Häufige Fragen und Antworten Zu Auswirkungen von SARS-CoV-2 (Coronavirus) auf das kirchliche Leben in der Erzdiözese München und Freising

 
1. Wie werden Gottesdienste gefeiert?

In den Gemeinden können Gottesdienste stattfinden, wenn die Vorgaben zum Gesundheitsschutz eingehalten werden. Diese sind im Infektionsschutzkonzept für katholische Gottesdienste festgelegt, das mit der bayerischen Staatsregierung abgestimmt ist. Durch diese grundsätzliche Absprache besteht in der Regel keine weitere Anzeigepflicht für die katholischen Gottesdienste bei den Behörden.
Die Vorgaben gelten für alle gottesdienstlichen Formen, beispielsweise auch Andachten und Rosenkranzgebete.
 
Höchstteilnehmerzahl
Gottesdienste können künftig ohne die bisherigen Beschränkungen der Personenzahl gefeiert werden, wenn an ihnen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete teilnehmen (3G). Andernfalls bleibt es bei den bisherigen Beschränkungen nach Platzangebot (siehe auch nächster Absatz): Ohne die Beschränkung der Teilnehmer auf 3G gilt die bisherige Höchstteilnehmerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen und richtet sich wie bisher nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt wird. Ob für Gottesdienste die allgemeinen Regelungen oder die 3G-Regelung angewendet wird, obliegt der Entscheidung der jeweiligen Ortspfarrei. Bitte informieren Sie sich daher direkt bei Ihrer Pfarrei über die dort für die jeweiligen Gottesdienste festgelegten Regelungen.
 
Anmeldeverfahren
Um zu vermeiden, dass Gläubige an der Kirchentür abgewiesen werden müssen, ist in manchen Pfarreien eine Voranmeldung notwendig. Darüber informieren die Pfarreien ggf. selbst.
 
Teilnahme am Gottesdienst
An den Gottesdiensten darf nur teilnehmen, wer keinerlei Krankheitszeichen einer SARS-CoV-2-Infektion zeigt und keinen Kontakt mit bestätigt COVID-19-Infizierten hatte.

Abstandsregelung und Maskenpflicht
Wo immer möglich, ist zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.
Bei Gottesdiensten in geschlossenen Räumen gilt die allgemeine Maskenpflicht. Ob eine medizinische Maske ausreichend ist oder eine FFP2-Maske getragen werden muss, richtet sich nach dem Status der Krankenhausampel als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems. Am festen Sitz- oder Stehplatz muss keine Maske getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, zuverlässig gewahrt wird. Darauf ist insbesondere bei Gottesdiensten zu achten, bei denen nur geimpfte, genesene und getestete Personen teilnehmen: Kann hier am Platz der Mindestabstand von 1,5 m zu Personen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, nicht zuverlässig gewahrt werden, gilt die Maskenpflicht auch am Platz.
 
Kinder bis zum 6. Geburtstag sind von der Maskenpflicht befreit, ebenso Personen, die durch ärztliches Attest nachweisen können, dass ihnen das Tragen einer Maske aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist.
 
Bei Gottesdiensten im Freien besteht keine Maskenpflicht. Es wird jedoch auch weiterhin das Tragen einer Maske empfohlen, wo die Einhaltung des Mindestabstands nicht möglich ist.
 
Hand-/Mundkommunion
Mit Blick auf die Abstandsregel und andere Infektionsschutzaspekte wird gebeten, die Handkommunion zu empfangen und auf die Mundkommunion zu verzichten. Unter strikter Beachtung entsprechender Hygienevorgaben ist jedoch auch die Mundkommunion möglich. Die Details zum Modus der Kommunionausteilung können Sie bei Bedarf vor Ort erfragen.

Gemeindegesang
Gemeindegesang ist inzidenzunabhängig erlaubt. Es besteht auch beim Singen keine Pflicht, eine Maske zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, zuverlässig gewahrt wird. Allerdings wird aufgrund medizinischer Beratung empfohlen, dass beim Singen die Maske getragen wird.

Gottesdienste im Freien
Diese Vorgaben gelten für alle gottesdienstlichen Formen, beispielsweise auch Andachten und Rosenkranzgebete sowie Gottesdienste und Wallfahrten im Freien. Für Gottesdienste im Freien ist grundsätzlich keine Höchstteilnehmerzahl festgelegt. Das bisherige Verbot von Gottesdiensten, die „den Charakter von Großveranstaltungen erreichen“, ist entfallen.

2. Wie kann ich der Sonntagspflicht nachkommen, wenn ich nicht an einem Gottesdienst teilnehmen kann oder möchte?
 
Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat die Gläubigen mit einer Dispens von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen, entbunden, da aufgrund der derzeitigen Beschränkungen viele Gläubige noch nicht die Gelegenheit dazu haben. Gläubige, die zu Risikogruppen gehören und noch nicht geimpft sind, sollen eigenverantwortlich gut überlegen, ob sie in der gegenwärtigen Situation zu einem Gottesdienst kommen. Die Gläubigen werden ausdrücklich an die Tradition der „geistlichen Kommunion“ erinnert. Diese bedeutet den Empfang des Leibes Christi durch das innere Verlangen nach Jesus Christus im Gebet und die dadurch entstehende geistliche Gemeinschaft der Kirche.

