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Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Archiv Meldungen und Infos des Diözesanrats der Katholiken

Hier finden Sie alle Pressemitteilungen und Infos ab dem Jahr 2016 (alles, was auf der Startseite der Homepage des Diözesanrats stand). Bei der Suche handelt es sich um eine Volltextsuche. Pressemitteilungen des Diözesanrats ab dem Jahr 2001 finden Sie auch über das Archiv der Pressestelle.

Suche in den Meldungen des Diözesanrats (ab Mai 2016)

Realitätsfern und ungewollt innovativ

Das Vatikan-Dokument zu Pfarreireformen hat viele enttäuscht. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, spricht von einer „abenteuerlichen Realitätsferne“. Drei Punkte sollen hier herausgegriffen werden.Erstens: Engagierte Laien Das Papier ist „eine starke Bremse der Motivation und Wertschätzung der Dienste von Laien“. Diese Einschätzung stammt von dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode. Zugleich fragt er, „wie wir unter solchen Bedingungen neue engagierte Christen finden sollen.“ Wie realitätsblind die Perspektive der Kleruskongregation ist, bringt ein Pfarrgemeinderatsmitglied auf der Facebook-Seite des Diözesanrats zum Ausdruck: „Man kann vieles verordnen, all dies wird aber von der Realität (Personalsituation, Wunsch nach anderen Formen von Gottesdiensten) eingeholt. In vielen Gemeinden stellt sich das christliche beziehungsweise kirchliche Leben jetzt doch schon anders da. Wo wären die vielen Aktionen, wenn sich die Ehrenamtlichen zurückziehen würden.

Glaubensgemeinschaft in der Sommer-Pause

Der Sommer mit seinen langen warmen Tagen und der Möglichkeit, ins Freie zu gehen oder die Kirchentüren weit offen zu halten, eröffnet uns viele Möglichkeiten, miteinander Gottesdienste und Andachten in unterschiedlichsten Formen zu feiern oder Spiritualität zu leben. Nutzen Sie in Ihren Pfarrgemeinden die Kirchen, Kapellen, Wegkreuze oder andere besondere spirituelle Orte, aber auch öffentliche Plätze und besondere Orte in der Natur, z.B. am Fluss, See, Weiher oder im Wald. Nutzen Sie aber auch nicht alltägliche Orte für einladende einfache Formen, um miteinander das Wort Gottes zu teilen, gemeinsam zu beten und sich den Segen Gottes zuzusprechen. Dies könnte z. B. bei Bäumen sein, die anlässlich einer Primiz oder Firmung gepflanzt wurden. Trauen Sie sich, neue Wege zu gehen und probieren Sie vor Ort Ihre Ideen aus, Sie, und die Menschen die sie erreichen, können nur gewinnen. Oder anders formuliert: die Zeit, mutig voranzuschreiten ist jetzt – bringen Sie Ihre Gemeinde vor Ort zum Blühen und in Schwung!

"Spannend, was man als Laie alles kann"

In einer Umfrage hat der Diözesanrat die Rätearbeit in Zeiten von Corona beleuchtet. Der Link zur digitalen Teilnahme wurde am 20. Mai 2020 an alle Pfarrgemeinderatsvorsitzenden verschickt. Umfrageschluss war am 27. Mai 2020. Ein Großteil der Antworten wurde zwischen 20. und 22. Mai getätigt. Insgesamt antworteten knapp 300 Personen (ca. 37%). Mittlerweile wurde die Umfrage ausgewertet.

[Zur Auswertung und den Ergebnissen]

"Die Zeit, mutig voranzuschreiten, ist jetzt". Stellungnahme anlässlich von 5 Jahre Laudato Si'

München, 26. Mai 2020. Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising sieht in der Coronakrise enormes Veränderungspotenzial. „Die Pandemie kann zur treibenden Kraft für Reformen in der Ernährung und in der Agrarpolitik werden“, betont Josef Fuchs, Vorsitzender des Sachbereichsgremiums Ökologie und Globale Verantwortung des Diözesanrats, in einer vor Pfingsten veröffentlichten Stellungnahme. „Das Virus deckt schonungslos all die Widersprüche, Schwächen und Verwundbarkeiten auf, die wir im privaten, kirchlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Alltag nicht wahrhaben wollen oder können. Am wichtigsten ist jetzt: Ein ‚Weiter so‘ wie vor der Krise darf es nicht geben.“

