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Informationen des Erzbistums München und Freising zum Coronavirus (SARS-CoV-2) und weitere Angebote

Das Erzbistum München und Freising hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage im Zusammenhang mit dem Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) beurteilt und entscheidet, welche Konsequenzen für das kirchliche Leben zu ziehen sind. Generell folgt das Erzbistum dabei den Empfehlungen der Behörden sowie des Robert-Koch-Instituts. Über aktuelle Entscheidungen wird an dieser Stelle informiert.

Donnerstag, 2. April 2020: Pfarreien und Verbände leisten praktische Coronahilfe

Neben vielfältigen geistlichen Impulsen und seelsorglichen Diensten leisten die Pfarreien und Pfarrverbände sowie die sozialen Verbände im Erzbistum München und Freising vielerorts praktische Hilfen während der Coronapandemie. In den Pfarreien und Pfarrverbänden sind das vor allem Einkaufs- und Versorgungsdienste, sei es für durch Corona besonders gefährdete ältere Menschen oder sozial Schwache, die ansonsten über die Tafeln Lebensmittel beziehen. Die Helfer werden aber auch kreativ: Im Pfarrverband Rohrdorf beispielsweise nähen die im Verband der Katholischen Frauengemeinschaften Deutschlands organisierten Mitglieder aktuell Atemschutzmasken. Eine Initiative, die dringend gebraucht wird: So bittet etwa die Behinderteneinrichtung Franziskuswerk Schönbrunn um Mithilfe, die allein dort mindestens 6.000 benötigten Masken zu fertigen.
 
Die Erzdiözese verzeichnet eine steigende Anzahl an Notlagen infolge der Coronakrise und entsprechende Anträge an ihre Hilfsfonds. Mit insgesamt knapp 1,3 Millionen Euro im Jahr unterstützt sie Arbeitslose, notleidende Schwangere und Mütter mit Kindern bis drei Jahren sowie Menschen in allgemeinen Notlagen. Speziell wegen der Coronapandemie wurden die 500.000 Euro im Jahr umfassenden „Konkreten Hilfen“ der Erzdiözese für Flüchtlinge erweitert: Statt wie bisher zum Beispiel Fahrtkosten und Deutschkurse zu bezuschussen, werden nun auch Hilfen zum Lebensunterhalt gewährt. Hintergrund ist, dass viele Flüchtlinge ihre Arbeit verloren haben oder in Kurzarbeit sind und Kurse nicht stattfinden. Ebenfalls im Zuge von Corona wurde die Unterstützung der Malteser-Mahlzeitenpatenschaften für bedürftige Senioren zusätzlich zu den 25.000 Euro jährlich einmalig um 20.000 Euro aufgestockt.

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Mittwoch, 1. April 2020: Im Videoformat „Mittwochsminuten“ zeigt Weihbischof Bischof Wirken der Kirche in Zeiten ohne öffentliche Gottesdienste auf

Weihbischof Wolfgang Bischof sieht die „Dimension der Nächstenliebe“ in Zeiten der Coronakrise und der damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen wachsen. „Die Welt wird enger und kleiner – und trotzdem weitet sie sich, auch in den Herzen der Menschen“, betont der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Süd der Erzdiözese München und Freising in einem Videobeitrag.

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Dienstag, 31. März 2020: Firmungen und Erstkommunionfeiern bis Pfingsten aufgeschoben

Angesichts der Coronapandemie werden im Erzbistum München und Freising alle Firmungen bis Pfingsten aufgeschoben, ausgenommen sind Einzelfirmungen, über die im jeweiligen Fall zu entscheiden ist. Gleichermaßen wird den Pfarreien nachdrücklich empfohlen, auch alle Erstkommunionfeiern bis Pfingsten aufzuschieben. Es gehe darum, den Pfarreien „Orientierung in diesem so zentralen Bereich des pastoralen Handelns“ zu geben, erklären der Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, Christoph Klingan, und die Amtschefin des Erzbischöflichen Ordinariats, Stephanie Herrmann, in einem entsprechenden Schreiben an die pastoralen Mitarbeiter: „Auch den betroffenen Familien ist, wie wir aus vielen direkten Anfragen und Rückmeldungen wissen, daran gelegen, Gewissheit für ihre Planungen bezogen auf die bisher festgesetzten Termine zu bekommen.“ Ihnen sei bewusst, dass damit „so manche Hoffnungen enttäuscht werden“, schreiben Klingan und Herrmann, aber man müsse im Erzbistum angesichts der Coronakrise weiter verantwortlich handeln und den Vorgaben und Empfehlungen von staatlicher wie medizinischer Seite folgen.