3. Gibt es die Möglichkeit, Gottesdienste per Radio oder Internet mitzufeiern?

Bis auf weiteres wird täglich ein Gottesdienst aus dem Münchner Liebfrauendom live im Internet und im Radio übertragen, sonn- und feiertags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.30 Uhr. Die Live-Übertragung kann jeweils unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören. Nähere Informationen finden sich hier. Über Gottesdienste aus dem Erzbistum hinaus gibt es regelmäßige Angebote, z.B. sonntags um 9.30 Uhr den Fernsehgottesdienst im ZDF (im wöchentlichen Wechsel katholisch/evangelisch) oder Gottesdienstübertragungen auf verschiedenen Radiosendern, die auch Menschen ohne Internetzugang die Mitfeier ermöglichen.

4. Wie wird mit Kasualien, etwa Firmungen, Taufen, Hochzeiten, Krankensalbungen und Beerdigungen, umgegangen?
 
Für die Taufe gelten dieselben Vorgaben wie für Gottesdienste. Unter Einhaltung der allgemeinen Hygiene- und weiteren Infektionsschutzbestimmungen, insbesondere des aktuellen Infektionsschutzkonzeptes für katholische Gottesdienste, und der nach wie vor coronabedingt gebotenen Spezifika bei der Taufspendung (z.B. Maskenpflicht bei Taufhandlung; eigenes Handtuch für jeden Täufling etc.) können auch wieder mehrere Kinder in einer Feier getauft werden.
 
Für die Feier der Erstkommunion und der Firmung gelten die allgemeinen Regeln für Gottesdienste. Es kann sinnvoll sein, die 3G-Regelung anzuwenden, um möglichst vielen Personen die Mitfeier zu ermöglichen.
  
Für die Trauung gelten dieselben Vorgaben wie für andere Gottesdienste. Die Zahl der möglichen Teilnehmer richtet sich danach, wie viele Menschen unter Einhaltung der Abstandsregeln die jeweilige Kirche besuchen können. Hier kann auch die 3G-Regel zur Anwendung kommen. Einige der Riten, die Teil der Trauung sind, müssen anders gestaltet werden als üblich.
 
Für den Empfang des Bußsakramentes (Beichte) ist ein anderer Ort als der Beichtstuhl vorzusehen, da dort in aller Regel die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können (Alternative z.B. Sprechzimmer) und eine Anwendung der 3G-Regel nicht praktikabel erscheint.
 
Seelsorgsgespräche sind nach vorheriger individueller Terminvereinbarung, in ausreichend großen Räumen und unter Beachtung weiterer Vorsichtsmaßnahmen wie Abstandsregeln und Maskenpflicht möglich. Hat einer der Gesprächspartner einschlägige Krankheitssymptome oder ist er eine Kontaktperson, wird das Gespräch nicht stattfinden können.
 
Krankenbesuche durch Seelsorger und Seelsorgerinnen sowie Krankenkommunion und Krankensalbung sind unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßnahmen möglich. Für Besuche bei Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, Krankheitssymptome haben oder Kontaktpersonen sind, stehen speziell geschulte Seelsorger und Seelsorgerinnen bereit, die unter der Telefonnummer 0151/42402512 oder per E-Mail an einsatzgruppeseelsorge@eomuc.de erreichbar sind.
 
Bei Beerdigungen (Requiem, Trauerfeier, Bestattung) gelten wie bisher die allgemeinen Regeln für Gottesdienste in Kirchen oder im Freien. Es ist insbesondere auf die Einhaltung der Abstandsregeln zu achten. In geschlossenen Räumen gelten die Höchstteilnehmerzahlen sowie die Maskenpflicht außer am festen Sitz- oder Stehplatz. Die 3G-Regelung kann hier nur zur Anwendung kommen, wenn verlässlich sichergestellt werden kann, dass ausschließlich geimpfte, genesene oder aktuell getestete Personen teilnehmen.
 
Die Weihwasserbecken dürfen auch weiterhin nicht befüllt werden, da die Kirchen unabhängig von der Frage, ob für die Gottesdienste dort die 3G-Regel zu Anwendung kommt, zum Besuch allen Menschen offenstehen und somit ein Infektionsrisiko weiterhin besteht. Unabhängig davon kann Weihwasser in Fläschchen abgefüllt zum Mitnehmen bereitgestellt werden, oder es können die in verschiedenen Kirchen bereits eingesetzten Weihwasserspender, die eine berührungslose Entnahme ermöglichen, zum Einsatz kommen.

5. Können Veranstaltungen stattfinden?

Welche Veranstaltungen möglich sind, richtet sich generell nach den jeweils aktuell gültigen staatlichen Vorgaben, insbesondere der jeweils geltenden Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Das gilt sowohl für eigene Veranstaltungen von Pfarreien oder Einrichtungen als auch für externe Veranstaltungen, die in kirchlichen Räumen stattfinden.

