Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer. Zu den Aufgaben des Diözesanrats gehört es, das wirtschaftliche, familiäre, gesellschaftliche und politische Umfeld so mitzugestalten, dass der Mensch gedeihen und sich entfalten kann.

Archiv Meldungen und Infos des Diözesanrats der Katholiken

Hier finden Sie alle Pressemitteilungen und Infos ab dem Jahr 2016 (alles, was auf der Startseite der Homepage des Diözesanrats stand). Bei der Suche handelt es sich um eine Volltextsuche. Pressemitteilungen des Diözesanrats ab dem Jahr 2001 finden Sie auch über das Archiv der Pressestelle.

Suche in den Meldungen des Diözesanrats (ab Mai 2016)
Sommerkreuz_Sommergruss

Urlaubsgrüße aus dem Diözesanrat

Liebe Mitglieder in den Räten und Verbänden,Dank Ihres Einsatzes können wir zu Recht behaupten, dass in dieser Kirche nach wie vor zahlreiche großartige Haupt- und Ehrenamtliche arbeiten und einen enorm wertvollen Dienst an ihren Mitmenschen und an der Gesellschaft leisten.Als kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Weinberg des Herrn, als engagierte Seelsorgerinnen und Seelsorger, als authentische Zeuginnen und Zeugen der Botschaft Jesu tragen alle gemeinsam Verantwortung für eine bessere Welt und für eine menschenfreundlichere und attraktivere Kirche. In dieser Aufgabe wollen und dürfen wir nicht nachlassen. Wir werden weiterhin gebraucht, momentan vielleicht dringender denn je. Dafür benötigen wir viel persönliche Kraft, Geduld und Gottvertrauen.Und so wünsche ich Ihnen und Ihren Familien auch im Namen des Vorstands und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diözesanrats eine gesegnete Sommerpause, in der Sie sich von unangenehmen Strapazen und aktuellen Sorgen erholen können, in der Sie Abstand gewinnen von mancher Traurigkeit und unnötigem Ärger, in der Sie neue Freude an der Kirche und Hoffnung für die weiteren Wege schöpfen, in der Sie Zeit und Raum für sich, für Ihre Liebsten und auch Ruhe im Gebet finden.

Hans Tremmel: Rede zum Jahresempfang am 12. Juli 2022

Tremmel warnt davor, „Kompetenzen der Frauen zu ignorieren“. Mit Blick auf die Zukunft der Kirche hat sich der Münchner Diözesanratsvorsitzende Hans Tremmel mahnend geäußert. Er wolle, dass sie „vorne mitmarschiert, wenn es um Menschenrechte, um Gleichberechtigung von Mann und Frau, um faire und gerechte Strukturen geht“, so Tremmel. Angesichts der Situation kirchlicher Mitarbeitender und beim Thema Berufung warnte er davor, „die Charismen und Kompetenzen der Frauen zu ignorieren“. Hier finden Sie die Pressemitteilung des Erzbistums in voller Länge.


Pfarrgemeinderäte geben Gemeinde ein persönliches Gesicht

Kardinal Marx und Diözesanratsvorsitzender Tremmel danken Gewählten für ihr Engagement          München, 27. Mai 2022. In einem Schreiben haben Kardinal Reinhard Marx und der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Hans Tremmel, den Pfarrgemeinderäten ihren Dank für deren Engagement ausgesprochen. „Erfreulicherweise haben Pfarrgemeinden in Ihnen erneut Menschen gefunden, die mitüberlegen, wie es mit der Gemeinschaft im Glauben weitergeht“, heißt es darin. „Sie wollen die künftigen Prozesse mitgestalten, gemeinsam die christlichen Wurzeln stärken und neue Wege beschreiten. Sie stehen inmitten der Gemeinde und geben ihr durch Ihr Engagement ein persönliches Gesicht.“   Nur in einer lebendigen Kirche lasse sich Solidarität und Geisteskraft finden, so dass die Botschaft Jesu Christ erfahrbar über die eigenen Grenzen hinausstrahle, schreiben der Erzbischof von München und Freising und der oberste Laienvertreter weiter.

