Gästebrief 2021 Die schönsten Seiten des Erzbistums München und Freising

Titelseite Gästebrief 2021
Den Gästebrief in gedruckter Form können Sie kostenlos per E-Mail unter der Adresse tourismusundsport@eomuc.de anfordern. Nennen Sie bitte die Kontaktdaten Ihrer Stelle und die gewünschte Stückzahl.


Ein paar Einblicke in unseren Gästebrief 2021

Ein paar Anregungen aus unserem neuen Gästebrief? Bitte schön! Machen Sie sich im Folgenden ein erstes Bild. Und für noch mehr Anregungen blättern Sie einfach unseren Download (oben) doch mal ganz durch. Viel Spaß und schöne Ausflüge!

Schwerpunkt BERG

Die Kapelle des 21. Jahrhunderts: Der Auerberg bei Fischbachau

Während der Coronakrise 2020 kamen doppelt so viele Besucher wie sonst, erzählt die Familie, der die Jakobskapelle auf dem Auerberg in Fischbachau gehört. Wer Besinnung, Trost und vielleicht neue Zuversicht sucht, ist hier offenbar am richtigen Platz.
Moderne Kapelle mit Holz und Stein von innen
Nur 15 Quadratmeter ist der Bau groß, mit Mauern aus Nagelfluh und einem Dach aus Bronze. Allein eine Bank aus Eichenholz und eine meist mit Wasser gefüllte Metallschale stehen darin. Von dort geht der Blick durch ein rundes Fenster ins Freie und auf ein hohes Kreuz an der Hangkante.

Die Bauherren wollten im Innern bewusst keine religiösen Symbole, „damit wirklich jeder Mensch hier einen spirituellen Platz haben kann, das Kreuz aber trotzdem eine Einladung bleibt“. Die Eigentümerfamilie hält die Kapelle Tag und Nacht offen und legt regelmäßig ein Informationsblatt über den Bau aus. 2000 Stück musste sie im vergangenen Jahr drucken lassen, sonst waren es nur halb so viele. Mit der Jakobskapelle wollte sie „eine Antwort der Gegenwart“ auf die anderen Kapellen geben, die entlang eines ausgeschilderten Rundwanderweges liegen. Er startet und endet im Gemeindeteil Hundham an der Leonhardikapelle. Die moderne Jakobskapelle hat 2012 der italienische Stardesigner und Architekt Michele De Lucchi nach klassischen Proportionen gebaut. Einen schöneren Platz hätte er kaum finden können. Vom Auerberg aus eröffnet sich ein einzigartiger Blick auf das untere Mangfalltal.

Schwerpunkt TAL

Mit dem Radl durchs Mäandertal: Isen - Erharting

Radler an Fluss
Viele Schlingen, stille Dörfer und besondere Kirchen – die sind am Sempt-Isen-Radweg zu finden. Von Erding aus zieht sich der Radweg fast bis nach Altötting hin. Die kleine Isen hat sich in der Region ein richtiges Mäandertal gegraben und führt an idyllischen Orten wie Dorfen, Schwindegg oder Buchbach vorbei.

Wer vom Radweg absticht, hat es noch ruhiger, muss sich dann aber plagen. Denn rund um Dorfen, etwa bis zum Markt Isen, geht es steil bergauf. Wer auf dem ausgeschilderten Radweg bleibt, kommt schließlich bis zur Mündung der Isen in den Inn und an Erharting vorbei. Die schlanke und stolze Fassade der Barockkirche lag früher an der Handelsstraße zwischen Salzburg und Regensburg und stimmte die Pilger auf Altötting ein.

Wer lieber eine fast vergessene Marienwallfahrt besuchen möchte, kann nach Hampersberg abzweigen. Die gotische Kirche liegt mitten im Wald und sollte schon einmal abgerissen werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Kirche sogar Lazarett. Als Andenken haben viele Patienten die früher reichlich vorhandenen Votivtafeln mitgenommen. Der Weg nach Hampersberg führt übrigens an einem einzigartigen Bierkeller vorbei, in dem noch mit Natureis gekühlt wird. Im sogenannten Sommerkeller bekommen hungrige Pilger Brotzeit und Getränke und E-Bikes Strom.

Schwerpunkt KULTUR

Passion an der Hauswand: München - Obermenzing

Hauswand mit Kruzifix
Ein Dorf in der Millionenstadt: in München-Obermenzing ist noch der alte Ortskern erhalten. In einem ehemaligen Kuhstall fast direkt an der Würm in der Faistenlohestraße hat der Restaurator Ulrich Grams seine Werkstatt. An der Fassade fällt ein großes Kreuz auf.

Nicht nur ein geschnitzter Christus ist darauf zu sehen, sondern auch ein Kelch, ein Würfelbecher, Laternen oder eine Säule mit einer Kette daran. Sie erzählen die ganze Leidensgeschichte: von der Verhaftung in der Nacht, über die Geißelung bis zum Würfeln um die Kleider des Gekreuzigten.

Das Kruzifix zeigt die Arma Christi, die Waffen Christi. Sie erinnern an sein Leiden, aber auch daran, dass Gott es überwindet. Früher waren solche Arma-Christi-Darstellungen häufig an Bauernhäusern oder Ställen zu finden. Sie erinnerten an das Evangelium und sollten das Anwesen vor Unheil schützen. Genau deshalb hat Ulrich Grams eigenhändig ein solches Arma-Christi-Kreuz für seine Werkstatt geschnitzt. Und er freut sich, wenn es die Ausflügler entdecken, bevor sie im nahegelegenen Biergarten einkehren.


Tourismus und Sport
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Fachbereichsleiter:
Robert Hintereder, Pastoralreferent

Helmut Betz, Ansprechpartner für Berggottesdienste
HBetz@eomuc.de