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Häufige Fragen und Antworten Zu Auswirkungen von SARS-CoV-2 (Coronavirus) auf das kirchliche Leben in der Erzdiözese München und Freising

1. Sind die Kirchen weiterhin geöffnet?
Das Erzbistum lädt die Gläubigen ausdrücklich ein, gerade in diesen Tagen auch in den aktuellen Anliegen zu beten. Dazu stehen die Kirchen im Erzbistum zu den üblichen Zeiten offen. Die Gläubigen sind zudem eingeladen, Gottesdienste mitzufeiern, die in Radio, TV und Internet übertragen werden. Von 4. Mai an sind öffentliche Gottesdienste unter der Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wieder möglich, dazu gehören insbesondere das verpflichtende Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung sowie die Einhaltung eines Mindestabstands von zwei Metern zwischen zwei Personen.

2. Werden öffentliche Gottesdienste gefeiert?
Gemäß einem Dekret des Erzbischofs von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, können die bislang ausgesetzten öffentlichen Gottesdienste ab 4. Mai mit Einschränkungen wieder abgehalten werden, wenn die Vorgaben des Infektionsschutzkonzepts eingehalten werden, das mit der Staatsregierung abgestimmt wurde. Die Höchstteilnehmerzahl richtet sich danach, wie viele Menschen unter Einhaltung eines Mindestabstands von zwei Metern zwischen zwei Personen in der jeweiligen Kirche Platz finden. Die Plätze werden entsprechend markiert und zugewiesen. Um zu vermeiden, dass Gläubige an der Kirchentür abgewiesen werden müssen, wird den Pfarreien empfohlen, Voranmeldungen einzuholen. An den Gottesdiensten darf nur teilnehmen, wer keinerlei Krankheitszeichen einer SARS-CoV-2-Infektion zeigt und keinen Kontakt mit COVID-19-Infizierten hatte. Auf Gemeindegesang wird weitgehend verzichtet, da Singen mit einem besonderen Infektionsrisiko in Verbindung gebracht wird. Soweit in einem Gottesdienst die Kommunion ausgeteilt wird, erfolgt dies ausschließlich als Handkommunion. Die Priester tragen dabei Mund-Nasen-Bedeckung.

3. Wie kann ich der Sonntagspflicht nachkommen, wenn ich nicht an einem öffentlichen Gottesdienst teilnehmen kann oder möchte?
Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat die Gläubigen mit einer Dispens von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen, entbunden, da aufgrund der derzeitigen Beschränkungen viele Gläubige noch nicht die Gelegenheit dazu haben werden. Gläubige, die zu Risikogruppen gehören, sollen eigenverantwortlich gut überlegen, ob sie in der gegenwärtigen Situation schon zu einem Gottesdienst kommen, unabhängig davon, ob dieser mit Kommunionausteilung stattfindet oder nicht. Die Gläubigen werden ausdrücklich an die Tradition der „geistlichen Kommunion“ erinnert. Diese bedeutet den Empfang des Leibes Christi durch das innere Verlangen nach Jesus Christus im Gebet und die dadurch entstehende geistliche Gemeinschaft der Kirche.

4. Gibt es die Möglichkeit, Gottesdienste aus dem Erzbistum per Radio oder Internet mitzufeiern?
Bis auf weiteres wird täglich ein Gottesdienst aus dem Münchner Liebfrauendom live im Internet und im Radio übertragen, jeweils sonn- und feiertags um 10 Uhr sowie montags bis samstags um 17.30 Uhr. Die Live-Übertragung kann jeweils unter www.erzbistum-muenchen.de/stream abgerufen werden. Eine reine Tonübertragung ist zudem im Münchner Kirchenradio über das Digitalradio DAB+ oder unter www.muenchner-kirchenradio.de zu hören. Nähere Informationen finden sich hier. Über Gottesdienste aus dem Erzbistum hinaus gibt es regelmäßige Angebote, z.B. sonntags den Fernsehgottesdienst im ZDF (im wöchentlichen Wechsel katholisch/evangelisch) oder Gottesdienstübertragungen auf verschiedenen Radiosendern, die auch älteren Menschen ohne Internetzugang die Mitfeier ermöglichen.

5. Wie wird mit Kasualien, etwa Firmungen, Taufen, Hochzeiten, Krankensalbungen und Beerdigungen, umgegangen?
 
Die Taufe eines einzelnen Täuflings ist im engen Familienkreis möglich. Einige der Riten, die Teil der Tauffeier sind, müssen anders gestaltet werden als üblich. Es gelten dieselben Hygiene- und Abstandsregeln wie bei öffentlichen Gottesdiensten.
 
Alle Erstkommunionfeiern sind bis Pfingsten aufgeschoben. Da es unwahrscheinlich ist, dass die Erstkommunionen in diesem Jahr im sonst üblichen Rahmen gefeiert werden können, wird den Pfarreien empfohlen, bereits jetzt über eine Aufteilung der Erstkommunionfeier in kleinere Gruppen nachzudenken.
 
Alle Firmungen außer Einzelfirmungen werden bis zum Ende der Sommerferien aufgeschoben. Wenn es die Situation dann zulässt, ist geplant, sie im Herbst nachzuholen, gegebenenfalls in kleineren Gruppen. Nähere Informationen hierzu an die Pfarreien soll es zeitnah nach Pfingsten geben.
 
