St. Sebastian

Hochstift-Freising-Platz 19, 82205 Gilching, Telefon: 08105-8071, E-Mail: St-Sebastian.Gilching@ebmuc.de
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Mont St. Michel

Gruppenreise 2024

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“
So ist es auch bei uns. Die Planungen für die Reise im nächsten Jahr sind bereits abgeschlossen.
Unsere Fahrt führt uns – wie gewohnt mit dem Bus – vom 10. bis 18.09.2024 in die Bretagne und die Normandie.
Das genaue Programm sowie die Anmeldeformulare liegen vor. Alle Informationen und Nachfragen über 
Renate Stocker, Tel. 08105 - 4399.

Renate Stocker

Gruppenreise 2023

Gruppenfoto Assisi
Reisegruppe Pilgerreise Assisi 2023

Assisi – ein Reisebericht zur Pilgerreise 2023

Lange geplant und sehr lange darauf gewartet – denn erst in diesem Jahr ging es los: mit Franz (von Lüninck) zum Heiligen Franz (von Assisi). Eine Busreise. Perfekt organisiert von Peter Kotschwara und Reni Stocker. Perfekt gefahren von unserem Busfahrer Hermann.
8 Tage, 38 Reisende, 3 Hotels und unzählige Sehenswürdigkeiten, alte Geschichte und Geschichten. 
Abfahrt am Mittwoch, den 13. September. Regen begleitete uns bis weit hinter den Brennerpass. 
Unsere erste Station: Ravenna. Ravenna ist berühmt für seine alten Mosaike. Wir besichtigten die bedeutendsten Mosaike in der Kirche San Vitale und das Grabmal der Galla Placidia.
Nächster Halt: Das Kloster La Verna. Hier begann unsere Reise mit Franz von Assisi. Hier auf dem Berg La Verna erhielt der Heilige Franziskus seine Wundmale. Das Kloster ist ein sehr alter, sehr schöner Ort. Ein Ort, der so voll Geschichte und Geschichten ist, dass die Zeit, die wir hier verbrachten, nicht auszureichen schien. In einer kleinen Kapelle trafen wir uns noch zu einem abschließenden Gottesdienst, bevor die Reise auch schon weiterging nach Assisi.
Der dritte Tag stand dann ganz im Zeichen des Heiligen Franziskus und der Heiligen Klara von Assisi. Wir erfuhren von unserer Stadtführerin viel Interessantes über die Bewohner von Assisi und sahen die berühmten Bauwerke der Altstadt: Die Basilika Santa Chiara mit dem Grab der Heiligen Klara und dem originalen Kreuz von San Damiano, die Kathedrale San Ruffino, den Marktplatz. Die Altstadt von Assisi ist fantastisch! Überall sind der Heilige Franziskus und die Heilige Klara erlebbar, nicht nur in den unzähligen Souvenirshops. Pater Thomas, ein Franziskanermönch, brachte uns die Kunst in der alten Basilika San Francesco mit großem Sachverstand und viel Liebe näher. Auch das Grab des Heiligen Franziskus wurde besichtigt.
Tag 4 bescherte uns eine sehr interessante und kurzweilige Stadtführung in Perugia, der Stadt, in der Franziskus gefangen gehalten wurde, in der der Grundstein für Franziskus‘ Leben für die Armen gelegt wurde. Tag 4 bescherte uns aber auch einen Besuch der Basilika Santa Maria degli Angeli. Hier liegt der Sterbeort des Heiligen Franziskus, hier steht auch die Portiuncula-Kapelle, wo die franziskanischen Orden ihren Ursprung nahmen. Ein geschichtsträchtiger, ein sehr heiliger und sehr spannender Ort.
Am fünften Tag folgten wir den Spuren des Heiligen Franziskus nach Greccio. Das Kloster Greccio klebt spektakulär wie ein Vogelnest am Felsen. Hier wollte der Heilige Franziskus das Weihnachtsfest feiern und Christus zu den Menschen bringen. Mit einem Krippenspiel „verlebendigte“ er das Geschehen der Menschwerdung. Bis heute  ist das Krippenspiel eine feste Tradition in der weihnachtlichen Liturgie. Die dauerhafte Krippenausstellung im Kloster Greccio war ein echter Hingucker  - so viele verschiedene Darstellungen der Weihnachtsgeschichte aus aller Menschen Länder. Da kamen auch bei 30° im Schatten leichte Weihnachtsgefühle auf, und der Gedanke an die eigene liebevoll gestaltete Krippe in der Gilchinger Krippenausstellung wurde lebendig.
Nach einer langen Rückfahrt kamen wir zum Kloster San Damiano, das vor den Toren Assisis liegt. In der kleinen, damals halb verfallenen Kirche San Damiano sprach Gott zum Heiligen Franziskus und bat ihn, seine Kirche wieder aufzubauen. Hier errichtete der Heilige Franziskus außerdem das Kloster für die Heilige Klara und ihre Mitschwestern. Hier lebte die Heilige Klara in tiefem Gebet und im festen Glauben an Gott bis zu ihrem Tod. Es ist ein heiliger Ort, das ist überall zu spüren. 
Tag 6 brachte uns Orvieto mit seinem spektakulären Dom. Was für eine Baukunst! Im Inneren gab es nicht weniger Spektakuläres zu besichtigen, zum Beispiel die überaus bedeutenden Wandmalereien in der Kapelle San Brizio. 
Wir verließen Assisi am Tag 7. Auf dem Weg nach Brixen machten wir noch einen Abstecher nach Gubbio. Natürlich gab es auch hier eine interessante Geschichte aus dem Leben und Wirken des Heiligen Franziskus zu erzählen. Hier soll der Heilige einen Wolf gezähmt und so den Menschen von Gubbio gezeigt haben, dass es möglich ist, ohne Angst Seite an Seite mit der Natur und den wilden Tieren zu leben. Ein ausgezeichnetes Beispiel, das dringender Nachahmung bedarf!
In Brixen neigte sich unsere Reise dann dem Ende zu. Ein letztes Abenteuer bei einem Nachtspaziergang durch die Altstadt, eine herrliche Südtiroler Küche zum Abendessen, ein opulentes Frühstück und ein kleiner Einkaufsbummel am nächsten Morgen. Auf dem Hausberg von Brixen in einer kleinen Kapelle feierten wir noch eine letzte Andacht. Und in einer nahegelegenen Hütte gab es noch einmal fantastische Südtiroler Küche. 

