Gästebrief 2022: Zeit für mich Einzigartiges auf dem Berg, im Tal und in der Stadt

 
Front Gästerbrief 2022
 
 
Den Gästebrief in gedruckter Form können Sie kostenlos per E-Mail unter der Adresse tourismusundsport@eomuc.de anfordern. Nennen Sie bitte die Kontaktdaten Ihrer Stelle und die gewünschte Stückzahl.
 

Ein paar Einblicke in unseren Gästebrief 2022

Ein paar Anregungen aus unserem neuen Gästebrief? Bitte schön! Machen Sie sich im Folgenden ein erstes Bild. Und für noch mehr Anregungen blättern Sie einfach unseren Download (oben) doch mal ganz durch. Viel Spaß und schöne Ausflüge!

 

Schwerpunkt BERG

Mit Barbara in den Schacht: Haushamer Kirche erinnert an Bergwerkstradition

Schacht in Hausham
Am Schliersee war einmal ein kleines Ruhrgebiet. Bis 1966 sind Bergleute in Hausham eingefahren und haben in 1100 Metern Tiefe Kohle gefördert. Meistens im Liegen mit dem Bohrhammer über dem Kopf. Denn die Flöze, also die Kohleschichten, sind hier manchmal nicht dicker als 30 Zentimeter. In der Haushamer Kirche ist noch die ehemalige Schichtglocke aufbewahrt. Sie hat die Hauer nicht nur zur Arbeit, sondern auch zum Gebet gerufen. Denn ohne Segen von oben wollten die Bergmänner nicht in den Schacht.

Neben der Schichtglocke liegt ein mächtiger Brocken Pechkohle, die hier unter Tage liegt. Auch das Deckengemälde in der Kirche erinnert an die Bergbautradition, die den Ort über 100 Jahre lang geprägt hat. Dort sind Bergmänner in Festtracht neben der heiligen Barbara zu sehen. Die Schutzpatronin der Knappen war in einem fenster- und lichtlosen Turm eingesperrt. 29 Jahre ist sie alt geworden. Deshalb zählt der Bergmannskittel auch 29 Knöpfe. Auf dem Deckengemälde lassen sie sich nachzählen.

Neben der Kirche Sankt Anton erinnert in Hausham noch ein einzigartiges Industriedenkmal an die Zeit der Kohleförderung: der 70 Meter hohe Förderturm. Er ist aus Stahlbeton und so massiv, dass die Sprengmeister bei der Aufgabe des Betriebs lieber die Finger davon gelassen haben. Bis heute grüßt er den Kirchturm, der ein paar hundert Meter gegenüber steht.

 

Schwerpunkt TAL

Heilquelle im Naturschutzgebiet: Maria Brunn im Tittmoninger Naturschutzgebiet

Maria Brunn
Hinter der großen Burg liegt die kleine Kirche. Etwa eine Viertelstunde dauert der Weg von der Tittmoninger Stadtmitte nach Maria Brunn im Landschaftsschutzgebiet Ponlachgraben. Der Weg dorthin ist von Buchen gesäumt. Die kleine Kirche ist jeden Tag aufgesperrt. Darin steht das Ziel vieler Pilger: eine barocke Marienfigur.

An der hinteren Außenmauer sind zwei Brunnen zu finden, aus denen heilkräftiges Wasser fließt. Die linke Quelle soll gegen Augenleiden helfen, die rechte die inneren Organe stärken. Der Innenraum der Kirche bildet eine Europareise ab. Auf neun Bildern sind bedeutende Marienwallfahrtsorte von Deutschland bis nach Italien und Spanien zu sehen. Santa Maria Maggiore gehört genauso dazu wie Montserrat oder Altötting. Nicht fehlen darf Maria Plain bei Salzburg.

Es war früher die Hauswallfahrt der Tittmoninger. Denn die Stadt gehörte bis 1803 zum Fürstbistum Salzburg und war für Bayern Ausland. Gegenüber den berühmten Wallfahrtsorten auf den Bildern über der Empore hat Maria Brunn einen Vorteil. Es liegt mitten in der Natur, ist fast unbekannt und ein Ort der Stille. Ein Platz, an dem die Seele zur Ruhe kommt.

 

Schwerpunkt STADT

Unter einem Dach: Das Ökumenische Zentrum im Olympiadorf

Olympiastadion in München
Weltoffen, demokratisch und leicht – so sollten die Bauten für die Olympischen Spiele in München 1972 sein. Die Kirchen machten mit. Zum
ersten Mal in Bayern bauten sie zusammen ein ökumenisches Zentrum.
Ebenfalls ein Duo, die Architektengemeinschaft Bernhard Christ und Josef Karg, hatte den Wettbewerb für den Bau gewonnen.

Zwölf Säulen tragen das gemeinsame Dach, sie erinnern an die zwölf Apostel und die gemeinsamen Ursprünge aller Christen. Nur eine Wand trennt den evangelischen und den katholischen Kirchenraum, die Orgel nutzen beide Gemeinden gemeinsam. Im katholischen Teil hat sich die Originalausstattung weitgehend erhalten. Während der Olympischen Spiele vor 50 Jahren sind hier Gottesdienste in 14 Sprachen gefeiert worden. Auch in den bitteren Stunden des Attentats auf die israelischen Sportler haben hier Athleten und Gäste aus aller Welt getrauert.

Trotz des Schattens, der über der Olympiade von 1972 liegt, verströmt die einzigartige Architektur des Olympiaparks die menschenfreundliche und völkerverbindende Idee dieser Spiele. Möglicherweise wird er zum Weltkulturerbe, der Antrag ist gestellt. Dass das gesamte Gelände etwas Besonderes ist, davon können sich Athleten und internationale Besucher bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im August diesen Jahres überzeugen. Bei diesen „European Championships Munich 2022“ steuern auch die Kirchen wie 1972 ein vielfältiges Angebot bei.
 

Tourismus und Sport
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Fachbereichsleiter
Robert Hintereder

Tourismus und Sport im Erzbistum

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Berggottesdienste

Hier finden Sie die Termine der Berggottesdienste.