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Neuer Leiter für Archiv und Bibliothek der Erzdiözese

Johannes Merz tritt Nachfolge von Peter Pfister an
Prof. Johannes Merz
Prof. Johannes Merz, © privat
München, 1. April 2019. Zum 1. April übernimmt Johannes Merz, 54, die Leitung des Archivs und der Diözesanbibliothek der Erzdiözese München und Freising. Er tritt damit die Nachfolge von Archiv- und Bibliotheksdirektor Peter Pfister an, der zum 1. Juli 2018 in den Ruhestand getreten ist. Pfister hatte das Archiv seit 1998, die Diözesanbibliothek seit 2008 geleitet.
 
Der aus Unterfranken stammende Merz war zuletzt Kanzler im Bischöflichen Ordinariat Würzburg,  von 2003 bis 2015 leitete er Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg. Merz verantwortete 2017 die überregional breit wahrgenommene Ausstellung zu Fürstbischof Julius Echter 2017. Auf seine Initiative gehen auch die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zur Bewahrung von gefährdeten kirchlichen Bibliotheksbeständen zurück. Nach der Promotion in Geschichte 1992 wirkte Merz zunächst als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Bayerische Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München und ab 1997 in der Kommission für bayerische Landesgeschichte an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1999 habilitierte er sich für Mittlere und Neuere Geschichte in München, wo er 2006 zum Außerplanmäßigen Professor ernannt wurde. 2011 folgte der Wechsel als Außerplanmäßiger Professor an die Universität Würzburg.
 
Der verheiratete Vater von drei erwachsenen Söhnen will mit Archiv und Bibliothek dem Vergessen in der Gesellschaft entgegenwirken: „Die toten Buchstaben müssen zum Leben erweckt werden. Dafür werden wir den eingeschlagenen Weg der Digitalisierung konsequent weitergehen“, erklärt Merz. Darüber hinaus könnten „Kompetenz, Phantasie und Kooperationsbereitschaft unserer Fachleute Brücken für Wissenschaft und Öffentlichkeit bauen, um allen den für sie passenden Zugang zu den Quellen zu öffnen“.
 
Das Archiv des Erzbistums gehört zu den bedeutendsten Kirchenarchiven Deutschlands. Es archiviert die Unterlagen der Bistumsverwaltung und betreut zugleich die Archive von über 750 Pfarreien und anderen kirchlichen Einrichtungen im Bistumsgebiet. Im Sommer 2019 wird die Freischaltung zahlreicher wichtiger Archivalien zur kostenlosen Online-Nutzung erfolgen. Die Diözesanbibliothek mit einem Gesamtumfang von über 450.000 Bänden besitzt wertvolle historische Altbestände und sammelt fortlaufend aktuelle Literatur zu Bistumsgeschichte, Theologie und kirchlicher Kultur. Kürzlich wurde der herausragende Buchbestand des aufgelösten Birgittenklosters Altomünster übernommen, katalogisiert und digital der Forschung zugänglich gemacht. (ck)