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Sonntag, 29. März 2020: Erzbischof ruft auf, aus der aktuellen Krise für das künftige gesellschaftliche Miteinander zu lernen

Kardinal Reinhard Marx hat dazu aufgerufen, aus der aktuellen Krisensituation für das künftige gesellschaftliche Miteinander zu lernen. „Wie können wir die Macht der Verzweiflung, des Egoismus, das Kreisen um sich selbst durchbrechen, wie schaffen wir das in unserer Gesellschaft?“, fragte der Erzbischof von München und Freising bei einem nicht-öffentlichen Gottesdienst in der Sakramentskapelle des Münchner Liebfrauendoms am fünften Fastensonntag, 29. März, der live im Bayerischen Fernsehen und im Internet übertragen wurde. Der Kardinal mahnte: „Kommt ihr heraus aus der Hoffnungslosigkeit, aus der Angst, der Selbstverkrümmung? Denn das ist die Sünde, sich in sich selbst zu verkrampfen.“ Auch, wenn es derzeit buchstäblich um Leben und Tod gehe, wie die Politiker zu Recht betonten, „spüren wir, dass es um mehr geht als dieses irdische Leben, als um Leiden und Sterben: Es geht darum, wie wir leben wollen, was dies für unser Zusammenwirken bedeutet, welche Lehren wir für die Zukunft aus dieser furchtbaren Krise ziehen“.
 
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Donnerstag, 26. März 2020: Erzbischof lädt ein, in aktueller Krise auch über die Sozialen Medien im Gebet verbunden zu bleiben

Kardinal Reinhard Marx lädt die Gläubigen ein, angesichts der wegen der Coronakrise ausgesetzten öffentlichen Gottesdienste gerade auch über die Sozialen Medien in gemeinsamer Andacht miteinander verbunden zu bleiben. Dazu steht ab Freitag, 27. März, um 12 Uhr auf dem Facebook-Kanal der Erzdiözese sowie auf der Website ein Video zur Verfügung, in dem der Erzbischof von München und Freising den „Engel des Herrn“ betet. Besonders Familien wolle er anregen, zuhause gemeinsame Gebetszeiten zu gestalten, betont der Kardinal zu Beginn des Beitrags. Das nach seinem lateinischen Anfangswort auch „Angelus“ genannte Gebet stellt die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria durch den Erzengel in den Mittelpunkt, die Verkündigung des Herrn, die in der katholischen Kirche jeweils am 25. März auch als Fest begangen wird, und damit verbunden die Menschwerdung Gottes.

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Mittwoch, 25. März 2020: Erzbistum München und Freising setzt alle öffentlichen Gottesdienste bis 19. April aus

Aufgrund der Coronakrise und des damit verbundenen allgemeinen Veranstaltungs- und Versammlungsverbots in Bayern sind auch in der Erzdiözese München und Freising bis zumindest einschließlich 19. April alle öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt. Somit sind auch an den Kar- und Ostertagen keine öffentlichen Gottesdienste möglich. „Die Maßnahmen der Regierung sind harte Eingriffe in die Grundrechte der Menschen, auch eine Einschränkung der Religionsfreiheit, wie es sie wohl in unserem Land noch nie gegeben hat“, schreibt der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, in einem Brief an die pastoralen Mitarbeiter des Erzbistums.: „Aber wir wissen und anerkennen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, das Leben möglichst vieler Menschen zu retten. Wir tragen auch Verantwortung für das ganze Gemeinwesen, in dem wir leben.“

Nachdem der Vatikan klargestellt hatte, dass eine Verlegung des Osterfests nicht in Frage kommt, wird Kardinal Marx im Münchner Liebfrauendom die Gottesdienste in der Karwoche und zum Osterfest feiern. Die nicht öffentlich zugänglichen Gottesdienste werden live auf der Internetseite und in den Sozialen Medien des Erzbistums übertragen.
 