Wunderbare Erlebnisse auf der Reise mit dem Heiligen Franz von Assisi beschäftigten mich die ganze Heimfahrt über: eine spontan ausgerichtete Geburtstagsfeier, die unverhofften, wunderschönen Gesangseinlagen, die kleine Aufführung des zusammengewürfelten Alphorntrios auf dem Brixener Hausberg. Ja, wir hatten auf unserer Reise auch zwei Alphörner dabei. 
Regnete es bei unserer pünktlichen Ankunft in Gilching? Ich weiß es nicht mehr. Denn viel wichtiger als dieses Wissen sind die Gedanken an eine Reise mit tollen Menschen, mit wundervollen Erlebnissen und vielen bleibenden Erinnerungen.

Isabelle Feix



Fresko Giotto

Gedanken zur Pilgerreise nach Asissi

„Und dann kam doch alles ganz anders“

Was hat mich veranlasst, nach Assisi mitzufahren? Die Sehnsucht nach der Wärme des Südens und nach geistlicher Besinnung, das Wohlgefühl einer netten Gruppe, die Kompetenz der Reiseleitung oder die Neugier auf diesen besonderen Ort und seine Ausstrahlung? Wohl alles zusammen. 
Und es war es - trotz aller Anstrengungen -  wirklich wert! Nicht wegen der schönen Landschaft Umbriens, der interessanten Geschichte Ravennas, der beeindruckenden Kulisse von Assisi und Perugia. Auch nicht wegen der wunderbaren Kirchen, vom kleinen Kloster St. Damiano bis zur Franziskus- und Klarakathedrale und der von der riesigen Basilika „Zu den heiligen Engeln“ vereinnahmten Portinkulakapelle. 
Es war der gute Geist der Reise, die Gedanken und Gespräche, die geistliche Begleitung durch Pfarrer Franz von Lüninck. Ein glaubhafter, frommer und kluger Priester: Er konnte uns die wirklichen Beweg- und Hintergründe der Heiligen von Assisi näherbringen. Sein Satz bei der Rückfahrt von La Verna (dem Rückzugs- und Besinnungsort von Franziskus) „Und dann kam alles doch ganz anders, als er es wollte“, hat mich zutiefst getroffen. Der Bezug zum persönlichen (Er-)Leben ist unausweichlich. 
Unser Pfarrer meinte natürlich die bedingungslose Christusnachfolge, die Armut und persönliche Hingabe als Weg dorthin - genau das, was die Kirche als Institution bis heute nicht geschafft hat. Der Prunk und der Protz, die Demonstration der geistlichen Macht und der weltliche Bau und Kunstglanz waren sicherlich nicht die Gedanken von Franz und Klara. 
Und doch hat deren geistliche Macht die Vereinnahmungen durch Päpste und Amtskirche überlebt: Man konnte es den tausenden Pilgern aus aller Welt, vor allem aber den jungen Priestern, Ordensbrüdern und -schwestern aus Süd- und Mittelamerika, von den Philippinen und Korea und aus Afrika ansehen: Die Sehnsucht nach einem echten Glauben und der wahren Nachfolge und Erfüllung in Jesu lebt. 
Das war das schönste Erlebnis dieser wunderbaren Reise.

Hans Leitner


Persönliche Erinnerungen an die Pfarrei-Reise nach Assisi

