Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit in der Erzdiözese München und Freising

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Papst Franziskus hat am 13. März 2015 ein Außerordentliches Heiliges Jahr der Barmherzigkeit angekündigt. Es wurde am 8. Dezember 2015, 50 Jahre nach Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils, vom Papst in Rom eröffnet, und endet am 20. November 2016, dem Christkönigssonntag.

Ein Heiliges Jahr soll die Erneuerung des Glaubens fördern und ist mit einem besonderen Ablass verbunden. Heilige Jahre finden regulär alle 25 Jahre statt, zuletzt im Jahr 2000. Außerordentliche Heilige Jahre gibt es seit dem 16. Jahrhundert.
 
In diesem Heiligen Jahr sind Sie neben Pilgerreisen und Wallfahrten besonders dazu eingeladen, sich in neuer Weise der Barmherzigkeit Gottes zu öffnen. Die offene Heilige Pforte steht für die Zusage, dass uns die Barmherzigkeit Gottes entgegenkommt und die Aufgabe, die empfangene Liebe und Barmherzigkeit in unsere Welt hinein zu tragen. Nach beiden Seiten, zu Gott hin und zur Welt hin, ist diese Tür geöffnet.

Das Heilige Jahr wird nicht nur in Rom begangen, sondern in der ganzen Weltkirche, auch hier in der Erzdiözese München und Freising mit besonderen Feiern und Veranstaltungen. Das erste Mal wird es Heilige Pforten auf Wunsch des Papstes auch außerhalb Roms geben. Deshalb werden im Heiligen Jahr in acht Kirchen der Erzdiözese „Pforten der Barmherzigkeit“ geöffnet. Am 3. Adventssonntag, 13. Dezember, hat der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, die Pforte der Barmherzigkeit im Münchner Liebfrauendom geöffnet. Am selben Tag wurden auch die Pforten in sechs weiteren Kirchen geöffnet, die Pforte der Klosterkirche Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck wurde am Samstag vor dem 4. Adventssonntag, 19. Dezember, eröffnet.


„Das Heilige Jahr rückt die große Tür der Barmherzigkeit Gottes ins Blickfeld, doch es geht auch um die kleinen Türen unserer offenen Kirchen, damit dort der Herr eintreten kann oder damit in unseren Strukturen, in denen unser Egoismus den Herrn gefangen hält, hinauslassen kann. … Die Kirche ist gleichsam die Pförtnerin des Hauses des Herrn, die immer wieder auf die Stimme Jesu Christi hört. Und in diesem Sinne stehen wir vor dem Heiligen Jahr. Es wird konkret Heilige Pforten geben, doch die Tür der Barmherzigkeit Gottes ist noch größer! So soll auch die Tür unseres Herzens sein, damit wir alle die Vergebung Gottes empfangen oder unsere Vergebung schenken und alle aufnehmen, die an unsere Tür klopfen.“ (Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 18.11.2015)