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Mittwoch, 25. März 2020: Erzbischof ruft in neuem Videoformat „Mittwochsminuten“ gerade in der Coronakrise zu Zuversicht auf

Gerade in der aktuellen Coronakrise ruft Kardinal Reinhard Marx dazu auf, zuversichtlich zu bleiben: „Gott will Hoffnung stiften in der Gestalt Jesu von Nazareth.“ Gott lasse die Menschen nicht allein: „Er ist bei uns! Er ist in der Gestalt Jesu unser Bruder geworden, besonders der Bruder der Kranken, der Schwachen, der Armen, der Hoffnungslosen“, betont der Erzbischof von München und Freising in einem Videobeitrag. An ihrer Seite sei vor allem auch jetzt der Platz der Kirche.
 
In dem kurzen Film, der im Bischofshaus aufgezeichnet wurde, geht Kardinal Marx auf eine Darstellung der Verkündigungsszene ein, die Künstlerin Brigitte Stenzel 2018 für die Hauskapelle des bischöflichen Wohnsitzes geschaffen hat. Das Bild bringe „das radikal Neue des christlichen Glaubens“ zur Geltung: „Gott wird Mensch! Also einer von uns“. Gott lasse sich auf die ganze Wirklichkeit des Menschen ein, unterstreicht der Erzbischof, „besonders auf das Leiden, auf das Sterben, auf die Hoffnungslosigkeit, ja sogar auf die Sünde“. Dies geschehe, erläutert Marx, weil Gott den Menschen beistehen wolle: „Weil er mit dem, was in der Welt passiert, nicht zufrieden ist. Er möchte mehr, er möchte die Erlösung, die Befreiung. Er möchte die Heilung von Krankheit und Sünde und Angst.“
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Mittwoch, 18. März 2020: Neue Impulse im Videoformat "Mittwochsminuten"

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Weihbischof Bernhard Haßlberger, zuständig für die Seelsorgsregion Nord des Erzbistums München und Freising, den Menschen Mut zugesprochen: „Gott ist da! Er geht mit durch die schwierige Zeit hindurch“, so Haßlberger in einem Videoimpuls, der den Auftakt zur Reihe „Mittwochsminuten“ bildet. Jeweils mittwochs von 12 Uhr an stellt das Erzbistum München und Freising von nun auf allen seinen Kanälen einen geistlichen Videoimpuls online. Am Mittwoch, 25. März, folgt Kardinal Marx mit einem Impuls aus der Kapelle des Bischofshauses.
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Dienstag, 17. März 2020: Erzbistum verstärkt seelsorgliches Onlineangebot

Angesichts der abgesagten öffentlichen Gottesdienste aufgrund der Coronakrise verstärkt das Erzbistum München und Freising sein seelsorgliches Angebot im Internet.

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, feiert am Sonntag, 22. März, um 10 Uhr einen Gottesdienst in der Sakramentskapelle des Münchner Liebfrauendoms, der unter www.erzbistum-muenchen.de/stream im Livestream übertragen wird. Gläubige sind eingeladen, für sich daheim einen Hausgottesdienst zu feiern, entsprechendes Material dazu stellt das Erzbistum zum kommenden Wochenende an dieser Stelle zur Verfügung.
 
Der Erzbischof und die Weihbischöfe des Erzbistums wenden sich jeweils mittwochs mit einem geistlichen Videoimpuls an die Gläubigen. Den Auftakt zu der Reihe „Mittwochsminuten“ macht Weihbischof Bernhard Haßlberger,  dessen Bischofswort am Mittwoch, 18. März, von 12 Uhr auf dieser Website sowie auf den Social-Media-Kanälen des Erzbistums abrufbar ist. Am Mittwoch, 25. März, folgt Kardinal Marx mit einem Impuls aus der Kapelle des Bischofshauses.
 