Ich hab gleich zugegriffen. Und ich habe Glück. Ich bin dabei auf der Fahrt nach Assisi. Ein gutes Omen und eine große Freude. Eine wunderbare Reise erwartet mich. Eine Reise, 822 km quer über die Alpen, über Ravenna und durch den malerischen Apennin hinein ins sommerliche Umbrien. Eine Reise mit vielen tollen Mitreisenden. 
Die weite Busfahrt ist überaus anstrengend, doch meine Freude ist sehr groß. Was wird mich denn dort in Assisi, an der Wirkungsstätte des heiligen Franziskus und der heiligen Klara erwarten? Werde ich staunen, werde ich neugierig sein? 
Auf dem Berg La Verna angekommen,  denke ich: Nein. Nein, es ist anders. Denn mich erfüllen eine tiefe Ruhe und eine unbeschreibliche Sehnsucht. Und beim Anblick eines Wandgemäldes, auf dem der heilige Franziskus seine Kleider ablegt, um fortan in tiefster Armut zu leben, frage ich mich unweigerlich: Welche Kleider bin ich bereit abzulegen? Welchen Ballast bin ich bereit wegzugeben? Loszulassen? Und vor allem frage ich mich: Unter welchen Schutz stelle ich mich, wenn ich nackt bin? 
Es beschäftigt mich sehr, dieses karge, einfache Leben des heiligen Franziskus. Sein Leben mit Gott. Sein Vertrauen auf Gott. Sein Fragen und sein Ringen mit Gott. Kann es auch mein Weg sein? Was bin ich bereit abzulegen, um dem Weg des heiligen Franziskus und der heiligen Klara zu folgen?

Die beiden Heiligen sind in ganz Assisi und Umgebung spürbar, erfahrbar, erkennbar.
Diese beiden wichtigsten Bewohner von Assisi, der heilige Franz und die heilige Klara - sie lassen mich nicht los. Und mit jeder weiteren Tour erschließt sich mir ihre spannende Geschichte. Ich sehe den betenden Franziskus auf dem Berg La Verna, ich sehe Klara in der Portiuncula-Kapelle das Armutsgelübde ablegen, ich sehe ihr karges Leben in San Damiano und ich sehe die beiden Kirchen mit den letzten Ruhestätten der Heiligen. 

Meine Gedanken schweifen wieder und wieder zu der Frage, die mich seit dem Besuch des Berges La Verna beschäftigt: Was bin ich bereit abzulegen? Kann der Weg des heiligen Franziskus auch mein Weg sein oder ist er zu radikal? Kann ich alles abstreifen, alles aufgeben? Vielleicht muss ich nur einen kleinen Teil von mir ziehen lassen? Nur, welcher Teil ist das? 
Mein Kopf ist leer. Oder besser: übervoll. Die Gedanken rotieren. La Verna, Assisi, San Damiano - diese Orte machen etwas mit mir. Nur was, das muss ich noch herausfinden. Ich glaube, es geht nicht nur um das Materielle. Es geht nicht nur um das Ablegen von Kleidung. Es geht auch um Gedanken, die ich loslasse, Gefühle, die ich abstreife. Es geht auch um Ansprüche, die ich an mich stelle. 
Ja, ich brauche viel Mut, vertraute Kleidung abzulegen. Und trotzdem - oder gerade deswegen werde ich mich auf den Weg machen. Nur wie kann ich einen Weg gehen, wenn ich das Ziel nicht kenne?
Auf meiner Reise habe ich erkannt: Weil Gott das Ziel ist, kann ich diesen Weg gehen.

