Leben (dr)innen neu entdecken Impuls für Freitag, 27. März 2020 von Dr. Maria Kotulek

Tagesevangelium: Joh 7,1-2.10.25-30
Danach zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden ihn zu töten suchten. Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.
Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern im Verborgenen.
Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie zu töten suchen? Und doch redet er in aller Öffentlichkeit und man lässt ihn gewähren. Sollten die Oberen wirklich erkannt haben, dass er der Christus ist? Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Christus kommt, weiß niemand, woher er stammt. Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht von mir aus gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, ist wahrhaftig. Ihr kennt ihn nur nicht. Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat. Da suchten sie ihn festzunehmen; doch keiner legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
zwei verschiedene Hände halten gemeinsam eine Blume
(Foto: Luisella Planeta Leoni / pixabay)
Eine Seelsorgerin hat den Mitarbeiter*innen im Seniorenheim durch das Fenster einen kleinen Gruß gereicht. Sie selber darf nicht mehr hinein und deshalb hat sie zum Dank für die Mitarbeitenden in Pflege, sozialer Begleitung, Hauswirtschaft etc. eine kleine Aufmerksamkeit, eine Schachtel Schokolade und ein paar geschriebene Zeilen, vorbereitet.

Jesus ist der von Gott Gesandte. Er ist nicht von sich aus gekommen, heißt es im heutigen Evangelium. Man könnte etwas anders formulieren: Jesus wurde von Gott gesandt, um in SEINEM Geist zu handeln. Es kommt nicht darauf an, woher jemand kommt oder wer er ist. Es kommt darauf an, im Sinne Gottes zu handeln. Wie es z.B. die Seelsorgerin getan hat: Die Menschen nicht zu vergessen, die im Großen wie im Kleinen Sorge tragen, und ihnen zu danken. Vielleicht kennen Sie jemanden, bei dem Sie sich heute bedanken wollen. Vielleicht wollen Sie sich auch selber etwas Gutes tun. Denn ein Leben in und aus SEINEM Geist hat immer beide Seiten im Blick: die anderen und sich selber. Dabei geht es hier nicht um große Gesten, sondern um kleine Augenblicke der Dankbarkeit „mehrmals täglich angewendet“, wie die Seelsorgerin so wunderbar geschrieben hat.
 
Guter Gott.
In Jesus Christus hast du uns gezeigt,
wie wir an den Menschen handeln sollen.
Stärke uns mit deinem Geist,
damit wir in diesen Tagen auch in aller Kreativität
Sorge tragen können für Menschen,
die unserer Unterstützung bedürfen.
Darum bitten wir dich durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn.
Amen.
 
So segne, begleite und stärke uns, der unsere Wege mitgehende Gott: Der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. – Amen.

Text: Dr. Maria Kotulek

Demenz
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Fachreferentin:
Dr. Maria Kotulek, Pastoralreferentin