Lebenshell erstrahlt das Kreuz

Ostergruß des Vorsitzenden Prof. Dr. Hans Tremmel

Liebe Verantwortliche in Räten und Verbänden, liebe Schwestern und Brüder,es klingt unsolidarisch, Auferstehung zu feiern, während anderswo Bomben fallen. In diesen Zeiten scheint auch rein gar nichts mehr über den Karfreitag hinauszuweisen, als ob alles nur noch die Leidenszeit eines Karfreitags wäre. Jesus hat in der Nacht zum Karfreitag all seine Ängste in Erwartung seiner schwersten Stunde bekannt, hat sie als ein Gebet formuliert und sie und seine ganze Person in die Hand seines Vaters gegeben. Der Engel am leeren Grab und der erste Kontakt mit dem Auferstandenen zeigen den Frauen und später den Jüngern die Überwindung dieser Angst vor dem Tod hin zur Zuversicht auf den von Gott verheißenen Frieden. Die Möglichkeit zum Frieden setzt eine geistig-moralische Entwicklung des Menschen voraus, für die unser christlicher Glaube befähigen und Kraft und Hoffnung schenken will. Es ist eine schöne Vision, keine Gewissheit, aber auch kein Irrglaube. Die Osterliturgie zeigt diesen Weg auf: Das Licht, das in das Dunkel der Kirche einzieht, langsam den ganzen Raum erfüllt und Christus in den Herzen der Menschen repräsentiert.

easter-egg-3348252_by_Marigard_pixabay_pfarrbriefservice

Mit Geflüchteten aus der Ukraine gemeinsam Ostern feiern

Mit Geflüchteten aus der Ukraine gemeinsam Ostern feiern Mit den Geflüchteten aus der Ukraine gemeinsam Ostern zu feiern, kann gegenseitig Trost, Kraft und Halt geben. Erzählen Sie sich dabei auch gegenseitig von den Osterbräuchen und den Riten und Symbolen in der Liturgie und auch davon, was Sie an Ostern besonders berührt und was Sie im Glauben stärkt. Die Christen des Ostens feiern in diesem Jahr ihr Osterfest eine Woche nach unserem Ostertermin. So könnten Sie Osterfreude weitergeben und Menschen zusammenführen – vier Ideen Gemeinsam Palmbuschen binden und verschenken Gesegnete Palmbuschen erinnern an den Einzug Jesu in Jerusalem und sind in den katholischen Gemeinden bei uns auch eine traditionelle Segenshandlung im Frühjahr. Mit der Segnung der Palmzweige erbittet man Schutz für die Menschen, die Personen in den Familien, in den Häusern, den Höfen und auch Schutz für die Gebäude. Beziehen Sie die Geflüchteten in ein gemeinsames Palmbuschen-Binden ein und überlegen Sie gemeinsam, wie Sie die gesegneten Buschen verteilen oder an wen Sie diese verschenken wollen.

TremmelFJVV2022

Dank des Vorsitzenden Prof. Dr. Hans Tremmel zu den PGR-Wahlen 2022

An die Mitglieder der Wahlausschüsse und die Mitarbeiter:innen in den Pfarrgemeinden Sehr geehrte Damen und Herren,   es ist mir ein großes Anliegen, Ihnen für Ihr Engagement in der Organisation und bei der Durchführung der Pfarrgemeinderatswahlen am 20. März 2022 und bei der Wahl der Gemeinderäte in den Muttersprachigen Gemeinden sehr herzlich zu danken. Nur durch den tatkräftigen Einsatz vieler Menschen konnten die Wahlen auch diesmal wieder erfolgreich gemeistert werden, obwohl die Rahmenbedingungen keineswegs ideal waren. Bitte leiten Sie meinen Dank und meine Grüße an alle beteiligten Personen weiter.   In Zeiten, in denen uns die Bedeutung von Demokratie und Freiheit ganz besonders bewusst wird, hat unser Engagement durchaus auch gesellschaftliche Relevanz. Nicht zuletzt zeigt die Wahl der Pfarrgemeinderäte, dass Mitbestimmung in der katholischen Kirche möglich und unverzichtbar ist. Umso wichtiger war es, dass alles gut vorbereitet und demokratischen Standards entsprechend durchgeführt wurde. Dies war nur möglich, weil sich in nahezu jeder Pfarrgemeinde Wahlausschüsse gebildet haben, die die Verantwortung für eine ordnungsgemäße Realisierung der Wahl übernahmen.


