Grüß Gott im Pfarrverband Taufkirchen bei München

St. Johannes der Täufer und St. Georg, 82024 Taufkirchen

Verkündigung des HERRN Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du gesagt hast

Verkündigung des Herrn
Verkündigung des Herrn
Henry Ossawa Tanner 1898

Was ist die Verkündigung des Herrn?

Am 25. März feiert die Katholische Kirche das Fest der Verkündigung des Herrn.
Die Verkündigung, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes empfangen und ihn gebären werde. Die Ankündigung findet 9 Monate vor dem 25.12. statt und ist zugleich der Moment der Empfängnis.
Normalerweise ist das so.
Da das Fest fast immer in die Fastenzeit fällt, es aber hierarchisch hinter einem Fastensonntag steht, wir es nicht, sollte es auf einen Fastensonntag fallen, an diesem gefeiert, sondern am darauffolgenden Montag.
Außer, und hier kommt die nächste Einschränkung, es ist in der Karwoche oder der Osteroktave, die Woche nach Ostern, dann wird es erst am Montag nach dem Weißen Sonntag gefeiert.
Etwas umständlich aber, fast logisch.
Verkündigung des Herrn an Maria
Friedbert Simon:
Fensterbild
Verkündigung des Herrn

War das schon immer so?

Den Ursprung hat dieses Fest im 4. Jahrhundert in der Ostkirche und im 7. Jahrhundert in der Römisch Katholischen Kirche.
Bis zum 2. Vatikanischem Konzil waren auch die Namen „Verkündigung der Gottesmutter“ und „Fest Mariä Verkündigung“ gebräuchlich, da es sich bis dato um ein Marien Fest handelte.
Heute ist es ein Herrenfest mit dem Namen „Verkündigung des Herrn“.
Verkündigung des Herrn<br/>Darstellung im Stundenbuch Heinrichs VIII., ca. 1500
Verkündigung des Herrn Darstellung
Stundenbuch Heinrichs VIII., ca. 1500
Jean Poyer

Biblischer Hintergrund

Die Verkündigung des Herrn ist schon eine bizarre Situation, die bei Lukas im 1. Kapitel in der Versen 26 – 38 beschrieben wird.
Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel zu Maria entsandt. Der sechste Monat bezieht sich hier auf den alten Jüdischen Kalender und ist nur bedingt mit unserem Kalender vergleichbar. Dieser sechste Monat bezieht sich nicht auf die Schwangerschaft Marias.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.“
So steht es in der deutschen Übersetzung. Diese Worte bilden auch den Anfang des „Gegrüßet seist du, Maria“. Aber egal welche Übersetzung man heranzieht, es werden andere Worte verwendet, jedoch symbolisieren sie alle das gleiche: Die Einladung zur Freude.
Engel im Lateinischen angelos = Bote, sind Gottes Boten. Wann immer sie erscheinen, handelt Gott. So auch in unserem Fall. Vorstellen kann man sich dieses vielleicht, aber das ist nicht wichtig. Wichtig ist die Botschaft, die der Engel überbringt und diese lautet:
"Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden."
In diesem Zusammenhang vielen Dank an katholisch.de Fr. Schürholz für die Unterstützung.

... und was bedeutet das für mich?

Wenn Gott zu mir spricht wird, er nicht in einer Lichtgestalt vor mir erscheinen. Auch wird vermutlich kein Engel vor mich hintreten und sagen was ich zu tun habe. Wenn ich dann aber genau hinhöre, mein Handeln überdenke, ist mir die Hilfe gewiss.
G. Vogel PV Taufkirchen