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Kardinal Marx: „Verpflichtung, auf das Wort Gottes zu hören“

Erzbischof von München und Freising feiert dritte Gebetszeit zur Umkehr in der Kirche in München
München, 22. März 2019. Mit Blick auf sexuellen Missbrauch und den Missbrauch von Macht in der katholischen Kirche hat Kardinal Reinhard Marx betont, die Kirche sei eine Gemeinschaft, die sich klar am Beispiel Jesu orientieren müsse. „Wenn wir in die Zukunft gehen, müssen wir uns orientieren an der Person Jesus von Nazareth“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Freitagabend, 22. März, in der Münchner Bürgersaalkirche bei einer Gebetszeit. „Wir haben die Verpflichtung, auf das Wort Gottes zu hören.“
 
Wenn eine Institution in eine Krise gerate, so wie es jetzt bei der katholischen Kirche der Fall sei, käme es meist zu zwei unterschiedlichen Reaktionen: Rückzug und Ablehnen jeder Veränderung oder der Wunsch nach einem kompletten Neuanfang. Die Kirche dürfe weder „alles vom Tisch fegen“ noch eine „restaurative Rückzugsbewegung“ machen. Stattdessen müsse sie ihre Traditionen auf den Prüfstand stellen. „Manche Tradition kann sich weiterentwickeln“, sagte Marx. „Wir dürfen keine Angst haben.“
 
Weil die „Kirche eine Gemeinschaft“ sei, sagte der Kardinal, könne sie „nach vorne gehen.“ Der synodale Weg, den die katholische Kirche in Deutschland beschlossen habe, sei der richtige Weg, um immer wieder das Zentrum des katholischen  Glaubens in die Mitte zu rücken, „Jesus und die Eucharistie“. Um den Weg Jesu weiterzugehen, brauchten die Menschen die „Kraft des Gebets“, so Marx. „Ohne Gebet laufen wir in die Irre.“
 
Die Gebetszeit am Freitag war die letzte von drei Gebetszeiten unter dem Leitwort „Gerufen zur Umkehr“, zu denen Kardinal Marx zum Beginn der Fastenzeit aufgerufen hatte. Sie befasste sich damit, wie Menschen in der Kirche miteinander umgehen. (ct)