Die Zukunft der Kirche gestalten

Was ehrenamtliches Engagement bewirken kann, können der Rosenheimer Dekanatsratsvorsitzende Paul Deutschenbaur und Leonhard Baumann, Mitglied im Vorstand des Dekanatsrats und Pfarrgemeinderatsvorsitzender von Pfaffenhofen am Inn, aus persönlicher Erfahrung beschreiben. Weiter

Katholikinnen und Katholiken haben Pfarrgemeinderäte gewählt

München, 21. März 2022. Bei den Pfarrgemeinderatswahlen in der Erzdiözese München und Freising sind am Sonntag, 20. März, in 718 Pfarreien jeweils Vertreterinnen und Vertreter für das ehrenamtliche Gremium gewählt worden. Unter dem Motto „Christ sein. Weit denken. Mutig handeln“ haben 163.502 wahlberechtigte Katholikinnen und Katholiken insgesamt etwa 4.800 Pfarrgemeinderäte aus rund 6.200 Kandidatinnen und Kandidaten bestimmt. Die durchschnittliche Beteiligung lag im Bezug auf die gesamte Erzdiözese bei 12,32 Prozent der Wahlberechtigten. Die Quote liegt über der des Jahres 2010 (11,1 Prozent), jedoch unter jenen der PGR-Wahlen 2014 (16,1) und 2018 (20 Prozent), bei denen die Allgemeine Briefwahl angeboten wurde. In diesem Jahr wurde die Allgemeine Briefwahl durch ein Online-Abstimmungsangebot ersetzt, um weiterhin auch Gläubige zu erreichen, die nicht regelmäßig an den Gottesdiensten teilnehmen. Das Angebot bestand in 622 Pfarrgemeinden und wurde von fast 100.000 Personen genutzt. Damit haben knapp zwei Drittel aller Wählenden von der Online-Wahl Gebrauch gemacht. Detaillierte Wahlergebnisse sind unter 

Diözesanrat verurteilt „barbarischen Gewaltexzess“ in Ukraine

Moosburg, 12. März 2022. Der Diözesanrat der Katholiken hat bei seiner diesjährigen Frühjahrsvollversammlung am Samstag, 12. März, in Moosburg den „grausamen Angriffskrieg auf die Ukraine“ kritisiert. „Wir sind alle fassungslos“, sagte der Vorsitzende des Laiengremiums, Hans Tremmel. „Als Diözesanrat verurteilen wir diesen barbarischen Gewaltexzess auf das allerschärfste.“ Tremmel unterstrich, der Diözesanrat fördere Gebetsaktionen, Hilfeaufrufe und Unterstützungsangebote für die Geflüchteten durch seine Logistik und Mitglieder. Bei der Vollversammlung wurde eine Spendenbox für die Ukraine-Hilfe aufgestellt.

