Archiv - Bibliothek

Aus der Arbeit von Archiv und Bibliothek

Hier finden Sie in chronologischer Reihenfolge Mitteilungen und Pressemeldungen rund um die Arbeit von Archiv und Bibliothek.

Kirchweihe und Kirchweihfest: Ein Fest und seine Ursprünge

Der Bischof klopft mit seinem Stab dreimal an die Tür der zu weihenden Kirche. Kupferstich aus: Pontificale Romanum, Rom 1595
München, 15. Oktober 2021. Alljährlich wird am 3. Sonntag im Oktober in allen Pfarreien Bayerns das Kirchweihfest begangen. Im Gespräch mit BR-Moderator Andreas Estner gab der stellvertretende Direktor von Archiv und Bibliothek des Erzbistums, der Kirchenhistoriker Dr. Roland Götz, Auskunft über den Ursprung und die Entwicklung dieses Festes.
 
Beim gemütlichen „Ratsch“ in der Sendung „Habe die Ehre!“ auf der Hörfunkwelle „Bayern Heimat“ ging es um den feierlichen Ablauf einer Kirchweihe, um die Weihereisen barocker Freisinger Fürstbischöfe, gutes Essen (u.a. Kirchweih-Nudeln) und andere weltliche Lustbarkeiten, gegen die frühere geistliche und weltliche Obrigkeiten moralische Bedenken hatten, was 1866 zur Zusammenlegung der ehemals zahlreichen Kirchweihtermine zur heutigen „Allerweltskirchweih“ führte. Schließlich kam auch die neue Bedeutung zur Sprache, die gerade diesen alten individuellen Kirchweihfesten heute, in einer Zeit immer größerer pastoraler Einheiten, bekommen könnten.
 
Das rund einstündige Gespräch ist als Podcast verfügbar: https://www.br.de/radio/br-heimat/sendungen/habe-die-ehre/kirchweih-kirta-historiker-roland-goetz-100.html

Deutungskämpfe: Beiträge des Archivs des Erzbistums zum 53. Deutschen Historikertag

Straßenschild Kardinal-Faulhaber-Straße
Straßenschild Kardinal-Faulhaber-Straße
München, 30. September 2021. Vom 5. bis 8. Oktober 2021 findet in München der 53. Deutsche Historikertag statt. Der Historikertag ist im deutschsprachigen Raum die bedeutendste Fachveranstaltung für Wissenschaftler, Geschichtslehrer, Studierende, Journalisten und andere an Geschichte Interessierte. Diesmal steht er unter dem Leitthema „Deutungskämpfe“. Dabei geht es laut Einladung um die Tatsache, dass „stets umkämpft ist, was in einer Gesellschaft als wahr, gerecht oder legitim gilt“. Nicht selten sind solche konkurrierenden Deutungen der Vergangenheit von aktuellen Problemlagen beeinflusst.
 
Zwölf Münchner Archive begleiten den Historikertag mit Präsentationen aus ihren Beständen, die solche Deutungskämpfe zum Gegenstand haben. Weil der Historikertag heuer überwiegend online stattfindet, werden die Beiträge der Archive in Form einer Blog-Parade veröffentlicht. Das Archiv des Erzbistums beteiligt sich mit Beiträgen zu zwei bis heute immer wieder und teils hitzig diskutierten Themen:
 
Die „Sendlinger Mordweihnacht“ – Verteidiger der Heimat oder Rebellen?
Die Deutungen des Volksaufstandes, der in der „Sendlinger Mordweihnacht“ von 1705 blutig endete, changieren. Im Kern geht es darum, ob die Aufständischen Verteidiger der Heimat oder Rebellen sind. Der Blog-Beitrag stellt Gedenken und Forschungslage vor. Im Fokus stehen dabei kirchliche Quellen, hier vor allem die Sterbebücher der Pfarreien, die seit 2019 im Digitalen Archiv des Erzbistums online zugänglich sind.
 
Die Auseinandersetzung um Erzbischof Michael von Faulhaber im Dritten Reich: Von der Ehrenbürgerschaft bis zum Antrag auf Straßenumbenennung
Die Rolle des 35 Jahre lang amtierenden Münchner Erzbischofs Michael Kardinal von Faul-haber (1869-1952) während der NS-Zeit wird seit Langem kritisch hinterfragt. Im Mittelpunkt des Blog-Beitrags stehen die umstrittene Ehrenbürgerschaft der Stadt München sowie die jüngsten Anträge auf Umbenennung der Kardinal-Faulhaber-Straße. Parallel zu diesen Diskussionen sind in den letzten 20 Jahren immer mehr Archivalien aus Faulhabers Amtszeit für die Forschung zugänglich geworden, zuletzt seine Tagebücher sogar in einer Online-Edition. Inwieweit deren Auswertung zu einer konsensfähigen Deutung führen wird, ist noch offen.
 
Alle Beiträge sind unter dem Hashtag #Deutungskämpfe im Gemeinschaftsblog der Münchner Archive zu finden, die aus dem Archiv des Erzbistums auch im „Schaufenster“ auf der Archiv-Homepage: 

Wunder, Dom und Heimat: Online-Veranstaltungen von Archiv und Bibliothek des Erzbistums

Online-Ausstellung „Vom Bistum Freising zum Erzbistum München und Freising“
Online-Ausstellung „Vom Bistum Freising zum Erzbistum München und Freising“
München, 27. September 2021. Bei einer Reihe von Online-Veranstaltungen informieren Archiv und Bibliothek des Erzbistums über ihre Tätigkeit, stellen digitalisierte Quellenbestände vor und geben Tipps für die eigene Forschung. Alle Veranstaltungen finden über „Zoom“ statt und können von jedem entsprechend ausgestatteten Endgerät mit Internet-Anschluss aus verfolgt werden. Die Anmeldung erfolgt über den angegebenen Link bei den jeweils veranstaltenden kirchlichen Bildungswerken.
 
Wunder über Wunder. Was Mirakelbücher aus dem Landkreis Miesbach erzählen
Vor der Säkularisation 1803 gab es im Landkreis Miesbach eine Reihe von Wallfahrtsorten. Aus mehreren davon sind „Mirakelbücher“ erhalten. Waren Menschen der Überzeugung, dass sie auf Fürsprache eines Heiligen wunderbare Hilfe in ihren Nöten erfahren hatten, meldeten sie die Gebetserhörung den Geistlichen des jeweiligen Wallfahrtsortes. Die so entstandenen Mirakelbücher bieten eine Vielzahl von Geschichten aus dem Leben der „kleinen Leute“ und geben eindrucksvoll Zeugnis von ihrem Glauben.
Mittlerweile sind Mirakelbücher aus Egern, Föching, Miesbach, Tegernsee und Wilparting im Digitalen Archiv des Erzbistums online zugänglich. Der Vortrag stellt anhand zahlreicher Beispiele diese Quellengattung und ihre Auswertungsmöglichkeiten (u.a. für die Heimatgeschichte) vor.
Donnerstag, 14.10.2021, 19.00 - 20.30 Uhr
Anmeldung: Katholisches Bildungswerk im Landkreis Miesbach
  