Mit dem Angebot „Leben (dr)innen neu entdecken“ laden Seelsorger des Erzbistums täglich ein, auch in der Krise geistlich in Verbindung zu bleiben. Ausgehend von einer persönlichen Erfahrung oder Begegnung in Kombination mit biblischen Texten geben sie auf der Internetseite des Erzbistums den Nutzern ab Sonntag, 22. März, täglich geistliche Impulse mit auf den Weg.

Die Telefonseelsorge (Tel. 0800/111 0 222, Mail- oder Chat-Kontakt über www.telefonseelsorge.de) und die Krisen- und Lebensberatung Münchner Insel (Tel.: 089/21 02 18 48, www.muenchner-insel.de) bieten weiterhin Gesprächs- und Beratungsmöglichkeiten an. Welche Fragen viele Menschen derzeit bewegen und wie sich diese beantworten lassen, stellen Mitarbeitende der Telefonseelsorge künftig regelmäßig auf den Social-Media-Kanälen des Erzbistums vor.
 
Das Erzbistum München und Freising setzt alle öffentlichen Gottesdienste vorläufig bis zum 3. April aus. Die Bayerische Staatsregierung hat den landesweiten Katastrophenfall ausgerufen und explizit darauf hingewiesen, dass das allgemeine Veranstaltungsverbot ausdrücklich auch für Zusammenkünfte in Kirchen gilt. Seit vergangenen Sonntag, 15. März, wird bis auf weiteres täglich ein Gottesdienst aus der Sakramentskapelle des Münchner Liebfrauendoms live im Internet und im Radio übertragen, jeweils sonntags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.30 Uhr. Die Live-Übertragung kann unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Von 22. März an werden die Sonntagsgottesdienste auch von einem Gebärdendolmetscher begleitet. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören. Mehr...

Freitag, 13. März 2020: Kardinal Marx wendet sich nach Absage öffentlicher Gottesdienste in Videobotschaft an Gläubige

Nach der Absage aller öffentlichen Gottesdienste im Erzbistum München und Freising bis zum 3. April angesichts der Verbreitung des Coronavirus wendet sich Kardinal Reinhard Marx in einer Videobotschaft an die Gläubigen. Es sei auch für ihn „eine schlimme Nachricht“, dass die aktuelle Lage es erfordere, keine öffentlichen Gottesdienste mehr anzubieten, so der Erzbischof von München und Freising. „Es ist eine schwierige Situation, und die schneidet ein in unser kirchliches Leben.“ Gleichwohl müsse jetzt „Solidarität“ gezeigt und alles getan werden, „um das Ansteckungsrisiko zu vermindern, besonders für die Kranken, für die Alten, für die Schwachen. Alle Fachleute sagen, es muss jetzt etwas geschehen, und da sind wir gefordert“.
 
Es gelte, Verantwortung zu übernehmen für die ganze Gesellschaft und in solidarischer Gemeinschaft zu handeln: Die Kirche sei Teil der Gesellschaft und müsse ihren Beitrag leisten, so der Kardinal. „Die Kirchen bleiben natürlich geöffnet zum Gebet: Wir sind verbunden in der Gemeinschaft des Gebets, besonders beten wir für die Kranken, für die Pflegerinnen und Pfleger, für die Ärzte“, betont Erzbischof Marx. Trotz der Gottesdienstabsage ist Marx überzeugt: „Das ist nicht das Ende des Gebets.“ Auch in Notfällen werde Seelsorge weiter für die Menschen da sein.
 