Ich bin mit einer großen Bitte zum heiligen Franziskus und zur heiligen Klara gekommen und ich bekomme so viel zurück. Und doch bleibt eine tiefe Sehnsucht nach dem Ort der Stille, der Ruhe und dem Finden von Gottes Gegenwart in der Welt.

Isabelle Feix

Fresko Hl. Franziskus

Franz von Assisi in Ägypten

Der heilige Franz von Assisi, an den im Weihnachts-Pfarrbrief mehrfach erinnert wird, bemühte sich auch um das friedliche Miteinander zwischen Menschen verschiedener Religionszugehörigkeiten. 1986 lud Papst Johannes Paul II. hochrangige Vertreter des Islams, des Judentums und anderer Weltreligionen zum gemeinsamen Gebet nach Assisi ein; seither fanden fünf Treffen statt, zuletzt am 21. September 2016. Sie waren von gegenseitigem Respekt zwischen den Religionen geprägt und hatten unterschiedliche Schwerpunkte. Gemeinsam war ihnen immer das Gebet um den Frieden in der Welt.

Anknüpfungspunkt ist die Begegnung von Franz von Assisi mit Sultan ِِِAl-Malik al-Kamil Muhammad während des fünften Kreuzzugs im Jahr 1219. Franz war als Missionar nach Ägypten gereist, wo es ihm gelang, vor dem Sultan über die Botschaft Jesu Christi zu predigen und zum Frieden zwischen Christen und Muslimen aufzurufen. Der Sultan war, wie christliche und muslimische Quellen bezeugen, von der Wortgewalt des Mönchs fasziniert, bat ihn um sein Gebet und erlaubte auch die weitere Missionstätigkeit der Franziskaner. 

Vom Zusammentreffen des Heiligen mit dem Sultan zeugt ein Bild aus dem Freskenzyklus Giottos in der Franziskus-Basilika von Assisi, entstanden Ende des 13. Jahrhunderts: Franz steht vor dem Thron des Herrschers und zeigt auf ein vor ihm brennendes Feuer – vielleicht wollte er durch eine Feuerprobe die Wahrhaftigkeit des christlichen Glaubens beweisen. Letztlich blieben seine Bemühungen um die Bekehrung des Sultans und den Frieden zwischen Christen und Muslimen erfolglos. Als er 1220 nach Italien zurückkehrte, hatte sich jedoch sein persönliches Bild vom Islam verändert: Er war nicht auf fanatische Christenhasser getroffen, sondern hatte Gastfreundschaft von toleranten Muslimen erfahren, deren Frömmigkeit ihn tief beeindruckte. Die Franziskaner durften nach dem Ende der Kreuzzüge im Heiligen Land zur Betreuung der christlichen Pilger bleiben.

Dr. Christof Dahm


Hinweis zu einer Ausstellung
Franz von Assisi ist auch die Sonderausstellung „San Francesco. Der Heilige aus Assisi“ im Diözesanmuseum Freising gewidmet (noch bis 7. Januar 2024; geöffnet Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr; weitere Infos unter https://www.dimu-freising.de/ausstellungen/aktuell).