Gemeinde leiten in Zeiten von Corona

Ab sofort (d. h. seit dem 02.06.2020) sind Präsenzsitzungen von Pfarrgemeinderäten oder Kirchenverwaltungen wieder möglich (siehe Schreiben des Generalvikars und der Amtschefin vom 02.06.2020). Weiterhin gilt, dass mittels der Sitzungsorganisation dem Interesse an der Vermeidung von Ansteckungen bei allen Gremiensitzungen Rechnung zu tragen ist:

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„Ohne Ehrenamtliche keine Kirche“

Auf jeden hauptamtlichen Mitarbeiter des Erzbistums München und Freising kommen rund 8 ehrenamtlich tätige Personen. Mehr als 120.000 sind es, die in ihrer Freizeit in den Verbänden und Pfarreien aktiv sind. „Ohne Ehrenamtliche gäbe es keine Kirche“, sagt Katharina Maier. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Diözesanrats und sieht die Kirche vor großen Aufgaben, um Ehrenamtlichen die Anerkennung zu geben, die sie verdienen.

[Beitrag in den Münchner Kirchennachrichten]

[Radiointerview mit Generalvikar Klingan und Katharina Maier zum Thema Ehrenamt, ab 15:26 min kommt Katharina Maier zu Wort]

Marx und Tremmel danken den Ehrenamtlichen

München, 30. April 2020. In einem gemeinsamen Brief würdigen der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken, Hans Tremmel, alle Ehrenamtlichen, die sich in der Kirche engagieren: „In dieser Zeit der Bedrängnis leisten erfreulich viele Menschen Großartiges und wachsen in ihren Aufgaben und ihrer Pflichterfüllung tagtäglich über sich hinaus“, heißt es in dem Schreiben von Donnerstag, 30. April. Während „furchteinflößende Bilder unser Denken zu bestimmen drohen“, sei es wichtig, „Glaube, Hoffnung und Liebe in dieser Krisensituation erfahrbar zu machen“ und so „das Heilshandeln Gottes in konkreten Taten spürbar werden zu lassen“.

„Den Druck aufnehmen, ohne zu zerbrechen“

Das Prinzip der Resilienz findet inzwischen in vielen Bereichen Anwendung. Ob Psychologie, Wirtschaft oder Ökologie – alle setzen auf die Macht der Widerstandskraft. Was das Wort genau bedeutet, ob sich Resilienz lernen lässt und welche Rolle der Glaube spielt, das erklärt im Interview Martin Schneider. Martin Schneider ist theologischer Grundsatzreferent des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising. Er forscht seit Jahren zu den theologischen und ethischen Dimensionen von Resilienz, unter anderem als Mitglied des inzwischen abgeschlossenen Forschungsprojekts ForChange.
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Tremmel: "Gemeinsam Kirche leben - trotz Sicherheitsabstand"

München, 24. März 2020. Kreative Formen der Nähe zum Mitmenschen zu entwickeln, um in der aktuellen Krise „vorbildhaft zu zeigen, wie wir trotz Sicherheitsabstand miteinander beten, uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam Kirche leben können“ – dazu ruft der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Hans Tremmel, Christinnen und Christen auf. In den Pfarrgemeinden und katholischen Verbänden gebe es viele, die mit Telefonaten, E-Mails und in anderen Medien mit fantasievollen Angeboten den sozialen Kontakt sicherstellten. Gerade auch die katholischen Laien und ehrenamtlich Engagierten hätten in dieser schweren Bewährungsprobe einen unverzichtbaren Beitrag zu leisten für die Gesellschaft und könnten die Nähe Gottes erfahrbar machen, betont Tremmel in einem Schreiben an Pfarrgemeinderäte und Verbände. Die Kirche lebe nicht alleine aus der Liturgie, sondern auch „aus der lebendigen Verkündigung der frohen Botschaft und der tätigen Nächstenliebe“ – vor allem jetzt, wo viele verunsichert oder in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht seien.

