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Gemeinsam durch die Fastenzeit Ideen für die sieben Wochen von Aschermittwoch bis Ostern für Eltern, Kinder und Familie

Junge zeigt fröhlich einen angebissenen Apfel
Mal bewusst auf Leckereien verzichten, um wieder einfache Dinge wie einen Apfel schmecken und genießen zu können – auch das ist Fasten. (Foto: imago/Westend61)
Fastenzeit ist Experimentierzeit! Die 40 Tage von Aschermittwoch bis Ostern laden uns ein, aus alten Gewohnheiten auszubrechen, unsere Komfortzone zu verlassen, Neues zu wagen. Das kann anstrengend sein. In jedem Fall ist es spannend  und eine bereichernde Erfahrung für die ganze Familie.

So habe ich gefastet – Erfahrungen

"In unserer Mädchengruppe haben wir uns was Neues ausgedacht. Keine Süßigkeiten zu essen, ist ja was für die Kleinen. Also: Wir wollen nicht schlecht reden über andere, auch nicht am Handy. Das ist gar nicht so einfach, weil manche ja wirklich doof sind."
Mädchen, 11 Jahre

"Und worauf fastest du? Mit dieser Frage hat mich unser Großer (11) ins Schwitzen gebracht. Er hat mir nämlich einen sehr konkreten Vorschlag gemacht: Ich soll darauf verzichten, beim Abendessen immer von der Arbeit zu reden."
Vater, 43 Jahre
 
"Ich habe mir zwei Sachen überlegt: Keine Ausdrücke zu meinem Bruder sagen oder im Treppenhaus nicht rumschreien. Ich probier‘ das mit dem Rumschreien, Mama hat mir versprochen, mich zu erinnern, wenn ich es vergesse."
Junge, 7 Jahre
 
"Jeden Tag zehn Minuten früher aufstehen: Ich hab’s geschafft, letztes Jahr in der Fastenzeit jeden Tag mit einem Abschnitt aus dem Markusevangelium – das ist das Kürzeste – zu beginnen. Was ich nicht verstanden habe, habe ich überlesen. Was mich berührt hat, habe ich mit in meinen Tag genommen: „Gottesliebe und Nächstenliebe – kein anderes Gebot ist größer als diese beiden“ (Mk, 12), da fühlt sich der Tag gleich anders an. Es war aufregend!"
Mutter, 34 Jahre

Ideen für die Fastenzeit in der Familie

Armband an Handgelenk
Ich habe mir was vorgenommen! Ein Armband als Erinnerung und Zeichen der Gemeinschaft. (Foto: imago/Niehoff)
Sie können in der Familie miteinander besprechen, welche Experimente Sie in der Fastenzeit ausprobieren wollen, das kann ein gemeinsames Experiment sein, es kann sich aber auch jeder in der Familie ein eigenes Experiment überlegen.

Um sich gegenseitig an den Vorsatz zu erinnern, können Sie mit den Kindern kleine Armbänder anlegen, etwa aus einer einfachen Schnur. Das unterstützt alle, sich an den Fastenvorsatz zu erinnern und verbindet sie miteinander in der Fastenzeit.

Gut ist es, regelmäßig zehn Minuten einzuplanen, in denen Sie miteinander über Ihre Erfahrungen sprechen. In dieser Experimentierzeit sind Kinder wie Erwachsene Lernende; gönnen Sie sich und Ihrem Kind die Erfahrung, von gleich auf gleich miteinander zu reden. Habe ich geschafft, was ich mir vorgenommen habe? Wie war das? Und wie ging es mir dann? Manchmal werde ich es auch nicht schaffen – auch das ist eine wichtige Erfahrung. 
     

Fasten mit allen Sinnen

Mit den Augen fasten: mal weniger Fernsehen, Computer, Internet
... um das zu sehen, was wir sonst übersehen
... um Vertrautes mit neuen Augen wahrzunehmen
... um zu spüren, wie sehr mein Alltag von den Medien geleitet wird
 
Mit den Ohren fasten: mal weniger Radio und iPod,
... um auf das zu hören, was wir sonst schnell überhören
... um genauer hinzuhören, was andere uns sagen wollen
... um ruhig zu werden und in uns hineinzuhören
 
Mit dem Mund fasten: mal bewusst auf Leckereien und ausgiebiges Essen verzichten,
... um wieder einfache Speisen und Getränke, wie Brot, Wasser, einen Apfel schmecken und genießen zu können
... um Zeit zu haben, einfache Gerichte gemeinsam vorzubereiten
... um zu erahnen, was Hunger ist
 
Mit den Füßen fasten: mal nicht dauernd hin- und herrennen und ständig unterwegs sein,
... um endlich das lang versprochene Gespräch zu führen
... um nachzudenken und andere Wege gehen
... um erreichbar zu sein für die, die neben mir sitzen wollen
 
Mit den Ohren fasten,...
mit dem Körper fasten,...
mit den Händen fasten…
 
... und wie fastet ihr?


Broschüre Fastenzeit
Die Texte stammen von Robert Benkert, Ute Eberl, Efi Goebel, Hubert Heeg, Rudolf Mazzola und Agnes Passauer. Sie sind entnommen aus der Broschüre "Fastenzeit Wie gewohnt? Ich kann's auch anders", erschienen in der Reihe Hot Spots des Lebens, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung.

Weitere Hefte der Reihe "Hot Spots des Lebens" und Bestellmöglichkeit

Ehe- und Familienpastoral
Schrammerstr. 3
80333 München
Telefon: 089 2137-1244
eheundfamilie(at)eomuc.de
http://www.ehe-und-familie.info
Fachbereichsleiterin:
Agnes Passauer, Pastoralreferentin und Eheberaterin

Themen und Angebote:
- Begleitung von Haupt- u. Ehrenamtlichen in der Familienarbeit vor Ort
- Diözesane Projekte (z.B. Ehepaarsegnung, Ehe-Jubiläen)
- Religiöse Begleitung von Familien, z.B. "Kess-erziehen: staunen - fragen - Gott entdecken"
- Unterstützung von Eltern und Kindern in die Pubertät (MFM-Programm)
- Natürliche Familienplanung (NFP nach Sensiplan)
- Arbeitshilfen, Materialien für die Familienarbeit vor Ort (z.B. Rituale in der Familie, Elternbriefe, Segensgottesdienste und Tag für Paare etc.)
- Kooperation mit Verbänden

Ansprechpartner für die Region West:
Johannes Sporrer
Ansprechpartnerin für die Region Nord:
Sylvia Braun-Schmidtner
Ansprechpartnerin für die Region Nord-Ost:
Cornelia Saumweber
Ansprechpartner für die Region Süd-Ost:
Peter Glaser
Ansprechpartner für die Region München-Ost:
Michael Kafka

Referentinnen für Wertorientierte Sexualpädagogik:
MFM-Programm
mfm(at)eomuc.de
Tel. 089 213-3175
Josiane Wies-Flaig, Dipl. Sozialpädagogin
Katja Haberl, Dipl. Sozialpädagogin

NFP/Sensiplan
nfp(at)eomuc.de
Claudia Wiesner, Ärztin
Tel.: 089 2137-2249

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