Feier des Palmsonntags und der Kar- und Ostertage

Erzbischof Kardinal Reinhard Marx steht festlichen Gottesdiensten im Liebfrauendom vor
München, 18. März 2024. Den Palmsonntag, die Kar- und Ostertage als Höhepunkt des Kirchenjahres feiern die Gläubigen im Erzbistum München und Freising mit festlichen Gottesdiensten. Von Gründonnerstag, 28. März, bis Ostersonntag, 31. April, gedenken sie des Leidens, des Todes und der Auferstehung Jesu Christi, die im Mittelpunkt des christlichen Glaubens stehen.
 
In welcher Pfarrei welche Gottesdienste stattfinden, lässt sich über die Gottesdienst-Suche auf der Internetseite des Erzbistums München und Freising herausfinden unter www.erzbistum-muenchen.de/gottesdienste-veranstaltungen. Einen Überblick über Veranstaltungen in der Landeshauptstadt bietet zudem der Münchner Begleiter für die Fasten- und Osterzeit, der unter www.ostern-in-muenchen.de online ist. Der bundesweite Ökumenische Jugendkreuzweg 2024 unter dem Titel „Dein POV“ greift die in den sozialen Medien übliche Abkürzung für „Point of view“ auf und nimmt Bezug auf die vielfältigen Blickwinkel, aus denen junge Menschen die Welt wahrnehmen, Informationen dazu gibt es unter www.jugendkreuzweg-online.de.
 
Angebote für Menschen mit Hörbehinderung
Der Festgottesdienst und die Prozession am Palmsonntag, 24. März, 9 Uhr, in der Mühlfeldkirche (Salzstraße 35) in Bad Tölz werden in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt. In Gebärdensprache und Lautsprache wird die Kreuzwegandacht am Karfreitag, 29. März, um 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Elisabeth (Breisacher Straße 9a) in München-Haidhausen gefeiert; in der Kirche gibt es eine Induktionsschleife für Menschen, die entsprechende Hörgeräte tragen. Im Anschluss an die Andacht gibt es ein Fastensuppenessen. Die Osternacht am Abend des Karsamstag, 30. März, 19 Uhr, in St. Elisabeth, wird ebenfalls in Laut- und Gebärdensprache gefeiert.
 
Palmsonntag
Im Münchner Liebfrauendom feiert Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, am Palmsonntag, 24. März, um 10 Uhr eine feierliche Bischofsmesse zur Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem. Bei günstigem Wetter beginnt die Feier im Freien am Dombrunnen auf dem Vorplatz des Domes mit der Segnung der Palmzweige und dem Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem, anschließend zieht die Gemeinde in einer feierlichen Prozession um den Liebfrauendom und über das Hauptportal in die Kathedrale. Der Gottesdienst wird von der Mädchenkantorei, den Domsingknaben und den Dombläsern unter der musikalischen Leitung von Gabriele Steck und Domkantor Benedikt Celler mit liturgischen Gesängen und Passionsliedern gestaltet. Die Kollekte kommt den Christen im Heiligen Land zugute. Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream. Bei der Vesper um 17.15 Uhr trägt, musikalisch geleitet von Dommusikassistent Vinzenz Doering, die Schola des Domchors mehrstimmige Vespergesänge vor.
 
Chrisammesse
Am Mittwoch, 27. März, 17 Uhr feiert Kardinal Marx im Münchner Liebfrauendom die Chrisammesse, bei der die heiligen Öle für die Spendung der Sakramente geweiht werden: Chrisam, das bei der Taufe, der Firmung, der Priester- und Bischofsweihe sowie der Altar- und Kirchweihe verwendet wird, Krankenöl für die Krankensalbung und Katechumenenöl für die Taufe. Das Vokalensemble der Dommusik, die Capella Cathedralis und die Dombläser gestalten den Gottesdienst unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler mit der Missa „Tibi laus, tibi gloria“ von Max Eham (1915-2008) sowie „Inveni David“ und anderen Werken von Anton Bruckner (1824-1896). Der Gottesdienst wird live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
 