Öffentliche Gottesdienste ab 4. Mai unter Auflagen möglich

München, 30. April 2020. Im Erzbistum München und Freising sind öffentliche Gottesdienste von  Montag, 4. Mai, an unter Auflagen wieder möglich, wie der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, in einem Dekret von Mittwoch, 29. April, festhält. Um das Infektionsrisiko unter den Gottesdienstbesuchern angesichts der Corona-Pandemie möglichst gering zu halten und die staatlichen Vorgaben einzuhalten, hat die Erzdiözese ein Schutzkonzept erarbeitet und mit der Bayerischen Staatsregierung abgestimmt. Dekret und Schutzkonzept wurden bereits an die Pfarreien im Erzbistum versandt. So kann es dort erstmalig seit dem 13. März wieder öffentliche Gottesdienste geben, an denen Gläubige unter bestimmten Voraussetzungen teilnehmen können. Kardinal Marx zeigte sich erfreut über diese positive Entwicklung: „Nach einer längeren Zeit ohne die gemeinsame Feier in den Kirchen ist dies für unsere Gemeinden ein wichtiger Schritt. Die Dankbarkeit darüber ist verbunden mit dem Bewusstsein, dass dies nur in guter Weise möglich ist, wenn alle Beteiligten entsprechend dem Schutzkonzept handeln und damit aufeinander Rücksicht nehmen.

Absage öffentlicher Gottesdienste bis einschließlich 3. Mai – weitere Perspektiven

Aus dem Schreiben von Generalvikar und Amtschefin vom 17. April 2020: „Der Bayerische Ministerpräsident hat in der Pressekonferenz am 16.04.2020 eine Ausnahme für Gottesdienste ab Mai für möglich angesehen, wenn Konzepte vorgelegt werden. So könnten dann mit einem beschränkten Personenkreis bei Einhaltung konkret definierter Abläufe und hygienischer Rahmenbedingungen tatsächlich wieder Gottesdienste stattfinden. Wenn dies möglich wird, was wir sehr hoffen, werden wir Ihnen die konkreten Voraussetzungen und wie Sie diese vor Ort umsetzen können, rechtzeitig mitteilen, damit Sie die erforderlichen Vorbereitungen treffen können. Vor diesem Hintergrund hat unser Erzbischof den genannten staatlichen Vorgaben folgend festgelegt, dass bis einschließlich 3. Mai keine öffentlichen Gottesdienste im Erzbistum erlaubt sind.“

Weitere Infos finden Sie auf den Seiten der Erzdiözese zur Corona-Pandemie: www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus

Impulse und Ideen für die Gestaltung der Kar- und Ostertage

Wir haben Ideen und Impulse gesammelt, wie Sie das Fest von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi in Ihren Wohnungen und Häusern feiern können. Schenken Sie sich in den Kar- und Ostertagen in Ihren Familien und Lebensgemeinschaften immer wieder Zeit. Beten Sie gemeinsam.

Trauen Sie sich dabei auch zu, eigene Formen zu wählen, die für Ihre persönliche Situation passen.

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Beispiele und Ideen: "Gemeinsam Kirche sein" in Zeiten von Corona

Jede und jeder von uns ist in unterschiedlichem Maße von der Corona-Krise konkret betroffen. Jede und jeder kann aber auch etwas zur Lösung beitragen. Der Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Auf unseren Internetseiten sammeln wir unter www.dioezesanrat-muenchen.de/corona Beispiele und Ideen, wie in Zeiten von Corona "Gemeinsam Kirche sein" möglich ist. Auf diese Weise wollen wir dazu ermuntern, Ähnliches im eigenen Umfeld auszuprobieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns von weiteren anregenden Beispielen und Ideen berichten - entweder durch eine Mail oder über unsere Facebook-Seite.

Absage aller Veranstaltungen des Diözesanrats bis 19. April 2020

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen hinsichtlich der Ausbreitung des Corona-Virus werden ALLE Veranstaltungen, Meetings, Besprechungen des Diözesanrats abgesagt. Dies betrifft alle Veranstaltungen bis zum Ende der Osterferien (19. April 2020).
 
Die Kommunikation wird weiterhin über die Geschäftsstelle möglich sein, auch wenn die Mitarbeiter*innen aus dem Home-Office heraus arbeiten.
Sie erreichen uns per Email. Eine Rufumleitung dürfen wir aus technischen Gründen nicht einrichten.

