Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unseres Angebots erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK
Mehr Infos

„Christen sollen Zeugen der Hoffnung sein“

Kardinal Marx spendet in St. Michael in München rund 40 Erwachsenen das Sakrament der Firmung
Erwachsenenfirmung 2017 in St. Michael
Kardinal Marx spendet in St. Michael das Sakrament der Firmung. (Foto: Kiderle)
München, 9. Dezember 2017. Kardinal Reinhard Marx hat Christen dazu aufgerufen, „Zeugen der Hoffnung“ zu sein. „Wie sehr braucht gerade unsere Zeit dieses Zeugnis der Zuversicht“, unterstrich der Erzbischof von München und Freising bei einem feierlichen Gottesdienst in der Münchner Jesuitenkirche St. Michael, wo er am Samstag, 9. Dezember, rund 40 Erwachsenen das Sakrament der Firmung spendete.
 
Der christliche Glaube ist nach Ansicht von Marx „eine Perspektive der großen Hoffnung“. So sei das christliche Leben „auf die Zukunft hin ausgerichtet, auf die Begegnung, die Zuversicht, nicht auf die Vergangenheit, die Angst, das Nichts“. Für Christen gehe es darum, „durch alle Turbulenzen und Angst hindurch den Ausblick auf die Begegnung mit Christus“ zu bewahren. Kardinal Marx erinnerte an den von den Nationalsozialisten ermordeten Jesuitenpater Alfred Delp, der noch im Gefängnis den Satz prägte: „Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt.“
 
Zugleich rief Marx die Gläubigen dazu auf, sich ihres Glaubens zu vergewissern. Es genüge nicht, zu glauben, „nur weil es Tradition ist“. Vielmehr müsse jeder einzelne sich immer wieder neu auf den Weg machen, „neugierig zu wissen: Wer ist dieser Gott?“ Der Kardinal warnte vor der Gefahr, „gelebt zu werden“, davor, dass andere und die Umstände bestimmten, wie der einzelne zu leben habe. Entscheidend sei, „sich immer wieder neu auszurichten, zu vergewissern: Wozu bin ich da? Was hat mein Leben mit Gott zu tun?“ Auch wenn Gott „größer ist als alles, was Menschen denken können“, so könne doch jeder, wenn er auf das Leben Christi schaue, eine Ahnung erhalten, „was Gott sein könnte“.
 
Die Mehrzahl der Firmbewerber hat sich in der Glaubensorientierung der Erzdiözese München und Freising in St. Michael auf den Empfang des Sakramentes vorbereitet. Sie setzten sich an sieben Abenden gemeinsam mit Pater Peter Waibel SJ mit Themen wie der Gemeinschaft der Glaubenden, den Sakramenten sowie Schuld und Vergebung auseinander. Dazu kommen Bewerber, die sich in ihren Heimatgemeinden im Erzbistum München und Freising auf den Empfang des Sakramentes vorbereitet haben. Etwas mehr als die Hälfte der Firmbewerber im Alter zwischen 20 und 71 Jahren sind Frauen. Neben deutschen sind auch Firmbewerber aus Italien, Schweden, Mexiko, Iran, Bosnien und Herzegowina und Polen dabei. 15 der Firmbewerber konvertieren mit ihrer Firmung.
 
Die Glaubensorientierung der Erzdiözese München und Freising in St. Michael ist Anlaufstelle für Menschen, die sich taufen oder firmen lassen wollen, über einen Wiedereintritt in die katholische Kirche oder eine Konversion zum katholischen Glauben nachdenken. Sie bietet Glaubenskurse und Informationsveranstaltungen an und steht zum persönlichen Gespräch über Glaubensfragen zur Verfügung. (ck)