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Häufige Fragen und Antworten Zu Auswirkungen von SARS-CoV-2 (Coronavirus) auf das kirchliche Leben in der Erzdiözese München und Freising

1. Sind die Kirchen weiterhin geöffnet?
Das Erzbistum lädt die Gläubigen ausdrücklich ein, gerade in diesen Tagen auch in den aktuellen Anliegen zu beten. Dazu stehen die Kirchen im Erzbistum zu den üblichen Zeiten offen. Die Gläubigen sind zudem eingeladen, Gottesdienste mitzufeiern, die in Radio, TV und Internet übertragen werden.

2. Werden öffentliche Gottesdienste gefeiert, insbesondere auch an den Kar- und Ostertagen?
Aufgrund der Coronakrise und des damit verbundenen allgemeinen Veranstaltungs- und Versammlungsverbots in Bayern sind auch in der Erzdiözese München und Freising bis zumindest einschließlich 19. April alle öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt. Somit sind auch an den Kar- und Ostertagen keine öffentlichen Gottesdienste möglich. „Die Maßnahmen der Regierung sind harte Eingriffe in die Grundrechte der Menschen, auch eine Einschränkung der Religionsfreiheit, wie es sie wohl in unserem Land noch nie gegeben hat“, betont Kardinal Reinhard Marx:  „Aber wir wissen und anerkennen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, das Leben möglichst vieler Menschen zu retten. Wir tragen auch Verantwortung für das ganze Gemeinwesen, in dem wir leben.“
Nachdem der Vatikan klargestellt hatte, dass eine Verlegung des Osterfests nicht in Frage kommt, wird Kardinal Marx im Münchner Liebfrauendom die Gottesdienste in der Karwoche und zum Osterfest feiern. Die nicht öffentlich zugänglichen Gottesdienste werden live auf der Internetseite und in den Sozialen Medien des Erzbistums übertragen (Näheres siehe Frage 4).

3. Wie kann ich der Sonntagspflicht nachkommen, wenn keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden?
Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, entbindet die Gläubigen für den genannten Zeitraum mit einer Dispens von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen. Die Gläubigen werden ausdrücklich an die Tradition der „geistlichen Kommunion“ erinnert. Diese bedeutet den Empfang des Leibes Christi durch das innere Verlangen nach Jesus Christus im Gebet und die dadurch entstehende geistliche Gemeinschaft der Kirche.

4. Gibt es die Möglichkeit, Gottesdienste aus dem Erzbistum per Radio oder Fernsehen zu verfolgen?
Bis auf weiteres wird täglich ein nicht öffentlicher Gottesdienst aus der Sakramentskapelle des Münchner Liebfrauendoms live im Internet und im Radio übertragen, jeweils sonntags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.30 Uhr. Die ebenso nicht öffentlichen Gottesdienste zu Karwoche und Osterfest mit Kardinal Reinhard Marx können Sie zu folgenden Zeiten über Internet oder Radio mitfeiern:
- Palmsonntag, 5. April, 10 Uhr
- Mittwoch, 8. April, 17 Uhr, Chrisam-Messe
- Gründonnerstag, 9. April, 19 Uhr, Messe vom letzten Abendmahl
- Karfreitag, 10. April, 15 Uhr, Feier vom Leiden und Sterben Christi
- Samstag, 11. April, 21 Uhr Feier der Osternacht
- Sonntag, 12. April, 10 Uhr, Osterfestgottesdienst.
Die Live-Übertragung kann jeweils unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören.