Kommunalwahl am Sonntag: Votum für christliche Werte - Gegen Populismus und Extremismus

Der Diözesanrat der Katholiken ruft alle Wahlberechtigten dazu auf, bei den Kommunalwahlen am Sonntag, 15. März, ihre Stimme abzugeben und jene zu wählen, die sich für ein friedliches Miteinander aller Menschen, für Arme und Benachteiligte und für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Dies ist auch der Sinn der Diözesanrats-Aktion „Kommunalpolitik ohne Christen ist wie ein Dorf ohne Kirchturm“. Prüfen Sie, auf welcher Wertebasis die Kandidat*innen stehen. Da das bayerische Wahlrecht die Möglichkeit bietet, Kandidaten*innen verschiedener Listen zu wählen (panaschieren) sowie Kandidaten*innen zwischen einer und drei Stimmen zu geben (kumulieren), können die Wähler*innen sehr persönliche Akzente setzen und engagierten Christen*innen den Rücken stärken – unabhängig auf welcher Liste sie kandidieren.

Erzbistum sagt alle öffentlichen Gottesdienste ab

Das Erzbistum München und Freising sagt aufgrund der Lage im Zusammenhang mit dem Virus COVID-19 (Coronavirus) alle öffentlichen Gottesdienste ab. Diese Regelung gilt ab sofort bis zum 3. April.   Den Verantwortlichen ist bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränkt. Dennoch hat derzeit Vorrang, der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten. Dies erfolgt vor dem Hintergrund weitgehender Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung und nachdrücklicher Empfehlungen des betriebsärztlichen Dienstes der Erzdiözese. Eine Entscheidung über die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Kardinal Marx wendet sich in einer Videobotschaft an die Gläubigen: „Das ist nicht das Ende des Gebets“. Die Videobotschaft ist auf der Homepage der Erzdiözese zu sehen.  Von Sonntag, 15. März, an wird bis auf weiteres täglich ein Gottesdienst aus der Sakramentskapelle des Münchner Liebfrauendoms live im Internet und im Radio übertragen, jeweils sonntags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.

Absage der Frühjahrsvollversammlung am 14.03.2020 in Mühldorf

Der Geschäftsführende Vorstand des Diözesanrats hat in Absprache mit der Amtschefin Frau Dr. Herrmann und mit Herrn Generalvikar Klingan beschlossen, die Frühjahrsvollversammlung, die am 14. März in Mühldorf stattfinden sollte, abzusagen. Das zuständige Gesundheitsamt Mühldorf am Inn hat aufgrund der Coronaepedemie empfohlen, keine Veranstaltung durchzuführen, bei der zahlreiche Personen aus verschiedenen Landkreisen in einem geschlossenen Raum zusammenkommen.

Kein Nachruf!

Der Verzicht von Reinhard Kardinal Marx auf eine erneute Kandidatur zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz hat uns alle überrascht. Als Diözesanrat bedauern wir auf der einen Seite seine Entscheidung, weil er dieses Amt aus unserer Sicht hervorragend ausgeübt hat. In der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals, in der erhitzten Flüchtlings-Debatte, in der immer drängender werdenden ökologischen Frage und in der ökumenischen Zusammenarbeit hat er nachhaltige und unmissverständliche Akzente gesetzt. Den dringend anstehenden kirchlichen Reformprozess mit dem „Synodalen Weg“ trotz großer Bedenken einer Minderheit ohne Gegenstimmen in der Deutschen Bischofskonferenz verabschiedet zu haben, ist wesentlich sein Verdienst. Auch die gute Zusammenarbeit mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken und die breite Einbindung verschiedener Strömungen innerhalb des Volkes Gottes für dieses Projekt trägt unverkennbar seine Handschrift. Er hat den schwierigen Balanceakt, die widerstreitenden Kräfte zusammenzuhalten und an einem Tisch zu versammeln, sehr gut gemeistert. Auch die immer wieder notwendige Vermittlung mit Rom ist ihm in dieser Funktion erstaunlich gut gelungen.

Bezahlbarer Wohnraum für alle: Leitlinien aus christlicher Perspektive

München, 13. Dezember 2019. Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising fordert von Kommunen, Kirche und Privatpersonen die konsequente Förderung von bezahlbarem Wohnraum. Die Bewältigung dieser Aufgabe werde zunehmend zur „drängenden sozialen Frage unserer Zeit“. In einer Erklärung, die an politische, kirchliche und gesellschaftliche Vertreter verschickt wurde, ruft der Vorstand des Gremiums die Gemeinden auf, dies als öffentliche Aufgabe wahrzunehmen. Von den kirchlichen Akteuren wird in dem Papier eine Selbstverpflichtung und ein klares Bekenntnis zur Schaffung von bezahlbarem und ökologisch-nachhaltigem Wohnraum verlangt. Die Entscheidung des katholischen Siedlungswerks München, die Mieten für die eigenen 3.000 Wohnungen für mindestens drei Jahre nicht mehr anzuheben, bezeichnet das Gremium als „einen wichtigen symbolträchtigen Schritt“. Auch Privatpersonen sollen laut Diözesanrat ihre Ansprüche und ihre Verantwortung überprüfen und zum Beispiel Nachverdichtungsprojekte nicht blockieren.