München wird Bischofsstadt. Digitale Ausstellungs-Führung
Vor 200 Jahren wurde München Bischofsstadt. Am 23. September 1821 wurde die Errichtung des Erzbistums München und Freising verkündet, am 5. November der erste Erzbischof in sein Amt eingeführt. Aus diesem Anlass haben Archiv und Bibliothek des Erzbistums eine innovative Online-Ausstellung gestaltet, die mit zahlreichen Bildern, Dokumenten und Kunstwerken den Weg vom alten Bistum Freising zum neuen Erzbistum zeigt. Dabei geht es u.a. um die Beförderung der Pfarrkirche Zu Unserer Lieben Frau zur Kathedrale, um die Unterbringung von Erzbischof und Ordinariat sowie um die (bis heute diskutierte) Frage nach deren Bezahlung. Das Vokalensemble der Jungen Domkantorei München hat eigens für die Ausstellung erstmals das Lied aufgenommen, das die Münchner Schuljugend 1821 zur Amtseinführung des Erzbischofs sang.
Montag, 18.10.2021, 18.00 - 19.30 Uhr 
Anmeldung: Münchner Bildungswerk
 
Heimat online. Neue Möglichkeiten der Orts- und Pfarrgeschichtsforschung im Digitalen Archiv des Erzbistums
 Mehr als sechs Millionen Seiten digitalisierter historischer Dokumente stehen mittlerweile im Digitalen Archiv des Erzbistums München und Freising zur Online-Nutzung bereit. Dadurch ergeben sich ganz neue Möglichkeiten auch für die Orts- und Pfarrgeschichtsforschung. Die bequem zugänglichen Quellen reichen von Bistumsbeschreibungen über Visitationsprotokolle bis hin zu den vom Ordinariat über alle Pfarreien geführten Akten. Über das kirchliche Leben im engeren Sinn hinaus geben sie Auskunft über vielfältige weitere Aspekte des örtlichen Lebens – von der Siedlungsstruktur bis zur „Moral und Sittlichkeit“ des Pfarrvolkes.
Bei der Online-Veranstaltung werden „live“ Recherchewege und ausgewählte Quellen im Digitalen Archiv vorgestellt, und es gibt Tipps für die eigene Heimatforschung.
Donnerstag, 25.11.2021, 19.00 - 20.30 Uhr
Anmeldung: Bildungswerk Rosenheim

Britischer Gelehrter und Lieblingsbruder der Kaiserin: Neue Pfarrmatrikeln im Digitalen Archiv des Erzbistums

Beerdigungseintrag von Lord John Acton (Ausschnitt)
Beerdigungseintrag von Lord John Acton (Ausschnitt)
München, 22. September 2021. Der Bestand an historischen Pfarrmatrikeln im Archiv des Erzbistums München und Freising wird immer wieder durch die Abgabe neuerer (d.h. nach 1876 begonnener) Bände aus den Pfarreien ergänzt. Alle diese Bände werden umgehend verzeichnet und im Digitalen Archiv des Erzbistums nachgewiesen. Anschließend werden sie digitalisiert. Soweit die Laufzeit der Bände vollständig außerhalb der archivgesetzlich festgelegten Schutzfristen liegt, werden die Digitalisate umgehend online gestellt und sind im Digitalen Archiv des Erzbistums uneingeschränkt nutzbar.
 
Bei der jüngsten Aktualisierung des Digitalen Archivs wurden Matrikelbände aus den folgenden Pfarreien online gestellt:
  • Bischofswiesen-Herz Jesu
  • Dachau-St. Jakob
  • Dietramszell-Mariä Himmelfahrt
  • Ebersberg-St. Sebastian
  • Egern-St. Laurentius
  • Forstinning-Mariä Himmelfahrt
  • Gerolsbach-St. Andreas
  • Helfendorf-St. Stephanus
  • Högling-St. Martin
  • Kreuth-St. Leonhard
  • Landshut-St. Jodok
  • Landshut-St. Martin
  • Moosburg-St. Kastulus
  • München-Hl. Geist
  • München-St. Anton
  • München-St. Canisius
  • München-St. Johann Baptist/Solln
  • Pellheim-St. Ursula
  • St. Wolfgang bei Dorfen-St. Wolfgang
  • Seeon-St. Lambert Taching-St. Peter
  • Tegernsee-St. Quirinus
  • Vachendorf-Mariä Himmelfahrt
 
In einzelnen Bänden finden sich Einträge, die über familiengeschichtliche Fragestellungen hinaus von Interesse sein können: So ist im Sterbebuch der Pfarrei Tegernsee für die Jahre 1882-1913 (AEM M10329) nicht nur der berühmte britische Historiker Lord John Acton, der am 19. Juni 1902 in Tegernsee starb und auf dem Ortsfriedhof begraben wurde, aufgeführt, sondern auch Herzog Karl Theodor in Bayern (verstorben am 30. November 1909 in Wildbad Kreuth), Augenarzt und Lieblingsbruder der Kaiserin Elisabeth von Österreich.

Erdöl und Heiligenverehrung Leihgaben zu einer Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg

Quirinusöl-Zettel. Einblattdruck der Tegernseer Klosterdruckerei, 18. Jahrhundert
Quirinusöl-Zettel. Einblattdruck der Tegernseer Klosterdruckerei, 18. Jahrhundert
München, 6. September 2021. Dass Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising Leihgaben zu einer Ausstellung beitragen, die „Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters“ zum Thema hat, mag zunächst überraschen. Doch den Ausstellungskuratoren lag daran zu zeigen, dass man mit Erdöl in der Geschichte auch ganz anders umgegangen ist als wir es heute gewöhnt sind.
 
Seitdem die Mönche des Benediktinerklosters Tegernsee Mitte des 15. Jahrhunderts entdeckt hatten, dass am Westufer des Sees Erdöl aus dem Boden sickerte, verwendete man es zu Heilzwecken und schrieb seine Wirkkraft der Fürsprache des Klosterpatrons Quirinus zu. Das „Quirinusöl“ wurde in kleine Fläschchen gefüllt und an Hilfesuchende abgegeben, in der Barockzeit sogar mit einem in der Klosterdruckerei gefertigten „Beipackzettel“. Darauf waren nicht nur die Leiden angegeben, bei denen man das Öl anwenden konnte, sondern auch zwei Gebete zum hl. Quirinus. Eine Auswahl der auf dessen Fürsprache von Gott gewirkten wunderbaren Heilungen veröffentlichte das Kloster 1766 in einem kleinen Mirakelbüchlein.
 
