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Rosenkranzmonat Oktober

Rosenkranzgebet an der Mariensäule und „Güldener Rosenkranz“ in St. Peter mit Kardinal Marx
Rosenkranzgebet Mariensäule 2016
München, 4. Oktober 2016. Im Monat Oktober wird in der katholischen Kirche das Rosenkranzgebet, das die Gottesmutter Maria in den Mittelpunkt stellt, besonders gepflegt. In zahlreichen Gemeinden kommen die Gläubigen regelmäßig zu gemeinsamen Rosenkranzandachten zusammen. Auch an der Mariensäule auf dem Münchner Marienplatz wird traditionell der Oktoberrosenkranz gefeiert: Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, betet am Donnerstag, 13. Oktober, um 19 Uhr den „Glorreichen Rosenkranz" an der Mariensäule auf dem Marienplatz, bei ungünstiger Witterung im Liebfrauendom. Die musikalische Gestaltung übernehmen die Münchner Dombläser. Die Rosenkranzandacht erinnert auch an das Sonnenwunder von Fátima am 13. Oktober 1917. Der Überlieferung nach soll damals die Sonne am Himmel getanzt und sich schließlich auf die Erde zubewegt haben.
   
Das meditative Rosenkranzgebet ist eine festgelegte Abfolge der Grundgebete Vater Unser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater, die während des Betens am Rosenkranz, einer Gebetskette, abgezählt werden. In die Grundgebete werden die sogenannten Gesätze eingeschoben, Verse über das Wirken Jesu Christi. Häufig wird das Rosenkranzgebet nach den jeweils verwendeten Gesätzen benannt. Traditionell gibt es den freudenreichen, den schmerzhaften, den glorreichen und den lichtreichen Rosenkranz, oft werden aber auch andere, dem Anlass oder Thema entsprechende Gesätze verwendet.
 
Dass der Oktober als Rosenkranzmonat gilt, geht zurück auf die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1751, bei der die christlichen Mittelmeermächte überraschend über das Osmanische Reich siegten. Da Rosenkranz-Bruderschaften am Tag der Schlacht um den Sieg gebetet hatten, führte Papst Pius V. für den Jahrestag ein Rosenkranzfest ein. Heute wird es am 7. Oktober als „Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz“ begangen. Papst Leo XIII. nahm es zum Anlass, die Gläubigen zum täglichen Rosenkranzgebet im ganzen Oktober aufzurufen.
 
Marienmonat ist neben dem Oktober auch der Mai, in dem vielerorts Andachten und Prozessionen abgehalten und Marienaltäre aufwändig geschmückt werden. Dabei haben die bayrischen Gläubigen eine besonders enge Beziehung zu Maria. Die Mariensäule auf dem Münchner Marienplatz wurde 1638 auf Anweisung von Kurfürst Maximilian I. zu Ehren der Gottesmutter und aus Dankbarkeit dafür errichtet, dass München während des 30-jährigen Krieges unversehrt blieb. Papst Benedikt XV. benannte Maria offiziell als Schutzfrau Bayerns. 1917 wurde das Fest der Patrona Bavariae erstmals in allen bayerischen Diözesen begangen. (ck)