Hurra, endlich Ferien! Im Urlaub können Eltern und Kinder mal richtig Pause machen. Ideen für eine entspannte Zeit mit der Familie

Meist geht es turbulent zu im Familienalltag. Ein Termin jagt den anderen. Die Kinder wollen betreut sein, und auch die Arbeit soll nicht zu kurz kommen. Da tut es gut, ab und zu innezuhalten. Die langen Sommerferien sind eine wunderbare Gelegenheit, um Dinge zu tun, die sonst zu kurz kommen. Um die eigenen Gedanken wahrzunehmen, Abstand zu gewinnen und neue Kraft zu schöpfen.
Kinder liegen entspannt in einem Ruderboot, das auf einem Bergsee treibt.
Ganz viel Zeit haben. Dinge tun, die sonst zu kurz kommen. Gemeinsam neue Orte entdecken. Oder die Tage daheim bewusst anders gestalten. Dazu sind die Ferien da! Foto: imago/Westend61

„Große“ Aus-Zeiten im Leben der Familie

Strandkörbe am Meer
Keine Arbeit, kein Zeitdruck. Einfach nur da sein. Wie gut das tut! Foto: imago/Carola Koserowsky
Ferienzeiten / Urlaub - sie schaffen Raum für anderes:
Arbeit ruhen lassen - mir Langeweile gönnen - neue Ideen spinnen / Alternativen ausprobieren - den Tag anders beginnen ... 

Feiertage - sie unterbrechen den Familienalltag: gewohnte (und neue) Rituale pflegen - sich beschäftigen mit dem religiösen oder weltlichen Anlass des Tages - eine (gottesdienstliche) Feier besuchen - ein festliches Essen genießen (bei dem alle mit angepackt haben) ...

„Erfundene“ Feier-Tage - sie zeigen unsere Individualität:
z.B. die ersten 100 Tage Schulzeit würdigen - den Besuch der Großeltern vorbereiten - einen „Meerschweinchen-Geburtstag“ feiern ...

          
       
Frau sitzt nachdenklich mit einer Tasse am Fenster, die Beine auf die Heizung gelegt
Auch daheim können wir uns Ruhezeiten schaffen. Foto: imago/Westend61

Anker werfen

Im stürmischen Alltag
innehalten und Anker werfen,
den Kurs verlassen und beidrehen,
die Flaute genießen
und den Horizont neu ermessen;
und irgendwann viel später
mit frischen Winden die Segel neu setzen.

Mein Ruheplatz

Hier bin ich gern - hier stört mich keiner - hier habe ich bereits schöne Momente erlebt - hier kann ich meine Gedanken fliegen lassen:
  • eine ruhige Stelle in unserer Wohnung / in meinem Zimmer
  • eine Bank im Garten oder ein Platz im Park
  • ein stiller Hinterhof um die Ecke
  • ein Stück Weg zum Spazieren
  • die Seele nachkommen lassen
  • eine Melodie nachklingen lassen
  • dem eigenen Atem lauschen
  • einen Stein, einen Baum, eine Blume, … betrachten
Wo sind Ihre Ruheplätze?
Wo können Sie durchatmen?

Die Kirche - ein besonderer Ort, um innezuhalten

Viele lange Kerzen brennen in einer Schale mit Sand
Ein Moment der Stille in einer Kirche. Foto: imago/Science Photo Library
„Unterbrechung ist die kürzeste Definition von Religion“ (J.B. Metz). Jede Pause - egal wann, egal wo - kann eine Art der Andacht sein. Im Kirchenraum wird das besonders deutlich spürbar:

  • eintreten - langsamer und ruhig werden, staunen, …
  • stehen bleiben - innehalten, Weihwasserkreuz auf die Stirn zeichnen, …
  • umschauen - wahrnehmen was vorn, oben, ringsum, … ist
  • hinsetzen - (m)einen Platz aussuchen, ein Gebet sprechen, …       
  • lauschen - die Stille genießen, leise Geräusche wahrnehmen, …
  • gedenken - eine Kerze für einen lieben Menschen anzünden
  • verabschieden - mit einer Geste: Kreuzzeichen, Kniebeuge, Verneigung oder …
Auch Jesus brauchte und suchte sich Aus-Zeiten: auf einem Berg (Mt 14,23), auf einem Schiff (Mk 6,32), in einem Garten (Mk 14,32ff). Dort konnte er sich sammeln, im Gebet Kraft schöpfen und gestärkt den Menschen neu begegnen. Er lädt  uns ein: „Kommt mit an einen einsamen Ort … und ruht ein wenig aus.“ (Mk 6,31)

Titel Faltposter Hot Spot "Macht mal Pause!"
Die Texte stammen von Robert Benkert und sind entnommen aus dem Faltposter "Mach mal Pause! Kostbare Momente im Familienalltag", erschienen in der Reihe "Hot Spots des Lebens", herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung.

Weitere Hefte der Reihe "Hot Spots des Lebens" und Bestellmöglichkeit

Was tun, wenn die Kinder im Urlaub ständig streiten? Tipps für Eltern, damit die Ferien für alle ein Gewinn werden, in den "Elternbriefen" im Beitrag "Schöne Ferien!"

Ehe- und Familienpastoral
Rochusstr. 5
80333 München
Telefon: 089 2137-1244
Fax: 089 2137-1783
http://www.ehe-und-familie.info
Sachgebietsleitung:
Agnes Passauer, Pastoralreferentin und Eheberaterin
Telefon: 089 2137-2207

Ansprechpartnerin:
Sylvia Braun-Schmidtner, Pastoralreferentin und Soz. Pädagogin


Ansprechpartner für die Region West:
Johannes Sporrer

Ansprechpartnerin für die Region Nord:
Sylvia Braun-Schmidtner

Ansprechpartnerin für die Region Nord-Ost:
Cornelia Saumweber

Ansprechpartner für die Region Süd-Ost:
Peter Glaser

Ansprechpartner für die Region München-Ost:
Michael Kafka

Referentinnen für Wertorientierte Sexualpädagogik:
MFM-Programm (mfm@eomuc.de) und NFP/Sensiplan (nfp@eomuc.de)
www.erzbistum-muenchen.de/mfm   
Tel. 089 2137 -3175 
Claudia Wiesner, Ärztin
Josiane Wies-Flaig, Dipl. Sozialpädagogin


Themen und Angebote:
  • Begleitung von Haupt- u. Ehrenamtlichen in der Familienarbeit vor Ort
  • Diözesane Projekte (z.B. Ehepaarsegnung, Ehe-Jubiläen)
  • Religiöse Begleitung von Familien, z.B. "Kess-erziehen: staunen - fragen - Gott entdecken"
  • Unterstützung von Eltern und Kindern in die Pubertät (MFM-Programm)
  • Natürliche Familienplanung (NFP nach Sensiplan)
  • Arbeitshilfen, Materialien für die Familienarbeit vor Ort (z.B. Rituale in der Familie, Elternbriefe, Segensgottesdienste und Tag für Paare etc.)
  • Kooperation mit Verbänden