Beipackzettel, Mirakelbüchlein und ein originales – wenn auch leeres - Ölfläschchen (aus dem Museum Tegernseer Tal) sind vom 4. September 2021 bis zum 9. Januar 2022 zu bewundern in der Ausstellung „Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters“ des Kunstmuseums Wolfsburg. Diese Ausstellung will eine historisch und geografisch umfassende Retrospektive auf künstlerische Auseinandersetzungen mit Erdöl, seinen Materialien und dem vom Erdöl angetriebenen Geschichtsprozess sein. Sie lädt ein zum Blick auf eine Epoche, die die Menschen der Gegenwart besser verstehen sollen, um ihr bevorstehendes Ende aktiv mitzugestalten. Dazu dienen rund 220 Gemälde, Skulpturen, Installationen, Videos, Fotografien aus zahlreichen Weltgegenden, eigens für die Ausstellung geschaffene Kunstwerke sowie technische und naturwissenschaftliche Objekte.

Heilige und Wunder. Neu digitalisierte Akten im Digitalen Archiv des Erzbistums

Altarentwurf Wilparting 1776
Entwurf zur Neugestaltung des Wilpartinger Hochaltars, 1776
München, 16. August 2021. Das Angebot des Digitalen Archivs des Erzbistums wird – entsprechend dem Fortschritt der Konservierungs-, Verzeichnungs- und Digitalisierungsarbeiten an den historischen Originalunterlagen – kontinuierlich erweitert. Die jüngste nun online zur Verfügung stehende Tranche umfasst Unterlagen, die sowohl für die Orts- und Pfarrgeschichte als auch für die religiöse Volkskunde von Bedeutung sind.
 
Um rund 1.800 Akten wird der Bestand „Pfarrakten“ erweitert, der Unterlagen der Diözesanverwaltung zu allen Pfarreien des Bistums umfasst. Neu zur Verfügung stehen die Akten zu den Pfarreien von „Hart“ (Dekanat Traunstein) bis „Kienberg“ (Dekanat Baumburg).
 
Besonders bemerkenswert erscheinen hierunter die umfangreichen Unterlagen zur bekannten Wallfahrtskirche Wilparting in der Pfarrei Irschenberg (Dekanat Miesbach). Sie entstanden im Zuge einer jahrzehntelangen Auseinandersetzung zwischen der Pfarrei und dem Benediktinerkloster Rott am Inn über die Frage, an welchem Ort die Reliquien der beiden frühmittelalterlichen Heiligen Marinus und Anianus aufbewahrt werden. 1723 und 1776 erfolgte jeweils auf bischöfliche Anordnung eine Öffnung der Grabstätte in Wilparting und eine medizinische Untersuchung der vorgefundenen Gebeine. Schließlich erhielt die Pfarrei Irschenberg Recht. In diesem Zusammenhang entstand ein (letztlich nicht ausgeführter und bisher unveröffentlichter) Entwurf zur Neugestaltung des Wilpartinger Hochaltars mit den zusammengesetzten und bekleideten Skeletten der beiden Heiligen (PfarrA10252, Bild [1328]).
 
Aus dem Pfarrarchiv Miesbach stammen drei handschriftliche Bände, in denen die Geschichte der von 1693 bis um 1800 bestehenden Wallfahrt zur schmerzhaften Gottesmutter Maria in der Miesbacher Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt dokumentiert ist. Von 1730-1800 zeichneten die örtlichen Geistlichen nicht weniger als 7.500 Gebetserhörungen auf, die ihnen von Wallfahrern gemeldet worden waren. Die so genannten Mirakelbücher bieten damit eine Vielzahl von Geschichten aus dem Leben der „kleinen Leute“ und geben eindrucksvoll Zeugnis von ihrem Glauben. Inhalt und Auswertungsmöglichkeiten der bereits im Digitalen Archiv enthalten Mirakelbücher werden am 14. Oktober 2021 bei der Online-Veranstaltung „Wunder über Wunder“ vorgestellt. Anmeldung: Katholisches Bildungswerk im Landkreis Miesbach

200 Jahre Erzbistum München und Freising. Film zu den Anfängen des Erzbistums

 
Startbild des Films
München, 20. Juli 2021. Die Anfänge des Erzbistums München und Freising vor 200 Jahren behandelt ein Filmbeitrag des kirchlichen Medienhauses Sankt Michaelsbund, der neu auf Youtube zu sehen ist. Darin gibt Roland Götz, stellvertretender Direktor von Archiv und Bibliothek des Erzbistums, Auskunft über die kirchenpolitischen Entwicklungen, die 1821 zur Errichtung des Erzbistums führten, über die Münchner Frauenkirche als neuen Dom und über den ersten Erzbischof Lothar Anselm von Gebsattel.
 
Autor des rund 13-minütigen Films ist Jochen Reiling, Redakteur in der Fernseh-Redaktion des Sankt Michaelsbundes. Gedreht wurde am und im Münchner Dom, vor dem Erzbischöflichen Palais und in Archiv und Bibliothek des Erzbistums, wo einige Originaldokumente zu den Anfängen des Erzbistums gezeigt werden.
 
Ab sofort ist der Film über den Youtube-Kanal des Sankt Michaelbundes zu sehen: https://youtu.be/_EN2HtlgksU
 
Darüber hinaus wird er voraussichtlich am Sonntag, dem 31. Oktober 2021, im Rahmen des ökumenischen Kirchenmagazins „Kirche in Bayern“ (https://www.kircheinbayern.de/) von mehreren Privatsendern ausgestrahlt. Dazu zählen im Bistumsgebiet: münchen.tv, Regional Fernsehen Oberbayern und Niederbayern TV.

Langfristige Erhaltung musikalischer Unikate

Sichtung und Schadenserfassung
Sichtung und Schadenserfassung (Foto: Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising, Alfred Stemp)
München, 24. Juni 2021. Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising verwahren einen großen Schatz der Musikgeschichte: handschriftliche und historische gedruckte Noten, die ihnen zumeist von Kirchenstiftungen aus dem Erzbistum anvertraut wurden. Dazu zählen u.a. Musikalien des Münchner Doms (mit über 1.600 Nummern der größte Einzelbestand), der Pfarrkirche Wasserburg-St. Jakob (über 1.200 Nummern) und der ehemaligen Stiftskirche Berchtesgaden (ca. 270 Nummern). Besonderen Rang besitzt (mit fast 700 Nummern) das Musikarchiv des Augustiner-Chorherrenstifts Weyarn ein, in dem mit seltener Vollständigkeit klösterliche Muszierpraxis vor der Säkularisation dokumentiert ist.
 
Diese Musikalien stellen einen zentralen Überlieferungsbestand zur süddeutschen Musikkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts dar. Nur zum Teil sind die Werke auch anderwärtig überliefert. So wird regelmäßig für Editionen und Wiederaufführungen darauf zurückgegriffen.
Recherchierbar ist der Großteil der Musikalien im Online-Katalog des Projekts „Répertoire International des Sources Musicales (RISM) - Internationales Quellenlexikon der Musik“, das sich zum Ziel gesetzt hat, weltweit vorhandene musikalische Quellen zu dokumentieren: https://opac.rism.info/metaopac/start.do?View=rism&SearchType=2&Language=de Unter „Bibliothek“ ist hier jeweils die Eigentümer-Institution sowie „Dombibliothek“ angegeben. Die originalen Noten sind über den Lesesaal von Archiv und Bibliothek des Erzbistums nutzbar.
 