5. Gilt die Absage auch für Kasualien, also etwa für Firmungen, Taufen, Hochzeiten, Krankensalbungen und Beerdigungen?
Krankensalbungen und Krankenkommunion: Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen auch in dieser Krisensituation an der Seite der Kranken und Sterbenden. Bei einer dringlichen Notwendigkeit (zum Beispiel lebensbedrohlichen Situation) bringen sie – unter Beachtung der besonderen Hygienemaßnahmen und im Rahmen der jeweils aktuellen staatlichen Vorgaben – auch weiterhin die Kommunion und spenden die Krankensalbung. Im Allgemeinen wird die Hauskommunion und Krankensalbung aber eingestellt.
Beerdigungen finden im Rahmen der aktuellen staatlichen Vorgaben im engsten Familienkreis statt, aber ohne ein Requiem (Totenmesse) oder einen Sterberosenkranz. Diese können später nachgeholt werden.
Taufen und Trauungen sind zu verschieben. In dringlichsten Ausnahmesituationen können Priester und Diakone das Taufsakrament im engsten Familienkreis spenden.
Firmungen sind für den Zeitraum bis Ostern zu verschieben.

6. Können andere kirchliche Veranstaltungen wie Chorproben, Seniorennachmittage, Firmtage oder Erstkommunionvorbereitung stattfinden?
Aufgrund des aktuellen allgemeinen Veranstaltungs- und Versammlungsverbots in Bayern sind bis zunächst einschließlich 19. April auch über die Gottesdienste hinaus sämtliche kirchliche Veranstaltungen abgesagt oder verschoben.

7. Wie ist der aktuelle Stand an den Schulen und Kindertagesstätten des Erzbistums?
Nach der entsprechenden Maßgabe der Bayerischen Staatsregierung hat das Erzbistum München und Freising seit Montag, 16. März, bis zunächst 19. April alle Schulen und alle Kindertagesstätten in Trägerschaft des Erzbistums, von zugehörigen Stiftungen und der Pfarreien des Erzbistums geschlossen. Das Erzbistum wird bestehende und kommende Verfügungen und Bestimmungen der zuständigen Ministerien umsetzen. In allen konkreten Fragen infolge der Schul- und Kitaschließungen wird sich das Erzbistum an den aktuellen und folgenden staatlichen Vorgaben orientieren. 
 
Die Bayerische Staatsregierung hatte am Freitag, 13. März, bekanntgegeben, dass angesichts der Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) von Montag bis zum Ende der Osterferien alle Schulen und Kindertagesstätten flächendeckend geschlossen werden. Die Schließungen durch das Erzbistum betreffen 24 Erzbischöfliche Schulen, drei Schulen in Stiftungsträgerschaft sowie 443 pfarrliche und diözesane Kindertageseinrichtungen mit rund 12.000 Schülern und etwa 34.000 Kindern im Krippen- und Kindergartenalter. 


8. Wohin kann ich mich wenden, wenn die aktuelle Krisenlage mich sehr belastet oder ich allgemein seelsorgliche Begleitung benötige?
Die Seelsorger in der Erzdiözese sind natürlich weiter für die Menschen da. Zudem bieten die Mitarbeitenden der Telefonseelsorge unter der zentralen Nummer 0800/111 0 222 Gespräche zum Thema Coronavirus und auch gemeinsame Gebete an.
Viele Pfarreien und Verbände machen aktuell auch mediale seelsorgliche Angebote, bitte informieren Sie sich auf der jeweiligen Internetseite. Die Erzdiözese bietet unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus zahlreiche geistliche Videoimpulse und Materialien an, wie etwa ein diözesanes Gebet sowie die Vorlage für einen Hausgottesdienst.

9. Wo kann ich mich über den aktuellen Stand der Maßnahmen im Erzbistum informieren?
Alle aktuell gültigen Maßnahmen sowie weitere Informationen und Materialien finden Sie unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus
Die Erzdiözese hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage im Zusammenhang mit dem Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) beurteilt und entscheidet, welche Konsequenzen für das kirchliche Leben zu ziehen sind. Generell folgt der Krisenstab den Empfehlungen der Behörden sowie des Robert-Koch-Instituts und fällt auf deren Grundlage und mit Blick auf die konkrete und aktuelle Situation seine Entscheidungen.

Weitere Informationen

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Informationen zu COVID-19 und Schutzmaßnahmen

Robert Koch Institut

Allgemeine Informationen zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Liturgiekalender

Hier geht es zum Liturgiekalender mit biblischen Lesungstexten des jeweiligen Tages.

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