Literaturtipps

Bild Manfred - Literaturtipp - Eucharistie verstehen, feiern, leben
© Österr. Pastoralinstitut Wien
Eucharistie – verstehen, feiern, leben
Hrsg. Vom Österreichischen Pastoralinstitut, Wien 2010

Die Eucharistie ist, wie auch das II. Vatikanum betont (SC 10), Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens. Wird sie aber von den Gläubigen auch wirklich so erlebt und wird verstanden, worum es dabei geht? Diesen Fragen stellt sich ein Heft des  Österreichischen Pastoralinstitutes. Es will eine Arbeitshilfe sein, ist aber noch mehr als das.
Als Arbeitshilfe stellt sie dreizehn für die Eucharistie zentrale Themen vor, die sich zwanglos am Ablauf der Eucharistiefeier orientieren und als Anregung für eine Reihe von Glaubensabenden, aber auch für Einzelveranstaltungen wie etwa einen Elternabend zur Erstkommunion dienen können. Methoden, Texte und Bilder wenden sich vom Anspruch her eindeutig an eine Erwachsene-Ziel-gruppe. Gut auf das Thema bezogene Praxisvorschläge und persönliche Erlebnisse, machen das Ganze jedoch ausgesprochen erfahrungsbezogen und bei allem theologischem Tiefgang gut lesbar.
Für den am Thema interessierten Leser kann dieses Heft mehr sein als „nur“ eine Arbeitshilfe. Es eignet sich ebenso als persönliches „Lesebuch“, das sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Eucharistie als zentralem Thema des christlichen Glaubens befasst. Auch Theologen werden hier Neues finden, nicht nur für die Vermittlung von Inhalten, sondern auch für die eigene Spiritualität und die Vertiefung, Auffrischung und vor allem „Erdung“ des eigenen Glaubens. So mag die Lektüre manchem zu einer ganz unerwarteten Erfahrung verhelfen, die der Dichter Martin Gutl in einem Text des Heftes (S. 10) so formuliert: „Heute habe ich das erste Mal gespürt: ER ist wirklich da!“

Manfred - Bild Literaturtipp - Eucharistie
© Bischöfl. Generalvikariat Münster
Eucharistie
Johannes Heimbach u.a. Hrsg. Vom Bischöflichen Generalvikariat Münster, Hauptabteilung Seelsorge

Gar nicht als Arbeitshilfe gedacht, einfach, im Format reduziert und trotzdem beachtenswert ist ein fast unscheinbares Heft, das sich mit dem gleichen Thema befasst und schlicht „Eucharistie“ heißt. Es enthält weder Gesprächsanregungen noch Dichterworte oder Meditationsbilder. Es pflegt eine einfache Sprache und erzählt kleine Beispiele, die dennoch tief gründen. So wie die Geschichte von der kleinen Corinna, die bei der Wandlung im Blick auf den Kaplan erstaunt ruft: „Guck mal, der kann ja zaubern“. Ist Eucharistie nur ein „fauler Zauber“, wird sich dieses Mädchen vielleicht später beim Aufwachsen in einer rationalen „entzauberten Welt“ denken. Doch Liebe geht ungewohnte, manchmal vielleicht sogar unglaubliche Wege. Und immer geht es ihr um das Eine: Die Nähe des geliebten Anderen. Dies gilt erst recht für die Liebe Christi. Sein Wort, Brot und Wein als sein Leib und Blut verbindet uns mit ihm. Lebendige Gegenwart der Liebe. Ob sich die kleine Corinna, wenn sie ihren Kinderglauben abgelegt hat, immer noch von dieser großen Liebe bezaubern lässt…?
Von der Liebe „verzaubert“ –Beispiele dieser Art ließen sich weitere hinzufügen. Das ist einfach, das ist verständlich, das ist lebensnah, eine Sprache der Liebe, die Charme besitzt und in ihrer Schlichtheit voll Tiefe ist - zum Nachdenken, Nachsinnen und zum Sich-selbst-verzaubern-lassen von Gottes großer Liebe!

Bild Manfred - Literaturtipp Eucharistie
© DKV München
Weggottesdienste in der Erstkommunionvorbereitung
DKV München 2006


Eine wichtige Ergänzung der Erstkommunionvorbereitung sind die sogenannten Weggottesdienste. Mit ihnen wird Liturgie nicht nur erklärt, sondern auch eingeübt - eine wichtige Voraussetzung für Nachhaltigkeit nach Ende der Kommunionvorbereitung. Das bereits 2006 im DKV erschienene Buch „Weggottesdienste“, kann bis heute als Standardwerk zu diesem Thema gelten. Der „Weg“, um den es geht, kann der Weg der Kinder zur Erstkommunion sein, er kann sich am Ablauf der Eucharistiefeier und deren wesentlichen liturgischen Elementen orientieren oder auch ganz real einen Weg durch die Kirche zu wichtigen liturgischen Orten wie Taufbrunnen, Osterkerze und Altar meinen. Dem, der solche Gottesdienste gestaltet, bietet dieses Buch einen reichen Fundus von Ideen und Materialien. Seit nunmehr 10 Jahren begleitet es liturgisch in vielen Gemeinden die Erstkommunionvorbereitung und ist heute noch so aktuell wie am Tag des Erscheinens.


Literaturtipp Eucharistie - Manfred
© AKF
Erstkommunion – Das Magazin für Eltern von Erstkommunionkindern
hrsg. vom AKF Arbeitsgemeinschaft für kath. Familienbildung e.V.
Tel. 0228-371877


Als „Magazin für Eltern…“ ist dieses kleine, kostenfreie Heftchen nur teilweise richtig beschrieben. Sicherlich bietet es auf seinen 34 Seiten viel für Eltern praktisch Umsetzbares: Hinweise zur Gestaltung des Festes in unterschiedlichen Familiensituationen, theologische Hintergründe und auch Anregungen, wie man mit Kindern über Gott und andere große Fragen ins Gespräch kommen kann. Dies alles geschieht auf einem vergleichsweise hohen Reflexionsniveau, das Interesse an religiösen Fragen und auch ein gewisses Vorwissen voraussetzt.
Mindestens genauso wertvoll ist dieses Heft jedoch für den hauptamtlichen Theologen, der die Kommunionvorbereitung begleitet und dabei auch Elternabende zu gestalten hat. Er wird auf diese Weise mithineingenommen in den Lebensalltag junger Familien und erhält Anteil an ihren Erfahrungen, ihren Fragen und ihrem Suchen. Wer sich darauf einlässt, wird auch im Elternabend nicht über die Köpfe der Menschen hinweg „theologisieren“ und Fragen beantworten, die niemand gestellt hat. Die Erstkommunionkatechese kann auf dieser Basis zu einem gemeinsamen Suchen und Finden werden – zum Gewinn aller Beteiligten. Fast nebenbei gibt es noch eine Anleitung zum „Theologisieren“ mit Kindern und auch der Blick auf eine inklusive Erstkommunionvorbereitung fehlt nicht.