Am Gesamtbestand der historischen Musikalien erfolgte kürzlich eine vollständige Schadenserfassung, die Grundlage für weitere Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen ist. Dabei wurden alle rund 8.300 Einheiten durchgesehen und die Verpackungssituation sowie eventuelle Schäden an den Musikalien festgestellt. Wo nötig, folgten eine Neuverpackung mit säurefreien Materialien oder eine Reinigung der Objekte.
 
Die Maßnahme, deren Gesamtkosten sich auf ca. 58.000 € beliefen, wurde zu 50% aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) über die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) gefördert.
https://www.kek-spk.de/start
Logo KEK

Kirchliches und weltliches Leben vor 200 Jahren: Die Pfarrbeschreibungen des Erzbistums von 1817

gedrucktes Formular und Instruktion zur Abfassung der Pfarrbeschreibungen, 1817
gedrucktes Formular und Instruktion zur Abfassung der Pfarrbeschreibungen, 1817
München, 22. Juni 2021. Über die Forschungsmöglichkeiten, die die Pfarrbeschreibungen des Erzbistums von 1817 bieten, informierte am 21. Juni 2021 Dr. Roland Götz, stellvertretender Direktor von Archiv und Bibliothek des Erzbistums, im Rahmen der Hörfunksendung „Habe die Ehre“ des Bayerischen Rundfunks. Im Gespräch mit Redakteur Andreas Estner schilderte er die Entstehungsgeschichte dieser Quelle und stellte anhand von Beispielen aus dem ganzen Bistumsgebiet ihren vielfältigen Informationsgehalt vor. Er reicht von den rechtlichen und geografischen Verhältnissen in den einzelnen Pfarreien über eine detaillierte Auflistung sämtlicher, auch kleinster Orte (mit Häuser- und Einwohnerzahlen) bis hin zur Beschreibung aller Pfarr-, Filial- und Nebenkirchen. Auch über die Lebensverhältnisse und die Tätigkeit der Geistlichen ist daraus einiges zu entnehmen. Das Gespräch ist als rund 50-minütiger Podcast in der Mediathek des BR nachhörbar: https://www.br.de/radio/br-heimat/sendungen/habe-die-ehre/kirchenhistoriker-pfarrbuecher-roland-goetz-muenchen-freising-ahnenforschung-100.html
 
Anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Erzbistums wurden die vollständigen Texte der Pfarrbeschreibungen jüngst in Buchform ediert und mit Registern erschlossen: Die Pfarrbeschreibungen des Erzbistums München und Freising von 1817, hg. von Franz Xaver Bischof im Auftrag des Vereins für Diözesangeschichte von München und Freising, 3 Teile (Studien zur altbayerischen Kirchengeschichte 16/1-3), München 2021. Bezug des Gesamtwerks über den Buchhandel (ISBN 978-3-96049-088-3) oder über info@vdg-muenchen.de zum Preis von 120,- € (ggf. zzgl. Versandkosten).
 
Die Digitalisate der handschriftlichen Originalbände und auch jüngerer Pfarrbeschreibungen sind jederzeit im Digitalen Archiv des Erzbistums einsehbar: https://www.erzbistum-muenchen.de/archiv-und-bibliothek/pfarrgeschichte/quellen (unter Punkt 2.3).
 
Am Donnerstag, den 15. Juli 2021, führt Dr. Götz von 19.00 bis 20.30 Uhr bei einer Online-Veranstaltung der Domberg-Akademie Freising in die Auswertungsmöglichkeiten der Pfarrbeschreibungen für die Orts- und Pfarrgeschichte ein:  „In drei Schritten durch zwei Jahrhunderte: Digitale Quellen für die eigene Orts- und Pfarrgeschichtsforschung“. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung unter: https://domberg-akademie.de/veranstaltungen-signup?tx_events_signup%5Baction%5D=signup&tx_events_signup%5Bcontroller%5D=Event&tx_events_signup%5Bevent%5D=534&cHash=1aa0b229ed8261f912eda4bbb86451b6

Ein „Gras-Ober“ als Trumpf gegen den Tod: Historische Spielkarte in einer Ausstellung über den „Brandner Kaspar“

Gras-Ober, wohl 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts
Foto: Gras-Ober, wohl 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (Foto: Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising)
München, 17. Juni 2021. Vor 150 Jahren erblickte ein bayerischer Mythos das Licht der Welt: In der Münchner humoristischen Wochenzeitschrift „Fliegende Blätter“ veröffentlichte 1871 der dichtende Mineralogieprofessor Franz von Kobell (1803-1882) „Die G’schicht‘ von‘ Brandner-Kasper“.
Ihr Titelheld, der Schlosser Kaspar Brandner, ist im Alpbachtal bei Tegernsee daheim. Dort pflegt er auch seine Liebe zum Jagen und Scheibenschießen, bis ihn eines Tages unvermutet der Tod zu Hause aufsucht. Unter Einsatz von reichlich Kirschgeist und eines (rechtzeitig zur Seite gebrachten) „Gras-Obers“ als Trumpf gewinnt er dem beschwipsten „Boandlkramer“ beim Kartenspiel zusätzliche Lebensjahre ab. Die freuen ihn allerdings nicht mehr, nachdem er seine Frau Traudl und seine beiden Söhne verloren hat. So lässt er sich vom Tod überreden, wenigstens einen Probe-Blick ins Paradies zu werfen, und bleibt schließlich freiwillig dort.
Den heurigen 150. „Geburtstag“ des Brandner Kaspar nimmt das Museum Tegernseer Tal zum Anlass für eine Sonderausstellung: „Im bayerischen Paradies. 150 Jahre ‚Die G’schicht‘ von‘ Brandner-Kasper‘“. Darin wird die Geschichte mit einem Augenzwinkern anhand von Objekten aus dem Museumsbestand und von vielfältigen Leihgaben nacherzählt.
Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising haben dazu ein entscheidendes Objekt beigetragen: einen historischen „Gras-Ober“. Die Spielkarte mit bayerischem Standard-Kartenbild entstand wohl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurde kürzlich (zusammen mit einigen alten Schriftstücken) bei den laufenden Bauarbeiten auf dem Freisinger Domberg im Fehlboden eines denkmalgeschützten Hauses gefunden.
Das Museum Tegernseer Tal hat (im Rahmen der jeweils geltenden Hygienevorschriften) vom 19. Juni bis 10. Oktober 2021 zu folgenden Zeiten geöffnet: Mi-Sa 10-13 Uhr, So 13-16 Uhr. Aktuelle Informationen dazu und zu den geplanten Begleitveranstaltungen gibt es unter: www.museumtegernseertal.de
Das BR Fernsehen widmete dem Thema „150 Jahre Brandner Kaspar“ kürzlich einen Beitrag seiner Reihe „Zwischen Spessart und Karwendel“: „Unsterblicher Boandlkramer vom Tegernseer Tal“, zu sehen in der Mediathek: https://www.br.de/mediathek/video/150-jahre-brandner-kaspar-unsterblicher-boandlkramer-vom-tegernseer-tal-av:60a813e60133350007857f4c