Trauungen können im engen Familien- und Freundeskreis stattfinden. Es gelten dieselben Hygiene- und Abstandsregeln wie bei öffentlichen Gottesdiensten. Einige Riten, die Teil der Traufeier sind, müssen anders gestaltet werden als üblich. Eine Verbindung der Trauung mit einer Eucharistiefeier ist aufgrund der zeitlichen Begrenzung auf 60 Minuten in der Regel nicht möglich.
 
Beichten und Seelsorgsgespräche sind nach vorheriger individueller Terminvereinbarung, in ausreichend großen Räumen und unter Beachtung weiterer Vorsichtsmaßnahmen möglich. Insbesondere bei Personen aus Risikogruppen soll besonders abgewogen werden, ob das Gespräch wirklich zwingend nötig ist. Hat einer der Gesprächspartner einschlägige Krankheitssymptome oder ist er eine Kontaktperson, wird das Gespräch nicht stattfinden können.
 
Krankenbesuche durch Seelsorger und Seelsorgerinnen sowie Krankenkommunion und Krankensalbung sind unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßnahmen möglich. Für Besuche bei Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, Krankheitssymptome haben oder Kontaktpersonen sind, stehen speziell geschulte Seelsorger und Seelsorgerinnen bereit.
 
Beerdigungen finden im Rahmen der aktuellen staatlichen Vorgaben im engsten Familienkreis statt. Für Requien und Trauergottesdienste gelten dieselben Hygiene- und Abstandregeln wie bei öffentlichen Gottesdiensten.

6. Können andere kirchliche Veranstaltungen stattfinden?
In der Regel müssen Veranstaltungen weiterhin abgesagt bzw. verschoben werden. Dies gilt beispielsweise für Pfarrfeste sowie für Ausflüge und Fahrten. Es wird auch dringend empfohlen, Bittgänge und Wallfahrten in der Gruppe bis zum Ende der Pfingstferien abzusagen. An Fronleichnam finden in diesem Jahr keine Prozessionen mit der Gemeinde statt, es werden aber Gottesdienste unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln gefeiert.
Ausnahmen sind möglich bei Gruppenstunden zur Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung, wenn die entsprechenden staatlichen Vorgaben, zum Beispiel hinsichtlich des Abstands zwischen den Teilnehmenden, eingehalten werden. Veranstaltungen der Erwachsenenbildung und weitere Bildungsveranstaltungen können ebenfalls wieder stattfinden, wenn die einschlägigen Vorgaben erfüllt werden und ein Schutz- und Hygienekonzept vorliegt.
Auch Sitzungen von ehrenamtlichen Gremien wie Pfarrgemeinderäten oder Kirchenverwaltungen sind unter Beachtung von entsprechenden Infektionsschutzmaßnahmen wieder möglich.

7. Sind die Pfarreien erreichbar?
Die Pfarrbüros sind auch weiterhin telefonisch und per E-Mail erreichbar. Parteiverkehr findet nur in zwingend nötigen Fällen nach vorheriger telefonischer Absprache statt. Die Seelsorger und Seelsorgerinnen sind in der Regel telefonisch oder per E-Mail zu erreichen. Die Kontaktdaten können auf der jeweiligen Internetseite abgerufen oder im Pfarrbüro erfragt werden. Viele Pfarreien nutzen aktuell auch Internet und soziale Medien für seelsorgliche Angebote, Informationen dazu sind auf der jeweiligen Internetseite zu finden. Viele Internetseiten von Pfarreien sind über die Suche auf der Seite des Erzbistums zu erreichen

8. Wohin kann ich mich wenden, wenn die aktuelle Krisenlage mich sehr belastet oder ich allgemein seelsorgliche Begleitung benötige?
Die Seelsorger und Seelsorgerinnen in der Erzdiözese sind natürlich weiter für die Menschen da. Die Pfarreien sind telefonisch und per E-Mail über das Pfarrbüro zu erreichen.
Zudem bieten die Mitarbeitenden der Telefonseelsorge unter der zentralen Nummer 0800/111 0 222 Gespräche und auch gemeinsame Gebete an. Die ökumenische Krisen- und Lebensberatung Münchner Insel ist zu ihren regulären Öffnungszeiten montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und donnerstags von 11 bis 18 Uhr zu erreichen unter Tel. 089 / 22 00 41 oder 089 / 210 21 848. Die Beratungsstellen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung sind telefonisch zu erreichen. Hier findet sich eine Liste der Beratungsstellen mit Kontaktdaten; bitte die Ansagen auf dem Anrufbeantworter zur telefonischen Erreichbarkeit der jeweiligen Beratungsstelle beachten.
Unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus bietet das Erzbistum zahlreiche geistliche Impulse und Materialien.

9. Wo kann ich mich über den aktuellen Stand der Maßnahmen im Erzbistum informieren?
Alle aktuell gültigen Maßnahmen sowie weitere Informationen und Materialien finden Sie unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus. Die Erzdiözese hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage im Zusammenhang mit dem Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) beurteilt. In die  Entscheidungen der Erzdiözese fließen  Empfehlungen ihres Betriebsmedizinischen Dienstes, der Behörden sowie des Robert-Koch-Instituts ein. Sie werden auf deren Grundlage und mit Blick auf die konkrete und aktuelle Situation getroffen.

Weitere Informationen

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Informationen zu COVID-19 und Schutzmaßnahmen

Robert Koch Institut

Allgemeine Informationen zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Liturgiekalender

Hier geht es zum Liturgiekalender mit biblischen Lesungstexten des jeweiligen Tages.

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