„In allem geht es um Haltungsveränderungen“

Moosburg, 12. März 2022. Bei der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken am Samstag, 12. März, in Moosburg hat Kardinal Reinhard Marx für Reformen und eine Haltungsänderung in der Kirche geworben. „In allem geht es um Einstellungs- und Haltungsveränderungen gegenüber den Menschen“, sagte der Erzbischof von München und Freising. Das gelte auch gegenüber Betroffenen sexuellen Missbrauchs: „Nicht nur der Bischof ist aufgefordert, sich von den Betroffenen in Frage stellen zu lassen, sondern auch die anderen, die Priester, die Verantwortlichen, die Gremien. Dem müssen wir uns stellen und sehen, was das bedeutet.“ Das im Januar vorgestellte Gutachten zu Missbrauch in der Erzdiözese sei ein „wichtiger Baustein der Aufarbeitung“ und in seiner Konkretheit „heilsam“. Es habe unter anderem deutlich gemacht, „dass wir ganz anders auf die Betroffenen zugehen müssen“.

„Bereit, uns den aktuellen Herausforderungen zu stellen“

Moosburg, 12. März 2022. Bei der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken am Samstag, 12. März, in Moosburg, hat der Generalvikar der Erzdiözese München und Freising, Christoph Klingan, die Delegierten über den aktuellen Stand in der Ausgestaltung des Gesamtstrategieprozesses informiert. In dem Ende 2021 abgeschlossenen Prozess hatte die Erzdiözese Leitlinien und Ziele entwickelt, wie sie in den unterschiedlichen kirchlichen Handlungsfeldern trotz zurückgehender Ressourcen auch künftig bestmöglich für die Menschen da sein möchte. Fünf Ausgestaltungsprojekte sind in einem ersten Schritt daraus hervorgegangen: Wertschätzung und Unterstützung von freiwillig Engagierten und Ehrenamtlichen sollen verstärkt werden, indem das Ehrenamtsmanagement der Erzdiözese verbessert wird. Gemeinsam mit caritativen Verbänden und Trägern prüft die Erzdiözese, wie die finanziellen und personellen Mittel in der caritativen Arbeit mit größtmöglicher Wirksamkeit eingesetzt werden können. In der Haushaltsplanung der Erzdiözese sollen vorhandene Einsparziele künftig auf Grundlage einer Priorisierung der verschiedenen kirchlichen Angebote erreicht werden, die wiederum auf einer Einschätzung ihrer Wirkung beruht.

Diözesanrat tagt zum Thema Armut

München/Moosburg, 8. März 2022. Die diesjährige Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken am Samstag, 12. März, ab 9 Uhr in der Stadthalle Moosburg steht unter dem Motto „Armut – Gerechtigkeit statt Almosen! Recht auf ein Leben in Würde für alle“. Ab 14 Uhr berichten der Generalvikar der Erzdiözese, Christoph Klingan, der Diözesanratsvorsitzende Hans Tremmel sowie der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, über aktuelle Entwicklungen, darunter den Synodalen Weg und das kürzlich vorgestellte Gutachten zu sexuellem Missbrauch in der Erzdiözese München und Freising. Um 18 Uhr feiert Kardinal Marx in der Kirche St. Kastulus einen Gottesdienst anlässlich der Vollversammlung.

„Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine jetzt das oberste Gebot“: ZdK-Präsidentin würdigt EU-Einigung

Eine sehr gute Entscheidung“, nennt die Präsidentin des ZdK, Irme Stetter-Karp, die Einigung der EU-Staaten, Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine schnell und unkompliziert aufzunehmen. „Das ist zur jetzigen Stunde das oberste Gebot. Der Massen-Exodus, ausgelöst durch die russische Invasion, ist nicht mehr aufzuhalten. Wir müssen den Menschen helfen, die völlig unverschuldet Opfer eines ungerechten, völkerrechtswidrigen Krieges geworden sind“, so die Präsidentin.Weiter

Landesbischof und Kardinal rufen zu Gebet für die Ukraine auf

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx rufen Christinnen und Christen auf, in Verbundenheit und Solidarität für die Menschen in der Ukraine zu beten, die derzeit unter Kampfhandlungen leiden. „Es sind Fassungslosigkeit, Trauer und Zorn, die mich bewegen. Dass der russische Präsident Putin den Angriffsbefehl gegen die Ukraine gegeben hat, ist ein eklatanter Bruch des Völkerrechts“, so der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Er denke „an alle in der Ukraine, deren Leben und Existenz jetzt gefährdet ist“.
Weiter

