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Erzdiözese hilft Partnerland Ecuador im Kampf gegen Corona

Zwei Millionen Euro Hilfe auf Unterstützung im Umgang mit Pandemie fokussiert / Aufruf zum Gebet
München, 22. April 2020. Mit einem zwei Millionen Euro umfassenden Paket aus Hilfsfonds im Bereich Gesundheit, Bildung und karitative Hilfen und einem Corona-Nothilfefonds für Ecuador will die Erzdiözese München und Freising ihr von der Corona-Pandemie schwer betroffenes Partnerland unterstützen. Die Gelder sind im Haushalt 2020 eingeplant, ihre Verwendung wird nun auf Hilfen zum Umgang mit den Folgen der Pandemie fokussiert.  Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, gab dazu am Dienstag, 21. April, in einer ersten Tranche Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro frei. Weitere 900.000 Euro werden im Verlauf des Jahres gezielt vergeben. „Damit leisten wir einen Beitrag, um die Folgen der Infektionswelle zu lindern, die die Ärmsten besonders hart trifft und soziale Spannungen in dem Land weiter verschärft“, so Kardinal Marx. Auch Monsignore Thomas Schlichting, der im Erzbischöflichen Ordinariat die weltkirchliche Arbeit verantwortet, betont: „In dieser Situation wollen wir ein Zeichen der Solidarität und der Hilfsbereitschaft zeigen für die Menschen, die von konkreter Armut betroffen sind und am Rande der Gesellschaft stehen.“
 
Das Gesundheitssystem in Ecuador steht angesichts der Pandemie vor dem Kollaps. Laut offizieller Statistik stehen gerade einmal 1.183 Plätze auf Intensivstationen landesweit zur Verfügung – bei 17,08 Millionen Einwohnern (Stand: 2018). Von den an Covid-19-Erkrankten sind rund 40 Prozent Ärzte, Pflegepersonal und Techniker von Krankenhäusern. Trotz der staatlichen Gesundheitsreform haben Teile der Bevölkerung keinen Zugang zum Gesundheitssystem. Zudem sind infolge der Wirtschaftskrise im Nachbarland Venezuela Hunderttausende nach Ecuador geflohen. Für diese Migranten stellt die Coronakrise in besonderem Ausmaß eine existentielle Bedrohung dar.
 
Einige Diözesen in Ecuador unterhalten kleinere Krankenhäuser mit verschiedenen Fachrichtungen. Nach einem vorgegebenen Verteilungsschlüssel werden die Diözesen vom Erzbistum München und Freising unterstützt, damit sie der „Pastoral de la Salud“ – der Gesundheitspastoral – nachkommen können. Außerdem sollen Schutzmasken für kirchliche Gesundheitszentren, Krankenhäuser wie auch für Priester, Ordensleute und freiwillige Helfer in den Diözesen und Vikariaten besorgt werden, die etwa die Menschen in ihren Pfarreien mit Lebensmittelpaketen versorgen.
 
Um die Bande zwischen dem Erzbistum und seinem Partnerland zu stärken, sind die Gläubigen zum Gebet aufgerufen. Ein Gebetsimpuls ist abrufbar unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/partnerschaftshilfe-fuer-ecuador.
 
Auch der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising mit seiner eigenen Arbeitsgruppe für die Partnerschaft steht in intensivem Austausch mit Vertretern der nationalen Laienorganisation Ecuadors. In seinem langjährigen Engagement, dieses Miteinander lebendig zu gestalten, hatte der Diözesanrat für Juni eine Delegation der ecuadorianischen Laien eingeladen und bedauert es sehr, dass dieser Besuch durch die aktuelle Krisensituation nicht möglich ist. Dabei sollte es vor allem auch um die in der Amazonien-Synode diskutierten Themen gehen, insbesondere um die Verantwortung für Schöpfung und Umwelt. (uq)
 
Hinweis:
Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Verantwortlichen vor Ort. Nähere Informationen finden sich unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/partnerschaftshilfe-fuer-ecuador.

Fotos zur Bildergalerie
: Lucy Jimenez (3), Lucy Pérez (3), Lexcy Juliana Mejia (2), Mariuxi Rivas P (2), Carlos Padilla (2).