900 Jahre Kloster Beuerberg: Handschriften aus Mittelalter und Barock online nutzbar

Bildnis des Propstes Balthasar Schropp (1615-1619) mit Blick ins Refektorium des Klosters; Illustration aus der „Historia Canoniae Beyrbergensis“ von 1770
Bildnis des Propstes Balthasar Schropp (1615-1619) mit Blick ins Refektorium des Klosters; Illustration aus der „Historia Canoniae Beyrbergensis“ von 1770 (Foto: Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising)
München, 7. Juni 2021. Anlässlich des 900-jährigen Gründungsjubiläums des Klosters Beuerberg befasst sich die diesjährige Ausstellung des Diözesanmuseum Freising in den ehemaligen Klostergebäuden von Beuerberg mit der Geschichte, den Werten und dem Wirken der Augustiner-Chorherren (https://www.dimu-freising.de/kloster-beuerberg/). Zu der am 22. Mai eröffneten Ausstellung „Kommune 1121 – Visionen eines anderen Lebens“ haben Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising zahlreiche Leihgaben aus ihren Beständen beigetragen. Dazu zählen mehrere mittelalterliche und barocke Handschriften, die im Kloster Beuerberg entstanden sind und vielfältige Einblicke ins Klosterleben erlauben.
Diese Handschriften sind jetzt auch vollständig digitalisiert im Digitalen Archiv des Erzbistums einsehbar: https://digitales-archiv.erzbistum-muenchen.de/actaproweb/altview.xhtml?id=142470. Das ermöglicht ihre Online-Nutzung unabhängig von den Öffnungszeiten der Ausstellung und von den dort gerade aufgeschlagenen Seiten.
Die ältesten Stücke sind zwei spätmittelalterliche Abschriften der Regel des hl. Augustinus, die bis heute die Grundlage des Ordenslebens in den Klöstern der Augustiner-Chorherren ist (KB199, KB200).
Besonders attraktiv präsentiert sich die von P. Benno Zaisberger 1712 verfasste Chronik des Klosters („Historia Canoniae Beyrbergensis“; KB189). Eine Abschrift des Texts aus dem Jahr 1770 wurde mit einer Vielzahl farbiger Illustrationen geschmückt.
Das Totenbuch des Klosters („Mortilogium Beyrbergense“; KB186) verzeichnet alle zwischen 1600 und 1801 verstorbenen Klosterangehörigen, deren im klösterlichen Gottesdienst gedacht wurde.
Die 1770 gefertigte Abschrift des im Jahr 1354 angelegten Grundbesitz-Verzeichnisses („Stifft- und Saal-Buch“; KB193) und die Dekanatsrechnung für die Jahre 1779-1781 (KB195) bieten Informationen über die Wirtschaftsverwaltung des Klosters.

Newsletter „Aus der Arbeit von Archiv und Bibliothek“

AuB Newsletter
München, 6. Mai 2021. Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising bieten künftig allen Interessierten als neuen Service einen Newsletter an. Er informiert in unregelmäßigen Abständen über Aktuelles aus der Arbeit von Archiv und Bibliothek, z.B. die Bereitstellung von neuen Findbüchern und Digitalisaten im Digitalen Archiv des Erzbistums, bemerkenswerte Neuzugänge oder Medienberichte.
 
Der Newsletter kann hier abonniert werden.
 
www.erzbistum-muenchen.de/archiv-und-bibliothek

Von Oberbayern bis Schweden: Neue Findbücher im Digitalen Archiv des Erzbistums München und Freising

Porträt Postkarte Johannes Erik Müller (klein)
München, 2. Mai 2021. Das Digitale Archiv des Erzbistums hat Online-Findbücher zu weiteren Beständen in sein Angebot aufgenommen.
Dazu zählen insbesondere die Verzeichnisse der Sach- und der Ortsakten des Generalvikariats seit 1945 (Bestände BB001/2/1 und BB001/2/3). Mit rund 5.500 Verzeichnungseinheiten wird damit ein zentraler Unterlagenbestand für die Nachkriegsgeschichte des Erzbistums recherchierbar.
Über den Nachlass von Domkapitular Franz Sales Müller (Bestand FA0011) sind auch Unterlagen seines Onkels, Bischof Johannes (Erik) Müller (Bestand FA013), in das Archiv des Erzbistums gelangt, der ab 1922 als Apostolischer Vikar und ab 1953 als erster Bischof von Stockholm wichtige Aufbauarbeit für die Katholische Kirche in Schweden leistete.
Zu folgenden Pfarrarchiven stehen nun Findbücher zur Verfügung:
  • Eschlbach-Mariä Geburt (CB086)
  • Mitterndorf-St. Nikolaus (CB238)
  • München-St. Canisius (CB267)
  • Piding-Maria Geburt (CB368)
  • Seeon-St. Lambert (CB424)
Des Weiteren können mit den Unterlagen des Sprecherrats der Berufsgruppe der Pastoralreferenten (Bestand EA012) und des Berufsverbands der Pastoralreferent*innen Deutschlands e.V. (Bestand EA013) die Anfänge eines neuen kirchlichen Berufs erforscht werden.
Die genannten Unterlagen sind online über das Digitale Archiv zu recherchieren und zu bestellen. Sie werden aber im Original im Lesesaal des Archivs zur Einsichtnahme vorgelegt.
 
https://www.erzbistum-muenchen.de/archiv-und-bibliothek

Wertvolle Quellen zur Münchner Geschichte für die Zukunft gesichert

Urkunden St. Peter gross
alte Urkundentaschen und neue säurefreie Verpackung mit Siegelschutz (Foto: Archiv des Erzbistums München und Freising, Alfred Stemp)
München, 28. April 2021. Das Archiv des Erzbistums München und Freising hat den bedeutenden Urkundenbestand des Pfarrarchivs München-St. Peter durch konservatorische Maßnahmen für die Zukunft gesichert.
Der rund 900 Urkunden umfassende Bestand reicht bis zum Jahr 1278 zurück und stellt nicht nur für die Kirchen- und Pfarrgeschichte, sondern auch für die Erforschung der Münchner Bürgerschaft eine wichtige Informationsquelle dar. Ein Großteil der Urkunden kann bereits online über das Portal Monasterium (https://www.monasterium.net/mom/DE-ASP/Urkunden/fond) genutzt werden.
Seit 2020 wurden die bislang unzulänglich verpackten Originalurkunden von Restauratoren gereinigt, auf weiteren Restaurierungsbedarf hin durchgesehen und fachgerecht neu verpackt. Die Arbeiten konnten kürzlich abgeschlossen werden.
Die Maßnahme, deren Gesamtkosten sich auf ca. 42.000 € beliefen, wurde aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) über die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) gefördert.
 