Tremmel: „Höchste Zeit, die Kirche von innen heraus umzugestalten“

An die ehrenamtlich Engagierten in den Pfarreien und Verbänden, insbesondere an die PGR-Vorsitzenden und Wahlausschuss-Vorsitzenden, zum Missbrauchsgutachten der Erzdiözese München und Freising Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schwestern und Brüder,   vieles von dem, was ich Ihnen jetzt schreibe, habe ich in den letzten beiden Wochen an verschiedener Stelle schon gesagt oder schriftlich formuliert. Auf unserer Homepage und in zahlreichen Zeitungen konnten Sie einiges davon bereits lesen. Mir ist aber dennoch wichtig, dass ich mich heute auch direkt an Sie wende, weil das Missbrauchsthema uns ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Weinberg des Herrn enorm aufwühlt und umtreibt. Außerdem möchte ich mit Ihnen einige speziell für Sie relevante Gedanken teilen.   Wie Sie bin ich bestürzt und entsetzt über die Inhalte des WSW-Gutachtens. Vor allem, wenn man die Taten in aller Abscheulichkeit selber dann noch einmal schwarz auf weiß nachliest, befällt einen das Grauen. Nicht nur als Theologe und Diözesanratsvorsitzender, sondern vor allem auch als Familienvater bin ich angewidert wegen der Verbrechen an Kindern und Minderjährigen.

Kardinal Marx: „Wir alle sind mitverantwortlich, dass das Evangelium weiter gelebt wird“

Erzbischof ruft in Brief an die Gläubigen zum Mitwirken in der Kirche auch in schwierigen Zeiten auf. 
Weiter

Wir trauern um Peter Gräsler

Herr Peter Gräsler ist am 17. Februar 2022 im Krankenhaus Rechts der Isar verstorben.
Herr Gräsler war 24 Jahre im Dienst beim Diözesanrat, von 1982 bis 1996 Geschäftsführer des Diözesanrats, anschließend bis 2006 Geschäftsführer der Region Süd.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, 3. März 2022, auf dem Kirchenfriedhof Unterföhring statt.
Hier sehen Sie die Traueranzeige

Dritte Synodalversammlung des Synodalen Weges in Frankfurt am Main beendet ZdK: „Uns gelingt der Durchbruch in eine veränderte Kultur“

Auf der dritten Synodalversammlung des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland (3. bis 5. Februar 2022) wurden 14 Texte diskutiert. Dabei konnten erstmals drei Texte in zweiter Lesung als Beschlüsse des Synodalen Weges verabschiedet werden: der Orientierungstext „Auf dem Weg der Umkehr und der Erneuerung. Theologische Grundlagen des Synodalen Weges“, der Grundtext „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“ und der Handlungstext „Einbeziehung der Gläubigen in die Bestellung des Diözesanbischofs“. [Weiter]

Erklärungen und Statements von Räten und Verbänden zum neuen Gutachten über sexuellen Missbrauch im Bereich der Erzdiözese

Das am 20. Januar 2022 veröffentlichte Gutachten zu sexuellem Missbrauch im Bereich der Erzdiözese München und Freising hat auch die in den Räten und Verbänden Engagierten zutiefst schockiert. Sie fordern konsequentes Handeln nach der „Bilanz des Schreckens“. [Zusammenstellung von Erklärungen und Statements aus den Räten und Verbänden]

Erklärungen zum neuen Gutachten über sexuellen Missbrauch im Bereich der Erzdiözese

Bei einer Pressekonferenz hat sich Erzbischof Kardinal Marx zum ersten Mal ausführlich zum Münchner Missbrauchsgutachten geäußert und eine umfassende Aufklärung angekündigt. "Wer jetzt noch systemische Ursachen leugnet und einer notwendigen Reform der Kirche entgegensteht, hat die Herausforderung nicht verstanden", sagte Marx.
Alle Statements und weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Erzdiözese München und Freising: www.erzbistum-muenchen.de/gutachten-2022

