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Siegerentwürfe für Diözesanmuseum werden präsentiert

Generalvikar Beer, Museumsdirektor Kürzeder und Finanzdirektor Reif stellen Ergebnisse vor / Pläne zu eingereichten Vorschlägen können zwei Tage lang auch öffentlich eingesehen werden
Freising/München, 22. Juni 2015. Die in einem Architekturwettbewerb ermittelten Siegerentwürfe für die Weiterentwicklung und Neugestaltung des Diözesanmuseums für christliche Kunst der Erzdiözese München und Freising werden vorgestellt bei einer
 
Pressekonferenz
am Dienstag, 23. Juni, um 11 Uhr
im Freisinger Saal (EG) des Diözesanmuseums Freising, Domberg 21.
 
Der Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, Peter Beer, Museumsdirektor Christoph Kürzeder, der Erzbischöfliche Finanzdirektor Markus Reif und der Vorsitzende des Preisgerichts, Wolfgang Riehle, werden die Siegerentwürfe vorstellen. Das Diözesanmuseum zählt mit seinen rund 40.000 Exponaten zu den größten kirchlichen Museen der Welt. Sein Spektrum deckt alle wichtigen Bereiche religiöser Kunst und Kultur und alle Epochen der europäischen Kunstgeschichte ab.
 
Das neu gestaltete Museum soll die Sammlung attraktiver präsentieren, Sonderausstellungsflächen schaffen und das Profil des Museums als kirchliche Einrichtung schärfen. Die Planung soll sowohl die historische Bausubstanz berücksichtigen, bestehende Mängel wie zum Beispiel am Tragwerk und insbesondere beim Brandschutz beseitigen und eine zeitgemäße und nachhaltige Architektur repräsentieren. Die Umgestaltung soll dabei helfen, das Museum auch überregional noch bekannter und anziehender zu machen. Auch die Zahl der Sonderausstellungen soll erhöht und das museumspädagogische Angebot ausgebaut werden. Schon jetzt wird die Museumspädagogik trotz der gegenwärtigen Schließung des Hauses stark nachgefragt: Bis Mitte Juni besuchten bereits fast 3000 Kinder und Erwachsene, darunter hauptsächlich Kommuniongruppen, Teilnehmer an Familienworkshops und Schüler, verschiedene Seminare.
 
Eines der vorrangigen Ziele ist zudem die Verbesserung der Infrastruktur des Gebäudes. Besonders gewünscht sind eine klare und durchgängige Gebäudekonzeption und ein flexibles Ausstellungskonzept. Geplant ist auch, Synergien mit weiteren Gebäuden und Einrichtungen auf dem Domberg wie zum Beispiel dem Kardinal-Döpfner-Haus, dem Bildungszentrum der Erzdiözese, zu schaffen. Die Kosten für die Neugestaltung und Weiterentwicklung des Diözesanmuseums werden auf 30 Millionen Euro geschätzt.
 
Zentral für die Umgestaltung des Museums wie des gesamten Dombergs ist die Idee, dass sich das Angebot stärker auf die moderne plurale Gesellschaft hin öffnen und in diese hineinwirken soll. Unter diesem Zeichen steht auch der Planungswettbewerb der Architekturbüros für das Museum. Das Preisgericht ist deshalb so zusammengesetzt, dass eine möglichst große Vielfalt an unterschiedlichen Gruppen beteiligt ist und relevante Fragestellungen repräsentiert sind.
 
Fachpreisrichter sind fünf Architekten, die langjährige Erfahrung im Bereich der Planung und Realisierung von Museen einbringen, und der Leiter des Ressorts Bauwesen und Kunst im Erzbischöflichen Ordinariat, Ordinariatsdirektor Hans-Jürgen Dennemarck. Die fünf Sachpreisrichter sind der Sprecher des Priesterrats, Monsignore Michael Bartmann, der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum, Hans Tremmel, der Oberbürgermeister der Stadt Freising, Tobias Eschenbacher, Museumsdirektor Kürzeder und der Erzbischöfliche Finanzdirektor Reif.

Als Berater konnten hochrangige Experten gewonnen werden: der Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, Mathias Pfeil, der Leiter des Museums-Pädagogischen Zentrums Bayern, Josef Kirmeier, sowie die Leiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, Astrid Pellengahr. Seine Expertise für Bauprozessmanagement und Immobilienentwicklung bringt der Leiter des gleichnamigen Lehrstuhls an der Technischen Universität München, Josef Zimmermann, ein.

Auch Mitglieder anderer Religionen haben Beratungsfunktionen: So ist mit Bayram Türksezer vom Interkulturellen Dialogzentrum ein Vertreter der muslimischen Glaubensgemeinschaft berufen worden. Die jüdische Glaubensgemeinschaft repräsentiert in dieser Funktion der Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Abi Pitum. Die in Bayern lebenden Türken und damit die größte Bevölkerungsgruppe im Freistaat mit Migrationshintergrund vertritt der Vorsitzende des Rats der Türken in Bayern, Bülent Tulay.

Zudem zählen die Leiterin des Ressorts Bildung im Ordinariat, Sandra Krump, der Umweltbeauftragte und der Schwerbehindertenvertreter der Erzdiözese zu diesem Kreis, der helfen soll, möglichst sämtliche relevanten Belange in die Entscheidung miteinzubeziehen.

Die beim Wettbewerb eingereichten Vorschläge der Architekturbüros sind von Freitag, 26. Juni, bis Samstag, 27. Juni, auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie können jeweils von 10 bis 17 Uhr in Form von Plänen im Freisinger Saal im Erdgeschoss des Diözesanmuseums eingesehen werden. (uq)
 
 
Hinweise:
Medienvertreter werden gebeten, sich zu der Pressekonferenz anzumelden unter Telefon 089/2137-1263 oder per E-Mail an pressestelle@erzbistum-muenchen.de.
Alle Informationen zur Um- und Neugestaltung des Dombergs finden sich unter www.domberg-freising.de im Internet. Dort wird am Tag der Pressekonferenz auch ein Download-Bereich mit Informationen zu den Siegerentwürfen eingerichtet werden.