Häufige Fragen und Antworten Zu Auswirkungen von SARS-CoV-2 (Coronavirus) auf das kirchliche Leben in der Erzdiözese München und Freising

1. Wie werden Gottesdienste gefeiert?

In den Gemeinden können Gottesdienste stattfinden, wenn die Vorgaben zum Gesundheitsschutz eingehalten werden. Diese sind im Infektionsschutzkonzept für katholische Gottesdienste festgelegt, das mit der bayerischen Staatsregierung abgestimmt ist. Durch diese grundsätzliche Absprache besteht in der Regel keine weitere Anzeigepflicht für die katholischen Gottesdienste bei den Behörden.

Zwischen den Gottesdienstteilnehmern und -teilnehmerinnen muss ein Abstand von jeweils 1,50 Metern eingehalten werden, wenn sie nicht zum selben Haushalt gehören. Die Plätze werden entsprechend markiert und zugewiesen. Dies gilt auch für vollständig gegen COVID-19 geimpfte und von einer SARS-CoV-2-Infektion genesene Personen. Sie zählen wie bisher bei der Höchstteilnehmerzahl mit. Um zu vermeiden, dass Gläubige an der Kirchentür abgewiesen werden müssen, ist in manchen Pfarreien eine Voranmeldung notwendig. Darüber informieren die Pfarreien ggf. selbst. An den Gottesdiensten darf nur teilnehmen, wer keinerlei Krankheitszeichen einer SARS-CoV-2-Infektion zeigt und keinen Kontakt mit bestätigt COVID-19-Infizierten hatte.

Während des gesamten Gottesdienstes in geschlossenen Räumen müssen Besucherinnen und Besucher aufgrund der staatlichen Vorgaben eine FFP2-Maske tragen (oder eine Maske mit mindestens gleichwertigem genormtem Standard - nähere Informationen dazu finden Sie hier), vom Betreten bis zum Verlassen der Kirche, auch am eigenen Platz. Ausnahmen gelten für Kinder bis zum sechsten Geburtstag und Menschen, denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist und die dies durch eine ärztliche Bescheinigung glaubhaft machen können. Für Kinder und Jugendliche zwischen dem 6. und dem 16. Geburtstag ist eine Mund-Nasen-Bedeckung ausreichend. Diejenigen, die gerade liturgisch sprechen oder vorsingen, wie der Zelebrant, Lektor oder Lektorin, Kantor oder Kantorin und Solisten und Solistinnen, sind von der Maskenpflicht ausgenommen.

Mit Blick auf die Abstandsregel und andere Infektionsschutzaspekte wird gebeten, die Handkommunion zu empfangen und auf die Mundkommunion zu verzichten. Unter strikter Beachtung entsprechender Hygienevorgaben ist jedoch auch die Mundkommunion möglich. Die Details zum Modus der Kommunionausteilung können Sie bei Bedarf vor Ort erfragen.

Gemeindegesang ist erlaubt, wenn die 7-Tage-Inzidenz im betreffenden Landkreis oder der betreffenden kreisfreien Stadt unter 100 liegt. Wird der Gottesdienst von einem Ensemble musikalisch gestaltet, müssen die Sänger und Sängerinnen sowie Musiker und Musikerinnen einen Abstand von mindestens 2 Metern einhalten und weitere Vorgaben beachten.

Diese Vorgaben gelten für alle gottesdienstlichen Formen, beispielsweise auch Andachten und Rosenkranzgebete sowie Gottesdienste und Wallfahrten im Freien. Bei Gottesdiensten im Freien besteht keine Maskenpflicht mehr, der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Für Gottesdienste im Freien ist grundsätzlich keine Höchstteilnehmerzahl festgelegt, jedoch sind Gottesdienste untersagt, die den Charakter von Großveranstaltungen erreichen.