Um der Betroffenen und aller Menschen willen notwendige Veränderungen der Kirche auf den Weg bringen

Statement des Vorsitzendens des Diözesanrats, Hans Tremmel:
"Natürlich verstehe ich jeden, der seine Zweifel an der Kirche hat, so wie wir sie aktuell erleben. Es ist katastrophal, dass Kinder diesen Horror durchmachen mussten in einer Institution, die für viele von uns Heimat ist. Angesichts dieser Verbrechen bin ich als Theologe entsetzt und als Familienvater angeekelt. Aber auch jetzt kann ich nur wiederholen: Diese Kirche darf keine Kirche allein der Bischöfe und der Obrigkeit sein – es ist die Kirche Jesu Christi, wir alle sind als Volk Gottes Teil von ihr und es gibt noch immer sehr viele großartige Menschen im Weinberg des Herrn. Lassen wir uns unsere Freude am Evangelium und an unserer Gemeinschaft im Glauben nicht nehmen. Ich appelliere deshalb trotz allem, unseren Einsatz in Pfarreien, Verbänden oder wo auch immer, nicht abhängig zu machen von der Erschütterung über eklatante strukturelle und systemische Mängel. Mir ist wichtig, dass die grandiose Botschaft Jesu Christi weiterhin in die Gesellschaft getragen wird, auch in künftigen Generationen. Ich möchte nicht, dass Kinder in 20, 30 Jahren von diesem Jesus Christus nichts mehr mitbekommen, weil es kaum noch kirchliches Leben gibt – keine Glaubensverkündigung, keinen Religionsunterricht, keine caritativen Einrichtungen – nur weil wir heute sagen: Wir schmeißen jetzt wegen dieser Verbrechen alles hin. Über den Synodalen Weg, an dessen Dritter Synodalversammlung in Frankfurt vom 3. bis 5. Februar ich teilnehme, hoffe ich, dass wir um der Betroffenen und aller Menschen willen notwendige Veränderungen der Kirche auf den Weg bringen. Nur gemeinsam kann es gelingen."

Hans Tremmel: Mit großer Ernsthaftigkeit Konsequenzen ziehen

Der Vorsitzende des Diözesanrats, Professor Hans Tremmel, ist schockiert. Man dürfe nichts relativieren mit all den guten Taten, die es in der Kirche gebe. "Als Theologe, Diözesanratsvorsitzender, vor allem als Familienvater bin ich entsetzt und angeekelt über die Verbrechen an Mädchen und Buben im Raum der Kirche." Die Kinder hätten den Horror erlebt, jetzt müssen Konsequenzen gezogen werden, denn es sei ein Multisystemversagen. "Man muss jetzt mit großer Ernsthaftigkeit rangehen, etwas Neues auf diesen Scherbenhaufen zu errichten." Kardinal Reinhard Marx erlebt er als sehr erschüttert wegen der Verbrechen der Kirche. Er sei einer der wenigen, die bereit seien, eigene Schuld einzugestehen und verantwortungsvoll in die Zukunft zu gehen. (aus dem Münchner Merkur vom 22. Januar 2022) | Siehe auch den Bericht in SZ online nach der Pressekonferenz am 27. Januar 2022

Diözesanrats-Vorsitzender Tremmel: Marx »erschüttert«

Der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Hans Tremmel, hat die Stellungnahme des Münchner Kardinals Reinhard Marx zum Missbrauchsgutachten positiv gewertet. Marx sei von dem Wunsch geleitet, die Kirche zu erneuern, sagte Tremmel am Donnerstag. »Er ist wirklich erschüttert. Er ist dazu bereit, persönliche Verfehlungen nicht nur einzugestehen, sondern zu bereuen und positiv damit in die Zukunft zu gehen. Das glaube ich ihm.« [Weiter]

Gutachten 2022 zu sexuellem Missbrauch im Bereich der Erzdiözese München und Freising