Karmetten
Am Gründonnerstag, 28. März, Karfreitag, 29. März, und Karsamstag, 30. März, werden Karmetten gefeiert, die aus der Lesehore und der Laudes des Stundengebets bestehen. In diesen Gebetsgottesdiensten werden Psalmen sowie Lesungen aus der Bibel und den Schriften der Kirchenväter vorgetragen. Kardinal Marx feiert die Karmetten im Liebfrauendom am Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag jeweils um 9 Uhr. Die Karmette am Gründonnerstag wird unter der Leitung von Dommusikassistent Vinzenz Doering von der Capella Cathedralis mit Responsorien und anderen Werken von Carlo Gesualdo da Venosa (1566-1613) gestaltet. Am Karfreitag bringt die Capella Cathedralis ebenfalls unter Doerings Leitung Responsorien und Motetten von Orlando di Lasso (1532-1594) zu Gehör. Am Karsamstag tragen Capella Cathedralis und Kantoren der Dommusik unter der Leitung von Dommusikassistent Bastian Fuchs Responsarien und Motetten von Tomás Luis de Victoria (1548-1611) vor. Die Karmetten werden live im Internet übertragen unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
 
Messe vom Letzten Abendmahl
Des Letzten Abendmahls, das Jesus vor seinem Tod mit seinen Jüngern hielt, gedenkt die Messe, die am Gründonnerstag, 28. März, gefeiert wird. Beim Gloria erklingen in diesem Gottesdienst zum letzten Mal Orgeln und Glocken, bevor sie bis zur Feier der Osternacht verstummen. Nach der Messe wird das Allerheiligste, Christus in Gestalt der konsekrierten Hostien, zur Aufbewahrung an einen gesonderten Ort gebracht. Kardinal Marx feiert die Messe vom Letzten Abendmahl um 19 Uhr im Liebfrauendom. Die Junge Domkantorei unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler gestaltet die Feier mit der „Deutschen Liturgie“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) sowie „Christus factus est“ und anderen Werken von Anton Bruckner (1824-1896). Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
 
„Kreuzweg der Völker“
Tausende Gläubige aus mehr als 20 Sprach- und Volksgruppen begehen am Karfreitag, 29. März, die traditionelle Karfreitagsprozession „Kreuzweg der Völker“ in der Münchner Innenstadt. Sie gedenken entlang der 14 Kreuzwegstationen des Leidensweges Jesu. Nach der Eröffnung um 10 Uhr in der Jesuitenkirche St. Michael (Neuhauser Straße 6) mit Segnung der Kreuze für die Teilnehmenden zieht die Prozession durch die Neuhauser und die Kaufingerstraße zum Marienplatz, wo eine Andacht den Kreuzweg abschließt. Die Stationen auf dem Prozessionsweg werden von deutschen und muttersprachlichen Gemeinden gestaltet. Dazu werden Lieder in den jeweiligen Muttersprachen gesungen; Meditationstexte nehmen Bezug auf die Kreuzwegandacht von Romano Guardini. Generalvikar Christoph Klingan, zuständig für die Seelsorgsregion München, steht dem Kreuzweg und der großen Kreuzwegandacht am Marienplatz vor, bei der für Frieden in der Ukraine und im Heiligen Land gebetet wird. Bischof Bohdan Dzyurakh, der Apostolische Exarch der Ukrainischen Katholischen Kirche des byzantinischen Ritus‘ in Deutschland und Skandinavien, hat seine Teilnahme zugesagt. Dem ökumenischen Gedanken folgend, sind auch Vertretende anderer Kirchen und Riten zu der Kreuzwegandacht eingeladen.
 
Feier vom Leiden und Sterben Christi
In der Regel um 15 Uhr – der in den Evangelien genannten Todesstunde Jesu – beginnt in den katholischen Kirchen am Karfreitag, 29. März, die Feier vom Leiden und Sterben Christi mit Wortgottesdienst, Kreuzverehrung und Kommunion. Kardinal Marx feiert den Gottesdienst um 15 Uhr im Münchner Liebfrauendom. Der Domchor, die Capella Cathedralis und Solisten bringen unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler die „Johannespassion“ von Heinrich Schütz (1585-1672), Motetten von Gregorio Allegri (1582-1652) und Tomás Luis de Victoria (1548-1611) sowie „Vexilla regis” von Anton Bruckner (1824-1896) zu Gehör. Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
 