Aktuell gilt: Alle Veranstaltungen sind unter Beachtung der untenstehenden Hinweise zu Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie der inzidenzabhängigen 3G-Regel gleichermaßen zulässig, und es wird nicht nach der Art der Veranstaltung unterschieden. Eine Höchstgrenze für die Teilnehmerzahl ist nicht vorgesehen, allerdings können bei höheren Personenzahlen (ab 100, ab 1.000 bzw. ab 5.000 Personen) weitere Maßnahmen oder Einschränkungen erforderlich werden. Dies betrifft u.a. öffentliche und private Einrichtungen und damit auch Pfarrheime und kirchliche Einrichtungen, Sportstätten, Bibliotheken und Archive, die außerschulischen Bildungsangebote wie Musikschulen und die Erwachsenenbildung. Für Gottesdienste gelten die oben genannten besonderen Regelungen.
 
Für alle Veranstaltungen gelten dabei weiterhin umfassende Schutz- und Hygienemaßnahmen wie beispielsweise Abstand halten, Handhygiene und regelmäßiges Lüften der Räume, Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, Beachtung von Rahmenkonzepten (Gastronomie, Beherbergung, Kongresse, Sport- und Kulturveranstaltungen) und ggf. Kontaktdatenerfassung. Wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht durchgängig eingehalten werden kann, ist in geschlossenen Räumen eine Maske zu tragen. Die Maske darf am Platz abgenommen werden, wenn die Mindestabstände von 1,5 m eingehalten werden.

An die Stelle der 7-Tage-Infektionsinzidenz ist eine neue Krankenhausampel als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems getreten. Lediglich für die Anwendung von „geimpft, genesen, getestet - 3G“ bleibt die 7-Tage-Infektionsinzidenz relevant: Ab einer 7-Tage-Infektionsinzidenz von über 35 im Landkreis oder in der kreisfeien Stadt gilt in geschlossenen Räumen breitflächig: Persönlichen Zugang haben nur Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete. Auch diese sind allerdings verpflichtet, entweder die Abstände einzuhalten oder die Maske zu tragen. Beim Einlass zu einer Veranstaltung ist stets von jedem einzelnen Teilnehmenden ein Nachweis vorzuzeigen. Eine Dokumentation der vorgelegten Nachweise durch den Veranstalter ist nicht erforderlich.

6. Sind die Pfarreien erreichbar?
 
In den Pfarrämtern kann Parteiverkehr unter Einhaltung der entsprechenden Hygienevorgaben, der Maskenpflicht und der Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter) stattfinden, möglichst nach vorheriger telefonischer Absprache.
Die Seelsorger und Seelsorgerinnen sind in der Regel auch über die Pfarrbüros erreichbar. Viele Pfarreien nutzen auch Internet und soziale Medien für seelsorgliche Angebote, Informationen dazu sind auf der jeweiligen Internetseite zu finden. Viele Internetseiten von Pfarreien sind über die Suche auf der Seite des Erzbistums zu erreichen.

7.  Wohin kann ich mich wenden, wenn die aktuelle Krisenlage mich sehr belastet oder ich allgemein seelsorgliche Begleitung benötige?
 
Die Seelsorger und Seelsorgerinnen in der Erzdiözese sind natürlich weiter für die Menschen da. Die Pfarreien sind telefonisch und per E-Mail über das Pfarrbüro zu erreichen.
Zudem bieten die Mitarbeitenden der Telefonseelsorge unter der zentralen Nummer 0800/111 0 222 Gespräche und auch gemeinsame Gebete an. Die ökumenische Krisen- und Lebensberatung Münchner Insel ist zu ihren regulären Öffnungszeiten montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und donnerstags von 11 bis 18 Uhr zu erreichen unter Tel. 089 / 22 00 41 oder 089 / 210 21 848. Die Beratungsstellen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung sind telefonisch zu erreichen. Hier findet sich eine Liste der Beratungsstellen mit Kontaktdaten; bitte die Ansagen auf dem Anrufbeantworter zur telefonischen Erreichbarkeit der jeweiligen Beratungsstelle beachten.
Unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus bietet das Erzbistum zahlreiche geistliche Impulse und Materialien.

8. Wo kann ich mich über den aktuellen Stand der Maßnahmen im Erzbistum informieren?
Alle aktuell gültigen Maßnahmen sowie weitere Informationen und Materialien finden Sie unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus. Die Erzdiözese hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage im Zusammenhang mit dem Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) beurteilt. In die  Entscheidungen der Erzdiözese fließen Empfehlungen ihres Betriebsmedizinischen Dienstes, der Behörden sowie des Robert-Koch-Instituts ein. Sie werden auf deren Grundlage und mit Blick auf die konkrete und aktuelle Situation getroffen.
 
Stand: 10. September 2021

Weitere Informationen

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Informationen zu COVID-19 und Schutzmaßnahmen

Robert Koch Institut

Allgemeine Informationen zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Liturgiekalender

Hier geht es zum Liturgiekalender mit biblischen Lesungstexten des jeweiligen Tages.

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