Von Sonntag, 15. März, an wird bis auf weiteres täglich ein Gottesdienst aus der Sakramentskapelle des Münchner Liebfrauendoms live im Internet und im Radio übertragen, jeweils sonntags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.30 Uhr. Den ersten Gottesdienst am Sonntag, 15. März, um 10 Uhr feiert Domdekan Lorenz Wolf. Am Montag, 16. März, um 17.30 Uhr zelebriert Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, am Dienstag, 17. März, Domkapitular Hans-Georg Platschek, am Mittwoch, 18. März, Diözesanjugendpfarrer Richard Greul. Die Live-Übertragung kann unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören.

Die Verschriftlichung der Videobotschaft richtet sich besonders an Menschen ohne Internetzugriff und kann beispielsweise in Kirchen ausgelegt oder in Briefkästen verteilt werden. Sie finden Sie zur Weiterverteilung hier im Download.

Freitag, 13. März 2020: Erzbistum sagt alle öffentlichen Gottesdienste ab

Das Erzbistum München und Freising sagt aufgrund der Lage im Zusammenhang mit dem Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) alle öffentlichen Gottesdienste ab. Diese Regelung gilt ab sofort bis zum 3. April.
 
Den Verantwortlichen ist bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränkt. Dennoch hat derzeit Vorrang, der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten. Dies erfolgt vor dem Hintergrund weitgehender Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung und nachdrücklicher Empfehlungen des betriebsärztlichen Dienstes der Erzdiözese. Eine Entscheidung über die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, entbindet die Gläubigen für den genannten Zeitraum mit einer Dispens von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen. Die Gläubigen werden ausdrücklich an die Tradition der „geistlichen Kommunion“ erinnert. Diese bedeutet den Empfang des Leibes Christi durch das innere Verlangen nach Jesus Christus im Gebet und die dadurch entstehende geistliche Gemeinschaft der Kirche.
 
Krankensalbungen und Krankenkommunion: Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen auch in dieser Krisensituation an der Seite der Kranken und Sterbenden. Bei einer dringlichen Notwendigkeit (z.B. lebensbedrohlichen Situation) bringen sie – unter Beachtung der besonderen Hygienemaßnahmen – auch weiterhin die Kommunion und spenden die Krankensalbung. Im Allgemeinen wird die Hauskommunion und Krankensalbung aber eingestellt.
 
Beerdigungen finden selbstverständlich weiterhin statt, aber ohne ein Requiem (Totenmesse). Ein solches kann später nachgeholt werden. Die Erzdiözese bittet darum, den Kreis der Anwesenden bei Beerdigungen klein zu halten.
 
Taufen und Trauungen sind zu verschieben. In dringlichsten Ausnahmesituationen können Priester und Diakone das Taufsakrament im engsten Familienkreis spenden.
 
Firmungen sind, wie bereits mitgeteilt, für den Zeitraum bis Ostern zu verschieben.
 
Das Erzbistum empfiehlt, Veranstaltungen, die nicht unbedingt notwendig sind, unabhängig von der Teilnehmerzahl zu verschieben.
 
Kirchen bleiben zu den üblichen Zeiten geöffnet. Die Gläubigen sind zum persönlichen Gebet eingeladen.
 
Die Seelsorger in der Erzdiözese sind natürlich weiter für die Menschen da. Zudem bieten die Mitarbeiter der Telefonseelsorge (0800/111 0 222) Gespräche zum Thema Coronavirus und auch gemeinsame Gebete an. Die Gläubigen sind eingeladen, Gottesdienste mitzufeiern, die in Radio, TV und Internet übertragen werden.

Freitag, 13. März 2020: Allgemeines Dekret von Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising

Um der Ausbreitung des Virus COVID-19 (Coronavirus) durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten und insbesondere die besonders gefährdeten alten und kranken Menschen zu schützen, verfüge ich vor dem Hintergrund weitergehender Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung und nachdrücklicher Empfehlung des betriebsärztlichen Dienstes der Erzdiözese München und Freising mit sofortiger Wirkung die folgenden Maßnahmen:
 