Heiliges Grab
In zahlreichen Pfarreien des Erzbistums sind die Gläubigen am Karfreitag, 29. März, und Karsamstag, 30. März, zum Gebet und zur persönlichen Andacht vor dem Heiligen Grab eingeladen, das im Altarraum, in der Krypta, in einer Seitenkapelle oder an einem anderen Ort in der Kirche aufgebaut und dem Grab Jesu Christi nachempfunden wird. Der Liebfrauendom ist für das Gebet am Heiligen Grab in der Krypta am Karfreitag von 17 bis 21 Uhr zugänglich, am Karsamstag von 10.30 bis 17 Uhr. Von 17 bis 20 Uhr ist der Dom am Karsamstag geschlossen.
 
Feier der Osternacht
In der Osternacht, der Nacht von Karsamstag, 30. März, auf Ostersonntag, 31. März, feiern die Gläubigen die Auferstehung Jesu Christi. Die Gemeinden kommen am späten Abend des Karsamstags oder am frühen Morgen des Ostersonntags zu feierlichen Gottesdiensten zusammen. Besondere Bestandteile dieser Gottesdienste sind Lichtfeier und Osterlob, Lesungen aus dem Alten Testament sowie die Tauffeier, bei der Christinnen und Christen ihr Taufversprechen erneuern. Im Liebfrauendom beginnt die Feier der Osternacht mit Kardinal Marx am Karsamstag, 30. März, um 21 Uhr. Das Vokalensemble des Domchors gestaltet unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler und Dommusikassistent Vinzenz Doering die Feier der Osternacht unter anderem mit Motetten von Orlando di Lasso (1532-1594) und Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594). Am Ende des Gottesdienstes steht die Speisensegnung. Dafür bringen Gottesdienstbesucher traditionell Weihekörbe mit, in denen sich Eier, Brot, Butter und andere Speisen für das Osterfrühstück befinden. Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
 
Gottesdienste am Ostersonntag
Mit feierlichen Gottesdiensten begehen die Gemeinden am Ostersonntag, 31. März, das Hochfest der Auferstehung des Herrn. Auch zum Abschluss der Osterhochämter werden vielerorts mitgebrachte Speisen gesegnet. Im Liebfrauendom feiert Kardinal Marx um 10 Uhr das Pontifikalamt. Domchor, Junge Domkantorei, Domorchester und Solisten gestalten unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler den Gottesdienst mit der „Missa in tempore belli“ von Joseph Haydn (1732-1809), die auch als „Paukenmesse“ bekannt ist. Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream. Um 17 Uhr beginnt eine Vesper mit Kardinal Marx, bei der Max Ehams (1915-2008) „Feierliche Vesper an Ostern“, „Haec dies“ von Caspar Ett (1788-1847) sowie Georg Friedrich Händels (1685-1759) „Halleluja“ erklingen. Es musizieren die Domsingknaben, die Mädchenkantorei, die Junge Domkantorei und die Dombläser unter der Leitung von Dommusikassistent Bastian Fuchs. Die Vesper wird ebenfalls unter www.erzbistum-muenchen.de/stream übertragen.
 
Gottesdienste am Ostermontag
Auch am Ostermontag, 1. April, feiern die Gemeinden festliche Gottesdienste. Im Liebfrauendom beginnt der Festgottesdienst um 10 Uhr. Der Frauenchor der Capella Cathedralis gestaltet ihn unter der Leitung von Domkantor Benedikt mit der Missa brevis „Surrexit Christus“ von Enjott Schneider (geboren 1950). Dieser Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream. Die Vesper am 17.15 Uhr wird von Solisten der Capella Cathedralis mit mehrstimmigen Vespergesängen gestaltet, die musikalische Leitung beider Gottesdienste liegt bei Dommusikassistent Vinzenz Doering. (glx)
 
 
Hinweis:
Journalistinnen und Journalisten, die vor Ort an den Gottesdiensten teilnehmen wollen, werden um Anmeldung gebeten unter E-Mail pressestelle@eomuc.de oder Telefon 089/2137-1263.