Schulen

Erzbischöfliche Schulen Organisation, Konzept und Adressen

Die Hauptabteilung Erzbischöfliche Schulen ist zuständig für Profil, Aufsicht und Beratung der  diözesan  verwalteten kirchlichen Schulen.

Derzeit steht die Erzdiözese München und Freising in Trägerschaft von 5 Gymnasien, 14 Realschulen, einer Volksschule und von 2 Fachoberschulen.

Vorzügliche Aufgabe ist es ihr, den kirchlichen Charakter der Erzbischöflichen Schulen deutlich zu machen und diesen auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes ein eigenständiges Profil zu geben.

Die Anfänge solcher Art christlich geprägter Schulkultur reichen bis ins Mittelalter zurück. Hauptsächlich die Ordensgemeinschaften legten damals mit ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit  einen wesentlichen  Grundstock unserer Kultur. Insbesondere in der Mädchenbildung spielten die weiblichen Ordensgemeinschaften eine entscheidende Rolle.
Die Erhaltung ordensgetragener Schulen gestaltet sich durch den rapiden Rückgang von klösterlichem Nachwuchs jedoch in zunehmendem Maße schwierig. So erwächst den Diözesen die große Herausforderung in ihrer Existenz gefährdete Schulen weiterzuführen und so oftmals jahrhundertealte christliche Schulkultur zu erhalten und damit auch heute einen wesentlichen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.

Dementsprechend erklärte Kardinal Wetter schon im Jahr 1996:

"Der mit den kirchlichen Schulen verbundene Bildungs- und Erziehungsauftrag ist unserer Erzdiözese ein wichtiges Anliegen. Die Aussage des Zweiten Vatikanischen Konzils..., wonach die katholische Schule als Erziehungsgemeinschaft beiträgt, den Evangelisierungsauftrag der Kirche für das ganze Volk Gottes sowie für die gesamte Menschheit zu verwirklichen, gilt heute mehr denn je.
Insbesondere in einer Zeit des Konsumdenkens, des Informationsüberflusses, des Wertewandels und vielfältiger Versuchungen ist es eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, junge Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten und ihnen Orientierung zu geben.
Als Lern- und Lebensraum, in dem glaubwürdiges Christsein, Geborgenheit und Mitmenschlichkeit erfahren werden sollen, streben unsere Schulen neben der schulischen Wissensvermittlung auch die Erziehung zu Werthaltungen aus der christlichen Sicht des Menschen an. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für ein glückendes Leben der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen.
Wichtigste Voraussetzung für das Gelingen einer katholischen Schule ist die grundsätzliche Übereinstimmung in den Erziehungszielen zwischen Eltern, Lehrkräften und Schülern. Ich danke den Eltern für das Vertrauen, das sie uns entgegenbringen, bitte sie aber auch, unsere Schulen in ihrem Erziehungsauftrag zu unterstützen.
Mit der Übernahme ehemals klösterlicher Schulen hat die Erzdiözese vielerorts ein kostbares Erbe angetreten. Es ist uns Verpflichtung und Ansporn, unter veränderten Bedingungen christlich geprägte Schulkultur zu erhalten und weiterzuführen."

Die Erzdiözese München und Freising steht derzeit in Trägerschaft von 22 Schulen, an denen mehr als 12.000 Schülerinnen und Schüler von ca. 1000 Lehrkräften unterrichtet werden.