  1. Ab sofort bis einschließlich 3. April 2020 sage ich alle öffentlichen Gottesdienste im Gebiet der Erzdiözese München und Freising ab.
  2. Für den genannten Zeitraum befreie ich alle Gläubigen, die sich im Gebiet der Erzdiözese München und Freising aufhalten, von der Verpflichtung zur Teilnahme an der Messfeier an Sonn- und gebotenen Feiertagen gemäß can. 1247 CIC.
  3. Taufen und Trauungen sind zu verschieben. In dringlichsten Ausnahmesituationen ist es Priestern und Diakonen erlaubt, das Sakrament der Taufe im engsten Familienkreis zu spenden. Sofern nach dem klugen Urteil des Taufspenders die Spendung der Taufe in einem Privathaus geboten ist, wird hiermit die Erlaubnis gemäß can. 860 § 1 CIC erteilt.
  4. Hauskommunion und Krankensalbung werden allgemein eingestellt. Bei dringlicher Notwendigkeit insbesondere in lebensbedrohlichen Situationen besteht weiterhin die Verpflichtung, den Kranken und Sterbenden beizustehen und unter Beachtung der gebotenen Hygienemaßnahmen die Kommunion und die Krankensalbung zu spenden.
  5. Requien (Totenmessen) sind als öffentliche Gottesdienste nicht erlaubt und werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Verstorbenen Gläubigen ist jedoch weiterhin das kirchliche Begräbnis gemäß can. 1176 CIC zu gewähren.
  6. Die Kirchen haben den Gläubigen für das persönliche Gebet zu den üblichen Zeiten offen zu stehen.
Dieses Dekret tritt mit seiner Veröffentlichung in Kraft (vgl. can. 8 § 2 CIC).

Freitag, 13. März 2020: Erzbistum schließt alle Schulen und Kindertagesstätten

Nach der entsprechenden Maßgabe der Bayerischen Staatsregierung schließt das Erzbistum München und Freising von kommenden Montag, 16. März, bis zunächst 19. April alle Schulen und alle Kindertagesstätten in Trägerschaft des Erzbistums, von zugehörigen Stiftungen und der Pfarreien des Erzbistums.
   
Die Bayerische Staatsregierung hatte am Freitag, 13. März, bekanntgegeben, dass angesichts der Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) von Montag bis zum Ende der Osterferien alle Schulen und Kindertagesstätten flächendeckend geschlossen werden. Die Schließungen durch das Erzbistum betreffen 24 Erzbischöfliche Schulen, drei Schulen in Stiftungsträgerschaft sowie 443 pfarrliche und diözesane Kindertageseinrichtungen mit rund 12.000 Schülern und etwa 34.000 Kindern im Krippen- und Kindergartenalter. Mehr...

Donnerstag, 12. März 2020: Erzbistum gibt weitere Empfehlungen an Pfarreien zu Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen heraus

Das Erzbistum München und Freising hat nach ersten Handlungsempfehlungen weitere Hinweise an die Pfarreien zu Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen angesichts der Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) gegeben. Entscheidend sei der Rahmen, in dem sich die jeweilige Veranstaltung vollziehe, zugleich wird auf den Kernauftrag der Kirche verwiesen, gerade bei der Sorge für Kranke und Sterbende: „Dazu gehören wesentlich die Eucharistie, die Krankensalbung und das Bußsakrament. Beerdigungen müssen natürlich stattfinden“, heißt es in dem Schreiben. Auch die Feier der Taufe und der Trauung sei nicht in jedem Fall zu verschieben, sondern könne „unter Beachtung der Hygienevorgaben und Kriterien im kleinen Kreis gefeiert werden“. Bei Taufen und Trauungen mit einer größeren Gästezahl sollte im Gespräch mit den betroffenen Familien der Rahmen angepasst werden oder eine Verschiebung erfolgen. Daneben wird auf die grundsätzliche Empfehlung der Gesundheitsbehörden verwiesen, alle Veranstaltungen, die nicht zwingend jetzt durchgeführt werden müssten, abzusagen oder zu verschieben, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.

Reguläre Firmtermine, die im Zeitraum bis Ostern geplant sind und eine größere Teilnehmerzahl haben, seien zu verschieben. Ob Einzelfirmungen im Einzelfall durchgeführt werden könnten, liege unter Beachtung der besonderen Gegebenheiten im Ermessen des Firmspenders.