https://www.kek-spk.de/start
Logo KEK

Neues Grundlagenwerk zur Diözesangeschichte: Edition der Pfarrbeschreibungen von 1817

Buchcover Pfarrbeschreibungen
München, 26. April 2021. Im Rahmen der wissenschaftlichen Tagung „200 Jahre Erzbistum München und Freising 1821-2021“ hat am 22. April 2021 der Münchner Kirchenhistoriker Prof. Dr. Franz Xaver Bischof ein von ihm herausgegebenes neues Grundlagenwerk zur Geschichte des Erzbistums vorgestellt.
Es handelt sich um die erstmalige vollständige Edition einer für die Bistumsgeschichte zentralen Quelle, deren Originale im Archiv des Erzbistums verwahrt werden: der 1817 nach einem vorgegebenen einheitlichen Fragenkatalog erstellten Beschreibungen sämtlicher Pfarreien des 1821 formell errichteten Erzbistums München und Freising. Die Beschreibungen dokumentieren detailliert und flächendeckend die strukturellen und pastoralen Verhältnisse am Beginn einer neuen Epoche der Diözesangeschichte. Sie geben Auskunft über die tatsächliche Beschaffenheit einer jeweiligen Pfarrei, liefern Informationen über das kirchlich-religiöse Leben wenige Jahre nach der Säkularisation; sie orientieren über Frömmigkeitstraditionen, Kirchenbau und Kirchenkunst, Siedlungs- und Verkehrsstruktur; sie geben Aufschluss über Seelsorgepersonal, Seelenzahl und – soweit vorhanden – auch über die Schulen.
Die Pfarrbeschreibungen von 1817 bilden damit gleichsam die „Eröffnungsbilanz“ der Erzdiözese München und Freising. Darüber hinaus sind sie eine Fundgrube für demografische, geografisch-topografische und volkskundliche Untersuchungen, für die Schulgeschichte im frühen 19. Jahrhundert und für die Siedlungsgeschichte und Ortsnamenforschung in großen Teilen von Ober- und Niederbayern.
Das dreibändige, mehr als 2.200 Druckseiten umfassende und durch Register erschlossene Edition kann über jede Buchhandlung bezogen werden. Der Buchhandelspreis beträgt 120,- €. Mitglieder des Vereins für Diözesangeschichte können das Werk direkt beim Verein (info@vdg-muenchen.de) zum ermäßigten Preis von 90,- € (zzgl. Versandkosten) bestellen.
Buchdaten: Die Pfarrbeschreibungen des Erzbistums München und Freising von 1817, hg. von Franz Xaver Bischof im Auftrag des Vereins für Diözesangeschichte von München und Freising, 3 Teile (Studien zur altbayerischen Kirchengeschichte 16/1-3), München 2021. ISBN 978-3-96049-088-3

Online-Sprechstunde zur Pfarrarchivpflege

Dr. Christopher Sterzenbach
München, 19. April 2021. Das Archiv des Erzbistums München und Freising erweitert seine Angebote zu einer fachgerechten Betreuung von Pfarrarchiven. Ab April 2021 gibt der zuständige Fachreferent des Diözesanarchivs, Dr. Christopher Sterzenbach M.A., auch online Rat und Hilfe.
Pfarrarchive enthalten wertvolle Unterlagen zur Orts- und Pfarrgeschichte und dienen darüber hinaus (z.B. durch die dauerhafte Aufbewahrung von Verträgen) auch der kirchlichen Verwaltung. Über 500 Pfarrarchive werden derzeit in den Pfarreien des Erzbistums von Verwaltungskräften oder Ehrenamtlichen betreut. Der sachgerechte Umgang mit den historisch wertvollen Unterlagen umfasst u.a. die Ordnung und Verzeichnung, die sichere Lagerung und die Nutzung der Dokumente.
Die neue Online-Sprechstunde findet regelmäßig an jedem letzten Freitag im Monat von 14.00 bis 15.00 Uhr (und in Ausnahmefällen auch nach individueller Terminvereinbarung) statt. Die Anmeldung wird bis zwei Tage vor dem Termin (d.h. bis zum letzten Mittwoch im Monat) erbeten. Zur Anmeldung gelangen Sie hier: https://arbeo2.eomuc.de/index.php?id=1397&no_cache=1&MP=1300-22
Notwendig zur Teilnahme sind ein internetfähiger PC mit Lautsprecher und Mikrofon (bzw. Headset) und am besten einer Webcam. Alternativ ist die Teilnahme auch über ein Smartphone (Apple oder Android) möglich. Für die Online-Sprechstunde wird die Anwendung Zoom verwendet. Sie muss nicht auf dem Teilnehmer-Gerät installiert sein. Der Zugangs-Code, der mit der Terminbestätigung zugesandt wird, kann mit dem jeweiligen Browser aufgerufen werden.
Im Rahmen der Sprechstunde können aktuelle Fragen der örtlichen Archivarbeit persönlich besprochen werden. Zielgruppen sind sowohl Personen, die bereits mit einem Pfarrarchiv arbeiten, als auch solche, die sich für eine Tätigkeit in einem Pfarrarchiv interessieren.

Von der Frauenrechtlerin bis zum Luzienhäuserl-Schwimmen

Porträt Ellen Ammann
Digitales Archiv des Erzbistums erweitert sein Angebot, unter anderem mit Findbüchern zu Ellen Ammann