Die Erzdiözese München und Freising hat im Februar 2020 ein externes Gutachten zu Fällen sexuellen Missbrauchs im Erzbistum München und Freising bei der Rechtsanwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl in Auftrag gegeben. Dieses Gutachten hat die Anwaltskanzlei am 20. Januar 2022 der Öffentlichkeit bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Das externe Gutachten kann auf den Seiten der Rechtsanwaltskanzlei Westphal Spilker Wastl in Gänze eingesehen werde. Weitere Informationen auf den Seiten der Erzdiözese München und Freising: www.erzbistum-muenchen.de/gutachten-2022

„Schluss mit der organisierten Verantwortungslosigkeit!“ – ZdK-Präsidentin fordert nach Münchner Missbrauchsgutachten Konsequenzen

Verantwortliche in der katholischen Kirche haben ihre Verantwortung nicht wahrgenommen. Das zeigt das heute veröffentlichte Missbrauchsgutachten in München nun zum wiederholten Mal. Wann folgen endlich Konsequenzen, die der dramatischen Lage gerecht werden?“ Das fragt die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp. [Weiter]

c Beuroner Kunstverlag www.klosterkunst.de

Fürchtet euch nicht!

Manchmal wäre es schön, wenn wir bei all den schlechten Nachrichten und den Katastrophen dieser Welt einen Engel an unserer Seite hätten, der uns immer und immer wieder sagte: „Fürchte dich nicht!“ „Fürchte dich nicht“, ist gar nicht so einfach. War es noch nie. Wie sollten wir uns nicht fürchten vor der Zukunft, wenn wir momentan bereits die Gegenwart als extrem bedrückend erleben? Kaum fällt der erste Schnee und schon werden wir wieder und schier unaufhörlich von schweren Sorgen geplagt. Denn Angst und Bange muss uns werden angesichts der schrecklichen Berichte und Fernsehbilder von einer sich dramatisch zuspitzenden Situation in den Krankenhäusern und den Intensivstationen. Angst und Bange muss uns auch werden, wenn wir an unsere gespaltene Gesellschaft denken und an den Egoismus derer, die diesen Egotrip mit wirren Argumenten und individueller Freiheit rechtfertigen. Mit Angst und Bange erinnern wir uns an die Naturkatastrophen in diesem Jahr und an die düsteren Prognosen um das Klima. Angst und Bange sollte uns ferner werden, wenn wir uns die Weltschicksalsgemeinschaft vor Augen führen, in der nach wie vor die Rechte des Menschen mit Füßen getreten werden und wo unermessliches Leid millionenfach den Alltag beherrscht.

ZdK unterstützt Impfaufruf des Papstes

Papst Franziskus hat am Weltgesundheitstag seinen Appell zu Corona-Impfungen erneuert. „Wir alle sind aufgerufen, die Pandemie zu bekämpfen. In diesem Kampf stellen die Impfstoffe ein wesentliches Instrument dar“, heißt es in einem Tweet des Papstes. Die Impfstoffe gäben Hoffnung, die Pandemie zu beenden, jedoch nur, wenn diese allen zur Verfügung stünden und wenn alle zusammenarbeiteten. Auch Prof. Dr. Hans Tremmel stellte als Vorsitzender des Diözesanrates den Antrag an das ZdK, den Impfaufruf des Papstes zu unterstützen. [Weiter]

„Die Zeit des Wartens ist vorbei“ – ZdK-Präsidentin Stetter-Karp fordert Impfsolidarität

Impfpflicht - ja oder nein? Für Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) ist das keine Frage mehr. „Wir werden als Gesellschaft unsere Freiheit nur zurückgewinnen, wenn wir solidarisch sind. Solidarität heißt in der Corona-Pandemie, sich impfen zu lassen. Die bislang freie individuelle Entscheidung muss nun durch einen klaren politischen Beschluss flankiert werden. Wir brauchen die Impfpflicht – jetzt.“ [Weiter]