Pfarreireise5

2019 - Pfarreireise ins „grüne Herz Frankreichs“

Bereits zum sechsten Mal starteten wir am 28.09. zu einer Studienreise unserer Pfarrei. Diesmal ging es in das „grüne Herz Frankreichs“ ins Perigord. Die Gruppe war gut gemischt aus „alten Hasen“ und neuen Mitreisenden und wie immer ging es ganz schnell bis wir uns alle untereinander richtig wohl fühlten. Unser Flug ging am Vormittag nach Toulouse. Dort wartete schon der Bus, der uns die Woche über begleiten sollte. Erste Station war die alte Handelsstadt Cahors, die uns gleich bei einem ersten Rundgang mit ihren alten Häusern, der Kirche St. Etienne und vor allem der weltberühmten Pont Valantré beeindruckte. Der nächste Tag brachte uns nach Figeac, wo wir im Musée Champollion viel über den „Stein von Rosette“ und die Entschlüsselung der Hieroglyphen lernten. Den Nachmittag verbrachten wir dann – nach einem reichlichen Piquenique mit französischen Spezialitäten – im mittelalterlichen Bergdorf Capdenac. Weit zurück in die Geschichte brachte uns am nächsten Tag die Führung durch die einzigartigen Grotten von Pech-Merle mit ihren Felsmalereien. Bevor wir für eine Mittagspause das bezaubernde Bilderbuchdorf Saint-Cirq-Lapopie besuchten, gab es noch eine kleine Wanderung entlang eines alten Treidelpfades am Lot. Über die alte Bastidenstadt Domme über dem Tal der Dordogne die wir in einem kleinen Bummelzug „eroberten“brachte uns unser Fahrer Pascal am nächsten Tag nordwärts zu unserem nächsten Hotel in Sarlat-la-Caneda. Der Samstagmorgen war der Besichtigung dieser mittelalterlichen Stadt und vor allem einem Besuch auf dem berühmten Wochenmarkt mit seinen Spezialitäten gewidmet. Diese wurden in trauter Runde an unserem nächsten Ziel – den alten Steinhütten der „Cabanes des Breuil“ – bei einer weiteren Brotzeit im Freien verspeist. Die dort freilaufenden Perigord-Gänse und Hühner freuten sich über die Brösel, die von unserem Tisch fielen. Die letzte Etappe für diesen Tag war dann die seit ca. 55.000 Jahren bewohnte Höhlensiedlung von LaRoque-Saint-Christophe im Tal der Vézére. Dort hielten wir in der alten Felsenkapelle eine kleine Andacht für Markus Schwaiger, der uns so unerwartet einen Tag vor unserer Abreise verlassen hatte. Am Sonntag begaben wir uns erneut auf eine Reise in die Unterwelt am „Gouffre de Padirac“. Diese faszinierende Höhle ist nur nach einem Weg in die Tiefe und einer Bootsfahrt auf einem unterirdischen Fluss zu besichtigen. Das alles machte uns dann schon Appetit auf den Besuch der Ziegenfarm „La Borie d’Imbert“ wo wir den frischen Ziegenkäse und andere Delikatessen zu kosten bekamen. Gut gestärkt fuhren wir einem weiteren Highlight der Reise entgegen – dem Wallfahrtsort Rocamadour. Die hoch an den Felsen gebaute Stadt ist seit Jahrhunderten Pilgerort am Jakobsweg und mit seinen verwinkelten Gassen und Mauern eine Rarität unter den schönsten Dörfern Frankreichs. Zurück Richtung Sarlat besichtigten wir noch Abteikirche St. Marie in Souillac – eine der ältesten romanischen Kirchen Frankreichs. Die Jesaia-Plastik im Torbogen gilt als Höhepunkt der romanischen Bildhauerei weltweit. Den letzten Tag unserer Reise begannen wir in der Burg von Beynac – hoch über der Dordogne gelegen und im hundertjährigen Krieg im Besitz von Richard Löwenherz. Die Führung dort ließ uns wieder tief in die europäische Geschichte eintauchen. Die auf der anderen Seite der Dordogne auf einem Felsplateau liegenden „Hängenden Gärten von Marquessac“ brachten uns mit ihrer einzigartigen Gartenbaukunst wieder zurück in die Gegenwart. Diesen letzten Tag unter der südlichen Sonne Frankreichs beendeten wir mit einer gemütlichen Bootsfahrt auf den Dordogne.
Wir haben auf dieser Reise überaus viel gesehen und gelernt und gehören jetzt zu den 5% der Deutschen, die wissen was das Perigord ist! Schon beim Rückflug am nächsten Tag und der Landung in München stand für uns fest – die nächste Reise kommt bestimmt.
 
Renate Stocker, Pfarrgemeinderat