Religionsunterricht - ein ordentliches Lehrfach


Der Religionsunterricht ist gemäß Art. 7 Abs. 3 Grundgesetz „in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach“ und nach Art. 136 Abs. 2 der Bayerischen Verfassung „ordentliches Lehrfach aller Volksschulen, Berufsschulen, mittleren und höheren Lehranstalten“ (öffentliche und private).

Dabei sind folgende Einzelbestimmungen über den Religionsunterricht in Bayern zu beachten:
Demgemäß wird der Religionsunterricht nach den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften und unbeschadet des allgemeinen Aufsichtsrechtes des Staates von staatlichen oder kirchlichen Lehrkräften erteilt.

Der Freistaat Bayern und die bayerischen Diözesen tragen für dieses Schulfach gemeinsam Verantwortung. Als ordentliches Lehrfach unterliegt der Religionsunterricht der staatlichen Schulaufsicht.

Für die F a c h a u f s i c h t im Erzbistum München und Freising ist das Ressort Bildung, Hauptabt. Religionsunterricht und hochschulfachliche Aufgaben des Erzbischöflichen Ordinariats zuständig.

Entsprechend den Vorgaben des Grundgesetzes wird der k o n f e s s i o n e l l e Religionsunterricht nach Bekenntnissen getrennt in Übereinstimmung mit den Lehren und Grundsätzen der jeweiligen Kirche erteilt.

Zugleich ist der katholische Religionsunterricht getragen von
D i a l o g b e r e i t s c h a f t und ö k u m e n i s c h e r Gesinnung.
Er sucht die konfessionelle Kooperation und die Zusammenarbeit mit anderen Schulfächern.

Katholischer Religionsunterricht darf nur von Lehrerinnen und Lehrern erteilt werden, die Besitz einer kirchlichen Bevollmächtigung, der so genannten Missio Canonica sind.