2. Wie kann ich der Sonntagspflicht nachkommen, wenn ich nicht an einem Gottesdienst teilnehmen kann oder möchte?
 
Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat die Gläubigen mit einer Dispens von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen, entbunden, da aufgrund der derzeitigen Beschränkungen viele Gläubige noch nicht die Gelegenheit dazu haben. Gläubige, die zu Risikogruppen gehören und noch nicht geimpft sind, sollen eigenverantwortlich gut überlegen, ob sie in der gegenwärtigen Situation zu einem Gottesdienst kommen. Die Gläubigen werden ausdrücklich an die Tradition der „geistlichen Kommunion“ erinnert. Diese bedeutet den Empfang des Leibes Christi durch das innere Verlangen nach Jesus Christus im Gebet und die dadurch entstehende geistliche Gemeinschaft der Kirche.

3. Gibt es die Möglichkeit, Gottesdienste per Radio oder Internet mitzufeiern?

Bis auf weiteres wird täglich ein Gottesdienst aus dem Münchner Liebfrauendom live im Internet und im Radio übertragen, sonn- und feiertags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.30 Uhr. Die Live-Übertragung kann jeweils unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören. Nähere Informationen finden sich hier. Über Gottesdienste aus dem Erzbistum hinaus gibt es regelmäßige Angebote, z.B. sonntags um 9.30 Uhr den Fernsehgottesdienst im ZDF (im wöchentlichen Wechsel katholisch/evangelisch) oder Gottesdienstübertragungen auf verschiedenen Radiosendern, die auch Menschen ohne Internetzugang die Mitfeier ermöglichen.

4. Wie wird mit Kasualien, etwa Firmungen, Taufen, Hochzeiten, Krankensalbungen und Beerdigungen, umgegangen?
 
Für die Taufe gelten dieselben Vorgaben wie für Gottesdienste. Die Zahl der möglichen Teilnehmer richtet sich danach, wie viele Menschen unter Einhaltung der Abstandsregeln die jeweilige Kirche besuchen können. Einige der Riten, die Teil der Tauffeier sind, müssen anders gestaltet werden als üblich.
 
Die Feier der Erstkommunion kann unter Einhaltung der allgemeinen Vorgaben für Gottesdienste stattfinden. In vielen Pfarreien werden die Erstkommunionkinder dazu in kleinere Gruppen aufgeteilt.
 
Die Feier der Firmung wird nach den jeweiligen regionalen Gegebenheiten in enger Absprache zwischen den Pfarreien und dem für die Region zuständigen Weihbischof geregelt.
 
Für die Trauung gelten dieselben Vorgaben wie für andere Gottesdienste. Die Zahl der möglichen Teilnehmer richtet sich danach, wie viele Menschen unter Einhaltung der Abstandsregeln die jeweilige Kirche besuchen können. Einige der Riten, die Teil der Trauung sind, müssen anders gestaltet werden als üblich.
 
Beichten und Seelsorgsgespräche sind nach vorheriger individueller Terminvereinbarung, in ausreichend großen Räumen und unter Beachtung weiterer Vorsichtsmaßnahmen wie Abstandsregeln und Maskenpflicht möglich. Insbesondere bei Personen aus Risikogruppen soll gut abgewogen werden, ob das Gespräch zwingend nötig ist. Hat einer der Gesprächspartner einschlägige Krankheitssymptome oder ist er eine Kontaktperson, wird das Gespräch nicht stattfinden können.
 
Krankenbesuche durch Seelsorger und Seelsorgerinnen sowie Krankenkommunion und Krankensalbung sind unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßnahmen möglich. Für Besuche bei Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, Krankheitssymptome haben oder Kontaktpersonen sind, stehen speziell geschulte Seelsorger und Seelsorgerinnen bereit, die unter der Telefonnummer 0151/42402512 oder per E-Mail an einsatzgruppeseelsorge@eomuc.de erreichbar sind.
 
Beerdigungen finden im Rahmen der staatlichen Vorgaben statt. Es gelten dieselben Vorgaben wie für Gottesdienste.