Elf Teilnehmer aus dem Erzbistum bei erstem Treffen des Synodalen Wegs

München, 27. Januar 2020. Elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Erzbistum München und Freising fahren zur ersten Synodalversammlung des Synodalen Wegs, die vom Donnerstag, 30. Januar, bis Samstag, 1. Februar, in Frankfurt stattfindet. Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und gleichzeitig Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hofft, „dass der Synodale Weg die Katholiken in Deutschland zusammenführt und dass ein Geist des offenen Dialogs herrschen wird“. Dabei werde es unterschiedliche Positionen geben, „und wahrscheinlich auch ein Ringen – aber mit der Zuversicht, dass wir als Schwestern und Brüder zusammengehören und dass wir hinterher einmütiger sein werden“, so Marx. Der auf rund zwei Jahre angelegte Prozess wird von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken gemeinsam getragen und soll Reformen in den Bereichen Macht, Sexualmoral, priesterliche Lebensformen und Frauen in der Kirche anstoßen.

„Antisemitismus schadet der gesamten Gesellschaft“

München, 24. Januar 2020. „Unsere Solidarität im Kampf gegen jeglichen Antisemitismus, ob in Form roher Gewalt, Hassreden oder Respektlosigkeiten gegenüber religiösen Riten und Gebräuchen“, hat Hiltrud Schönheit, Vorsitzende des Katholikenrats der Region München, den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern laut Redemanuskript bei einer Kundgebung am Freitag, 24. Januar, auf dem Münchner Jakobsplatz ausgesprochen. Zu der Veranstaltung hatte das Bündnis „München ist bunt“, in dem der Katholikenrat Mitglied ist, ursprünglich als Gegendemonstration zu einer mittlerweile abgesagten Kundgebung der Pegida-Bewegung eingeladen. „Der Antisemitismus schadet der gesamten Gesellschaft“, warnte Schönheit in ihrer Ansprache. „Seien Sie versichert, liebe jüdische Gemeinschaft, wir stehen an Ihrer Seite in dem Bewusstsein, dass wir alle nach Gottes Ebenbild geschaffen sind, dass wir deshalb alle gleich sind und alle die gleichen Rechte haben, aber auch die gleichen Pflichten in der gesellschaftlichen Verantwortlichkeit füreinander“, ergänzte die Katholikenratsvorsitzende.

Sagen Sie Ihre Meinung!

Mit Beginn des sogenannten Synodalen Weges am 1. Dezember 2019 ist auch die Internetseite www.synodalerweg.de aktiv. Sie bietet allen Interessierten verschiedene Möglichkeiten zur Beteiligung. Zum Beispiel gibt es die Rubrik „Ihre Stimme zum Synodalen Weg“. Dort können zu den verschiedenen Foren des Synodalen Weges eigene Überlegungen, Meinungen und Beratungsvorschläge in ein Frageformular eingetragen werden. Die Fragen können bis zum 23. Januar 2020 beantwortet werden. Die Antworten werden ausgewertet und fließen in die Beratung der Synodalversammlung und der Foren ein. Insgesamt gibt es vier Synodalforen. Sie bearbeiten die Themen „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“, „Priesterliche Existenz heute“, „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ und „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“.

Mutig auf Gottes Geist vertrauen: Tolle Diskussion mit Sr. Birgit Weiler über die Amazonassynode

Sr. Birgit Weiler strahlt eine beeindruckende innere Stärke aus, wenn sie von der Amazonas-Synode erzählt, die vom 6. bis zum 27. Oktober 2019 im Vatikan stattfand. Als eine von 35 Frauen nahm sie daran teil. Seit fast drei Jahrzehnten lebt sie in Peru und kämpft gemeinsam mit Indigenen für deren Rechte. Auf einer Veranstaltung der Stiftung Bildungszentrum, von Misereor Bayern, der Abteilung Umwelt im Erzbischöflichen Ordinariat und des Diözesanrats der Katholiken schilderte die Ordensfrau die Hintergründe der Synode. Um zwei Themen kreisen ihre Ausführungen: die extreme ökologische Bedrohung des Amazonasgebiets und der pastorale Notstand. Die meisten Christen bekommen einen Priester nur drei Mal im Jahr zu Gesicht. Deshalb sollen verheiratete Geistliche erlaubt sein und Frauen mehr Leitungsrechte in den Pfarreien erhalten. So steht es im Abschlussdokument der Synode. 