München, 23. November 2020 (zur Pressemeldung) Das Digitale Archiv des Erzbistums München und Freising hat sein Angebot erneut wesentlich ausgeweitet. Ab sofort stehen rund 680.000 weitere Seiten an digitalisierten Unterlagen zu Pfarreien zur Online-Nutzung zur Verfügung, darunter das älteste Zeugnis über den in Fürstenfeldbruck bis heute geübten Brauch des Luzienhäuserl-Schwimmens. Ebenso sind die Findbücher, also die Aktenverzeichnisse zu Materialien über Ellen Ammann mit rund 200 Verzeichnungseinheiten sowie zu den Akten der Erzbischöflichen Finanzkammer mit rund 4.600 Einheiten jetzt per Internet recherchierbar.
Ammann Kondolenz Faulhaber
Die gebürtige Schwedin Ellen Ammann (1870 bis 1932) entfaltete in München ein umfangreiches kirchliches, soziales und politisches Engagement, unter anderem bei der Gründung der Bahnhofsmission und des Katholischen Frauenbundes. 1919 wurde sie für die Bayerische Volkspartei in den Landtag gewählt, wo sie sich für Jugend- und Wohlfahrtspflege, Gesundheitswesen und Frauenrechte einsetzte. Unerschrocken handelte sie 1923 angesichts des Hitler-Putsches. Amman starb am 23. November 1932 kurz nach einer Landtagsrede. Ihr Ansehen spiegelt sich in der Fülle von Kondolenzschreiben hochgestellter Persönlichkeiten wider, die an den Witwer gingen. Sie sind Teil einer Dokumentensammlung, die das Archiv des Erzbistums zu Ellen Ammann besitzt.
Finanzkammer Errichtung Pfarrei Gröbenzell 01
Die umfangreichen Unterlagen der Finanzverwaltung sind unter anderem deshalb besonders wertvoll, weil sie über den finanziellen Aspekt Informationen zu Angelegenheiten bieten, zu denen die Hauptakten des Erzbischöflichen Ordinariats aufgrund von Kriegszerstörungen 1944 verloren sind. Hier sind zum Beispiel Neuerrichtungen von Pfarreien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dokumentiert. Gut nachzuvollziehen ist auch der Aufbau eines diözesanen Kirchensteueramtes 1941, nachdem das nationalsozialistische Regime den Einzug der Steuer durch die staatlichen Finanzämter beendet hatte.
Pfarrakten Fürstenfeldbruck Luzienhäusl-Schwimmen 01
Die „Pfarrakten“ sind nun auch für die Pfarreien mit den Anfangsbuchstaben B bis G online nutzbar. Diese Akten, die von der kirchlichen Oberbehörde für alle ihr unterstehenden Pfarreien angelegt wurden, umfassen für den Zeitraum vom 16. Jahrhundert bis etwa 1880 sämtliche Angelegenheiten, mit denen sich das Ordinariat bezüglich einer Pfarrei befasste. Dazu zählen Errichtung und Gebiet der Pfarrei, Besetzung der Pfarrstelle sowie Seelsorge-, Bau- und Finanzangelegenheiten. So ist hier etwa der Entwurf eines Schlossers von 1687 für das Eisengländer am barocken Kirchturm der Freisinger Pfarrkirche St. Georg überliefert. Und ein Bericht des zuständigen Dekans von 1706 ist die älteste schriftliche Erwähnung des Fürstenfeldbrucker Brauchs, am Fest der Heiligen Luzia (13. Dezember) kleine Häuschen mit einem darin brennenden Licht auf der Amper schwimmen zu lassen.
Das Digitale Archiv des Erzbistums ging am 15. Juli 2019 online und erfreut sich seither großen Zuspruchs. Das Angebot umfasst aktuell rund 5,9 Millionen digitalisierte Seiten von historischen Dokumenten. Es ist kostenlos über jeden Internetanschluss nutzbar unter www.erzbistum-muenchen.de/archiv-und-bibliothek. Noch nicht digitalisierte Akten, wie die der Finanzkammer und zu Ellen Ammann, können über das Archivsystem zur Einsichtnahme in den Lesesaal, Karmeliterstraße 1 (Eingang Pacellistraße), in München bestellt werden.

Weltweites Interesse an bayerischen Kirchenarchivalien

München, 29. Juli 2020 (zur Pressemeldung). Vor einem Jahr startete das Archiv des Erzbistum München und Freising sein umfangreiches Online-Angebot mit Findbüchern, die über vorhandenes Aktenmaterial informieren, Forschungsanleitungen und digitalisierten Archivalien. Ein Jahr später ist die Bilanz überaus positiv: Rund 38.000 Nutzer haben das Digitale Archiv des Erzbistums mehr als 200.000 Mal aufgerufen. Die Zahl der Archivnutzer hat sich damit gegenüber der Zeit, als der Lesesaal in der Münchner Innenstadt noch ausschließlich persönlich aufgesucht werden musste, mehr als verzehnfacht – den virtuellen Lesesaal besuchen jetzt pro Tag ebenso viele Interessierte wie früher im Monat den realen. Zugriffe von allen fünf Kontinenten sind inzwischen verzeichnet. Nach den Nutzern aus Deutschland, die mit über 30.000 deutlich an der Spitze liegen, kommen die meisten aus Österreich (2.750) und den USA (1.600). „Sogar aus China und Australien nutzen Interessenten unser Digitales Archiv. Viele von ihnen suchen in den historischen Pfarrmatrikeln wohl nach ihren bayerischen Vorfahren“, vermutet Archivleiter Michael Volpert, der das Digitale Archiv konzipiert hat und dessen weiteren Ausbau betreut.
 
Die Zahl der online zur Verfügung stehenden Seiten hat sich binnen eines Jahres von etwa vier Millionen auf rund 5,5 Millionen gesteigert. Erst kürzlich ist der wichtige und umfangreiche Bestand der „Realia“ online gestellt worden. Das sind Sachakten der Bistumsverwaltung, die weder Pfarreien noch Personen, sondern unterschiedlichste Sachthemen im Zeitraum aus den Jahren um 1600 bis 1880 betreffen – von der Priesterausbildung und der Einführung neuer Gesangbücher bis hin zum Umgang mit unehelichen Müttern oder zur Beteiligung des Klerus an der Wilderei. Bis Ende 2020 sollen schrittweise rund eine Million weitere digitalisierte Seiten dazukommen, vor allem Unterlagen über die Pfarreien des Erzbistums.
 
Archivleiter Michael Volpert geht von einer weiter steigenden Relevanz des Digitalen Archivs gerade in Zeiten von Corona aus: „Wir sind froh, dass wir diesen großen Schritt rechtzeitig getan haben. Denn unsere Nutzer konnten somit fast unbeeinträchtigt weiterarbeiten.“ Auch an der Universität München wurden bei mehreren digitalen Lehrveranstaltungen im Sommersemester die Möglichkeiten der Online-Archivnutzung vorgestellt. Das neue Angebot ermöglicht den Studierenden unter anderem, digitalisierte Archivalien für Seminar- und Abschlussarbeiten zu nutzen. Eine weitere digitale Neuerung ist für den Herbst dieses Jahres geplant, wenn das Archiv und die Bibliothek der Erzdiözese München und Freising virtuell ein bevorstehendes Jubiläum einleiten: Eine umfangreiche Online-Ausstellung führt auf den 200. Geburtstag des Erzbistums in seinen heutigen Grenzen hin, der 2021 begangen wird.
 
Der kostenfreie Zugang zum Digitalen Archiv erfolgt über die Website von Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising unter www.erzbistum-muenchen.de/archiv-und-bibliothek. Die Pfarrmatrikeln sind zusätzlich auch über das Portal https://data.matricula-online.eu/de/ zugänglich.

Grenzübergreifende Einblicke für Historiker und Familienforscher

München, 5. Mai 2020 (zur Pressemeldung) Das Archiv des Erzbistums München und Freising baut sein digitales Archiv weiter aus und macht Unterlagen aus Kirchenbehörden, die vor der Neuordnung der bayerischen Bistümer der Erzdiözese Salzburg unterstanden, online nutzbar. In einem ersten Schritt können jetzt all diejenigen Salzburger Archivalien im Internet eingesehen werden, die mehrere Pfarreien oder pastorale Sachthemen betreffen. Dieser zunächst zur Verfügung gestellte Bestand „Salzburg“ umfasst 415 Nummern und beinhaltet unter anderem Visitationsprotokolle, Seelenstandsstatistiken und die Unterlagen der archidiakonalen Ehegerichte. Damit stehen der kirchen-, landes- und ortsgeschichtlichen Forschung wichtige Quellen zur Verfügung. Darüber hinaus sind aus dem Bestand der sehr umfangreichen Akten zu den einzelnen ehemals salzburgischen Pfarreien Findbücher für die Pfarreien mit den Anfangsbuchstaben A bis M verfügbar und die ersten bereits mit den digitalisierten Akten verknüpft (innerhalb der Bestände jeweils unter "Lokalia"). Bis Ende 2021 soll die Online-Präsentation das Ende des Alphabets erreichen. Dann folgen die Akten zu den aufgehobenen Klöstern und Stiften.
 