5. Können Veranstaltungen stattfinden?

Öffentliche Veranstaltungen sind aktuell landesweit untersagt, soweit keine Ausnahmeregelungen gelten oder eine Genehmigung im Einzelfall durch die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden erteilt wurde. Angebote der Erwachsenenbildung und außerschulische Bildungsangebote wie Erstkommunion- und Firmvorbereitung oder Gruppenstunden sind unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Gremiensitzungen als ehrenamtliche Tätigkeiten in Körperschaften des öffentlichen Rechts sind möglich, wenn das Zusammenwirken mehrerer Personen zwingend erforderlich ist.

Welche Veranstaltungen möglich sind, richtet sich generell nach den jeweils aktuell gültigen staatlichen Vorgaben, insbesondere der jeweils geltenden Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Das gilt sowohl für eigene Veranstaltungen von Pfarreien oder Einrichtungen als auch für externe Veranstaltungen, die in kirchlichen Räumen stattfinden. Die Hygieneregeln, insbesondere die Abstandsregeln, und weitere Vorgaben sind einzuhalten. Regional kann es zudem Besonderheiten und Ausnahmen geben.

6. Sind die Pfarreien erreichbar?
 
In den Pfarrämtern kann Parteiverkehr unter Einhaltung der entsprechenden Hygienevorgaben, der Maskenpflicht und der Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter) stattfinden, möglichst nach vorheriger telefonischer Absprache.
Die Seelsorger und Seelsorgerinnen sind in der Regel auch über die Pfarrbüros erreichbar. Viele Pfarreien nutzen auch Internet und soziale Medien für seelsorgliche Angebote, Informationen dazu sind auf der jeweiligen Internetseite zu finden. Viele Internetseiten von Pfarreien sind über die Suche auf der Seite des Erzbistums zu erreichen.

7.  Wohin kann ich mich wenden, wenn die aktuelle Krisenlage mich sehr belastet oder ich allgemein seelsorgliche Begleitung benötige?
 
Die Seelsorger und Seelsorgerinnen in der Erzdiözese sind natürlich weiter für die Menschen da. Die Pfarreien sind telefonisch und per E-Mail über das Pfarrbüro zu erreichen.
Zudem bieten die Mitarbeitenden der Telefonseelsorge unter der zentralen Nummer 0800/111 0 222 Gespräche und auch gemeinsame Gebete an. Die ökumenische Krisen- und Lebensberatung Münchner Insel ist zu ihren regulären Öffnungszeiten montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und donnerstags von 11 bis 18 Uhr zu erreichen unter Tel. 089 / 22 00 41 oder 089 / 210 21 848. Die Beratungsstellen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung sind telefonisch zu erreichen. Hier findet sich eine Liste der Beratungsstellen mit Kontaktdaten; bitte die Ansagen auf dem Anrufbeantworter zur telefonischen Erreichbarkeit der jeweiligen Beratungsstelle beachten.
Unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus bietet das Erzbistum zahlreiche geistliche Impulse und Materialien.

8. Wo kann ich mich über den aktuellen Stand der Maßnahmen im Erzbistum informieren?
Alle aktuell gültigen Maßnahmen sowie weitere Informationen und Materialien finden Sie unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus. Die Erzdiözese hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage im Zusammenhang mit dem Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) beurteilt. In die  Entscheidungen der Erzdiözese fließen Empfehlungen ihres Betriebsmedizinischen Dienstes, der Behörden sowie des Robert-Koch-Instituts ein. Sie werden auf deren Grundlage und mit Blick auf die konkrete und aktuelle Situation getroffen.
 

Weitere Informationen

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Informationen zu COVID-19 und Schutzmaßnahmen

Robert Koch Institut

Allgemeine Informationen zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Liturgiekalender

Hier geht es zum Liturgiekalender mit biblischen Lesungstexten des jeweiligen Tages.

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