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Martinszug durch die Münchner Innenstadt

Christen gedenken des Heiligen mit Andachten, Laternenzügen und Martinsspielen
Plakat St. Martin
München, 6. November 2018. Mit einem Laternenzug in der Münchner Innenstadt erinnern Kinder und Erwachsene am Montag, 12. November, um 17 Uhr an den Heiligen Martin. Unter dem Motto „Teilen wie St. Martin“ gestalten Jugendliche von der Katholischen Jungen Gemeinde München und Freising auf dem Marienplatz ein Martinsspiel, bevor der Zug über Weinstraße, Schäfflerstraße, Löwengrube, Maxburgstraße und Ettstraße zur Jesuitenkirche St. Michael in der Neuhauser Straße aufbricht. Er wird angeführt von einem Reiter und begleitet von Domkapitular Hans-Georg Platschek, Leiter der Dompfarrei, und Jesuitenpater Benedikt Lautenbacher, Seelsorger in St. Michael. In der Jesuitenkirche findet eine Andacht statt, anschließend gibt es Kakao und Martinsgebäck für die Kinder. Alle gesammelten Spenden kommen in diesem Jahr einem Projekt von missio München zugute, das Straßenjungen in der philippinischen Region Metro Manila eine Anlaufstelle und Schutz vor Ausbeutung bietet.
 
Am Sonntag, 11. November, um 18 Uhr beginnt der Freisinger Martinszug. Vom Marienplatz aus zieht der Laternenzug, angeführt von einem Sankt-Martin-Darsteller zu Pferde, auf den Domberg. Dort spenden Weihbischof Bernhard Haßlberger, zuständig für die Seelsorgsregion Nord der Erzdiözese München und Freising, und Meye Hoesch de Orellana, Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Freising, den kirchlichen Segen. Ein Martinsspiel und ein Martini-Feuer im Domhof schließen die Veranstaltung ab.
 
Auch zahlreiche weitere Pfarreien, Kindertagesstätten und kirchliche Einrichtungen erinnern an den Heiligen Martin und seine Solidarität mit den Armen. So treffen sich am Sonntag, 11. November, um 17 Uhr die Mitglieder der Pfarrei Christkönig in München-Nymphenburg zu einem Laternenzug mit Pferd und Musik sowie einem anschließenden Martinsspiel in der Kirche. Am Dienstag, 13. November, um 17.30 Uhr beginnt ein Wortgottesdienst zu St. Martin in der Pfarrkirche St. Wolfgang in München-Au-Haidhausen. Anschließend ziehen die Teilnehmer mit Laternen durch das Viertel.
 
Der Heilige Martin von Tours, Frankreich, ist durch seine Solidarität mit den Armen und Schwachen bis heute ein Vorbild. Der Legende nach teilte der Soldat Martin mit seinem Schwert seinen Mantel, um einem frierenden Bettler zu helfen. In der folgenden Nacht soll ihm Christus im Traum erschienen sein. In das zerschnittene Kleidungsstück gehüllt soll er gesagt haben: „Martinus hat mich mit diesem Mantel bekleidet.“ Nachdem Martin die Armee verlassen hatte, lebte und wirkte er unter anderem in der Gegend von Poitiers. Um 372 wurde er von Volk und Klerus zum Bischof von Tours, der Nachbardiözese von Poitiers, gewählt. Der Überlieferung nach wollte er das Amt zunächst nicht annehmen, da er sich nicht würdig genug dafür fühlte, und versteckte sich in einem Gänsestall, wo ihn die schnatternden Vögel verrieten. Martin blieb fast 30 Jahre lang Bischof und kümmerte sich insbesondere um die Armen und um die Verkündigung des Evangeliums. (ct)
 
 
Hinweis:
Eine Übersicht über zahlreiche St.-Martins-Umzüge in der Erzdiözese München und Freising findet sich unter www.erzbistum-muenchen.de/sankt-martin