Für Gottesdienste allgemein wird empfohlen, dass die Zahl der Teilnehmenden, die sich in einem Kirchen- oder sonstigen Gebetsraum aufhalten, circa 100 nicht übersteigt, vorbeugende Hygienemaßnahmen von allen Anwesenden strikt eingehalten werden und ein ausreichender Abstand zwischen den Mitfeiernden gewahrt bleibt. Daneben wird auf die allgemeinen Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz zur Vermeidung von Ansteckungen in Gottesdiensten und Kirchenräumen verwiesen. Darüber hinaus wird unter anderem angeregt und empfohlen, Türklinken, Geländer und ähnliches regelmäßig zu reinigen und zu desinfizieren sowie für die Kollekte keinen Klingelbeutel oder Körbchen zu verwenden, die von Hand zu Hand weitergegeben werden.

In einer Anlage des Schreibens werden konkrete Kriterien genannt, anhand derer über die Durchführung von Veranstaltungen mit weniger als 500 Teilnehmern entschieden werden soll. Grundsätzlich gelte, dass im Zweifel Veranstaltungen abgesagt oder zeitlich verschoben werden sollten, zum Beispiel Chorproben, Seniorennachmittage, Firmnachmittage oder Erstkommunionvorbereitung. Für die konkrete Beurteilung nennt das Schreiben in einer Anlage Kriterien zur Bewertung von Veranstaltungen, welche die Anzahl und Herkunft der Teilnehmenden, Ansteckungsmöglichkeit und Risikopersonen, etwa erkrankte oder ältere Menschen, betreffen. Hinsichtlich der Ansteckungsmöglichkeit seien Dichte, Art und Dauer des Zusammenkommens zu berücksichtigen, ebenso, ob die Veranstaltung in geschlossenen Räumen oder im Freien stattfinde. Mehr ...

Mittwoch, 11. März 2020: Erzbistum verschiebt Firmungen bis auf weiteres

Ab sofort werden alle Firmungen, die bis Ostern geplant waren, im Erzbistum bis auf weiteres verschoben, um der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen aus unterschiedlichen Regionen sowie Generationen und durch die verstärkte körperliche Berührung (Salbung) nicht Vorschub zu leisten.

Generell sollen Gottesdienste, die einen Ritus mit körperlichem Kontakt mit sich bringen oder bei denen mit einer hohen Dichte an Gläubigen gerechnet wird, etwa Kindergottesdienste, verschoben werden.

Entsprechend den Vorgaben der Staatsregierung dürfen Veranstaltungen, bei denen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu rechnen ist, bis auf weiteres nicht stattfinden, andere Veranstaltungen, die von den Behörden und dem Robert-Koch-Institut genannte Risikokriterien erfüllen, sollten im Zweifel abgesagt oder zeitlich verschoben werden. Beispielsweise sollten Chorproben, Senioren- oder Firmnachmittage im Zweifel abgesagt werden.
 
Des Weiteren wurde bereits jetzt entschieden, den mit einem hohen Vorbereitungsaufwand verbundenen Kreuzweg der Völker, an dem in der Regel mehrere tausend Menschen am Karfreitag in München teilnehmen, dieses Jahr abzusagen. Entscheidungen über weitere zentrale Kar- und Ostergottesdienste im Erzbistum sind noch nicht getroffen und werden je nach Entwicklung der Lage erfolgen.
 
Ausdrücklich bieten die Mitarbeiter der Telefonseelsorge (0800/111 0 222) Gespräche zum Thema Coronavirus und auch gemeinsame Gebete an.

Über Digitalradio sowie auf www.muenchner-kirchenradio.de werden werktäglich um 17.30 Uhr Gottesdienste aus dem Münchner Dom übertragen, sonntags um 10 Uhr, in der Regel ebenfalls aus dem Dom, vereinzelt aus anderen Kirchen des Erzbistums. Mehr ...

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