTAG DER FASTENZEIT Evangelium: Joh 11,1-45

Wenn wir einen geliebten Menschen gerade nicht oder nicht mehr treffen
können, tut es gut, wenn wir etwas zur Erinnerung haben. Ein Bild von ihm
oder ihr, einen Gegenstand, der Sie miteinander verbindet, ein Ort, an dem
Sie gemeinsam gewesen sind, ein Musikstück, dass beide schätz(t)en. Zwar
wissen wir: Erinnerungsgegenstände ersetzen nicht die persönliche
Begegnung. Jedoch rufen sie etwas in unserem Inneren hervor. Deswegen
sprechen wir von Er-Innerung. So wie wir das aus dem persönlichen
Umfeld kennen, so tun wir es auch in der Kirche. Wir lesen in der Bibel
und denken daran, was Gott mit uns tut. Dazu stellen wir Bilder auf,
Figuren und Kreuze, die uns dabei helfen sollen, dass die Erinnerung
lebendig wird. Wenn wir die Bibel lesen, geht ess also nicht um ein „Es
war einmal“. Eine schöne Geschichte, die aber mit mir nichts zu tun hätte.
Die biblischen Geschichten wollen unser Innerstes berühren, sie gehen zu
Herzen. So auch die Geschichte, in der Jesus den Lazarus auferweckt hat.
Sie geht zu Herzen. Die entscheidende Botschaft übermittelt aber nicht die
äußerliche erzählte Geschichte, sondern sie offenbart sich aus den Worten,
die Jesus spricht: „Ich bin die Auferstehung uns das Leben. Wer an mich
glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11,25) Auch daran sollten
wir uns erinnern.
Schauen Sie sich in Ihrer Wohnung um? An wen erinnern sie sich gerne?
Bilder an der Wand, Gegenstände erzählen davon. Vielleicht wollen Sie
sich bewusst Zeit nehmen und an diese Menschen denken und für sie
beten.

                                                                                Stephan Fischbacher