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Häufige Fragen und Antworten Zu Auswirkungen von SARS-CoV-2 (Coronavirus) auf das kirchliche Leben in der Erzdiözese München und Freising

1. Wie werden Gottesdienste gefeiert?

In den Gemeinden können Gottesdienste stattfinden, wenn die Vorgaben zum Gesundheitsschutz eingehalten werden. Zwischen den Gottesdienstteilnehmern muss ein Abstand von jeweils 1,50 Metern eingehalten werden, wenn sie nicht zum selben Haushalt gehören. Die Plätze werden entsprechend markiert und zugewiesen. Um zu vermeiden, dass Gläubige an der Kirchentür abgewiesen werden müssen, ist in manchen Pfarreien eine Voranmeldung notwendig. An den Gottesdiensten darf nur teilnehmen, wer keinerlei Krankheitszeichen einer SARS-CoV-2-Infektion zeigt und keinen Kontakt mit COVID-19-Infizierten hatte.
Die Mund-Nasen-Bedeckung darf nur am eigenen Platz abgenommen werden. Beim Betreten und Verlassen der Kirche oder beim Weg zur Kommunionausteilung und zurück muss die Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Ausnahmen gelten für Kinder bis zum sechsten Geburtstag und Menschen, denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist.
Gemeindegesang soll wegen des erhöhten Infektionsrisikos nur in sehr reduziertem Umfang stattfinden. Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung während des Singens wird dringend empfohlen. Wird der Gottesdienst von einem Ensemble musikalisch gestaltet, müssen die Sänger und Sängerinnen sowie Musiker und Musikerinnen einen Abstand von mindestens 2 Metern einhalten und weitere Vorgaben beachten.
Diese Vorgaben gelten für alle gottesdienstlichen Formen, beispielsweise auch Andachten und Rosenkranzgebete sowie Gottesdienste und Wallfahrten im Freien. Bei Gottesdiensten im Freien gilt eine Höchstteilnehmerzahl von 200 Personen. Die Dauer der Gottesdienste ist generell nicht mehr zeitlich beschränkt.

2. Wie kann ich der Sonntagspflicht nachkommen, wenn ich nicht an einem Gottesdienst teilnehmen kann oder möchte?
 
Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat die Gläubigen mit einer Dispens von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen, entbunden, da aufgrund der derzeitigen Beschränkungen viele Gläubige noch nicht die Gelegenheit dazu haben. Gläubige, die zu Risikogruppen gehören, sollen eigenverantwortlich gut überlegen, ob sie in der gegenwärtigen Situation schon zu einem Gottesdienst kommen, unabhängig davon, ob dieser mit Kommunionausteilung stattfindet oder nicht. Die Gläubigen werden ausdrücklich an die Tradition der „geistlichen Kommunion“ erinnert. Diese bedeutet den Empfang des Leibes Christi durch das innere Verlangen nach Jesus Christus im Gebet und die dadurch entstehende geistliche Gemeinschaft der Kirche.

3. Gibt es die Möglichkeit, Gottesdienste per Radio oder Internet mitzufeiern?

Bis auf weiteres wird täglich ein Gottesdienst aus dem Münchner Liebfrauendom live im Internet und im Radio übertragen, sonn- und feiertags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.30 Uhr. Die Live-Übertragung kann jeweils unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören. Nähere Informationen finden sich hier. Über Gottesdienste aus dem Erzbistum hinaus gibt es regelmäßige Angebote, z.B. sonntags um 9.30 Uhr den Fernsehgottesdienst im ZDF (im wöchentlichen Wechsel katholisch/evangelisch) oder Gottesdienstübertragungen auf verschiedenen Radiosendern, die auch Menschen ohne Internetzugang die Mitfeier ermöglichen.

4. Wie wird mit Kasualien, etwa Firmungen, Taufen, Hochzeiten, Krankensalbungen und Beerdigungen, umgegangen?
 
Für die Taufe gelten dieselben Vorgaben wie für Gottesdienste. Die Zahl der möglichen Teilnehmer richtet sich danach, wie viele Menschen unter Einhaltung der Abstandsregeln die jeweilige Kirche besuchen können. Einige der Riten, die Teil der Tauffeier sind, müssen anders gestaltet werden als üblich.
 
Die Feier der Erstkommunion kann unter Einhaltung der allgemeinen Vorgaben für Gottesdienste stattfinden. In vielen Pfarreien werden die Erstkommunionkinder dazu in kleinere Gruppen aufgeteilt. Die Feier kann auch ins Freie verlegt werden; je nach den örtlichen Verhältnissen können so bis zu 200 Gäste mitfeiern.
 
Die Feier der Firmung wird nach den jeweiligen regionalen Gegebenheiten in enger Absprache zwischen den Pfarreien und dem für die Region zuständigen Weihbischof geregelt.
 
Für die Trauung gelten dieselben Vorgaben wie für Gottesdienste. Die Zahl der möglichen Teilnehmer richtet sich danach, wie viele Menschen unter Einhaltung der Abstandsregeln die jeweilige Kirche besuchen können. Einige der Riten, die Teil der Trauung sind, müssen anders gestaltet werden als üblich. Da die Dauer der Gottesdienste nicht mehr beschränkt ist, kann die Trauung wieder im Rahmen einer Eucharistiefeier stattfinden.
 