Bis zur Neuordnung der bayerischen Bistümer im Jahr 1821 unterstanden große Teile des heutigen Erzbistums München und Freising in kirchlicher Hinsicht dem Erzbischof von Salzburg. Dies betraf die bayerischen Gebiete rechts des Inns, darunter den gesamten Chiemgau. Im so genannten Rupertiwinkel und in der Stadt Mühldorf war der Salzburger Erzbischof auch Landesherr. Infolge der kirchenrechtlichen Unterstellung dieser Gebiete unter den Münchner Erzbischof wurden umfangreiche Aktenbestände mit Bezug auf die dortigen Pfarreien von salzburgischen Kirchenbehörden nach München übergeben. Sie stammen aus den Registraturen des Konsistoriums Salzburg, des Salzburger „Eigenbistums“ Chiemsee, der Archidiakonate Baumburg, Chiemsee und Gars sowie des Konsistoriums der Fürstpropstei Berchtesgaden.
 
Die sich aus der Digitalisierung ergebende neue Möglichkeit zu grenzüberschreitender Forschung begrüßt auch der Direktor des Archivs der Erzdiözese Salzburg, Thomas Mitterecker. Anlässlich der Online-Stellung der Archivalien würdigte er „diese Initiative der Münchner Kollegen, die den Blick über die heutigen Grenzen hinweglenkt und an unsere vielfältigen historischen Verbindungen erinnert“. Viele Salzburger Forscher würden den erleichterten Zugang zu den Unterlagen sicher gerne nutzen, so Mitterecker, „gerade wenn es um Pfarreien wie Laufen-Oberndorf geht, die 1821 geteilt wurden, oder um Familien, die dies- und jenseits der Grenze lebten“. Sogar zu den Kirchen der Stadt Salzburg gäben die in München verwahrten Unterlagen Auskunft. „Sie jetzt von überall aus einsehen zu können, ist in der aktuellen Situation geschlossener Grenzen doppelt wertvoll“, so Mitterecker.

Neue digitale Möglichkeiten der Heimatforschung

Archiv des Erzbistums präsentiert anlässlich des Tags der Archive Online-Version historischer Pfarrakten
              
München, 28. Februar 2020 (zur Pressemeldung). Neue digitale Möglichkeiten der Heimatforschung eröffnet das Archiv des Erzbistums München und Freising anlässlich des Tags der Archive: Am Samstag, 7. März, werden originale und digitalisierte Quellen zur Pfarr- und Ortsgeschichte vorgestellt. Die Präsentationen im Lesesaal des Archivs, Karmeliterstraße 1 (Eingang Pacellistraße), beginnen jeweils um 10, 11 12, 14 und 15 Uhr. Demonstriert werden die neuen Forschungsmöglichkeiten am Beispiel der Pfarrei Ampermoching im Landkreis Dachau, aus der nun mehr als 100 historische Akten digital verfügbar sind. Archivarinnen und Archivare geben zudem individuelle Tipps zum richtigen Vorgehen bei der Forschung.
 
Das Digitale Archiv des Erzbistums hat sein Angebot um die wichtige Unterlagengruppe der so genannten Pfarrakten erweitert. Diese wurden von der kirchlichen Oberbehörde im Hinblick auf die ihr unterstehenden Pfarreien angelegt und umfassen für den Zeitraum vom 16. Jahrhundert bis etwa 1880 alle Angelegenheiten, mit denen sich das Ordinariat bezüglich einer Pfarrei befasste, darunter Errichtung und Gebiet der Pfarrei, Besetzung der Pfarrstelle, Beschwerden gegen die Geistlichkeit, Seelsorge-, Bau- und Finanzangelegenheiten. Diese Unterlagen sind wichtige Quellen nicht nur zur Geschichte der Pfarreien, sondern für die Ortsgeschichte überhaupt. Sie geben über das kirchliche Leben im engeren Sinn hinaus Auskunft über vielfältige weitere Aspekte des örtlichen Lebens – von der Siedlungsstruktur bis zur „Moral und Sittlichkeit“ des Pfarrvolkes.
 
Die Pfarrakten werden im Archiv des Erzbistums seit etwa zwei Jahren für die Online-Stellung aufbereitet: Die bis zu 500 Jahre alten Dokumente werden zunächst konservatorisch behandelt und neu verpackt; diese Maßnahme wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) unterstützt (www.kek-spk.de, www.schriftgutschuetzen.kek-spk.de) unterstützt.

Eine detaillierte Neuverzeichnung ermöglicht die zielgenaue Recherche in Online-Findbüchern. Die Findbücher werden anschließend sukzessive mit Digitalisaten verknüpft. Derzeit sind Findbücher zu den Pfarreien mit den Anfangsbuchstaben A bis G verfügbar. Zum Tag der Archive erfolgt die erste Online-Stellung von digitalisierten Akten. Mit dem Abschluss der Aktion wird in etwa zwei Jahren gerechnet.



weiterführende Informationen und Berichte:

  • Ebenfalls neu im Digitalen Archiv finden Sie die Digitalistate zu den Beständen Realia und Salzburg
  • Einen ausführlichen Bericht zur Online-Stellung der Pfarrakten finden Sie hier.
  • Podcast zum Digitalen Archiv auf BR Heimat. Informationen zum Tag der Archive am 7. März 2020, zu neuen Beständen im Digitalen Archiv und zu den online nutzbaren Mirakelbüchern.

Pfarrmatrikeln aus dem Erzbistum München und Freising jetzt auch über das Portal „Matricula“ nutzbar

Die rund 10.000 Bände historischer Matrikelbände aus den Pfarreien des Erzbistums München und Freising, die seit dem 15. Juli 2019 über das Digitale Archiv des Erzbistums einzusehen sind, können seit Jahresbeginn 2020 zusätzlich über das Spezialportal „Matricula“ genutzt werden: http://data.matricula-online.eu/de/. Das Portal bietet einen einheitlichen Zugang zu digitalisierten Matrikeln aus Deutschland, Österreich, Polen, Serbien, Luxemburg und Bosnien-Herzegowina. Besonderheiten sind die Möglichkeit einer geographischen Suche und die Verknüpfung mit Wikipedia-Informationen zum jeweiligen Pfarrort sowie mit aktuellen und historischen Landkarten.

Materialien zur Eröffnung des Digitalen Archivs am 15. Juli 2019



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