Freiwillig Engagierte noch besser unterstützen Leitprojekt „Ehrenamt in der Erzdiözese“

Signet Ehrenamt
Das Ehrenamt in der Erzdiözese München und Freising hat viele Facetten. Rund 5.000 Personen sind zum Beispiel als gewählte Mandatsträgerinnen und Mandatsträger Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und etwa 4.500 Mitglieder der Kirchenverwaltungen. Die Pfarrgemeinderäte gestalten die Seelsorge in den Pfarreien maßgeblich mit. Die Kirchenverwaltungen treffen eigenverantwortlich wichtige Entscheidungen zu Immobilien und Personal in den Kirchenstiftungen vor Ort.
Neben solchen gewählten Amtsträgerinnen und Amtsträgern gibt es eine Vielzahl von Freiwilligen, die sich in ihren Pfarrgemeinden, in Verbänden oder kirchlichen Einrichtungen in vielfältiger Weise engagieren: Von der Leitung von Wortgottesdiensten und Andachten, dem Ministranten- oder  Lektorendienst und der Austeilung der Heiligen Kommunion über die Beschaffung des Blumenschmucks in der Kirche bis hin zur Mitwirkung in Chören und Musikgruppen reicht die Beteiligung im Hinblick auf die Liturgie vor Ort. Die Mitglieder von sozial-caritativ orientierten Kreisen besuchen Alte und Kranke zu Hause oder auch in Einrichtungen und Kliniken. Viele sind aktiv im Bereich Bildung, etwa indem sie Kurse bei der Erwachsenenbildung anbieten. Dazu kommen alle, die sich in Jugend- oder Frauengruppen engagieren. Insgesamt über 200.000 Ehrenamtliche gibt es in der Erzdiözese. Diese Zahl macht deutlich: Ohne die vielen Engagierten geht es nicht in der Kirche.
Ehrenamts-Workshop 1
In einem ersten Workshop sind Haupt- und Ehrenamtliche zusammengekommen, um Ideen zu sammeln, wie Engagierte bestmöglich unterstützt werden können
Das Leitprojekt „Ehrenamt und freiwillig Engagierte in der Erzdiözese München und Freising“ nimmt die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten, die es bisher für Ehrenamtliche und Freiwillige gibt, in den Blick. Diese sollen überprüft und optimiert werden, es soll auch die Frage nach möglichen Lücken gestellt und überlegt werden, wie Synergien entdeckt und genutzt werden können. All dies kann sinnvollerweise nur zusammen mit in diesem Feld aktiven Akteurinnen und Akteuren wie den Rätevertretungen, den Verbänden, Bildungseinrichtungen und Dachverbänden und natürlich im Kontakt mit den Ehrenamtlichen und Freiwilligen selbst angegangen werden.

Informationen liefern und ansprechbar sein

„Ein wesentliches Ziel dieses Leitprojekts ist es, den Ehrenamtlichen schnell die Informationen zu bieten, die sie brauchen“, so Thomas Hoffmann-Broy, Fachreferent Gesamtstrategie im Erzbischöflichen Ordinariat. Das kann von geeigneten Fortbildungsangeboten bis hin zur Auskunft über versicherungsrechtliche Fragen reichen, wenn bei der Ausübung des Ehrenamts etwas schief gegangen ist und vielleicht im Einzelfall auch ein Schaden entstanden ist.
Für Ehrenamtliche und freiwillig Engagierte stehen zahlreiche Abteilungen und Einrichtungen im Ordinariat als Ansprechpartner zur Verfügung. Je nachdem, in welchem Bereich sie tätig sind, ist das zum Beispiel der Diözesanrat, die Erzbischöfliche Finanzkammer, das Erzbischöfliche Jugendamt oder eine Fachabteilung wie die für Seniorenpastoral. Ein Ziel des Leitprojekts ist, eine zentrale Informationsstelle und eine bessere Vernetzung zu schaffen. (rif)