Beichten und Seelsorgsgespräche sind nach vorheriger individueller Terminvereinbarung, in ausreichend großen Räumen und unter Beachtung weiterer Vorsichtsmaßnahmen möglich. Insbesondere bei Personen aus Risikogruppen soll besonders abgewogen werden, ob das Gespräch wirklich zwingend nötig ist. Hat einer der Gesprächspartner einschlägige Krankheitssymptome oder ist er eine Kontaktperson, wird das Gespräch nicht stattfinden können.
 
Krankenbesuche durch Seelsorger und Seelsorgerinnen sowie Krankenkommunion und Krankensalbung sind unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßnahmen möglich. Für Besuche bei Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, Krankheitssymptome haben oder Kontaktpersonen sind, stehen speziell geschulte Seelsorger und Seelsorgerinnen bereit.
 
Beerdigungen finden im Rahmen der aktuellen staatlichen Vorgaben statt, die sich an den Vorgaben für Gottesdienste orientieren. Für Requien und Trauergottesdienste gelten dieselben Vorgaben wie für andere Gottesdienste.

5. Können Veranstaltungen stattfinden?
 
Entsprechend der aktuellen staatlichen Vorgaben in der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind Veranstaltungen nur sehr eingeschränkt möglich: Wenn absehbar ist, wer teilnimmt, und nicht beliebig eingeladen wird, wenn in geschlossenen Räumen eine Zahl von 100 und im Freien eine Zahl von 200 Teilnehmern und Teilnehmerinnen eingehalten wird und wenn ein Schutz- und Hygienekonzept vorliegt. Das gilt beispielsweise für Hochzeiten, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereinssitzungen.
Möglich sind Sitzungen der Pfarreigremien, Treffen zur Erstkommunion- und zur Firmvorbereitung, Treffen von Jugend- oder Ministrantengruppen bis zu zehn Personen, Veranstaltungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Erwachsenenbildung und vergleichbare Bildungsangebote, unter bestimmten Voraussetzungen auch Musikunterricht und Chorproben.
Pfarrfeste und andere öffentliche Festivitäten sind weiterhin untersagt. In Bezug auf Ausflüge und Fahrten muss geprüft werden, ob und wie die Veranstaltung unter den gegebenen Voraussetzungen stattfinden kann.

6. Sind die Pfarreien erreichbar?
 
In den Pfarrbüros kann Parteiverkehr unter Einhaltung der entsprechenden Hygienevorgaben, der Maskenpflicht und der Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter) stattfinden, möglichst nach vorheriger telefonischer Absprache.
Die Seelsorger und Seelsorgerinnen sind in der Regel auch über die Pfarrbüros erreichbar. Viele Pfarreien nutzen aktuell auch Internet und soziale Medien für seelsorgliche Angebote, Informationen dazu sind auf der jeweiligen Internetseite zu finden. Viele Internetseiten von Pfarreien sind über die Suche auf der Seite des Erzbistums zu erreichen.

7.  Wohin kann ich mich wenden, wenn die aktuelle Krisenlage mich sehr belastet oder ich allgemein seelsorgliche Begleitung benötige?
 
Die Seelsorger und Seelsorgerinnen in der Erzdiözese sind natürlich weiter für die Menschen da. Die Pfarreien sind telefonisch und per E-Mail über das Pfarrbüro zu erreichen.
Zudem bieten die Mitarbeitenden der Telefonseelsorge unter der zentralen Nummer 0800/111 0 222 Gespräche und auch gemeinsame Gebete an. Die ökumenische Krisen- und Lebensberatung Münchner Insel ist zu ihren regulären Öffnungszeiten montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und donnerstags von 11 bis 18 Uhr zu erreichen unter Tel. 089 / 22 00 41 oder 089 / 210 21 848. Die Beratungsstellen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung sind telefonisch zu erreichen. Hier findet sich eine Liste der Beratungsstellen mit Kontaktdaten; bitte die Ansagen auf dem Anrufbeantworter zur telefonischen Erreichbarkeit der jeweiligen Beratungsstelle beachten.
Unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus bietet das Erzbistum zahlreiche geistliche Impulse und Materialien.

8. Wo kann ich mich über den aktuellen Stand der Maßnahmen im Erzbistum informieren?
Alle aktuell gültigen Maßnahmen sowie weitere Informationen und Materialien finden Sie unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus. Die Erzdiözese hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage im Zusammenhang mit dem Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) beurteilt. In die  Entscheidungen der Erzdiözese fließen  Empfehlungen ihres Betriebsmedizinischen Dienstes, der Behörden sowie des Robert-Koch-Instituts ein. Sie werden auf deren Grundlage und mit Blick auf die konkrete und aktuelle Situation getroffen.
 
 

Weitere Informationen

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Informationen zu COVID-19 und Schutzmaßnahmen

Robert Koch Institut

Allgemeine Informationen zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Liturgiekalender

Hier geht es zum Liturgiekalender mit biblischen Lesungstexten des jeweiligen Tages.

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