Diözesanrat trauert um Georg Walser

Der Tod von Georg Walser trifft auch den Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising. Als Online-Redakteur des St. Michaelsbundes hat Georg Walser seit Ende der 1990er Jahre unzähligen Ehrenamtlichen in den Pfarreien und Verbänden die ersten Schritte für die Erstellung einer Homepage beigebracht. Auch der Diözesanrat der Katholiken verdankt ihm viel. Wenn er für die Erzdiözese den Internetauftritt geplant und relauncht hat, hat er im Vorfeld immer unsere Meinung eingeholt. Es ist auch seinem Einsatz zu verdanken, dass wir auf der Startseite des Internetauftritts der Erzdiözese aufgeführt und nicht irgendwo unter ferner liefen zu finden sind. Als Anhänger des Zweiten Vatikanischen Konzils war ihm dies auch persönlich ein Anliegen. Immer wieder hat er uns ermuntert und unterstützt, unseren Newsletter weiter zu entwickeln. Mit Georg Walser ist ein einzigartiger, liebevoller und begeisternder Mensch gestorben. Sein Einsatz, seine Achtsamkeit, seine Erfahrung und seine Flexibilität werden uns fehlen. Wir wünschen Ihm Geborgenheit in Gottes guten Händen und seiner Frau guten Beistand und tröstende Menschen an ihrer Seite.

„Nur gemeinsam kann es gelingen“

Hans Tremmel hat aus Anlass des hundersten Jubiläums des Klerusverbandes an das Leitmotiv "Gemeinsam Kirche sein" erinnert. Eine zentrale Herausfordeurng sieht er in der Frage, wie die Vielfalt und die Kompetenz des ganzen Gottesvolkes in den unterschiedlichen Gremien repräsentiert wer­den.

Ökosoziale Aufbrüche – welche Impulse bringt die Amazonassynode?

Kooperationsveranstaltung von Bildungszentrum Erzdiözese München und Freising, Misereor Bayern, Abteilung Umwelt im Erzbischöflichen Ordinariat, Diözesanrat der Katholiken Mo 13. Januar 2020, 19– 21 Uhr, Pfarrzentrum St. Bonifaz, Karlstr. 34, 80333 München Fast 5 Jahre nach der kämpferischen Enzyklika Laudato Si wurde mit der Amazonas-Synode ein weiterer starker Impuls für mehr Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit gesetzt. Doch was folgt nun aus dem ambitionierten Abschlussbericht? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Kirche weltweit und vor Ort? Wie kann die Synode genutzt werden um sozial-ökologische Belange in den Pfarrgemeinden voranzutreiben? Kann die Synode eine ähnliche Durchschlagskraft wie die Enzyklika Laudato Si entfalten und was bräuchte es dazu?   Diese Fragen diskutieren wir mit Sr. Birgit Weiler, die seit fast drei Jahrzehnten in Peru lebt und gemeinsam mit Indigenen für deren Rechte kämpft. Sie nahm selbst an der Amazonas-Synode teil und wird an diesem Abend Einblicke hinter die Kulissen der Synode und Ausblicke auf das Veränderungspotential der Abschlussberichts geben.

Geistliche Vorbereitungsphase beginnt am ersten Advent

München, 21. November 2019. Am ersten Adventssonntag, 1. Dezember, beginnt die geistliche Vorbereitungsphase für den Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland. In den Domkirchen werden an diesem Tag eigene Synodalkerzen entzündet. Im Münchner Liebfrauendom geschieht dies bei einem Gottesdienst um 10 Uhr. Die Synodalkerze werden dort der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Karin Kortmann, und Diözesanratsmitglied Joachim Unterländer entzünden. Unterländer wird auch ein Gebet für den Synodalen Weg sprechen. Cordula Brechmann aus dem Diözesanrat wird Fürbitten vortragen. Brechmann und Unterländer gehören als Delegierte des Diözesanrats dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken an. Die Deutsche Bischofskonferenz hat ein Gebet für den Synodalen Weg herausgegeben, das in den Gemeinden am ersten Adventssonntag gebetet werden kann. Das Gebet, die